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Zum Teufel mit der Hölle!

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Zum Teufel mit der Hölle!

Beitrag von Shomer am So 12 Dez 2010, 19:00

Eines Tages, kurz vor seinem Tod, da hat der gute alte Moshe zu seinem Volk gesagt:
5Mo 4:1-2 Und nun, Israel, höre auf die Satzungen und auf die Rechte, die ich euch lehre zu tun, auf daß ihr lebet und hineinkommet und das Land in Besitz nehmet, welches Jahwe, der Gott eurer Väter, euch gibt. 2 Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet die Gebote Jahwes, eures Gottes, die ich euch gebiete.
Nun gut, dachte ich mir, schaue ich mir einmal den Schöpfungsbericht an. Ich komme also zum siebten Tag und vermisse die Erschaffung der Hölle. Wo kommt sie eigentlich her, wenn sie nicht erschaffen wurde? Hat der Schöpfer sie vielleicht aus dem Ausland importiert? Oder ist die Vorstellung von der Hölle nicht eher eine Erfindung der Kirche, um noch mehr Druck ausüben zu können - und weil die Hölle wohl nicht reichte, erfand man noch das Fegefeuer und den Scheiterhaufen.... Nun, das nennt man offensichtlich: "Ihr sollt nichts hinzu tun...."

Ich lese weiter:
1Mo 2:16-18 Und Jahwe Gott gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baume des Gartens darfst du nach Belieben essen; 17 aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du gewißlich sterben. 18 Und Jahwe Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, seines Gleichen.
"Dieser niederträchtige, gemeine Gott", denke ich mir, "hat der den armen Adam kackfrech angelogen - er hätte ihm unbedingt sagen müssen, dass er nach dem Tod in die ewige Hölle kommt, das aber hat er nicht getan!"

Ich lese weiter in Bereshit und Bemidbar:
1Mo 37:34-35 Und Jakob zerriß seine Kleider und legte Sacktuch um seine Lenden, und er trug Leid um seinen Sohn viele Tage. 35 Und alle seine Söhne und alle seine Töchter machten sich auf, um ihn zu trösten; aber er verweigerte es, sich trösten zu lassen, und sprach: Denn leidtragend werde ich zu meinem Sohne hinabfahren in den Scheol! Und sein Vater beweinte ihn.

4Mo 16:29-33 Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, so hat Jahwe mich nicht gesandt; 30 wenn aber Jahwe ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren, so werdet ihr erkennen, daß diese Männer Jahwe verachtet haben. - 31 Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war, 32 und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie und ihre Familien und alle Menschen, die Korah angehörten, und die ganze Habe. 33 Und sie fuhren, sie und alles, was ihnen angehörte, lebendig in den Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und sie wurden mitten aus der Versammlung vertilgt.
Also ist die Rotte Korah genau an denselben Ort gefahren, wie Jakob und Josef und die anderen Gerechten.... Dass Luther aber bei der Rotte Korah Sheol mit "Hölle" und andererseits dasselbe Wort bei Jaakov mit "Grube" übersetzt, ist eine nicht zu verzeihende Irreführung!

Als ich das letzte Mal bei uns in der Synagoge war, sass neben mir ein Jude, der davon überzeugt war, dass nach dem Tod alles aus ist. Sheol = Ende - fertig, aus, Schluss! - "Hmmm", dachte ich mir, sowas kenne ich doch von hellenisierten Juden:
Mat 22:28-32 Nun in der Auferstehung, wes Weib wird sie sein unter den sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. 29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt und wisset die Schrift nicht, noch die Kraft Gottes. 30 In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel. 31 Habt ihr nicht gelesen von der Toten Auferstehung, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: 32 "Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.
Für diesen alten Juden und Holocaustflüchtling in der Schweiz war der Tod also das Ende. Ich sagte dann zu ihm: "Also, wenn Hitler nach seinem Ableben hier auf der anderen Seite genauso behandelt wird, wie seine Shoa-Opfer auch, dann hat das vermutlich mit Gerechtigkeit nicht viel zu tun. "Oh," meinte er, "für den müsste es natürlich eine Hölle geben"....

