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Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

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Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Elischua am Mo 23 Aug 2010, 17:56

Ich wurde heute von einer guten Bekannten angerufen und sie mich fragte, wie nachfolgender Bibelvers zu verstehen ist, sie hat Probleme das Abendmahl zu feiern und wird immer wieder von Gläubigen dazu aufgefordert, dieses wie es in der Bibel steht, regelmäßig zu tun - das Blut und Fleisch Jeschuas regelmäßig essen und zu trinken:

Joh. 6, 53-54
53 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr das Fleisch des Sohnes des Menschen esset und sein Blut trinket, [O. gegessen... getrunken habt]so habt ihr kein Leben in euch selbst.
54 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage;

Es ist richtig, daß es so da steht, aber es wird falsch verstanden und ausgelegt!
Ich persönlich hatte bereits als Kind ganz enorme Schwierigkeiten, zu verstehen, wie kann jemanden sein Blut und Fleisch essen und trinken und dies als Wein und Oblate dargestellt wird und immer wieder in Erinnerung gebracht "Jemanden aufzuessen" und "dessen Blut zu trinken" - das ist barbarisch! Es wehrt sich noch heute in mir, wenn es heißt "wir feiern  Abendmahl"!

Da muss ich wieder mal all die selbsternannten Führer und Lehrer anmahnen. Wenn sie wirklich wahre Kinder G´ttes wären und RuachHaKadosch in sich hätten, müßten sie erkennen, daß dies ein irrer Trugschluss ist!

Übersetzung aus Buber/Rosenzweig:
3.Mose 17, 10-16
10 Jedermann vom Hause Jissrael und von der Gastschaft, die in ihrer Mitte gastet, wer allimmer Blut esse, -
mein Antlitz gebe ich wider die Seele, die Blut ißt, ich rode sie aus dem Innern ihres Volkes.
11 Denn die Seele des Fleisches, im Blut ist sie, ich gab es euch auf die Schlachtstatt, zu bedecken über euren Seelen, denn das Blut, durch die Seele bedeckt es.
12 Daher spreche ich zu den Söhnen Jissraels: Alljede Seele von euch esse nicht Blut, und der Gastsasse, der in eurer Mitte gastet, esse nicht Blut. 13 Jedermann von den Söhnen Jissraels und von der Gastschaft, die in ihrer Mitte gastet, wer Jagdfang, Wild oder Vogel, erjagt, der gegessen wird, hingieße er sein Blut und hülle es mit Erdstaub.
14 Denn die Seele alles Fleisches, sein Blut ist mit seiner Seele, ich sprach zu den Söhnen Jissraels: Blut alles Fleisches esset nicht, denn die Seele alles Fleisches, sein Blut ists, alljeder der es ißt, wird gerodet.
15 Alle Seele, die Gefallnes oder Zerrißnes ißt, seis Sproß seis Gast, der wasche seine Kleider, bade im Wasser und ist maklig bis an den Abend, dann ist er rein, 16 wäscht er aber nicht und badet er sein Fleisch nicht, muß er seine Verfehlung tragen.

Wie wie hier eindeutig lesen können, hat JHWH verboten, Blut zu trinken und Fleisch mit Blut zu essen! Wieso soll man Jeschuas Blut trinken und sein Fleisch essen, auch wenn es nur gedanklich regelmäßig geschehen soll? - schon allein dieser Gedanke ist abscheulich "Jemand zu essen und zu trinken"!

Aber was ist gemeint damit?:
Aus dem Aramäsischen Deutschen Testament ist im Anhang betr. o.g. Vers von Johannes folgendes damit gemeint; In Vers 53 steht im Aramäsichen Text: >>.....werdet ihr kein Leben in Qnoma haben (in den normalen Übersetzungen steht habt ihr kein Leben in euch selbst.)

Qnoma wird gewöhnlich übersetzt als "du", "Selbst", oder "sich selbst", wörtlich jedoch bedeutet es "grundlegende Substanz". Das Bildnis Blut/Körper ist sinnbildlich. Jeschua weiß selbstverständlich, dass es eine Abscheulichkeit ist, irgendeine Art von Blut zu trinken, insbesondere menschliches Blut (siehe 3.Mose 17,11).
Verzehr von menschlichen Fleisch ist strikt verboten. Es gibt zwei Hintergründe: Einerseits wird die Bildsprache von Hes. 3,1-15 hervorgerufen, wo der Prophet eine Torah Rolle isst; dies sympolisiert, wie der Prophet durch die Torah und ihr Proklamieren Kraft erhält, was die Kernaussage von Jeschuas Lehre ist. Jeschuas Beispiel und Lehre sollen Teil unseres Innersten sein, buchstäblich eingenommen und von unseren Herzen aufgenommen. Diese Bildsprache wird auch in Markus 7,19 gesehen, welche zwischen leiblicher Speise und geistlicher Nahrung unterscheidet. Und auch in Jer. 31,33, die davon spricht, die Torah aufs Herz zu schreiben. Der zweite Teil ist das Leben, auf welches Jeschua hinweist; es ist nicht physisch, als "Selbst", aber der Kern des Seins, buchstäblich von neschama - dem Geist des Menschen.
Joh. 6, 58 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Nicht wie die Väter aßen und starben; wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.: Dieser klare Beweis widerstreitet gegen das "Abendmahl" Modell christlicher Institutionen. Während Jeschua diese Aussage macht, wird nichts gegessen, er erhebt lediglich einen Tadel gegen ihr Verlangen nach physischem anstatt geistlichem "Brot". Es ist Glaube an Jeschua als Maschiach, der einen Menschen dazu bewegt, das "Fleisch zu essen und das Blut zu trinken". Die "Oblate" (Transsubstitution) ist eine heidnische Fälschung gegen Jeschuas Lehre. Jeschua befolgte die Torah perfekt; an sein perfektes sühnendes Opfer wird besonders durch die Moedim (die Feste JHWH) erinnert, wie uns das Wort von JHWH unterweist.
Joh. 6, 59 Dies sagte Er in einer Synagoge, da Er in Kfar Nachum (Kapernaum) lehrte.
Joh. 6, 60 Viele nun von Seinen Jüngern, die das hörten, sagten: Dies ist ein hartes Wort, wer kann es hören?
Das Wort shema (ein aramäisches Wort) kann auch "tun" bedeuten, nicht nur "hören" oder "verstehen"; eine andere mögliche Leseart ist: "wer ist in der Lage hiernach zu handeln?"
Joh. 6,63 Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützet nichts. Die Reden, die Ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. Bedeutet: Wie der "Leib keinerlei Nutzen bringt", so kann es auch der Verzehr einer Oblate nicht, die den Körper sympolisiert! Sünde ist eine Übertretung der Torah. Die Absolution beginnt mit Teschuva (sich an JWHW wenden). Glauben so wie Maschiach ist ein Beweis dafür, dass der RuachHaKodesch begonnen hat, die Torah aufs Herz zu schreiben. Gehorsam gegenüber der Torah als das Wort von JHWH ist der Prozess der Heiligung, welcher die Leute von JHWH ihm absondert, weg von allen Arten der Weltlichkeit und falscher Religion. Keine noch so große Menge von Oblaten der konservierten Gebeten wird ein akzeptabler Ersatz dafür sein, in das Abbild von Elohim geboren zu sein!<<

