Wer sind wir?

Forenregeln

Links/Tipps

Urheberrecht

Gästebuch
Datenschutz
Gültig ab 25.05.2018
Was geschieht mit unseren Daten
Hier Aufklärung dazu:
Weltzeituhr!
Suchtool für Haus Israel
*Suchen in HausIsraEL* als Link
oder im nachstehenden Tool
Hilfe-Bereich-Wichtig!

Hier könnt ihr wichtige Beiträge und Links lesen, die beachtet werden sollten. z.B. Hilfe zur Handhabung im Forum; Jüdische Identität (Nachnamen), und sonstige Hinweise! Bitte regelmäßig hier nachsehen!
Zum lesen - auf den Smilie klicken!




Wer ist online?
Insgesamt sind 18 Benutzer online: 1 Angemeldeter, kein Unsichtbarer und 17 Gäste :: 1 Suchmaschine

Elischua

Der Rekord liegt bei 185 Benutzern am Fr 20 Jan 2017, 19:01
Onlinebibeln / Lernhilfen

VERSCH. BIBELÜBERSETZUNGEN



Hebr. / Griech. Wortlexicon


öffnet / schließt ein Menü

Hinzufügen zu The Free Dictionary

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Austausch


Forum-Bewertung!

Neu ab 23.01.2017

Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Seite 6 von 13 Zurück  1, 2, 3 ... 5, 6, 7 ... 11, 12, 13  Weiter

Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von WOML am Fr 30 Dez 2011, 16:40


So kann ich denn immer noch nicht « Schweigen » meine Lieben, und als erstes einmal HERZLICHES SHALOM!

Hallo ihr Geschwister aus dem jüdischen und dem christlichen Denken, wenn auch bei den Christen oder, wir haben ja gelernt, es gibt gar keine Christen, wir sind eher Freunde vom Meister, da wir in Geheimnisse eingeweiht wurden.

Halten wir erst einmal fest, das vom Schöpfer eigens ausgewählte Volk hat seinen Weg, die Gesetzte und die Eigenständigkeit, auch den Glauben, dass sie genug Kraft haben die Sünde zu überwinden und brauchen deshalb keinen Erlöser. So oder so ähnlich habe ich dies verstanden.

Rabbi Jeshuha kam um die verlorenen Schafe zu rufen, alles klar soweit...

Nun hat er aber auch andere Schafe, die nicht zu seinem Stall gehören, die auch gerufen sind, nun fasse es wer es fassen kann.

Ob er nun Gottes Sohn ist oder nicht, gibt uns für Einheit keine allzu grossen Probleme.

Sicher ist, das es seine Speise war, den Willen des Vaters zu tun und das Gesetz nie aufgehoben sondern erfüllt hat. Zur ganzen Gänze, es ist vollbracht.
Seinen Freunden kündigte er an wie er sterben werde und auch wo und das er am 3. Tag auferstehen werde.
Reisst diesen Tempel nieder und ich werde ihn in 3 Tagen wieder aufbauen.

Hier verstehe ich nicht nur seinen Leib, auch den Tempel der wir werden können, damit ER, DER ICH BIN DER ICH BIN, ganz Platz hat in uns und so etwas noch *Nie Gewesenes* beginnt.

Der kleine Junge der in Betlehem von einer Jungen Namens Myriam geboren wurde und Sohn des Josephs genannt wird, nahm stetig an Weisheit zu, so sehr, dass er im Jugendalter 3 Tage verschwand, seine Eltern haben ihn verzweifelt gesucht und nicht gefunden..
Er hatte Fragen gestellt und die Pharisäer und Schriftgelehrten verblüfft, hat er doch die Schrift ausgelegt und Fragen gestellt die nicht die üblichen waren..

SELA

Als er endlich von den Eltern gefunden ward, die natürlich in Sorge und auch aufgebracht waren, antwortete er nur, dass sie eigentlich hätten wissen müssen, das er nur im Hause seines Vaters sein konnte. Danach unterstellte er sich ihnen im Gehorsam und lernte weiter Weisheit, nahm stetig an Weisheit zu.