Wie ich vernahm, gibt es ausser dieser hellenistischen jüdischen Sicht der Dinge nach dem Tod die jüdische Sicht, dass die Hölle eine Art Rehabilitationszentrum ist. Wer dort wieder heraus kommt, der ist gerechtfertigt (Plan B). Und dann kennt man auch noch eine Lehre, dass die Hölle das definitive Ende eines Individuums ist; da kommt ein Mensch (Geist, Seele und neuer Leib) in diese Hölle hinein und was am anderen Ende heraus kommt, das ist nichts. Gar nichts. Keine Asche, kein Andenken - niemand wird sich mehr an diese Individuen erinnern.

Ich sammle noch mehr Vorstellungen. Nur eine Vorstellung will ich hier nicht sehen: Diejenige nämlich, dass das, was nach dem Tod von einem Menschen übrig bleibt unendlich und ewig in einer Flamme gepeinigt wird. Diese Vorstellung hat mit der Realität weniger als nichts zu tun. Jeshua sprach: "mit welchem Mass ihr richtet, werdet ihr wieder gerichtet werden." Vielleicht war der Allmächtige gerade wegen dieser christlichen Lehre gezwungen, Seinen Shabbat zu brechen und eine solche Hölle zu machen - damit er all diejenigen auf ewig peinigen kann, die IHM das Gericht schon vorwegnehmen und alle "Ungläubigen" meinen, in die ewige Verdammnis schicken zu können.

Ich kann mir gut vorstellen, dass JaHWeH die Möglichkeit hat, die Ungerechten zu läutern. Die christliche Höllenvorstellung aber erscheint mir beim Abwägen aller Infos als die unwahrscheinlichste; da sie aus der griechischen Mythologie übernommen wurde. Dass man den Cerberus geflissentlich ignorierte, macht diese Hölle auch nicht realistischer. Im sog. NT werden drei verschiedene Begriffe mit "Hölle" übersetzt: Hades, Gehenna und Tartaros. Sogar das deutsche Wort "Hölle", das dem nordischen Walhalla entlehnt wurde, weist ursprünglich kein Feuer auf und keine Qualen und der griechische Begriff "äonisch" bedeutet: "für diesen Äon/Zeitabschnitt" und darf nie und nimmer mit "ewig" d. h. "unendlich" übersetzt werden.

Wenn ich in der Wirtschaft eine Übersetzungsarbeit von der Qualität unserer Bibeln abliefern würde, ich bekäme die fristlose Entlassung noch tags zuvor! Wie viel Stygiophobie (Höllenangst) haben Luther und Konstantin und solche Elemente über die Jahrhunderte nicht auf dem Gewissen?! Oder hatten sie überhaupt jemals eins?

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Re: Zum Teufel mit der Hölle!

Beitrag von Eaglesword am Di 14 Dez 2010, 12:50

So allmählich bewege auch ich tiefere Überlegungen zur Sache. Wenn "Hölle" oder genauer "ewige Flamme", dann für welchen Zeitraum? Henoch hatte Einblick in die "7 Himmel", und sieh da:
Tatsächlich befinden sich in ihnen verschiedene Zonen, wo Verstorbene aufbewahrt werden. Auch da findet man kein Flammenmeer. Von Kerkern ist allenfalls die Rede und von einer Wüstenschlucht. Nur gegen die Nephilim ist gesagt, sie kämen an einen Ort mit Feuerkaskaden, der stark an Vulkanismus erinnert.
In den Prophetien der "großen Propheten", wie Theologen das nennen, sind Saudien, Südirak und beide jordanischen Ostflügel beschrieben als künftig "für immer unbewohnbar, und niemand zieht hindurch". Das ganze zusammenhängende Gebiet wird ebenfalls als vulkanisch dargestellt, und bestimmte Tiere würden sich da aufhalten, von Manchen als Verhüllung für eben diese Nephilim, in dem Fall Dämonen, angesehn.

Zusammengefasst wäre genau das "die Hölle... wo der Wurm nicht stirbt und die Flamme nicht erlischt", der "feurige Pfuhl", der "brennende Schwefelsee".


Zuletzt von Eaglesword am Do 16 Dez 2010, 04:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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Re: Zum Teufel mit der Hölle!

Beitrag von Shomer am Di 14 Dez 2010, 16:41

Bei Luther kommt ja auch noch die Hölle in den feurigen Pfuhl. Das ist dann doppelt dumm gelaufen:

Offb 20:14 Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der andere Tod.