Wieder mal ein krasser Irrweg von den Religionen, Jemand aufzuessen! Mad

Wie hier deutlich zu lesen ist, hat Jeschua nie und nimmer das NT (auch ein falscher Ausdruck) gelehrt, sondern eindeutig die Torah!

Hier ein Auszug aus nachfolgenden Link, sollte unbedingt gelesen werden, da steht noch mehr betr. Abendmahl:
In Wirklichkeit ist jedoch auch die “weiße” Magie des Abendmahls im Grunde eine vollkommen heidnische, dämonische, denn es soll sich, aufgrund von Zauberworten, durch einen Priester gesprochen, plötzlich das unmögliche Wunder vollziehen: dass Brot sich in den Leib Christi und Wein sich in sein Blut verwandelt. Und bei der Beichte soll durch die Zauberworte eines Menschen wie du und ich, der sich aber als Priester gebärdet, also durch sein mechanisches “Ich spreche dich los” jedes Vergehen plötzlich entschuldigt und beseitigt sein
Abendmahl und Voodoo was dies miteinander gemeinsam hat!

Siehe auch: Was bedeutet das Wort "Abendmahl"?


Zuletzt von Elischua am So 13 Apr 2014, 09:35 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Shomer am So 21 Nov 2010, 09:36

Shalom Elishua

Das Schlüsselwort heisst: Transsubstantiation! (gut lesen!). Dieses katholische Dogma besagt, dass bei der Eucharistie die Hostie und der Wein in das tatsächliche Fleisch und das tatsächliche Blut Jesu Christi verwandelt wird. Diese Bestandteile der Eucharistie sind "Gott", den man durch das Essen (und Trinken) in sich aufnimmt.

Wer exkommuniziert wird, bekommt zur Strafe keinen Gott mehr zu essen (und zu trinken) und man wird verdammt. Wenn wir diese katholischen Erkenntnisse weiter verfolgen, sehen wir bei den Protestanten, Freikirchen inklusive, noch gewisse Überreste dieses Druckmittels.

Wie mir bekannt ist, hat der Reformator, der katholische Theologe Dr. Martin Luther seine Schweizer Reformatorenbrüder Calvin und Zwingli auf das Übelste als "Teufelspack" beschimpft, weil sie beim Abendmahl lehrten "Dies bedeutet mein Leib und dies bedeutet mein Blut". Luther selbst hat nicht von der Vorstellung bei der Eucharistie abgelassen.

Es gab im Herbst 2002 einen Tag, da wurde ich angeregt, mit meiner Familie täglich Brot und Wein zu nehmen. Damals verstand ich darunter natürlich mein christliches Abendmahl. Aber etwas war bei unserem privaten "Abendmahl" anders als in unserer Freikirche: Wir nahmen Knäckebrot. Moses hatte nämlich unter Androhung der Todesstrafe verboten, Sauerteig zu verwenden. - Sauerteig bei der Seder von Jeshua? Unvorstellbar! - Dadurch kam es bei mir zum Ausfegen auch des ganzen anderen geistlichen Sauerteigs. Bei uns gibt es von daher auch am Shabbat keine Challot, sondern Knäckebrot. Diesen Shabbat haben wir sogar erstmals eine Originalflasche Kidush-Wein aus Israel gehabt mit dem Vermerk auf dem Etikett: "Kosher for Passover".
Deu 4:2 Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet die Gebote Jahwes, eures Gottes, die ich euch gebiete.
Ich mag mich nicht entsinnen, dass Moshe etwas von einer Eucharistie gelehrt hätte. Die Idee vom Oblatengott kannte er aber sehr wohl - von den Ägyptern!

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Übersetzungsprobleme der Christen

Beitrag von ABA am So 21 Nov 2010, 13:40

שלום שומר
Schalom Shomer,
das sind wieder einmal klare und richtige Worte, die ausgedrückt werden müssen !
Vor allem sollen wir uns immer in Erinnerung rufen, dass wir es beim traditionellen Christentum um eine reine heidnische Religion zu tun haben, bei der versucht wurde einen Monotheismus zu kreieren, in dem man jüdisches Gedankengut verarbeitete, jüdische Namen hellenisierte und den Heiden versucht ein ewiges Leben zu verkaufen!

_ _ _ _

ebenfalls:
... beim Abendmahl wird gelehrt > "Dies bedeutet (ist) mein Leib und dies bedeutet (ist) mein Blut" <
Und damit sehen wir wieder lieber Shomer, die "Ungeschultheit" der christlichen Lehrer,
wenn sie etwas aus der biblischen – hebräischen Ursprache übernehmen wollen.
denn:
im Hebräischen gibt es i.d.F. kein besitzanzeigendes Fürwort: > dies ist < mein ...
הוא גופי - הוא דמי
eine Übersetzung mit : τουτο εστιν το σωμα μου = dies ist mein Leib !
oder dann bei : τουτο γαρ εστιν το αιμα μου = dies ist mein Blut !
ist völlig inakzeptabel und diletantisch aus dem Hebräischen übersetzt.
Doch dies war nicht nur das Problem der christlichen "Mutterkirche",
sondern auch das der "Unierten" im evangelischen Reformbereich !!!

