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Auge um Auge - Rache im Tanach

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Auge um Auge - Rache im Tanach

Beitrag von AG_99 am Di 26 Jul 2016, 15:25

In diesem Beitrag soll das Thema "Rache" geklärt werden.
Ich denke, dass es für viele Menschen, die an den EWIGEN glauben und unseren Schöpfer fürchten und lieben, selbstverständlich ist, keine Rache auszuüben, jedoch sollten Wir uns damit befassen, was GOTT, von uns diesbezüglich verlangt Smile
Nun ist es so, dass GOTT uns vorschreibt, ein Verbrechen zu vergelten, indem der Täter den gleichen Schaden erhält. Dazu der Vers aus der Torah :
"Wenn jemand seinem Nächsten einen Schaden zufügt; wie er getan hat, so soll ihm getan werden: Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen einen Schaden zufügt, so soll ihm zugefügt werden." (Levitikus 24,19f.)
Ist es beispielsweise so, dass "Schläger" auf einer Straße einen Menschen ohne Grund angreifen und ihm eine Nase und Knochen brechen, wäre die gerechte Strafe, dass diese Straftäter das gleiche erfahren sollen. Es wird oft so verstanden, dass jeder Mensch unmittelbar an seinem Nächsten Vergeltung ausüben darf.
FALSCH !

Das war die Aufgabe der Richter, bzw. wurden alle Prozesse durch Richter aufgenommen und alle Strafen dementsprechend durchgeführt.
" So wählte Mose denn aus ganz Israel tüchtige Männer aus und machte sie zu Oberhäuptern über das Volk: Oberste von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fünfzig und Oberste von Zehn.

Diese sprachen dem Volk jederzeit Recht: Jede schwierige Sache brachten sie vor Mose, jede kleine Sache aber richteten sie selbst." Exodus 18,25f.

"Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die der EWIGE, dein GOTT , dir nach deinen Stämmen gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht." (Deuteronomium 16,18)
Die Torah wird oft als Buch beschrieben, welches zu Kaltblütigkeit, Rache und Gewalt aufruft.
Wer dies denkt, sollte umdenken ! News

Jeder kennt den Grundsatz : "...Du sollten deinen Nächsten lieben, wie dich selbst." Wissen sollte man aber auch, welche Worte sich vor diesem bekannten Satz befinden. Tätsächlich entstammt dieser Satz der "Ach so grausamen" Torah wie es einige Menschen leider denken.
In Levitikus 19, 18 : "Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der EWIGE."
--> Es liegt ein klares Verbot von Rache vor.
Doch die Aussage "Kinder deines Volkes" lässt einen wohl wieder ins Grübeln kommen. Heißt das, dass nur Gläubige, bzw. nur Israeliten oder heutige Juden, untereinander nicht vergelten dürfen ? Nein, nein, nein ! Die Torah lehrt Uns, Fremdlinge, sprich Ausländer ebenfalls gut zu behandeln ! 
"Und wenn ein Fremder bei dir - in eurem Land - als Fremder wohnt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken.
Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. Ich bin der EWIGE, euer GOTT." Levitikus 19,33f.
Also weitet sich dieses Verbot von Rache auf alle Menschen aus. Hierbei ist nicht die Rede von Straftätern, wie z.B. Mördern. Da fordert GOTT harte Konsequenzen. Warum ? Damit Menschen, die wie Bestien leben, nicht anderen Menschen die Liebe und die Würde des Lebens nehmen können. Anstatt Mörder jahrelang in Gefängnissen zu füttern und anzusehen, dass die meisten keine wahre Reue zeugen, forderte Gott von den Israeliten, eine Vollstreckung der Todesstrafe (vgl. Exodus 21,12-14).
Nun gehen wir wieder darauf zurück, wo Uns die Rache verboten wird. Auch in anderen Stellen der Torah und des gesamten Tanachs finden sich Racheverbote :
"4 Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen.
5 Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last zusammengebrochen siehst, dann lass ihn nicht ohne Beistand; du sollst ihn mit ihm zusammen aufrichten." Exodus 23,4f.

--> Sogar Unseren Feinden sollen wir Gutes tun Winke
Auch König Salomo sagte folgendes zu Zeiten, in denen aus ihm die Weisheit des EWIGEN hervorsprudelte :
"Sprich nicht: "Wie man mir tut, so will ich wieder tun und einem jeglichen sein Werk vergelten."" (Sprüche 24,29)
"Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser.…" (Sprüche 25,21f.)

Wir sehen also, dass Wir keine Rache ausüben dürfen.
Der Grundsatz lässt sich daher, wie folgt, zusammenfassen  :

Ich darf niemandem ein Leid zufügen, es sei denn, er habe eine Todsünde (Menschenraub,etc.) begangen. Nicht das, was ich als Person gut oder schlecht finde, ist das Maß aller Dinge, sondern alles, das GOTT befiehlt, gilt für mich und ist gut für mich Hallo

Wir leben nicht im Staat, in dem der Messias, der bald kommen wird, regiert und Gerechtigkeit schafft, sondern in Staaten, die sich nicht für Gott interessieren. Daher können diese Strafen nicht vollstreckt werden. Das Racheverbot gilt dennoch gut  Die Torah ist Friede, der ganze Tanach ist Friede, GOTT, der EWIGE und Eine ist Friede. Huhu
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Re: Auge um Auge - Rache im Tanach

Beitrag von Eaglesword am Di 26 Jul 2016, 20:22

ein wirklich guter Artikel! Die ursprüngliche Schariah war noch einig mit der Torah, erst später wurde sie instrumentalisiert für menschenverachtende Strafaktionen. Kürzlich wurde berichtet, wie man einer Orang Utan-Mutter den linken Arm und rechtes Bein abtrennte, nur weil sie Nahrung für ihr Kind holen wollte. Wenn das muslimisch sein soll, dann schämen sich viele Muslime ihrer Oberhäupter, die letztlich solche Strafen verhängen. Und nein, ich werde nicht für die Scharia sein, kann es vor dem Hintergrund auch nicht. Eher fühle ich mit jenen Muslimen, die derlei Praktiken verabscheun und ablehnen. Solche sind uns Israeliten viel näher als man sich vorstellen kann.