Bei Adam lese ich aber nur etwas vom Sterben. Alles, was man nachträglich angehängt hat, muss ich wohl mit Verweis auf 5.Mose 4:1f als verbotene Hinzufügung betrachten. Wir sind jetzt schon bei der Hölle, dem Fegefeuer und dem feurigen Pfuhl angelangt, in das die Hölle geworfen wird. Ich frage mich: Wer bietet mehr? Okay, ich sehe: "Wer nicht glaubt, der wird verdammt werden." Also "glauben" wir mal alle schön; wer's glaubt wird selig (mit viel Phantasie).
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Was bedeutet tot zu sein?

Beitrag von Elischua am Di 14 Dez 2010, 17:58

Ist man wirklich tot, wenn man tot ist?

Dan 12,2 in Buber / Rosenwzeig:
2 Und viele, die am Boden des Staubes schlafen, erwachen,
diese zu Leben in Weltdauer und diese zu Schmach und zu Schauder in Weltdauer.

Elberfelder:
2 Und viele von denen, die im Land des Staubes1 schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leben und die anderen zur Schande, zu ewigem Abscheu.

Aus Staub / Adama/ Erde/ Lehm wurdest du - zu Staub / Adama/ Erde / Lehm wirst du wieder werden!

Jahwe erschuf aus Staub / Adama/ Erde den Adam. Als der Körper Adam von Jahwe fertig geformt war, war Adam noch ohne Leben -tot! Jahwe blies in die Nase Adams den Lebensodem -1. Mose 2,7 und ER, Gott, bildete den Menschen, Staub vom Acker, er blies in seine Nasenlöcher Hauch des Lebens, und der Mensch wurde zum lebenden Wesen. Und Adam lebte - er wurde zu einer lebenden Seele!

Wenn man stirbt, stirbt der Körper, das Fleisch wird wieder zur Erde, die Seele schläft, derjenige der den RuachHakedosch (Hl.Geist) in sich hatte, dieser geht zurück zum Vater!

Wie oft wird gesagt, die sind wie tot, (geistiger Tod). Wieviele Gemeinden gibt es, die meinen sie haben das Leben, sind aber "Geistig tot", weil sie RuachHaKedosch nicht in sich haben!

Dieses Land ist tot, weil kein Leben mehr in und auf der Erde ist!

Nochmal zu Dan. 12, 2: ...diese zu Leben in Weltdauer und diese zu Schmach und zu Schauder in Weltdauer. Das bedeutet, daß die erwachenden Seelen, die geschlafen haben, auferweckt werden und je nach Gericht auf ewig leben oder auf ewig in Schmach leben. Die Seele werden nicht tot sein, sondern leben!


Zuletzt von Elishua am Mi 15 Dez 2010, 09:27 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Re: Zum Teufel mit der Hölle!

Beitrag von Shomer am Di 14 Dez 2010, 18:33

Als Nachtwächter hatte ich einmal einen Arbeitskollegen. Der hat in einem Geschäft einen Einbruch festgestellt und die Polizei angefordert. Als er mit den Beamten einen Raum betritt, schaute er in den Lauf einer Pistole. Der Einbrecher aber sah dann die Beamten, richtete die Waffe gegen sich selbst und drückte ab - tot.

Der selbe Wächter machte in derselben Zeit in einem Labor einen Rundgang. Hinter einem Tisch schauten liegend zwei Beine hervor. Er traf einen Mitarbeiter an, der zuvor mit einer ätzenden Flüssigkeit Suizid begangen hatte.

Kurz nach diesen beiden Ereignissen macht er in demselben Labor wieder einen Rundgang, diesmal leuchtet er mit seiner Lampe im Sanitätszimmer auf die Liege. "Nicht schon wieder...." dachte er bei sich. Aber dann geschah etwas merkwürdiges: Der "Tote" stand auf! Er hatte einen Nachtdienst, bei dem er von Zeit zu Zeit in Aktion treten musste und nur vergessen, dem Nachtwächter seine Anwesenheit mitzuteilen.

Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen der ersten Auferstehung, der Heraus-Auferstehung aus den Toten und die Auferstehung der Toten? Mehr dazu in diesem Link hier:

Die Auferstehung der Toten - gemäss Pfarrer Ludwig Schuler, 1924, Zürich-Enge u. a.

Aber das alles hilft uns natürlich bei der "Erforschung" der Hölle nicht weiter. Ist die Hölle bis zuletzt auch nur ein Hirngespinst Roms - wie das Fegefeuer auch? Wir haben oben gesehen, dass die Hölle zu keiner Zeit erschaffen wurde - also: wo kommt sie her? Wie ist sie beschaffen? Haben bis zuletzt die Allversöhner Recht? Wie sieht das Leben nach dem Tod aus? Wie hat sich der alte Vater Jakob den Sheol vorgestellt (von ihm wird "Sheol" das erste Mal erwähnt)? Warum hat Luther Sheol immer falsch übersetzt - mal so, mal anders?