שלום אבא
Schalom ABA
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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Shomer am So 21 Nov 2010, 16:02

Shalom ABA

So ist also bereits der griechische Grundtext völlig inakzeptabel. Du als Jude kannst sicher besser erklären, was der Jude Jeshua hier wirklich, vor dem mosaischen Hintergrund, gesagt haben musste. Und darauf bin ich einmal gespannt!

L. G. vom Shomer

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AFIKOMAN - Kos Elijahu - oder Becher des Zornes

Beitrag von ABA am Mo 22 Nov 2010, 00:00

שלום אבא
Schalom Shomer,
... was der Jude Jeshua hier wirklich, vor dem mosaischen Hintergrund, gesagt haben musste ...
dazu müssen wir uns Eingangs klar sein, lieber Shomer, dass sich die Christen selbst, alleine schon bei den Reformierten über die Transsubstantiation also die Wesens-Verwandlung des Leibes und Blutes Jesu Christi in Brot und Wein bei der > ευχαριστειν < Eucharistie-Feier nicht einig sind!
Nach lutherischem Verständnis empfangen die Teilnehmenden in der Kommunion wirklich Christi Leib und wirklich Christi Blut mit ihrem Mund zur Vergebung der Sünden. Jedoch findet nach der lutherischer Auffassung keine Transsubstantiation statt! Sondern es wird nur die Konsubstantiation, also die reale Gegenwart Christi in Verbindung von Brot und Wein dogmatisiert.
Weiterhin führte ich den protestantischen Disput mit den >Unierten< im Vorposting auf. Denn für Zwingli war die christliche Abendmahlsfeier nur eine reine Bekenntnishandlung der Gemeinde! Also ohne Christi Gegenwart in Brot und Wein!
____________________________________________________________________________________

__ __ __

Auch die jüdische Ansicht darüber ist hier sehr unterschiedlich, dashalb lieber Shomer möchte ich nur unsere liberale Ansicht weitergeben, welche sehr viele von uns vertreten. Einem meiner Lehrer galt hier besondere Aufmerksamkeit!
Klar ist, dass es sich ursprünglich um das SEDER-Mahl zu PESSACH handelt. Wir können auch damit rechnen, dass der Seder-Abend ähnlich verlief wie er uns aus der Antike bekannt ist. Nach dem das Mahl beendet ist, verteilt der Gastgeber, i.d.F. Rabbi Jeschua BenJosef das AFIKOMAN, also die bis zum Schluss aufbewahrte MAZZE mit dem Tischdank >Birkat – HaMason< an die Seder-Teilnehmer.
Jedoch wie sind diesbezüglich die merkwürdigen Worte Rabbi Jeschuas zu verstehen, in denen er sich mit der MAZZE der Pessach-Feier identifiziert!?
Der volkstümliche und religiöse Brauch ist es hier wieder, der uns auf die rechte Spur führt. Es sind ja drei voneinander verschiedene MAZZOT, die mit einer Decke bedeckt, unter die Seder-Schüssel (die mit den Symbolgerichten der Feier) gelegt sind:

ISRAEL liegt unten,
LEVI liegt in der Mitte, und
KOHEN (Priester) liegt oben.

Wenn also die drei besonders sorgfältig gebackenen MAZZOT des Pessach-Seder-Rituals mit
der a) Priesterklasse der KOHANIM,
der b) LEVITEN und Tempelsänger und schließlich
der c) Großen Gruppe unseres Volkes ISRAEL identifiziert werden, so will das sagen, dass hier in Realpräsenz ganz ISRAEL bei jeder Sederfeier anwesend ist.
Die (wie bereits erwähnt) mittlere dieser drei MAZZOT wird immer von >Hausvater< gebrochen und an die Tischgenossen verteilt. Das tat auch Rabbi Jeschua, und er betont, dass er selbst nun stellvertretend für ganz ISRAEL geworden ist. Auch in diesem Sinne erhebt er auch den Becher mit den betreffenden Wein-Deutungsworten.
Doch an dieser Stelle sei betont, dass es beim Becher des Seder-Weines ebenfalls recht unterschiedliche Auffassungen bez. des Seder-Males von Rabbi Jeschua handelt. Dies hat nämlich etwas mit einer Auffassung der JACHAD (Essenern) zu tun. Es geht hier um "vergossen für viele" mit der Gebetsformel >schephoch chamathcha< = Ergieße deinen Zorn über die Völker !!! Es wäre demnach auch der vierte Becher nach dem Tischdank, dem Becher des Zornes, der dann zum Abschluß in die Hallel-Psalmen überführt.
Hier heißt es dann:
Gieße deinen Zorn über alle Völker, die dich nicht erkennen, und die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen.
Jedoch:
Rabbi Jeschua sagt an dieser Stelle, wo eigentlich die Bitte um Ausgießung des Zornes GOttes über die Heiden gesprochen wird, seine eigenen Einsetzungsworte!
>>Dieser Becher ist der NEUE BUND (für die Heiden) in meinem Blute, der für viele vergossen wird.<<
Nicht der ZORN GOttes wird jetzt ausgegossen, kein Zornesbecher wird den vielen zu trinken gegeben. Sondern der Becher, der ausgegossen wird, ist der NEUE BUND in welchem sich GOttes Liebe und Barmherzigkeit offenbart!!! Keinesfalls dürfen wir hier das >Blut< des Wein-Bechers mit dem Blute des Pessach-Lammes identifizieren, denn dieses hat keine sühnende Kraft gehabt. Überhaupt tritt in der Beschreibung des Abendmahles das Pessach-Lamm ganz zurück und der Akzent ist hier ganz auf die MAZZE (Brot) und den Wein gelegt.

שלום אבא
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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Shomer am Mo 22 Nov 2010, 23:06

Shalom UVracha, lieber ABA

Besten Dank für die Aufschlussreichen Zeilen.