Als Erwachsener dann verblüffte er immer noch und die bei ihm waren, mussten lernen gut zuzuhören, nicht immer hat er alles erklärt, doch er verkündigte was er vom Vater wusste und tat dies auch mit Vollmacht.
Er ging soweit, dass er sogar Sünden vergab, als dies zu einem Skandal wurde, da dies doch nur Gott allein tun kann, bestätigte er seine Vollmacht in dem er z.B. dem Gelämten befahl aufzustehen und seine Bahre zu tragen.
Des Öfteren verwies der Gesalbte, zeig dich den Priestern und bring das Opfer nach Moses Gesetz.

Die Seinen nahmen ihn nicht alle an, seine Botschaft war nicht immer nachzuvollziehen. Auch seine Aussagen schwer zu verdauen.
Doch Einige waren immer mit ihm, sei dahingestellt ob sie ihn immer verstanden. Gut es gab auch Zeiten, in denen sie nicht mehr mit ihm waren.

Wie lange muss ich euch noch ertragen oder dass er weinte weil er nicht verstanden wurde und doch alle sammeln wollte, wissen wir auch aus den Schriften, selbst wenn wir heute erfahren müssen dass nicht alles authentisch sein soll, so denke ich doch, der Vater macht keine Fehler und Weisheit, wie Hauch des Herrn inspieriert zur Wahrheit und unser Schöpfer führt uns.

Verstand und Auslegeung nicht zu vergessen, wie Talente, Fähigkeiten, Erfahrung, Reifung...

Auch wenn wir irren oder verdrehen oder nicht verstehen, bleibt ER der HERR und lässt uns nicht fallen, zumindest kann ich das aus den Preisungen (Psalmen) lernen und IHM immer vertrauen.

SELA

Natürlich habe ich nie gesagt, das der Gesalbte, der Sohn Josephs der einzige Weg ist, doch sehe ich IHN, als den Weg der für mich jedenfalls die Abkürzung ist in das Herz des Vaters.
Den Willen des Vaters als Speise sehen ist sicher nicht schwer zu verstehen und Sein Ruf zur Umkehr zu IHM, sicher auch nicht.

Der von Milch und Honig Gesalbte aus Nazereth nahm Brot (Matze) und Wein, reichte es seinen
Freunden die er nicht mehr Knechte nennt. Während der Zeit in der er mit ihnen war, deutete er oft darauf hin dass er in Jerusalem sterben werde doch auch am 3. Tage auferstehen werde, er wies auch darauf hin, das sie nicht traurig sein sollen wenn er geht, denn wenn er nicht ginge könne der Beistand nicht kommen, der in alle Wahrheit führt.
Wahrheit ist absolut, das kann nur der Höchste und Ewige selbst ganz sein, so sieht es jedenfalls für mich aus.
Der Vater weiss alles, sieht alles und hört alles. Er schliesst einen Bund mit seinen Geschöpfen, die ihm ähnlich sind, da er sie schuf nach seinem Abbild.
Unsere Seele vielleicht ein Teil seines Herzens, sein Wunsch vielleicht dass wir alle einmal da sind wo er ist, bei dem DER IST, dem ICH BIN DA.
Nun das Gesetz, seine Hilfe für uns Seinen Willen zu tun, doch wir haben auch einen freien Willen uns zu entscheiden.
Brot und Wein als Symbol seinen Willen zu tun und Hinkehr zu IHM. Sein Gesalbter tut nichts aus sich selbst, in allem tut er den Willen des Vaters.
Wer mich sieht, sieht den Vater, weil er immer auf den Vater verweist, auch lässt sich Rabbi Jeshuah nicht: « GUT » nennen, da er sagt, nur der Vater ist gut. Er lässt sich auch nicht Vater nennen, denn Vater ist der Vater.
Brot für den Leib, Wein für das Blut ein Symbol, das es in sich hat.
Wir wissen dass wir kein Blut trinken sollen und wir wissen auch, der Gesalbte vermittelt uns, dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt, sondern von jedem Wort das aus dem Munde Gottes kommt.

In Deutsch hört man oft, man ist was man isst.