Weder im "AT" noch im "NT" gibt es eine Hölle! Dieses deutsche Wort wurde vom nordischen Walhall entlehnt und was ist das? Mehr dazu hier.


Zuletzt von Shomer am Di 14 Dez 2010, 18:42 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Korrekturen)
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שאל Sche-ol - גיהנם Gehinom

Beitrag von ABA am Mi 15 Dez 2010, 09:00

שלום חמודים
Schalom ihr Lieben!

Summa Summarum ...
... stelle ich meinerseits dieses Thema unter das Motto:

Das, was wir über Hölle, Tod und Teufel nicht wissen,
ist wesentlich unvorstellbarer, als das was wir wissen !!!

@Shomer schrieb:... Ich komme also zum siebten Tag und vermisse die Erschaffung der Hölle.
Ganz einfach deshalb, lieber Shomer, weil ELOHIM in den 6 Zeitabschnitten der Schöpfung (sprich: 6 Tagen) nur die für uns sichtbare Sphäre erschaffen hat! Über die Erschaffung, Eigenschaften und Kenntnis von transzendenten Bereichen brauchen uns die göttlich inspirierten Schriften nichts zu berichten, weil wir es sowieso nicht erfassen würden!
Die menschliche Erkenntnis beruht auf der religiösen Entwicklung. Selbst hier in diesem Thema ist diese Auffassung festzustellen.
... deshalb hast du recht lieber Shomer mit deinem Zitat:
... nun, das nennt man offensichtlich: "Ihr sollt nichts hinzu tun...."
Aus diesem Grunde betrachten wir uns mal die SCHRIFTEN !!!

שאל [sche-ol] = "Unterwelt"
Dieses Reich der Toten wird eigentlich erst in den späteren kanonischen und dem apokryphen Schrifttum genannt. Der שאל [sche-ol] liegt nach der Vorstellung des Buches איוב HIOB tiefer als das Urmeer. Es ist die Stätte völligen Dunkels, die keine Beziehung mit der lebenerfüllenden "Oberwelt" und mit irgenwelcher Regsamkeit verknüpft ist. Vom שאל [sche-ol] "Unterwelt" gibt es keine Rückkehr mehr zur Welt des "Lichtes". die dort weilenden Toten bleiben tot und können nicht mehr den Ewigen Preisen.
hier die Stellen zum Nachlesen:
(Hiob 26,5; 31,12; 38,17; Ps. 139,8; Spr. 2,19)


Erst im Laufe der Geschichte des religiösen Judentums durch hellenistischen Einfluss verschiebt sich die Vorstellung des Totenreiches hin zum griechischen ´αιδης - HADES ! In dieser neueren Vorstellung verknüpft sich der Gedanke an einen Strafort, an dem die Bösen ihre Sünden büßen müssen.


__ _____ _______ __
´αιδης - HADES ______ Sche-ol שאל _________________ Gehinom גיהנם

Und somit kommen wir zu dem ...
גיהנם [gehinom] ursprünglich גיא בנ-הנם [Ge Ben Hinnom] oftmal auch als nur גיא = "Ge" bezeichnet.

Hierbei handelt es sich um die Bezeichnung des Teiles eines Tales, des Waddi >ER-RABABI< bei Jeruschalejim. Wegen der dort begangenen Frevel (Moloch/Verbrennungen/Kinderopfer) wurde dieser Ort bei der Eroberung durch die Babylonier zu einer Schlachtstätte und zu einem Leichenfelde.
Es gibt allerdings auch noch die Auffassung hierüber, dass das Tal Hinnom tatsächlich in nachexilischer Zeit als ein Begräbnisort verwandt wurde. Hauptsächlich für solche, die aus irgendwelchen Gründen nicht an den regulären Begräbnisstätten zur Bestattung kamen. Ebenfalls auch als Hinrichtungsstätte wo auch Aas verbrannt wurde.
Nun entstand erst die Meinung, dass dieser Ort zum SCHINDANGER bestimmt wurde, an dem die israelitischen Missetäter bis zur Verurteilung am "Jüngsten Gericht" aufbewahrt wurden! Schließlich wurde גיהנם [gehinom] zum gebräuchlichsten Strafort der Bösen und vor allem der GOtteslästerer nach dem Tode. Dies entwickelte sich dann noch weiter in die Vorstellung zu einer Stätte voll Feuer, in der die Gottlosen durch dieses Feuer gerichtet werden.
Dazu möchte ich bemerken, dass diese Entwicklungsvorstellung bes. für später nicht alleine auf christliche Interpretationen beruht, sondern auch in der rabbinischen Literatur eine herrschende Vorstellung ist.
In meinem Folgeposting werde ich dann den "höllischen Feuerofen" wie es schon bei Jesaja (31,9) und Maleachi (3,19) angeschnitten wird, in der TALMUD-ischen Darstellung schildern.