Nun ist es so, dass mit jeder Information eine ganze Reihe neuer Fragen auftauchen. Du hast hier den NEUEN BUND angeschnitten, wobei ich heute klar feststellen muss, und da sind wir uns ja einig, dass das "Neue Testament" nichts im geringsten mit dem NEUEN BUND zu tun haben kann. Der NEUE BUND steht gemäss JirmeJahu nämlich noch aus:
Jer 31:31-34 Siehe, Tage kommen, spricht Jahwe, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen werde: 32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, da ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Lande Ägypten herauszuführen, welchen meinen Bund sie gebrochen haben; und doch hatte ich mich mit ihnen vermählt, spricht Jahwe. 33 Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen werde nach jenen Tagen, spricht Jahwe: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein. 34 Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Nächsten und ein jeder seinen Bruder lehren und sprechen: Erkennet Jahwe! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht Jahwe. Denn ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.
Mit wem macht JHWH den neuen Bund? ER macht ihn mit beiden Häusern des Volkes Israel und nicht etwa mit Christen - es stünde sonst hier geschrieben! (An dieser Stelle lasse ich das aus, was ich denke und du vermutlich auch ;-) ) Zweitens schreibt ER die Torah auf die Herzen Seines Volkes. Bei den Christen ist die Torah ungültig; denn Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes - Hast du's gelesen, lieber ABA; die Torah ist ein Fluch, von dem nur ein katholischer Kruzifix-Christus erretten kann! Man sagt das zwar nicht so, es wäre aber die traurige Wahrheit. Und zum dritten wird niemand mehr seinen Bruder lehren und sprechen: "Erkenne JHWH". Wenn ich bei gewissen Juden HaShem (den Namen) in den Mund nehme, dann gucken die mich sowas von entsetzt an.... Dass ich es wage, ihren heiligen Namen auszusprechen, den sie selbst nicht einmal in den Mund nehmen.... Aber bei den Christen ist das noch cooler: Da habe ich einem Trinitarier einmal das Shma zitiert, in einer wörtlichen deutschen Übersetzung und der hat mir dazu geantwortet: "Ich glaube an den Gott der Christen und nicht an den Gott der Juden." D. h.: "Erkenne JHWH" ist passé! Und so einer glaubt allen Ernstes, dass sein "Neues Testament" der Neue Bund ist. Nun gut, dafür muss man ja Verständnis haben, bei solch einer Aus- bzw. Einbildung.

Wenn ich die Ersterwähnung von Brot und Wein betrachte, dann sehe ich einen Priester, der gar kein Jude war - und auch kein Buddhist oder sowas - und erst recht kein Katholik. Im Brot und Wein liegt ein Geheimnis, aber niemals ein mystischer Bund, von dem sogar Jeshua nicht einmal eine Ahnung gehabt haben konnte.
1Mo 14:18 Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Höchsten.

Shalom vom Shomer

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Jeremijahu 31:31-34 ist der NEUE BUND

Beitrag von ABA am Di 23 Nov 2010, 01:30

שלום שומר
Schalom Shomer,
Du hast hier den NEUEN BUND angeschnitten, wobei ich heute klar feststellen muss,
und da sind wir uns ja einig,
dass das "Neue Testament" nichts im geringsten mit dem NEUEN BUND zu tun haben kann.
Natürlich sind wir uns darüber einig, und ich teile deine Meinung voll und ganz.
Ich ziterte nur aus den christlichen Schriften, bzw. was Rabbi Jeschua bez. im SEDER über den NEUEN BUND aussagen wollte (natürlich dessen Geschichtlichkeit vorausgesetzt), denn er hatte mehr die Art zu lehren wie wir sie eher in der Schule/Jeschiwa des sanftmütigen HILLEL finden. Also im Gegensatz zu Jochanan HaMatbil, der klar mit den scharfen und schroffen Worten aus der Schule/Jeschiwa des SCHAMAI garantiert das SEDERMAHL anders dargereicht hätte.
... um jetzt zu deiner aufgef. Stelle aus Beraschit 14,18 abzuschweifen:
... im Brot und Wein liegt ein Geheimnis, aber niemals ein mystischer Bund ...
Was nun die Segnung des Melchizedeks nach Darreichung von Brot und Wein betrifft, lehrt uns der TALMUD (Mischna Awot VI), dass dies mit dem קנין [kinjan] "göttlichen" ERWERBen zu verbinden ist.

denn es heißt: (ich zitiere nur bruchstückhaft)
5 Erwerbungen erwarb sich der EWIGE in seiner Welt !

  • Die Weisung ist eine Erwerbung
  • Himmel und Erde sind eine Erwerbung
  • Abraham ist eine Erwerbung
  • ISRAEL ist eine Erwerbung
  • Das HEILIGTUM ist eine Erwerbung
... Woher haben wir dies ?
1. ...
2. ...
... ... ...
... und weiter sagt die Schrift:
Wieviele sind deine Werke, Herr! Sie alle hast du in Weisheit gemacht;
voll ist die Erde, deine ERWERBUNG
!
...


3. Abraham ist eine Erwerbung.
Woher haben wir dies ? Es steht nämlich geschrieben:
> Da segnete Melchizedek den Abraham und sagte:
> Gesegnet seist du Abraham, dem höchsten GOtt,
> der Himmel und Erde erworben hat
!


4. ISRAEL ist eine ERWERBUNG !
Woher haben wir dies ? ... ... ... ...

5. ... ...



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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Lopileppe am Di 23 Nov 2010, 11:52

3. Abraham ist eine Erwerbung.
Woher haben wir dies ? Es steht nämlich geschrieben:
> Da segnete Melchizedek den Abraham und sagte:
> Gesegnet seist du Abraham, dem höchsten GOtt,
> der Himmel und Erde erworben hat!

Schalom ABA,

ich hab mal dein Zitat an den Anfang meines Posting gesetzt . Und nun wenn ich nicht ganz falsch liege, dürfte es in etwa so lauten....

1. Mo 14,19 Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat!Elberfelder Übersetzung

Aus welchem Grund wurde es hier mit "geschaffen" übertragen?
Mir scheint dadurch ändert sich der eigentliche Sinn ein wenig ab?.

LG Lopileppe


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Denn mächtig über uns ist seine Gnade! Die Treue des HERRN währt
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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Elischua am Di 23 Nov 2010, 12:59

Schalom liebe Lopileppe,

was in den deutschen Übersetzungen steht ist nicht immer richtig überliefert und dann kommt es darauf an welche Übersetzung von dem Übersetzer:

In folgenden Übersetzungen für geschaffen steht:
Elberfelder 1905 und 1871 - besitzt
Menge-Bibel - Schöpfer
Tafelbibel - besitzet
Schlachter 2000 ARS - Besitzer
Luther 1545 - besitzt
Luther 1912 XML - geschaffen
Buber / Rosenzweig - Stifter
Tur-Sinai - Schöpfer

Du siehst, daß man sich nicht an einer Übersetzung festhalten sollte. Erschaffen ist hier meines Erachtens falsch.