Er nun ernährte sich vom Willen des Vaters und seine Botschaft für mich bedeutet, er gab sein Leben für das Zeugnis vom Bund des Vaters, den ER mit uns Menschen eingeht, wir sollen seinen Willen tun.
Die Seele ist im Blut, die Seele dessen der sich hingibt ist aber TOTALHINGABE AN DEN VATER, absolute Hinkehr zu IHM, kann es da nicht sein, dass wir nur das lernen sollen, Hinkehr sprich Umkehr und Vaters Willen tun in Freude..

Was mir geschenkt wurde durch diesen Weg ist mir heilig geworden, ist mir Heilung und Befreiung an den Einen Wahren und Einzigen GOtt zu glauben und IHM zu gehorchen, weiss ich bis jetzt, dieser Weg verweist mich zum Vater, der alles Leben schenkt und sein Hauch weht wo und wie er will. So lasse ich ihn wehen und mich auch bewegen.

Der Saft des Weinstocks, der Wein beim Sedarfest, die Anspielungen ob nun autentisch oder nicht, für mich heisst dass ich die Verbindung als Heide gewonnen habe hin zum Vater, denn wer in dem Gesalbten bleibt, der bleibt im Vater.
Kann ich nun das Neue Angebot einfach ignorieren?
Meine Wege sind nicht eure Wege, so geht es doch wohl darum, dass wir irgendwie alle zum Vater schaun und alles von Ihm erwarten und wir ja auch alle Kraft und Hauch des Herrn in uns haben zu leben.
Da gibt es auch noch dei Einladung das Leben in Fülle.

Er zieht uns an sich ob durch Gesetz, Gebot oder Einladung....

Soweit meine Gedanken für heute.

WOML
Studium noch nicht erreicht
Studium noch nicht erreicht

Deine Beiträge : 305
Dein Einzug : 24.12.11

http://meineschafe.aktiv-forum.com/forum

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Eaglesword am Fr 30 Dez 2011, 18:00

liebe Mitglieder und Gastende,
dass JisraEl keinen Erlöser bräuchte und aus eigenem Können die Verfehlungen überwinden vermöge, ist ein Trug. Überall im Tanach sagt uns der Ewige, El, dass Er unser Erlöser ist. Ergo brauchen wir ihn.
Die Bestimmungen der Torah >>erfüllen<< bedeutet, sie in Allem zu befolgen, wobei Erfüllen kein Vollenden darstellt, sondern ein Vollzug. Das hat nichts mit einem Abzahlen gemeinsam, so dass die Torah auch keine Rechnung darstellt, welche seit Jeschua abgewickelt worden sei und im Ordner verschwand.
Nach wie vor dient sie als Verfassung im irdischen Reich G'ttes, nach der sich alle Bürger, Heimischer wie Fremder, ausrichten sollen. Das >>Erfüllen<< ist ein repräsentatives Vorleben und keine geschäftliche Transaktion. Die erfolgte erst später am Holz, als Jeschua sagte, dass es >>vollbracht<< sei. Das Wort kommt aus der Händlersprache und steht für "vollständiges Abzahlen eines fälligen Betrages".
Hier erst greift, was man oft mit "Erfüllen der Torah" meint. Beides hat miteinander nichts gemeinsam. Nur in der Betrachtung auf zweiter Ebene besteht ein Zusammenhang, in Form des "Schuldbriefes, den er an das Holz geheftet hat mittels des zum Sterben verurteilten Körpers", wie es in den Episteln sinngemäß heißt. Wenn, dann wäre das der Angelpunkt zum Öffnen der Türe. Die Torah selber bleibt unberührt vom ganzen Geschehn.


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
avatar
Eaglesword
Co-Admin
Co-Admin

Was bist du : Männlich
Deine Beiträge : 4267
Deine Aktivität : 4761
Dein Einzug : 12.10.09
Wie alt bist du : 55

http://vergangenheit-bibel-zukunft.jimdo.com/

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von WOML am Fr 30 Dez 2011, 21:36

Lieber, lieber Eaglesword, danke dir für deine Ausführungen, freue mich..