שלום אבא
Schalom ABA
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TALMUD und "HÖLLE"

Beitrag von ABA am Mi 15 Dez 2010, 14:44

Die rabbinische "Höllen"-Vorstellung aus dem TALMUD !

Natürlich ist jetzt in dieser Betrachtung der Begriff der deutschen Bezeichnung >HÖLLE< hier fehl am Platze. Shomer führt ja bereits richtig aus, dass die allgemein sprachlich benutze Bezeichnung >HÖLLE< in dem Begriff WALHALLA seinen Ursprung hat. Dieses berühmte WALHALLA kommt von der nordischen Mythologie und beschreibt den Ruheort der HALLE der GEFALLENEN !!!

Also bleiben wir bei unserem jüdischen גיהנם [gehinom] ursprünglich גיא בנ-הנם [Ge Ben Hinnom] !
In der rabinisch / talmudischen Betrachtung wird גיהנם [gehinom] auf Grund von Jeschajahu und Maleachi als Feuerofen bezeichnet, wobei Jes. 31,9 >ER hat einen Ofen in Jeruschalejim< die Grundlage zu der Auslegung im Talmud bildet, dass der Eingang zum גיהנם - Gehinom dicht bei Jeruschalejim liegt!
>Im Hinnomtale stehen 2 Palmen, zwischen denen Rauch aufsteigt. Dort ist der Eingang zum גיהנם Gehinom< Außer diesem Eingang gibt es noch 2 andere, einen in der Wüste, wo die Rotte Korach verschlungen wurde und einen im Meer. Nach einer weiteren Meinung liegt der גיהנם - Gehinom oberhalb des Firmamentes; nach einer anderen hinter den Bergen der Finsternis. Er ist 60 x größer als der Gan Eden (Paradies) und dieser soll wiederum schon 60 x größer sein als unser Lebensraum. Manche Ausleger haben es so versucht darzustellen, dass die ganze Welt gewissermaßen sich wie der Deckel eines Topfes zum גיהנם - Gehinom verhält. Manche sagen allerdings der Gehinom hätte kein Maß, bzw. es gäbe kein Maß um ihn zu messen. Es gäbe jedoch 7 Abteilungen dort. Das berühmte "Höllen"-Feuer ist 60x so heiß wie das Naturfeuer. Aus diesem Grunde sind die Quellen von Tiberias so heiß, weil sie am Eingange des גיהנם - Gehinom vorbeifließen. Alles wird dort von einem gewissen OBERSTEN שר [sar] verwaltet. Die Gehinom-Strafe dauert in den meisten Fällen nicht länger als 12 Monate. Wer ebensoviel Gutes wie Böses aufzuweisen hat, bekommt zur Erleichterung nur während einer kurzen Stunde diese "Höllen"-Pein zu spüren. Nach 12 Monaten ist die Seele der Frevler vernichtet und ebenso ihr Leib. Sie sind zur Asche geworden. Sie werden jetzt ausgespuckt und der Wind streut sie unter die Fußsohlen der Gerechten.
Jetzt kommen die Gerechten und sagen:
>Oh - EWIGER, das sind solche, die morgens und abends in die Synagoge gegangen sind, das "SCHEMA" gelesen, die "TEFILLA" gesprochen und auch die anderen Gebote befolgt haben.<
Hierauf spricht der HEILIGE.
>Wenn dem so ist, so holt sie herbei ...< ! Und der EWIGE macht, dass sie aus ihrer Asche sich auf die Füße stellen, und führt sie zum Ewigen Leben. Nur jene, die das Grundlegenste leugnen und gleich Jerobeam andere zum Abfall verleiten, werden in alle Ewigkeit gerichtet.