Wie ABA schon schrieb ist Erwerbung völlig richtig. Vater hat hier um Abraham geworben und sich ihn erworben!

Um das Wort Erwerben / erworben besser zu verstehen ist nachfolgend zu lesen:
erwẹrben (er erwirbt), erwarb, hat erworben
1. etw. in seinen Besitz bringen, für sich gewinnen
a) durch Arbeit, eigene Tätigkeit etw. verdienen: sein Geld, Brot sauer e.; sie muß ihren Unterhalt durch Nähen e.; Reichtum e.; /übertr./ er hat sich /Dat./ dadurch große Verdienste, ein hohes Ansehen, bleibendes Verdienst, Ruhm, Achtung erworben; in dem Wettkampf konnte er sich /Dat./ die ersten Lorbeeren e.; das Heimatrecht e.
b) durch Verhandlungen, Kauf: die Verlagsrechte für ein Buch e.; er hat das Grundstück, Landhaus erworben; ein wertvolles Bild käuflich e.; er hat die Konzession für dieses Gewerbe erworben
c) durch Lernen, sich etw. aneignen: Fertigkeiten, Fähigkeiten e.; sie hat sich /Dat./ gute Kenntnisse auf diesem Gebiet erworben; er hat sich /Dat./ sein Wissen im, durch Selbststudium erworben
2. Med. Psych. etw. im Laufe der Zeit herausbilden: dieser Reflex ist nicht angeboren, sondern erworben; ein erworbener Herzfehler
zu 1 b u. c erwẹrbbar /Adj./
zu 1 b Erwẹrber, der; -s, -
zu 1 hinzu-, zurückerwerben

werben (er wirbt), warb, hat geworben
1. jmdn. für eine Sache, für jmdn., für sich zu gewinnen suchen
a) neue Leser, Abonnenten, Kunden w.; Mitglieder für eine Organisation w.; jmdn. für die Teilnahme an einer Veranstaltung w.; /unter bürgerl. Verhältnissen/ Wähler für einen Kandidaten, Anhänger für einen Politiker w.
b) um etw., jmdn. w. sich um etw., jmdn. bemühen: um jmds. Gunst, Liebe, Freundschaft, Anerkennung w.; um eine Frau w. die Liebe einer Frau zu erringen suchen, sich um ihre Gunst bemühen: er hat lange, vergeblich um sie, um ihre Liebe geworben; veraltend um ein Mädchen w. (ein Mädchen zur Ehefrau zu gewinnen suchen)⌉; sie gab seinem drängenden Werben nach, entzog sich seinem Werben
2. für etw. w. etw., bes. eine Ware, Dienstleistung anbieten und ihre Vorzüge lobend hervorheben, für etw. Käufer, Anhänger suchen: er wirbt für eine neue Küchenmaschine, Zeitschrift, ein neues Waschmittel; für ein Theaterstück w.
zu 1 a ab-, anwerben zu 1 b be-, umwerben dazu erwerben; Erwerb

Leider werden die in den Bibeln überlieferten Worte oft missverstanden und dadurch fehl übersetzt wie z.B. erschaffen, geschaffen, bildete, gebildet. Man macht sich leider oft nicht die Mühe Worte zu "hinterfragen", was damit gemeint ist!

Hier ist ein Beispiel betr. Adam was für Unterschied mit i.g. Worten besteht und oft falsch gelesen und verstanden werden kann!

Ich denke aber das hier an dem Thema "Abendmahl" vorbeigeht müßte sonst ein neues Thema eröffnen!


Zuletzt von Elishua am Di 23 Nov 2010, 13:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Shomer am Di 23 Nov 2010, 13:10

In der unrevidierten Elberfelder sieht der Vers noch so aus:
1Mo 14:19 Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt!
und in der englischen King James so:
Gen 14:19 And he blessed H1288 him, and said, H559 Blessed H1288 be Abram H87 of the most high H5945 God, H410 possessor H7069 of heaven H8064 and earth: H776
Strong's Wörterbuch gibt für H7069 folgende Übersetzungsmöglichkeiten an:

H7069 קנה qânâh kaw-naw'
A primitive root; to erect, that is, create; by extension to procure, especially by purchase (causatively sell); by implication to own: - attain, buy (-er), teach to keep cattle, get, provoke to jealousy, possess (-or), purchase, recover, redeem.
Deutsch: Eine einfache Wurzel; errichten, d. h., schaffen; im weiteren Sinn: beschaffen, vor allem durch Kauf (ursächlich verkaufen); indirekt besitzen: etwas erreichen, erhalten, kaufen (jemand der erreicht oder kauft), lehren Vieh zu halten, bekommen, zur Eifersucht reizen, besitzen (Besitzer), kaufen, wiederherstellen, erlösen.


Wer sich ein Haus kauft oder baut, der erwirbt sich dieses Haus. In diesem Sinn hat JHWH zwar (die) Himmel und die Erde erschaffen, aber damit ist ER gleichzeitig ihr Eigentümer geworden. Bei den deutschen Übersetzungen "....der Himmel und Erde erschaffen hat....) Kommt der Erwerb, der Besitz bedauerlicherweise gar nicht so rüber, wie im hebräischen Urtext.

Gruss, Shomer

P.S. Nun sollten wir wieder auf den Unterschied zwischen der Seder und den verschiedenen christlichen Abendmahlsvorstellungen (kath./evang.) zurück kommen.

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erwerben durch erschaffen !!!

Beitrag von ABA am Di 23 Nov 2010, 18:00

שלום כולם
Schalom zusammen,
natürlich müssen wir wieder zum Thema zurückkehren. Da jedoch der Abendmahls-Segen verbunden mit Brot und Wein, abkömmlich vom Segen mit Brot und Wein durch Melchizedek angesprochen wurde, ist es naheliegend gewesen, dies zu erklären. Zumal dies ja eine Ansicht und Auslegung im TALMUD ist, und mit einer der 5 ERWERBUNGEN GOttes verbunden ist.