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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Re: Auge um Auge - Rache im Tanach

Beitrag von ABA am Di 26 Jul 2016, 21:00

Schalom AG_99,
(was auch immer man sich darunter vorstellen mag) scratch Versteh null

Um das eigentliche Fundament einer außerjüdischen Lehre klarzustellen, beziehe ich mich auf deine Aussage:
Die Torah wird oft als Buch beschrieben, welches zu Kaltblütigkeit, Rache und Gewalt aufruft.
Diese falsche Ansicht kommt vorwiegend daher, dass Ausleger der Ursprache des TANACHs nicht kundig sind!
Deshalb korrigiere ich hier die erwähnte dilettantische "Rache"-Übersetzung von Auge um Auge wie folgt:

וַיִּקְרָא 24,20 schrieb:Althebräisch: עַיִן תַּחַת עַיִן שֵׁן תַּחַת שֵׁן
wörtlich: ajin tachhat ajin shin tachhat shin

korrekte Übersetzung: Auge anstatt (anstelle von...) Auge, Zahn anstatt Zahn
Diese Torah-Stelle ist nichts anderes, als unter die MITZWOT zählende ERSATZLEISTUNG, nach einem entstandenen Schaden !!!





Ein ähnliches Übersetzungsproblem hattest Du bereits im letzten Jahr mit ELOHIM !
Denn ELOHIM heißt im Hebräischen einfach nur GOTTHEIT !!! (siehe Beitrag)
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Lieber ABA ! :-)

Beitrag von AG_99 am Mi 27 Jul 2016, 10:32

Es stimmt schon, dass ich kein Althebräisch kann. Diese Aussage, auf die du noch einmal eingegangen bist, besagt nur, was viele denken. Ich kenne sehr viele Atheisten, die die Torah mit dem Quran gleichsetzen und Dinge umdrehen oder nicht verstehen. Selbst wenn man das Wort „von“ mit „anstatt“ übersetzt, geht es um den Sinn des Verses. Bevor es Auge um Auge heißt, steht noch „Wer einen Mitmenschen verletzt, dem gebührt, wie er getan hat." Nach dem Auge um Auge liegen die abschließenden Worte : „Wie er einen verletzt hat, so sollte ihm wieder geschehen."

Die Auszüge stammen aus der Mendelssohn-Torah.  Das einzelne Wort kann nicht den Unterschied machen - zumindest nicht hier.

Das Auge um Auge Prinzip ist ja auch kein Racheprinizip.:-) Es ist ein Prinizp des Rechts unter Bearbeitung der Schoftim, der Richter.
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Re: Auge um Auge - Rache im Tanach

Beitrag von Elischua am Mi 27 Jul 2016, 13:06

Schalom dir lieber AG-99, schön mal wieder von dir zu lesen - ich hoffe und wünsche es geht dir gut.

Das Auge um Auge und Zahn um Zahn Prinzip ist nur ein Beispiel von mehr was an Verletzungen, Beschädigungen des Menschlichen Körpers, dazu ja auch die Organe gehören.
Es kann durch nicht selbstverursachte Unfälle geschehen; durch Falschdiagnose vom Arzt, oder OP; durch Angriffe von Menschen die einen Schlagen, verletzen etc. dies kann jedes Körperteil und Organ betreffen.
Der geschädigte kann und darf Schmerzensgeld oder Schadenersatz verlangen - und hier muss man beachten das Schmerzensgeld und Schadenersatz nicht das gleiche ist. *Hier* könnt ihr mehr dazu nachlesen!
Auch wenn man öffentlich unterwegs kann unverhofft was passieren, wo die Stadtgemeinde dafür aufkommen muss. Oder in der Arbeit usw.
Es hat somit nichts mit Rache zu tun, wie es leider in der Bibel fälscherweise überliefert wird. Ein weiteres Beispiel was vielen den Kopf rauchen läßt und im Koran auch so steht und bei den Muslimen sogar in die Tat umgesetzt wird ....hier mehr davon zu lesen - Rechte Hand - hau sie ab -!
 Man darf jedoch sich wehren wenn man unverhofft angegriffen wird, geschlagen, vergewaltigt, mit Messer einsticht, jemand versucht diesen zu berauben etc. etc. Auch hier kann man Schmerzensgeld oder Schadenersatz verlangen.
In den nachfolgenden Links könnt ihr noch mehr darüber nachlesen:
und dort weitere Links zu finden sind.



Die Fehlüberlieferung in der Bibel: Da du mir meine Auge verletzt hast - verletze ich dein Auge. Ich räche mich an dich - nein - der Täter soll dafür bezahlen - nicht indem man diesen auch genauso verletzt - sondern mit Gutmachung - z.B. Geld zahlen und er auch dafür bestraft wird mit Gefängnis.

Ich hoffe ich konnte helfen.


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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