Erlaube mir, DICH ganz lieb zu umarmen


..meine Kinder hören auf meine Stimme,
avatar
WOML
Studium noch nicht erreicht
Studium noch nicht erreicht

Was bist du : Weiblich
Deine Beiträge : 305
Deine Aktivität : 418
Dein Einzug : 24.12.11
Wie alt bist du : 57

http://meineschafe.aktiv-forum.com/forum

Nach oben Nach unten

verschiedene Ansichten, jedoch nur ein Ziel!

Beitrag von ABA am So 01 Jan 2012, 06:30

שלום כולם
Schalom zusammen,

eines der wertvollsten Eigenschaften in unserem FORUM ist es, dass wir hier sehr gut diskutieren und schreiben können, obwohl sehr oft grundverschiedene Meinungen, Ansichten und Auslegungen bei den betreffenden Usern vorhanden sind. Eine sachliche Betrachtung eines Bestimmten Themas aus verschiedenen Interpretations-Richtungen ist genau das, was unsere "Alten" vor uns ebenfalls taten. Sei es in den verschiedenen Tora-Schulen bis hin zu den Aufzeichnungen im TALMUD, trotz oft total unterschiedlicher Ansicht. So habe ich schon einmal hier hervorgehoben, dass es in der jüdischen Tradition normal ist, ausgenommen bei einigen bekloppten Eiferern, zu einem Thema oder Tanachstelle 70 verschiedene Auslegungen zuzulassen.
Deshalb habe ich auch zu diesen Ausführung hier eine etwas andere Ansicht. Wie eigentlich alle wissen, habe ich und unsere ganze Familie mit dem >Messianischen-Judentum<, egal welcher Richtung, überhaupt keine Gemeinsamkeiten. Jeschua, als den Messias zu sehen, der das Evangelium seinen Schafen und den Schafen aus einem anderen Stall verkündigt hat, der für unsere Sünden gelitten hat und gestorben ist. Der dann auch wiederkommen wird, ist für uns kein Thema. Weil es für uns Gläubige aus den Juden in dieser Weise inakzeptabel ist. Ich selbst gehöre zu den Schriftgelehrten, wie man sie eigentlich aus der Antike kennt und habe das Christentum sowie alles christliche Schrifttum, genau wie meine Lehrer und deren Lehrer auf das penibelste studiert. Es gibt eigentlich so gut wie nichts, was wir nicht kennen. Deshalb erhebe ich sehr oft ein Veto gegen christliche Dogmatik oder christlich übernommene Lehrmeinungen, die niemals aus dem Judentum kommen können und niemals ein jüdischer Rabbi gelehrt haben konnte. Es ist ganz einfach heidnischer Einfluß der diese Lehren und Ansichten geprägt hat und dementsprechend auch sehr oft hier vertreten wird.
Meinerseits ist es ratsam sich zu überlegen, wann bestimmte hier aufgeführte christlich-dogmatische Ansichten überhaupt Eingang in das heiden-christliche "Neue Testament" gefunden haben. Von einem jüdischen Rabbi wie es Jeschua BenJosef war, kann dies unmöglich stammen. Erst als der heidnische Einfluß über die jüdische Glaubensgruppe der NOZRIM (Nazarener) gesiegt hat, verschwand fast alles jüdische, selbst die jüdische Namensbezeichnungen, bei der neuen heidnischen Glaubensgruppe der Christen.
Ich sollte mir doch mal wieder mehr Zeit nehmen und mich dem Thema über die Entstehung des Christentums mehr widmen. Besonders die Fehler und Widersprüche in den christlichen Schriften aufzuführen, die ein jüdischer Rabbi niemals so gelehrt hätte, wie es das Christentum seinen Schäfchen verkaufen will.
Letzten Endes haben wir ja alle ein gemeinsames Ziel, jedoch nur verschiedene Ansichten und Wege dort hinzugelangen.

שלום אבא
Schalom ABA
avatar
ABA
Streber - gut so!
Streber -  gut so!