Liebe Lopileppe, die aufgeführte deutsche Übersetzung von Beraschit 14,19 mit:
>> Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat!
ist nicht ganz korrekt.
Zwar hat GOtt Himmel und Erde geschaffen, doch da benutzt man das Wort aus der hebräischen Wurzel
> ברא < [bara] erschaffen. Dieses > bara < kommt auch nur 3mal als einmaliges Ereignis vor.

Das Original von Beraschit 14,19 lautet also:

>> ויברכהו וימר ברוך אברם לאל עליון קנה שמים וארץ <<
[wajewarechu wajomar baruch abram le-el eljon koneh schamaijm we arez]
> und er segnete ihn und er sprach:
> "Gesegnet sei Abram dem höchsten GOtt (El Eljon), dem EIGNER Himmels und Erde" !


Hier nochmal die althebräische Wortansicht:
קנה < [kana] = kaufen, sich etwas verschaffen, erwerben durch Erschaffen.
ברא < [bara] = bilden, gestalten, herstellen, (er)schaffen.

Jedoch, um an mein Posting noch einmal zu erinnern, ging es mir darum zu zeigen, wie wichtig im TALMUD die Erklärung der Fünf ERWERBUNGEN von HaSchem, des EWIGEN, zu verstehen sind.

und nun schließe ich mich weiterhin dem Hinweis von Shomer an:
Nun sollten wir wieder auf den Unterschied zwischen der Seder und den verschiedenen
christlichen Abendmahlsvorstellungen (kath./evang.) zurück kommen.


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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Eaglesword am Di 23 Nov 2010, 21:38

wobei eine neue (?) Frage aufkommt:
Wie entstand nu die drastische Reduktion der gesamten Sedersymbolik als Erinnerung an G'ttes Befreiungsaktion auf nur zwei Symbole Ungesäuertes und Wein, welche sodann die Befreiungsaktion durch "Jesu Lösegeld" proklamieren?

Mich intressiert in diesem Fall nicht, was uns bekannt ist, nämlich mit welcher Ambition die Kirchenführer diese Verwandlung vollzogen, sondern der Weg, über den sie es zu Stande brachten.


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Eucharistie kontra Seder-Abend

Beitrag von ABA am Mi 24 Nov 2010, 14:00

Schalom Shomer!
Schalom Eaglesword!

Die Lösung der Frage, ...

Eucharistie >> _ __ kontra Seder-Abend >> _
Eaglesword schrieb:Mich intressiert ... der Weg, (der Kirchenführer) über den sie es zu Stande brachten ?
... lieber Eaglesword, ist schon im Ursprung des PESSACH-Mahles in den 4 Evangelien zu finden. Von vornherein können wir uns sicher sein, dass es sich hier um den SEDER-Abend zum PESSACH-Fest handelt, und dass er nach dem Festkalender der JACHAD gefeiert wurde. Jedoch versuchen die Endredakteure der christlichen Schriften des Neuen Teils der "Bibel" dies möglichst zu überspielen. Das GEDENKEN an die Rettung des EWIGEN für sein Volk ISRAEL aus der ägyptischen Knechtschaft, wird geschickt in ein GEDENKEN an den "christlichen" Christus gewandelt. Ob dies nun den Tatsachen entspricht, möge ich dahin gestellt lassen. Genau so wie Vieles im PROZESS Jeschuas in der christlichen Schilderung überaus fraglich bzw. fehlerhaft ist.
Es steht außer Frage, dass das geschilderte LETZTE ABENDMAHL identisch ist mit dem PESSACH-Sederabend, also die häusliche Feier der PESSACH-Nacht. Der Unterschied in der Schilderung bei den christlichen Schriften, liegt vorwiegend im INHALT dieser Feier und seine angebliche ERNEUERUNG durch Rabbi Jeschua. So können wir feststellen, dass sich die Einsetzung des sog. Abenmahles organisch in die PESSACH-SEDER-Feier einfügen soll, und als eine individuelle Interpretation diese Rituals durch Rabbi Jeschua anzusehen ist. Aus dieser situationsgebundenen Neuinterpretation erwächst eine Reform der SEDER-Feier im Schülerkreis um Rabbi Jeschua. Dies wird später unter dem Einfluß hellenistischer Mysterienkulte die christliche Eucharistie.
Die späteren gläubigen "einfachen denkenden" Christen, und das bis heute, sind eigentlich entschuldbar, dies nicht gleich zu erkennen. Sie können ohne einen jüdischen Anstoß dieses LETZTE ABENDMAHL "Jesu" leider nicht so ohne weiteres mit der PESSACH-SEDER-Feier identifizieren; denn im Neuen Teil des christlichen Schrifttums ist nichts Wesentliches dieser rein jüdischen SEDER-Feier berichtet. Die HAGGADA, die breit ausgesponnene Erzählung vom Auszug der Kinder ISRAEL aus Ägypten, fehlt.
Der gesamte Neue Teil der "Bibel" will aber, wie ich es sehr oft betone, weder eine Biographie von Rabbi Jeschua geben, noch eine historische Beschreibung wie z.B. es in den >jüdischen Altertümern< im Sinne des Flavius Josephus zu lesen ist. Sondern der Neue Teil der "Bibel" will die frohe Botschaft vom "christlichen" Jesus, dem "christlichen Messias" aus ISRAEL, der Völkerwelt (also den Heiden und Goijm) verkündigen. Deshalb sind die Evangelien als >Missionsschriften< an einer minutiösen Beschreibung des Seder-Rituals nicht interessiert. Hinzu kommt dann noch später, ein spiritueller Hintergrund; bei der Trennung im SYNKRETISMUS, als die Christen sich näher zu den HEIDEN hingezogen fühlten !!!
Was dann die eigentlich zum Thema stehende Transsubstantiation betrifft, waren die Christen des frühen Mittelalters anfangs etwas zurückhaltender.

Die Krone wird dann erst vom Klerus des damaligen Christentums unter dem judenfeindlichsten aller Päpste >INNOZENZ III.< aufgesetzt! Unter ihm wurde die besagte Transsubstantiation 1215 u.Z. im 4. Lateran-Konzil eingeführt und ist bis heute bei den betreffenden christlichen Richtungen so gut wie ein Dogma! Somit wurde ein weiterer Meilenstein des Antijudaismus für die neue eigenständige Religion des CHRISTENTUMS gelegt !!!