Nach vielen weiteren Einzel-Beobachtungen des TALMUDS, wie es mit manchem so geschieht möchte ich noch Eruw. 19a zitieren:
"U.a. gibt es Menschen die nicht in das "Gericht" des גיהנם - Gehinom kommen! Darunter gehört der MANN der in seinem Leben bereits mit einer "bösen" FRAU schon (wahrscheinlich) genug bestraft war. Ebenfalls kommen jüdische Sünder nur selten mit dem Gehinom-Feuer in Berührung, weil sie fast immer vor den Toren des גיהנם - Gehinom bereuen und zu GOtt zurückkehren."
In der "messianischen Zeit" wird der GEHINOM aufhören zu bestehen.

Viele weitere Phantasien sind dann noch vom Parsismus in das Judentum übergeströmt. So z.B. das Los der Verdammten. Seelische und körperliche Marter. Alles ausgeführt von extra dafür abgestellten sog. quälenden Marter-Engel.
Das Judentum hat sich jedoch von diesen zusätzlichen Vorstellung in späterer Zeit kaum Gebrauch gemacht. Und der Rationalismus des Maimoniedes erklärt sie für aus pädagogischen Motivern hervorgegangene Erfindungen. Vorwiegend dienten sie der noch unreifen Menschheit zum Verständnis, die göttlichen Gebote zu erfüllen. Sowie die Gläubigen dazu anzuhalten diese innigst zu beachten.

kleine sprachliche INFO:
von dem hebräischen גיהנם [gehinom] = GEHENNA ...
... wurde für uns über das französische géne der Fremdwort-Begriff sich genieren !
... und im mittelalterlichen Frankreich hieß die FOLTERBANK = >la géne<

שלום אבא
Schalom ABA

Quellen:
Mechilta zu Ex.20,18;b. Eruw. 19a | Sanh. 110 b | Tamid 32 b | Pess. 94a |
Taán 10a | Sota 10b | Ber. 57b | Sanh. 39a | Sabb 104a | Arach 15b |
Eduj. 2,10 ; 16,6 ; 17a | Tossefta San. 13 | Jalkut zu Mal. 3,21 |
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Re: Zum Teufel mit der Hölle!

Beitrag von Shomer am Mi 15 Dez 2010, 15:39

Bravo

Besten Dank, lieber ABA, für deine aufschlussreichen Posts. Ich weiss nicht, ob ich das richtig sehe - aber wenn ich die Torah halte, ist die Hölle für mich vom Tisch; wenn ich mich aber an einen katholischen Jesus Christus klammere und an eine Lehre von der christlichen Heilsgewissheit und an andere christliche Eigentümlichkeiten - dann dürfte meine Höllenperspektive eher düster aussehen?

Anfangs dieses Jahres schickte mir ein Bekannter folgende Info in Kopie zu:
In dem Magazin „IDEA-SPEKTRUM“ 3/91 stand ein Artikel mit der Überschrift „Merkwürdiges aus Sibirien - Die Hölle entdeckt?" Diesen Bericht geben wir hier ungekürzt wieder:

In französischen und skandinavischen Blättern wird seit einem Jahr heftig spekuliert, wo denn der Sitz der Hölle sei. Was hier zu Debatten führt, wirkt völlig obskur. Aber da es Menschen beschäftigt, sei es beschrieben. In Deutschland stand es zuerst Anfang dieses Jahres im katholischen Informationsdienst „Der schwarze Brief“. Unter Berufung auf die Debatte im Ausland heißt es, eine Tiefenbohrung in Sibirien 1989 habe zu ungewöhnlichen Ergebnissen geführt. An der Bohrung seien sowjetische und norwegische Wissenschaftler und Techniker beteiligt gewesen um die Erdbebenentstehung zu erforschen. Um die Prognosen von Erdbeben zu verbessern habe man die Geräusche in den tektonischen Platten der Erdoberfläche aufgezeichnet. Nun berichtete der sowjetische Wissenschaftler Dimitri Assacov, man habe in 16 Kilometern Tiefe einen Hohlraum erreicht, aus dem über das Mikrophon das Geräusch menschlicher Stimmen zu hören gewesen sei. Zunächst habe man an eine Störung des Tonbandgerätes gedacht. Doch dann habe man das Geschrei unzähliger Stimmen gehört. Danach sei eine giftige Gaswolke aus dem Bohrloch aufgestiegen. Die Messung der Temperatur habe 1.100 Grad Celsius ergeben.