Was bist du : Männlich
Deine Beiträge : 1455
Deine Aktivität : 2201
Dein Einzug : 16.10.09
Wie alt bist du : 68

https://vimeo.com/99224200

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Eaglesword am So 01 Jan 2012, 20:41

werter ABA,
ich danke dir für all deine redliche Mühe. Bei deiner Anmerkung befürchte ich, dass jeder Jisraelit, wenn er bzw. sie Jeschua´s Tod mit JeschaJahu Kapitel 52-53 verbindet, automatisch ausgegrenzt wird. Genau das widerspricht aber dann der jüdischen Auslegungskultur. Zu sagen, wie Manche das tun, diese Option mache jemandem zu einem Goy, ist Unrecht. Selber sage ich, dass biblische Prophetie oft mehr als nur die vordergründige Ebene hat. Ergo werde ich weder Jeschua´s Tod als stellvertretend posaunen, ihn auch nicht grundsätzlich ablehnen, sondern ich denke offen weiter nach und lasse die Lesenden daran teilhaben. Ich denke, dass der in JeschaJahu (Jes; Isa) genannte "vielfache Tod" auf Jeschua bezogen werden kann in folgendem Sinn: Dass Jeschua mit jedem einzelnen jisraelitischen Menschen starb. Ein Lösegeld im geschäftlichen Sinn indes ist es nicht, falls Jeschua "unsere Krankheiten getragen" hat und "unserer Übertretungen wegen" gemartert worden ist.


Zuletzt von Eaglesword am Mo 02 Jan 2012, 07:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
avatar
Eaglesword
Co-Admin
Co-Admin

Was bist du : Männlich
Deine Beiträge : 4267
Deine Aktivität : 4761
Dein Einzug : 12.10.09
Wie alt bist du : 55

http://vergangenheit-bibel-zukunft.jimdo.com/

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von SaraHanna am So 01 Jan 2012, 22:41

@ABA schrieb:
Weil es für uns Gläubige aus den Juden in dieser Weise inakzeptabel ist.

@ABA schrieb:
Deshalb erhebe ich sehr oft ein Veto gegen christliche Dogmatik oder christlich übernommene Lehrmeinungen, die niemals aus dem Judentum kommen können und niemals ein jüdischer Rabbi gelehrt haben konnte.

Lieber ABA,

dann verweise ich jedoch auf Deine eigenen grad zuvor geäusserten Worte:

@ABA schrieb:
So habe ich schon einmal hier hervorgehoben, dass es in der jüdischen
Tradition normal ist, ausgenommen bei einigen bekloppten Eiferern, zu
einem Thema oder Tanachstelle 70 verschiedene Auslegungen zuzulassen.

Eaglesword hat das gut angetönt.
Ich meine, dass die "Werbung" für dieses "kein Eiferer sein und in der jüdischen Tradition verschiedene Auslegungen zulassen" sich nicht grad auflösen dürfte in einem Absolutheitsanspruch, was nun von Rabbi Jeschua stammen kann und was nicht. Das ist dann auch eine der 70 verschiedenen zulässigen Auslegungen. Wink

Interessant wäre es, wenn wir in diesem Forum mehrere verschiedene jüdische Richtungen vertreten hätten. Vielleicht gibt es das ja, aber diese entsprechenden Mitglieder schreiben nicht aktiv mit?

Schalom von SaraHanna


Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
       Psalm 119,105
avatar
SaraHanna
Talmid-Schüler 2.Klasse
Talmid-Schüler 2.Klasse

Was bist du : Weiblich
Deine Beiträge : 74
Deine Aktivität : 109
Dein Einzug : 07.11.11
Wie alt bist du : 44

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von SaraHanna am So 01 Jan 2012, 22:57

Geht es hier denn nicht in Wirklichkeit darum, dass das "essen des Brotes" im Sinne des "Essens von dem Leib, den Jeschua hingegeben hat für die Sünden der Welt". Also das "Essen" lediglich das Annehmen dessen bedeutet?


Also nicht "essen" im wörtlichen Sinne (Wenn Hesekiel die Schriftrolle aufessen muss, ist das ja auch im Sinne der Worte, die darin stehen, die eine bestimmte Bedeutung haben in diesem symbolischen Akt. Da geht es ja auch nicht um das Essen von Papyrus, Tinte, Buchstaben oder so.) sondern im übertragenen, geistigen Sinne, das "Einverleiben" dessen gemeint ist, im Glauben?
Ein Gedenken, das den Vorschatten eben bereits im jüdischen Seder-Abend hat? Dass JHWH das jüdische Volk aus der Knechtschaft aus Ägypten geführt hat, können wir ja auch wie ein Vorschatten auf das Herausführen aus der Knechtschaft der Sünde sehen. Von daher ist es von tiefer Bedeutung, dass Jeschua diese Worte in einen solchen Seder-Abend eingebettet hat.
Das hätte nicht an jedem X-beliebigen Abend oder bei irgend einem Essen sein können.