Deshalb, lieber Shomer, lieber Eaglesword, ist es auch für mich in der heutigen Zeit, in der doch BILDUNG und INFORMATION kein Fremdwort mehr ist, unverständlich, dass christliche Gelehrte, egal zu welcher Richtung sie sich bekennen mögen, in diesem Punkt hier den Durchblick verlieren. Schwarz auf weiß können besagte "Gelehrten" doch die gesamte "Kriminal"-Geschichte des Christentums nachlesen. Jedoch mit den krampfhaftesten Argumenten versuchen sie immer wieder einen Erfolg in einem Disput zu erringen, den WIR schon von vornherein mit einem leichten Kopfschütteln abwinken können!
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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Luluthia am Mi 24 Nov 2010, 18:08

Shalom Ihr Lieben!

Das Christentum hat es wirklich verstanden, alles zu elliminieren, was irgendwie jüdisch ist, um sich so vom Judentum zu distanzieren.

Wenn aber ein Baum keine Wurzel hat, wird er verdorren.

Lesenswert ist in diesem Sinne das Buch:

Israels Feste - Was Christen davon wissen sollten.Von Alfred Burchartz, Aussaat-Verlag, ISBN: 3-7615-3583-X

In dem Buch werden die Feste kurz umrissen beschrieben und es wird auch Bezug zu den christlichen Festen genommen.

LG, Luluthia lese
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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Eaglesword am Mi 24 Nov 2010, 21:14

Warum ist, was wir heute "Christentum" nennen, am Leben geblieben?
Zwei Hauptgründe stehn sich gegenüber:
1.
Durch das aktive Mitwirken messianischer Juden wurde den verheideten jüdischen und wirklich nichtjüdischen Mitgliedern gesunde Lehre zuteil, welche die Fäulnis noch einzudämmen vermochte. Hierbei sei an israelfreundliche Gemeinden gedacht, welche auch jüdische Gastredner einladen und biblischen Festen zugeneigt sind.
Anbei sei angemerkt: Wie mir bekannt ist, haben Juden vergangener Jahrhunderte sich geopfert, in cocnito unter Muslimen, Christen und anderen Religionen für die Torah zu arbeiten, um so Einige von innen heraus zu JHVH zu führen. Diese Untergrundbewegung indes wurde wenig publik, was ja auch der sinnvolle Effekt war. Schließlich befand man sich als Undercoveragent in höchster Gefahr.

2.
Der Baum "Christentum" konnte auch deshalb überleben, dass er statt seiner jüdischen Wurzeln ein eigenes unabhängiges Wurzelwerk ausbildete. Dies haben wir in der Stimme immer mehr festgestellt. Ja, das Beispiel des "abgeschnittenen" Baumes hinkt in dem Fall, und wir erleben, wie einzelne Zweige zwischen beiden Bäumen ausgetauscht werden- ein unlogischer Vorgang, aber dennoch Realität.

Was wir tun können
Unsere Arbeit hier besteht aus dem Ermöglichen des Überwechselns vom "faulen Baum" zum "edlen Baum". Dazu ermutigen wir Leute, laden sie ein, betreiben Aufklärung. Um so dankbarer sind wir für ABA, einem Gelehrten, der zu uns hält.

Dies war Eaglesword für die Stimme. Ich gebe zurück an die Zentrale.


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rechtes Verstehen !

Beitrag von ABA am Mo 28 Feb 2011, 22:04

Erst ...

... wenn du zu PESACH das SEDER-Mahl verstehst,

dann ...
... wirst du das Abendmahl verstehen.
zumindest so,
wie es unser jüdischer Rabbi Jeschua BenJosef von ganzem Herzen zeremonierte !!!

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Der TANACH

Beitrag von ABA am Di 01 März 2011, 18:00

Schalom Bonsai,

Nebenbei .....
Der Begriff "Rabbi Jeschua BenJosef" kommt im TENACH nicht vor.
Rabbi Jeschua BenJosef kann auch nicht im TANACH vorkommen, ...
... weil die Schriften des TANACH´s bereits gut 6 Jahrhunderte
vor
Rabbi Jeschua BenJosef abgeschlossen waren !
-So lernt man es bereits in der Kita Alef zum Bar Mizwa Unterricht-

und weiterhin:
Bitte, erkläre, was du sagen willst, mit dem TENACH.
ganz einfach mit:
תורה - נביאים - כתובים = תנ"ך


__ __ __
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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Shomer am Di 01 März 2011, 18:35

Mishle 26:4 Antworte dem Toren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du ihm gleich werdest.

Mishle 26:5 Antworte dem Toren nach seiner Narrheit, damit er nicht weise sei in seinen Augen.
Shalom ABA
Wie ich sehe, teilen wir uns den Job. Ich setze Vers 4 um und du Vers 5. Es gibt User, die lernen wollen Bravo und es gibt solche, die lehren wollen, obwohl sie keine Ahnung haben a4 . Damit ich nicht wieder Minuspunkte kassiere, wenn ich einer solchen Arroganz widerstehe, erlaube ich mir, solche User zu ignorieren. So haben andere User ihren Frieden und ich behalte meinen Shalom.

Amen Shalom, Shomer

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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Shomer am Di 01 März 2011, 21:36

Falls Bonsai mir geschrieben haben sollte - dies ist was ich lesen kann:
Dieser Beitrag wurde von Bonsai geschrieben. Momentan ist er/sie auf Ihrer Ignorierliste. Nachricht dennoch anzeigen?
....natürlich nicht.

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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Eaglesword am Do 07 Apr 2011, 16:27

"bara" bedeutet, wie der eigenwilligen Ausgabe `Dabwar´zu entnehmen, auch "geboren machen". Ob das nu stimmt, kann ich nicht sagen.


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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Talitha am Do 16 Jun 2011, 21:39

Shalom ihr Lieben,

ich bin hier gerade am stöbern und bin auf Shomer`s Aussage gestoßen:

"Nun ist es so, dass mit jeder Information eine ganze Reihe neuer Fragen
auftauchen. Du hast hier den NEUEN BUND angeschnitten, wobei ich heute
klar feststellen muss, und da sind wir uns ja einig, dass das "Neue
Testament" nichts im geringsten mit dem NEUEN BUND zu tun haben kann.
Der NEUE BUND steht gemäss JirmeJahu nämlich noch aus:"

Kann mir das jemand erklären? Warum steht der Neue Bund noch aus?