Die Techniker seien völlig in Panik geraten. Der promovierte Wissenschaftler wörtlich: „Ich glaube nicht an Gott und nicht an den Himmel, aber jetzt glaube ich an die Hölle.“ Wir sind davon überzeugt, dass wir die Decke der Hölle durchbohrt haben. Wir hörten Menschen, die vor Schmerz heulten, die Stimmen von Millionen.“

Die Bohrungen wurden eingestellt. Die norwegischen Wissenschaftler wurden gebeten, über die ungeklärten Vorgänge Stillschweigen zu bewahren. Doch die Geschichte zog Kreise. Im Bericht einer französischen Zeitung heißt es: „Der norwegische Justizminister hörte während eines Weihnachtsurlaubes in Kalifornien von der Sache. Er sagte, dass er sehr gelacht habe über die Naivität der Amerikaner, die glaubten dass sich die Hölle im Innern der Erde befinde.“

Zurück in Oslo schrieb er einen Brief vom 07. Januar 1990 an einen kalifornischen Freund: „Ich habe heute noch Mühe wegen des Schocks, den ich nach meiner Rückkehr empfand. Alle Zeitungen waren voll von diesen Informationen und ich realisierte: Wenn es eine Hölle gibt, werde ich bestimmt darin enden. Ich bitte euch, lasst niemand diese Entdeckung verheimlichen. Ich begegnete dem Seismologen Bjoerne Nymmendal, Mitglied des naturwissenschaftlichen Personals. Er sagte mir: Diese menschlichen Stimmen und auch die dämonische Kreatur, die auf russisch schrie: „Ich habe euch alle erobert!“ hat die Sowjets so schockiert dass sie uns mit dem Tode drohten, falls wir darüber sprechen würden.

Ein russischer Kraftfahrer hat uns enthüllt, dass alle Beteiligten Drogen bekommen hätten, um ihr Gedächtnis auszulöschen. So der katholische Informationsdienst am 4. Januar.
IDEA
Wenn ich mir vorstelle, dass ich ein Mikrophon einer Temperatur von 1100° aussetze, dann weiss ich, was nachher dabei heraus kommt - mal sicher keine Tonbandaufnahme. Sie haben das Mikrophon wohl nur deshalb dort hinunter gelassen, weil sie nicht um diese Temperaturen wussten. Und übrigens liegt der Schmelzpunkt des Kupferkabels bei unter 1100°; die Isolation hat sich aber schon lange vorher verflüssigt oder gar in Rauch verwandelt; und wie mag wohl eine dünne Membrane aussehen, nachdem sie auf 1100° aufgeheizt wurde? Und übrigens frage ich mich, wie vertrauenswürdig die Quelle überhaupt ist; denn aus dieser Quelle kommt auch die "Wahrheit", dass die Erde eine Scheibe und dass "Gott dreieinig" ist und so weiter. Ist der Hohlraum 16 km unter Sibirien wohl 3600 Mal grösser als die ganze bewohnte Erde? Ich vermute einmal, wenn wir bei allen christlichen (und jüdischen) Infos massive Abstriche machen, kommen wir der Realität ein wenig näher.

Sie werden jetzt ausgespuckt und der Wind streut sie unter die Fußsohlen der Gerechten.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist dies nicht deine persönliche Auffassung, sondern ein Talmud-Zitat. Diese Aussage ist nämlich so mystisch, dass ich als "Noachid" sie sogar als illusorisch erkennen kann; denn vor mir - und nur unmittelbar vor mir - müssten Berge von solcher Asche liegen, die hinter mir - und zwar sofort hinter mir - wieder verweht werden müssten um dann vor einem anderen Gerechten wieder aufgetürmt zu werden, vor dir z. B. Es könnte sonst nämlich sein, dass da auch noch ein Ungerechter zwischen mir und dir drauf tritt, was ja nicht sein darf. Und ausserdem: Da Asche bekanntlich nicht brennt, wären Atheisten fein raus, die sich vorher schon haben kremieren lassen. Sie wären mit ihrem Kalkül dem ALLEIN HEILIGEN (gesegnet sei ER) zuvor gekommen und hätten ihn überlistet. Nein, da habe ich wirklich zu viele Fragezeichen.
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"höllische" Eigentümlichkeiten