Anfangs haben doch die ersten jüdischen Gläubigen dies auch so verstanden und praktiziert und dann auch zu seinem Gedenken in den Häusern während des Essens dessen gedacht....nicht in einer Kirche stilisiert. Das kam erst später - die Ursprünge waren aber weder heidnisch noch kirchlich!

Und ich bin der Meinung, dass dies ganz klar unterschieden werden muss,
was später in kirchlicher, ritualisierter Form gekommen ist, und was ursprünglich nahtlos von den jüdischen Gläubigen angelehnt an das "normale" jüdische Leben praktiziert wurde. Dann kann ich darin auch nichts "unjüdisches" erkennen, das kein Rabbi so gelehrt haben könnte.
Erst als ein Christentum entstand, das sich unabhängig von dem jüdischen Leben zu betrachten begann, und von den jüdischen Schriften, wurde daraus ein "christliches Abendmahl". Das aus sich selbst heraus, ohne den tiefen Hintergrund der vorangehenden jüdischen Schriften so im Grunde genommen gar nicht wirklich Sinn macht vom Verständnis her oder eben dann sinnverdreht gedeutet wird.

Herzliche Grüsse und gute Nacht,
SaraHanna


Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
       Psalm 119,105
avatar
SaraHanna
Talmid-Schüler 2.Klasse
Talmid-Schüler 2.Klasse

Was bist du : Weiblich
Deine Beiträge : 74
Deine Aktivität : 109
Dein Einzug : 07.11.11
Wie alt bist du : 44

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Eaglesword am Mo 02 Jan 2012, 07:37

bleibt allerdings noch zu sagen, geliebte Mitglieder und Gäste, dass das Brechen des Brotes "hin und her in ihren Häusern" das orginal Sedermahl blieb, welches jährlich mal hier, mal da stattfand. Mehr war das nicht, aber auch nicht weniger.


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
avatar
Eaglesword
Co-Admin
Co-Admin

Was bist du : Männlich
Deine Beiträge : 4267
Deine Aktivität : 4761
Dein Einzug : 12.10.09
Wie alt bist du : 55

http://vergangenheit-bibel-zukunft.jimdo.com/

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Sajin am Mo 02 Jan 2012, 18:40

Shalom alechem

Eigentlich wollte ich ja nichts dazu schreiben, weil meine Ansicht ja bekannt sein dürfte…
Christen, die ja ihren “Erlöser“ haben, stecken doch ebenso immer noch im gleichen Unvermögen. Dies einfach mal vorweg genommen…man/frau sollte sich nicht was vormachen, was nicht ist…


Aber ich möchte gerne das VETO von ABA unterstreichem und ebenso ein solches erheben.

So verstehen zB Christen und Juden etwa total anderes unter einem „Erlöser“. Christen sehen da bekanntlich zuerst den Erlöser aus der „Hölle“, wenn ich das mal etwas abgekürzt sagen darf. Also einfach jemand, der sie aus der Verdammnis retten soll.

Dieser Gedanke ist ja vor allem von Paulus auch formuliert worden, da sich die Apostel in Jesus getäuscht hatten, sein Wiederkommen sich nun inzwischen 2000 Jahre verzögert…, da er eben sich nicht als der erwartete Messias offenbarte, also König, der sichtlich auf dem Throne Davids sitzt, und so wurde der Erlösergedanke hellenistisiert und in eine „geistliche“ Ebene geschoben, welcher aber im jüdischen nicht so existiert.