Lieben Gruß,

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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Elischua am Do 16 Jun 2011, 22:53

Schalom liebe Talitha.


Kann mir das jemand erklären? Warum steht der Neue Bund noch aus?

Hier kannst du Antwort finden!


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ברית חדשה Der Neue Bund

Beitrag von ABA am Fr 17 Jun 2011, 00:00

שלום טליתא
Schalom Talitha (Lämmlein),

du fragst:
bez. Jeremija 31,30
Kann mir das jemand erklären?
Warum steht der Neue Bund noch aus?
Damit wir überhaupt die ganze Sache mit dem Neuen Bund verstehen, sollten wir uns erst einmal anschauen, was das hebräische Denken in der Originalsprache über den BUND aussagt. Bund heißt in Hebräisch >ברית< [brit] und hat die ursprüngliche Bedeutung von >zerschneiden< meist in der Verbindung mit >כרת< [karat] Dieses zerschneiden jedoch hat einen bestimmten Grund!

Die rechtlich als Vertragsverhältnis zwischen Menschen oder Völkern gesehene Verbindung, auch als Bürgschaft in Form eines Friedenschlusses erfolgte nämlich in folgender Weise:
Ein Opfertier wurde in 2 Stücke zerlegt (zerschnitten) und die Bündnispartner gingen als Zeichen des Bundesschlusses zwischen den Stücken des zerlegten Opfertieres hindurch. Dabei wurde der Fluchschwur ausgesprochen, dass man selbst zerschnitten werden wolle, wenn man diesen Vertrag breche.

___ ___ ___ ___

Auch als die Zeremonie der Zerteilung eines Tieres nicht mehr ausgeübt wurde, wurde der Ausdruck >כרת ברית< [karat brit] also >eine Zerteilung schneiden< für >einen Bund schließen< ja sogar für >eine Anordnung jemanden auferlegen< beibehalten.
Für unser Volk ISRAEL bedeutet dann auch der Ausdruck >ברית< [brit] das Zeichen für das religöse Verhältnis zwischen GOtt und seinem Volk. In der Zeit der NEWIM, also der Propheten, mehr als einseitig gefasst. Sei es als Gnadenverheißung GOttes, oder als Verpflichtung des Volkes, ohne dass die Merkmale einer gewissen Gegenseitigkeit ganz fehlten.
>ברית< [brit] wird hauptsächlich als ein gegebenes göttliches Gesetz, und nicht als eigentlich geschlossener Vertrag erfasst. Erst durch die Einwirkung der NEWIM (Propheten) erhält BRIT den sittlichen Begriff voller wechselseitiger Bedingung. D.h.: ISRAEL verpflichtet sich zum Gehorsam gegen den Willen GOttes, und GOtt gibt ihm seine Gnadenverheißung bzw. bedroht es im Falle des Ungehorsam mit Unheil.

In Jeremijahu 31 ist von einer >ברית חדשה< [brit chadaschah] also von einem Neuen Bund die Rede, den GOtt in der Zukunft mit ISRAEL schließen wird. Einem Neuen Bunde an Stelle des vom Volk gebrochenen Alten Bundes. Jeremijahu meint damit die von ihm schon ersehnte Entwicklung und Vertiefung des religiösen Gefühles, Erkennens und Wollens.

Also komme ich jetzt zur eigentlichen Antwort auf deine Frage:
> Warum steht der Neue Bund noch aus? <
Der >ברית חדשה< [brit chadaschah] Neue Bund hat bereits begonnen. Ein markantes Bundeszeichen dieses >ברית חדשה< [brit chadaschah] Neuen Bundes ist die begonnene Rückkehr aus dem GALUT (Diaspora/Zerstreuung) in das Land der Verheißung! Gefolgt wird dies vom nächsten Bundeszeichen, der sehnsüchtige Erwartung des kommenden Messiasses mit dem vorhergehenden Erscheinen des Nawi Eliahu. (Propheten Elia) Ebenfalls der Beginn der Zusammenführung des Hauses ISRAEL zwischen den beiden "Hölzern" des Jechsekiel zu den vereinten 12 Stämmen.

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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Zadok am Fr 17 Jun 2011, 00:10

schalom liebe Talitha,

In Jeremijahu 31 geht es um den Bund den Jahweh mit seinem Volk Israel am Horeb geschlossen hat. Die Torah die sie dort emfangen haben wird in (hoffentlich) baldiger Zukunft in ihren Herzen sein = das Volk Israel wird gereinigt von all den heidnischen Einfluss = Christentum (dazu gehört auch die messianische Bewegung), Islam, usw. Das GANZE Volk Israel wird Jahweh erkennen und die Torah leben!
Maleachi 3,22-24: Gedenkt an die TORAH Mosches, meines Knechtes, die ich ihm auf dem Horeb für ganz Israel befohlen habe, an die Satzungen und Rechte! Siehe, ich sende euch den Propheten Elijahu, ehe der große und furchtbare Tag JAHWEHS kommt; und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muß!
Das ist in Israel noch nicht eingetroffen, es entwickelt sich in diese Richtung, doch müssen wir uns noch a bissel gedulden bis der Prophet Elijahu kommt und der restliche Teil sich erfüllt.

LG zadok


Pred 12,13 Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Elohim und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus.
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Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Schmuel am Mi 19 Okt 2011, 12:04

Nun,wie ist es den jetzt!?Ist das Abendmahl eine Heidnische (Zuweil Dämonisch)inspirierte Lehre,oder nicht,wie darf ich das verstehen!?

Ist das Abentmahl bzw das praktizieren desen gar eine wieder G'ttliche handlung?

Und Feiern (Praktizieren)Jeshua gläubige Juden dieses auch oder nicht?

Oder ist es das Phesach,aus dem die Christen das Abendmahl pastelten,also so eine Art Pseuda Phesach erschuffen um sich wiederum von den Juden abzugrenzen?(Bis jetzt habe ich das so gesehen)


Ich weiss das ich NICHTS weis,das macht mich Wissend.

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