Beitrag von ABA am Mi 15 Dez 2010, 17:40

שלום שומר
Schalom Shomer,
wenn ich mich aber an einen katholischen Jesus Christus klammere ...
... und an andere christliche Eigentümlichkeiten -
dann dürfte meine Höllenperspektive eher düster aussehen?
Aber immerhin war und ist dies ein recht einträgliches Geschäft ...
... der christlichen Kirchen !!! _____

Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist dies nicht deine persönliche Auffassung, sondern ...
________

Der TALMUD ist genau so eine menschliche Lehre wie der christliche Neue Teil der "Bibel" !
Sei es milchig - fleischig, oder: "kleide ich mich so, oder so, oder doch so" !
Nur mit dem Unterschied, dass wir Juden es zugeben, in solchen Lehren auch unterschiedlich zu denken.
Selbst die Dogmen der HALACHA sind nicht immer einstimmig! (zum Glück)

und bez. der Talmud-Ausführungen:
... Nein, da habe ich wirklich zu viele Fragezeichen ...
... und das ist gut so, lieber Shomer !
sonst wüßten wir ja schon alles auf EWIGKEIT und ...
... alle www.FOREN.org können schließen und OFFLINE gehen ! _ (und ABA endlich i.R.)


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Re: Zum Teufel mit der Hölle!

Beitrag von Shomer am Mi 15 Dez 2010, 18:39

@ABA schrieb:Nach vielen weiteren Einzel-Beobachtungen des TALMUDS, wie es mit manchem so geschieht möchte ich noch Eruw. 19a zitieren:
"U.a. gibt es Menschen die nicht in das "Gericht" des גיהנם - Gehinom kommen! Darunter gehört der MANN der in seinem Leben bereits mit einer "bösen" FRAU schon (wahrscheinlich) genug bestraft war. Ebenfalls kommen jüdische Sünder nur selten mit dem Gehinom-Feuer in Berührung, weil sie fast immer vor den Toren des גיהנם - Gehinom bereuen und zu GOtt zurückkehren."
In der "messianischen Zeit" wird der GEHINOM aufhören zu bestehen.
Hmmm, einerseits finde ich das mit der bösen Frau lustig. Da muss ein Mann nur von einer Scheidung absehen - und schon kommt er nicht in die Hölle (....auch eine Heilsgewissheit....) Und wie ist das bei Bigamie? Es sind ja nicht alle Kulturen monogam. Eine Frau ist vielleicht böse und die andere ist es nicht? Und warum sind nur die bösen Frauen heilsentscheidend und nicht die bösen Schwiegermütter?
lol!

Aber auch Fatah- und Hamasaktivisten haben Heilsgewissheit; sie müssen nämlich nur in Israel auf einem Markt oder in einem Restaurant "Allah Akbahu" schreien und dann den Sprengstoffgürtel zünden - schwupdiwup sind sie im Himmel, aber nicht genug damit: Man denke auch noch an die 72 Jungfrauen! Und das glauben die sogar.... Und Christen glauben, dass wenn sie genug (oder richtig) glauben, dass sie dann auch Heilsgewissheit haben und einzig und allein wegen einem Kruzifix-Jesus. Da muss ich mich wirklich fragen, welcher Glaube skurriler ist.

Ein Allversöhner fragte mich einmal, wie ich das mit der Hölle sehe. Ich antwortete ihm darauf mit den beiden obengenannten jüdischen Vorstellungen (Rehabilitation bzw. definitives Ende) und fügte an: "Wie es sein wird, das werden wir sehen, wenn es so weit ist; nicht vorher! Die christliche Höllenlehre (endlose Pein) ist jedenfalls für mich vom Tisch."

Ja, ja, die Vorstellungen vom Leben nach dem Tod sind so skurril! Für die Dreieinigkeit Gottes gibt es keine Beweise, aber "alle" glauben sie. Für Himmel oder Hölle nach dem Tod gibt es auch keine Beweise - aber "alle" glauben das. Im Tal BenHinnom gibt es heute kein Feuer oder keine Menschenopfer mehr - was also hätten die Menschen von heute zu befürchten? Niemand kann sich das Tal BenHinnom plastisch vorstellen um eine Vorstellung von der "Hölle" zu bekommen. Andererseits hätten wir so viele Hinweise aus der Ecke der Nahtoderlebnisse, aber als Christ darf man die ja nicht "glauben", man darf nicht einmal ans "Glauben" denken. scratch
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