Es gibt eine Redensart, dass, wer nur eine Weisung der Torah erfüllt, erfüllt die ganze Torah (aber eben auch umgekehrt). Also wer sich nach der Torah richtet, erfüllt ebenso die Torah. Bekanntlich kann man die Torah nicht in allem befolgen, Weisungen haben da verschiedene Adressaten, und etliche sind im Ermessensspielraum, welches denn nun wichtiger sei, so verstösst man unweigerlich gegen das eine, wenn man dem anderen nachgeht.
Übrigens sagte genau dieser Jesus, dass vom Gesetz du den Propheten nicht das geringste anderes gelehrt werden darf….

Weiter ist die Torah nicht dazu da, dass man es „abbezahlt“, so wie es Paulus mit seiner ideologischen und vom Hellenismus beeinflussten Weise sagte. Paulus gebrauchte essenischen Wortschatz (seltsamerweise werden die Essener nirgends im NT erwähnt…?) eingebettet in hellenistisches Gedankengut.


Hesekiel hat wohl in seiner Vision die Schriftrolle schon gegessen, er sagte ja, wie sie schmeckte, aber es war doch in seiner Vision.
Weshalb soll alles jüdische überhaupt immer nur ein „Vorschatten“ für das christliche sein?
Was hat Jesus überhaupt mit „Pessach“ gemein? Pessach hat nicht mit Sünde zu tun, Israel lebte ja nicht in Sünde der Knechtschaft damals in Mizrajim… Die christliche Theologie würde da eher auf Jom Kippur passen, wo sich Gott mit dem Menschen versöhnt… aber es war ja nicht zu Jom Kippur, wo das geschah.

Was waren denn die wirklichen Ursprünge dieser neuen Lehre? Die durchlebte selber in sehr weniger Jahren einen riesigen Wandel, vor allem dominiert durch die Lehre des Paulus. Da lässt sich das wirklich ursprüngliche relativ schlecht erörtern, da die Texte selber schon verdorben sind (5000 Fragmente vom T, 15'000 (!!) Textversionen...).
Und der Verdacht liegt da nahe, dass es von Paulus’ Vision des Herrenmahls (er kannte das seltsamerweise ja nicht durch die Überlieferung, sondern weil es der „Herr“ ihm selber gesagt hatte) dann in die Evangelien „geflossen“ ist, schliesslich waren diese Schreiber (Lk, Mk) auch Begleiter von Paulus.

Diese junge Lehre musste schliesslich gegen das Judentum verteidigt werden…

Ein Sedermahl feiert man in er Familie, mit Frauen und Kindern zusammen (Kinder sind ja dabei wichtig!), und nicht mit einem auserwählten Kreis.. so dürfte man sich schon da fragen, welchen Extrazug da betreten wurde.


Sajin


Wir haben den Verstand um zu verstehen - und nicht, um nicht zu verstehen. study


Question Leben und lebenlassen, das ist hier die Frage. Question
avatar
Sajin
Talmid-Schüler 3.Klasse
Talmid-Schüler 3.Klasse

Was bist du : Männlich
Deine Beiträge : 169
Deine Aktivität : 220
Dein Einzug : 18.09.11
Wie alt bist du : 61

Nach oben Nach unten

nurmal kurz zwischendurch

Beitrag von ABA am Mo 02 Jan 2012, 21:21

שלום כולם
Schalom zusammen,
so zwischendurch sollte ich mal nur auf einen Punkt ansprechen. (das Andere kommt später)
Das christliche Mahl des Herren möchte sich gerne auf den jüdischen SEDER-Abend beziehen. Doch wird dies dem SEDER-Abend im Vergleich und Symbolik überhaupt gerecht!? Das gemeinsame SEDER-Mahl sehen wir als eine religiöse Kulthandlung von hohem Stellenwert. Mit diesem Eingang der PESSACH Feier begehen wir das OPFER-Mahl im Glauben an die Anwesenheit GOttes und bekräftigen damit den Bund vom SINAI durch den Empfang der 10 Grund-Aussagen[Worte] GOttes (10 Gebote).

  • Seht, das ist das Blut des Bundes,
    den der Herr mit euch geschlossen hat aufgrund all dieser Worte …

  • Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken sie.
Auftakt zum gesamten PESSACH ist der Seder-Abend. Ein abendliches häusliches Festmahl im Kreis der Famile oder der Gemeinde bzw. Gemeinschaft. Es geschieht alles nach einem genauen Ablauf. Dieser wird auf Schemot 12,3–20 zurückgeführt. Unterschiedliche Abläufe in den letzten 2000 Jahren soll jetzt nicht das Thema sein, jedoch gehe ich später auf einen besonderen Ablauf in der Antike ein, der uns von der JACHAD (Essenern) überliefert ist. Jeder Familienvater (in der Gemeinde der Rabbi) liest die Haggada (Erzählung) vom Auszug, spricht den Segen über die symbolischen Speisen – Opferlamm, ungesäuertes Brot (Mazzen), Bitterkräuter (Ysop) und Wein – und verteilt diese dann an die Anwesenden.
In der Prophetie im TANACH ist das gemeinsame Mahl ein häufiges Bild für den endzeitlichen Schalom Gottes mit seinem Volk und den Völkern (Frieden, Heil, Erlösung). So wie wir es von den Rollen des Jeschajahu (25,6ff) her kennen. Dieses Völkermahl verbinden wir typologisch mit dem Bundesmahl Israels. So wie wir es zum Ende des "Vorkapitels" in der Jeschajahu-Rolle lesen können.

Eine endzeitliche SEDER-Mahlfeier überliefern uns auch die Gemeinschaf der JACHAD:
Der oberste Lehrer bzw. Priester segnete Brot und Trauben-Most. Dabei wurd der Messias als anwesend gedacht. Diese Pessach-SEDER-Feier wurde als Vorwegnahme des Reiches Gottes verstanden und ersetzte für die Teilnehmer die Opfer im Jerusalemer Tempel, der wegen der römischen Besatzung und der Kollaboration der Tempelpriester der Gemeinschaft der JACHAD als verunreinigt galt.
Und abgesehen davon hatte Rabbi Jeschua BenJosef mit seinen Schülern und sonstigen Nachfolgern das besagte SEDER-Mahl bei der JACHAD in Jeruschalejim gefeiert. Dementsprechend auch nach deren Kalender und dementsprechend auch nach deren Auffassung und Auslegung. Ansonsten wäre der Ablauf der PROZESS-Anhörung und dem damit verbundenen römischen Todes-Urteil nicht möglich gewesen.
(Verständnis-Voraussetzung wären die Artikel zum PROZESS JESCHUAS aus jüdischer Sicht)

Weiterhin dürfen wir auch daran denken, dass dieses Brotbrechen und dieses Weinreichen ebenfalls allwöchentlich zum Erev-Schabat stattfindet. In Gedenken an das Schöpfungswerk GOttes. BROT - (Challe) als Produkt welches die von GOtt geschaffene Erde hervorbringt. WEIN als die Frucht des Rebstocks, welcher uns gegeben ist.

>zoom< _____ >zoom<

שלום אבא
Schalom ABA
avatar
ABA
Streber - gut so!
Streber -  gut so!

Was bist du : Männlich
Deine Beiträge : 1455
Deine Aktivität : 2201
Dein Einzug : 16.10.09
Wie alt bist du : 68

https://vimeo.com/99224200

Nach oben Nach unten

Re: Joh. 6,53-63- Das missverstandene "Abendmahl"

Beitrag von Eaglesword am Di 03 Jan 2012, 04:46

nu muss ich zugeben, an den Erew Schabat nicht gedacht zu haben, so fixiert war ich auf Seder. Klar, jede Woche trafen sich die Talmidim beim jeweiligen Gastgeber, genauer bei den Gastgebern, weil es viele Familien waren und noch keine Zelthalle mit Blasmusik... Ehm, nu ja... Das Ganze war noch immer heimelig, wie das bei Familienfeiern auch sein soll.


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
avatar
Eaglesword
Co-Admin
Co-Admin

Was bist du : Männlich
Deine Beiträge : 4267
Deine Aktivität : 4761
Dein Einzug : 12.10.09
Wie alt bist du : 55

http://vergangenheit-bibel-zukunft.jimdo.com/

Nach oben Nach unten

Seite 6 von 13 Zurück  1, 2, 3 ... 5, 6, 7 ... 11, 12, 13  Weiter

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten