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Was trieb Nikodemus zu Jeschua

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Was trieb Nikodemus zu Jeschua

Beitrag von Mati am Di 10 Jul 2012, 23:18

Ihr Lieben
Habt ihr euch auch schon gefragt, was Nikodemus in jener Nacht zu Yeshua trieb?
Was interessierte den hochgestellten Lehrer Israels an Yeshua?
Was bezweckte er mit dem vielsagenden "Wir wissen ..." ?

Mati
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Re: Was trieb Nikodemus zu Jeschua

Beitrag von Eaglesword am Do 12 Jul 2012, 21:36

werter Mati,
Nikdemon ist in der Passage beschrieben als "heimlicher Anhänger" Jeschua´s. Das bedeutet:
Jeschua hatte ihn offenbar beeindruckt, so dass er im Verborgenen bei Nacht zu ihm geschlichen kam, um in Ruhe mit ihm zu baldowern. Falls man ihn gesehn hätte, wäre er in eine Verlegenheit geraten. Sicher sprach er für einige Kleriker, die so wie er dachten, als er sagte: "Wir wissen,..."
Wenn man allerdings weiterliest, stimmt etwas nicht. Auf einmal spricht Jeschua über sich selbst in einer Art, als ob er ein Evangelist sei. Nein, das ist ganz bestimmt ein fremder Einschub, der da folgt.


Zuletzt von Eaglesword am Di 20 März 2018, 15:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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Re: Was trieb Nikodemus zu Jeschua

Beitrag von Mati am Fr 13 Jul 2012, 23:16

Lieber Eaglesword
Ja, in der Kühle und Ruhe der Nacht lässt sich ungestörter baldowern. Viel sagte Nikdemon allerdings nicht. Aus seiner Gesprächseröffnung höre ich die Frage von 8,23 heraus: "Wer bist du denn eigentlich wirklich?" Dort antwortet Jeschua sehr direkt mit: "Durchaus das, was ich auch zu euch rede." In 7,46 stellen die Diener fest: "Niemals hat ein Mensch so geredet."
Wir können uns fragen, ob wir immer so transparent reden, ohne uns irgendwie zu verstellen.
Was meinst du, stimmt nicht, wenn Jeschua wie ein Evangelist spricht? Was ist ein Evangelist anders als ein Sämann, der das Wort vom Reich Gottes wie Samen auswirft am Morgen und auch des Nachts seine Hand nicht abzieht, denn er weiss nicht, welches gedeihen wird; ob dieses oder jenes, oder ob beides zugleich gut werden wird .. Kohelot 11,6? Hängt es nicht von unserer Einstellung ab, welcher Art von Landeplatz für den Samen unsere Herzen gleichen .. Matth 13,18-23?
Hat Jeschua nicht auch als Sämann geweint über seine geliebte Stadt Jerusalem wie einst Jeremia und derjenige, von dem im Ps 126,6 schrieb Jer 8,23; Luk 19,42? War es nicht schon damals in der Wüste zum Weinen, als Mose die Kupferschlange für alle sichtbar aufstellte und so viele vom Volk trotzdem starben, nicht weil sie gebissen wurden, sondern weil sie anstatt aufzuschauen auf Gottes Heilmittel, sich selber helfen wollten Num 21,9?
Auch wenn Nikdemon nach der tiefgründigen Antwort auf seine Frage: "Wie kann dies (die Neugeburt aus dem Geist Jes 59,21; Joel 3 uvm) geschehen?" nicht mehr ums Baldowern war, sehen wir doch aus seiner Handlung ohne Wort in 19,39, dass etwas in seinem Innern geschah. Was er tat an den erhöhten Menschensohn machte klar, dass er an ihn glaubte.

Mati
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Re: Was trieb Nikodemus zu Jeschua

Beitrag von Eaglesword am Sa 14 Jul 2012, 19:42

ich muss präzisieren:
In Joh 3, 13-19 ist es auf eine Art geschrieben, wie nur jemand von außerhalb >über< Jeschua schreiben konnte und nicht er selbst gesprochen haben kann.


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νικόδημος - נקדימון

Beitrag von ABA am Sa 14 Jul 2012, 20:07

שלום חמודים
Schalom ihr Lieben!

Vom Grundprinzip muss eins von vornherein klargelegt werden, besonders wenn wir etwas lernen, lehren oder erkennen wollen, dass wir das Betreffende, i.d.F. eine schriftliche Aussage, kritisch angehen müssen.
Kritik bedeutet natürlich nicht an etwas herumzunörgeln oder gleich alles in Zweifel zu ziehen. Mit Kritik verstehen wir Juden genau das, was auch das hebräische Wort בקרת [bikoret] aussagt: beurteilen – prüfen !!!
Fest steht im Falle der Nikodemus-Geschichten, dass es sich um heidenchristliche Ausführungen handelt, die i.d.F. dem späten antijudaistischen Werk ersten Ranges aufgeführt sind. Dem Jeschua-Schüler Jochanan zugeordneten Evangelium. Ebenfalls kennen wir weitere Nikodemus Ausführungen aus den späteren Pilatusakten, die ich im Anhang beigefügt habe.

__________________
Der griechische Name NIKODEMUS νικόδημος bedeutet sinngemäß:
>Sieger in der Volksversammlung< bzw. >Sieger aus dem Volk<.
Im Hebräischen heißt Nikodemus: נקדימון [nakdimon] und wäre nach seiner Namensbedeutung ein >Fachmann des hebräischen Sprachausdruckes<.
Der christliche Nikodemus ist eine nicht ganz klar festzustellende historische Persönlichkeit. Flavius Josephus erwähnt in seinen jüdischen Altertümern in XIV,3,2 einen Nikodemus als Abgesandten des Aristobul an Pompeius; dieser lebte jedoch vor 63 v. Chr und kann deshalb mit dem Nikodemus des Johannesevangeliums nicht identisch sein. Eher könnte der Nikodemus des Evangeliums mit dem in der rabbinischen Literatur mehrfach genannten Nakdimon ben Gorjon gleichgesetzt werden. Dieser soll auch Buni (Baumeister) geheißen haben und einer der drei reichsten Leute Jerusalems gewesen sein, die während der Belagerung der Stadt durch Titus das Volk aus ihren Vorräten erhalten wollten.
Weiterhin wird in Sanhhedrin 43a (TALMUD) u.a. behauptet, Jeschua habe auch einen Schüler namens Buni gehabt. Somit wäre die Gleichsetzung mit dem Nikodemus des Evangeliums evtl. möglich.
Was nun das eigentliche aufgeführte Gespräch zwischen Jeschua und Nakdimon betrifft, dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass es eine Gepflogenheit jüdischer Rabbis war, sich bei Nacht mit den Geheimnissen der TORAH zu beschäftigen (bMen 110a):

___________

Preiset den Herrn, alle Diener des Herrn, die ihr in den Nächten im Hause des Herrn steht, heißt es doch in Tehalim (134,1)! Was heißt: in den Nächten? Rabbi Jochanan erwiderte: Das sind die Schriftgelehrten, die sich nachts mit der Torah befassen. Die Schrift rechnet es ihnen an, als würden sie sich mit dem Opferdienst befassen.
So können wir dies auch richtig im Evangelium des Matitjahu verstehen wenn dort aufgeführt ist: >Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet später am hellen Tag<. So verstanden, ist der nächtliche Besuch des Nakdimon bei Jeschua vor allem ein spirituelles Gespräch, wie es ein jüdischer Gelehrter üblicherweise mit der TORAH führt. Das würde darauf hinweisen, dass es dem Evangelium des Jochanan nach, in dieser Szene nicht um eine schroffe Gegenüberstellung zwischen Judentum und Christentum geht, sondern darum, die Bedingung für einen ernsthaften Dialog aufzuzeigen.
Diese lautet:
Nicht die unterschiedliche leibliche oder organisatorische Herkunft von Juden und Heiden, sondern die verbindende geistige Verfassung ist Voraussetzung für das beiden gemeinsame rechte Verhältnis zu Gott.

Ich setze gleich fort mit >Wiedergeburt und/oder Seelenwanderung<.


Zuletzt von ABA am Sa 14 Jul 2012, 22:04 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Bilder und Formatierung)
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Wiedergeburt oder Seelenwanderung

Beitrag von ABA am Sa 14 Jul 2012, 20:13

Also nun mal zum eigentlichen Thema der Beiden!

Der allgemeine jüdische Volksglaube zur Zeit Jeschuas und auch noch später, spricht von Wiedergeburt im Zusammenhang mit Seelenwanderung. Die dem jüdischen Rabbi Jeschua zugeschriebene Lehrmeinung zeugt hier von einer vertieften Umdeutung dieses Begriffes. Dies ist auch eine typische ihm zugeschriebene Lehrweise, indem allgemein bekannte Begriffe aufgenommen, diese dann neu interpretiert werden, nicht aber eigentlich neue Begriffe schafft!!!
Das Wort Wiedergeburt selbst kommt auch nur 2x in den heiden-christlichen Schriften des sog. Neuen Teil´s der "Bibel" vor. Im Sinne eines messianischen Äons werden sie hier gebraucht. Hier sind die Bürger des kommenden GOttesreiches >Wiedergeborene<!!!

Das Gespräch mit Nakdimon ist auf jeden Fall ein später Einschub um das spätere heidnische Kerygma (dogmatische Verkündigung) zu untermauern. Niemals würde ein jüdischer Gelehrter so naiv anfragen wie Nakdimon:

  • > Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?
  • > Kann er wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?

Die Antwort Jeschuas ist nicht, dass der Mensch stirbt und dann wiedergeboren wird, was der eigentlichen allgemeinen Vorstellung der Seelenwanderung entspricht. Seine Antwort ist, dass der Mensch auch aus Wasser und Geist wiedergeboren werden kann.
Unter Wasser verstehen wir im jüdisch-religiösen Brauchtum die gebräuchliche Form der טבילה   - TVILA, also der Reinigung durch Untertauchen. Dieses aus Wasser neu geboren kennen wir besonders in der Auffassung der יחד - JACHAD (Essener) als ein geistiges Reinigungsmittel im Sinne einer kultischen Katharsis.
Auch Rabbi Akiba benutzt dies in seinem berühmten Wortspiel am Ende des Mischna-Traktates JOMA:
>> Heil euch, ISRAEL! Es ist euer Vater im Himmel, wie es aus TANACH-Zitaten heißt: … und ich werde reines Wasser über euch sprengen, dass ihr REIN werdet – Die Hoffnung ISRAELs ist der Herr – Wenn das Tauchbad die Unreinen reinigt, so reinigt der Heilige, gepriesen sei sein Name, auch ISRAEL !!!
Das hier im Text gebrauchte Wort מקוה - MIKWE hat beide Bedeutungen:
Tauchbad und Hoffnung !!!

___  

Beim Wort GEIST müssen wir den Unterschied der Doppelbedeutung des hebräischen Wortes RUACH und des griechischen Wortes PNEUMA recht verstehen. Also auch den Unterschied von WIND und GEIST zugleich. Wenn wir also “die“ hebräische רוח - RUACH (wbl.) aus Beraschit 1,2 nehmen welches von Buber sehr passend mit BRAUS übersetzt wird müssen wir dies auch mit dem Eigenschaftswort מרחפת >merachefet< zusammen sehen. Dies bedeutet hin- und hereschweben sowie ausbrüten. Auch sehen wir dies im Moselied bei Dwarim 32,11 wieder, wo von einem brütenden Adler die Rede ist.
Also erklärt Jeschua die Wiedergeburt so wie es auch andere seiner Zeit bereits verstanden:

  • WASSER im MIKWE-Tauchbad zur Vergebung der Sünden und das GEISTige Ausbrüten des von Sünden Gereinigten durch die schöpferische geistige Kraft Gottes.

Nakdimon war dies sicherlich bekannt, nur den Heiden, die dann Christen wurden nicht. Dies war dann auch der Grund, weshalb man einem jüdischen Lehrer diese Frage in den heiden-christlichen Späteinschüben in den Mund legte.

Abschließend noch ein bisschen christlicher Text aus weiteren heidnischen Quellen.


Zuletzt von ABA am Sa 14 Jul 2012, 21:52 bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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andere heiden-christliche Quellen berichten

Beitrag von ABA am Sa 14 Jul 2012, 20:20

Wie ich bereits erwähnte, hatten die Heidenchristen noch mehr antijudaistische Geschichten auf Lager, die man im überaus reichhaltigen Schrifttum aus diesen Jahrhunderten findet.

_____
Pilatusakten - NikodemusEvangelium schrieb:Da trat Nikodemus, ein Jude, vor den Statthalter und spricht:
Ich bitte, Verehrungswürdiger, mir wenige Worte zu gestatten.
Pilatus entgegnet: Sprich!
Da sagt Nikodemus:
Ich selbst sprach zu den Ältesten, Priestern, Leviten
Was habt ihr mit diesem Menschen vor?
Dieser Mensch tut viele Zeichen und Wunder,
wie sie keiner getan hat noch tun wird.
Lasset von ihm und plant nichts Böses gegen ihn!
Wenn die Zeichen, die er bewirkt, von Gott sind, so werden sie Bestand haben;
sind sie Menschenwerk, dann sie zunichte werden
Denn auch Moses wirkte, von Gott gesandt, in Ägypten viele Zeichen,
die Gott ihn vor Pharao, dem König von Ägypten, wirken hieß.
Und es waren da Diener Pharaos, Jannes und Jambres,
und diese wirkten auch nicht wenige von den Zeichen, die Moses vollbracht hatte,
und die Ägypter hielten sie wie Götter, den Jannes und den Jambres;
doch da die Zeichen, die sie wirkten, nicht von Gott waren,
gingen sie selbst und die, welche ihnen glaubten, zugrunde.
Und jetzt lasset ab von diesem Menschen!
denn er verdient den Tod nicht.
Da sagen die Juden zu Nikodemus:
Nikodemus entgegnet ihnen:
Ist etwa auch der Statthalter sein Schüler geworden, sodass er deshalb für ihn eintritt?
Da waren die Juden ergrimmt und knirschten mit den Zähnen gegen Nikodemus.
Pilatus aber spricht zu ihnen:
Warum knirscht ihr mit den Zähnen gegen ihn, wenn ihr die Wahrheit hört?
Darauf sagen die Juden zu Nikodemus:
Nimm doch nur seine Wahrheit an und nimm Anteil an ihm!
Und Nikodemus entgegnete:
Wahrlich, wahrlich, genau die nehme ich an, wie ihr es gesagt habt!


שלום אבאך
זאב ברנונסקי

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Re: Was trieb Nikodemus zu Jeschua

Beitrag von Mati am Di 17 Jul 2012, 22:30

Ihr Lieben
Aba und Eaglesword
Herzlichen Dank für eure wertvollen Beiträge in der Frage, was Nikodemus (Nakdimon, Buni) zu Jeschua trieb.
Sollten wir nicht die Meinung, dass seine Geschichte und Jeschua's Antworten gefälscht seien, einer gründlichen "bikoret" Prüfung unterziehen?  
Weshalb sollte ein jüdischer Gelehrter wie Nakdimon, der sofort die radikale Forderung Jeschua's nach einer völligen Neugeburt aus Gott verstand (nichts von Seelenwanderung nach dem Tod), nicht etwas betroffen nachhaken? Welches Recht haben wir, uns über ihn zu stellen?
So ist die Antwort Jeschua's nicht weniger klar. Er sagt nicht, "dass der Mensch auch aus Wasser und Geist wiedergeboren werden kann", sondern: "Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen." Als Begründung stellt er das aus dem Fleisch Geborene dem aus dem Ruach Geborenen gegenüber.
Der Gegensatz zwischen Fleisch und Geist könnte nicht grösser sein. Er kommt in Berschit 6,3 zum Ausdruck, wo JahWeh spricht: Mein Geist soll nicht ewig mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist." Jeschaijahu 40,6-8 stellt "alles Fleisch" dem "Wort unseres Gottes" gegenüber. Regen und Schnee, dem der Sämann letzlich den Samen verdankt, wird in Jes 55,10 mit dem "Wort Gottes" verglichen. Ich glaube, dass die Anwendung sowohl auf das MIKWE-Tauchbad als auch die christliche Taufe hinkt, denn in Hes 36,25-27 ist es JaHWeh selbst, der reines Wasser zur Reinigung von aller Unreinheit sprengt und ein ganz neues Herz und einen neuen Geist schenkt.
Die notwendige Neugeburt, um das Reich Gottes zu sehen und darin einzugehen, ist also ein Werk Gottes Dwarim 30,6. Weshalb nun erklärt Jeschua seinem nächtlichen Besucher zuerst diese Notwendigkeit einer Neugeburt aus Gott, bevor er ihm erst ab Joh 3,13-21 auf seine ursprüngliche Frage, wer er denn eigentlich sei, Antwort gibt? Was meint er mit dem Irdischen und was mit dem Himmlischen?

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Re: Was trieb Nikodemus zu Jeschua

Beitrag von Eaglesword am Mi 18 Jul 2012, 15:45

mit "irdisch" und "himmlisch", werter Mati,
ist keine Lokalität verbunden, wie Manche allerdings glauben. Hier handelt sich die Sache um Qualitäten resp. um Gesinnung oder grundsätzliche Einstellung. Die Umkehr besteht ja aus Schritt 1 Abkehr, gefolgt von Schritt 2 Umorientierung und mündet letztlich in einem "um so festeren Wandel" im entweder "neuen Weg" oder "zurück in der ersten Liebe".
Man stelle sich das einmal bildlich vor: Da ist jemand synagogal aufgewachsen und mit allen Traditionen vertraut. Irgend wann hinterfragt er deren Sinn und nimmt sie fortan weniger wichtig. Wenn ihm G'tt begegnet und anrührt, füllt sich das Leben des Menschen mit neuem Inhalt, und er geht alles Gewohnte mit neuer Frische und innerem Antrieb an. Einfach weil er nunmehr die richtige Motivation hat.
Jemand in heidnischer Tradition erfährt ebenfalls eine solche Begegnung mit G'tt, und von diesem "neuen (inneren) Leben" beseelt, versucht er, möglichst viel von G'tt zu lernen und hat einen starken Wunsch, seinen Alltag, das Denken und Empfinden entsprechend anzugleichen.
Welcher der beiden Menschen hat nun einen Vorzug? Auf den ersten Blick erscheint uns der Erstgenannte gleichsam verjüngt, während Zweitgenannter eine Revolution durchläuft, wie es ausschaut. Beide sind jüdisch. Beiden ist Gutes von G'tt zuteil worden. Das kann ja nicht bezweifelt werden. Intressant aber ist jetzt: Was ist überhaupt "G'ttes Reich"? Ein Territorium fällt von vorneherein weg. Auch hier ist wieder von einer Qualität oder Befindlichkeit ausgegangen. Das "Reich G'ttes" ist eher die Summe der guten Tugenden und hat wiederum exakt mit Gesinnungswandel zu tun.
Wie man es dreht und wendet, es läuft stets auf diesen einen Punkt hin.


Zuletzt von Eaglesword am Di 20 März 2018, 16:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Beitrag von Elischua am Do 19 Jul 2012, 14:15

Schalom lieber Mati,
Schalom ihr Lieben,

Zitat von Mati:
Was meinst du, stimmt nicht, wenn Jeschua wie ein Evangelist spricht? Was ist ein Evangelist anders als ein Sämann.....

Jeschua war nie ein Evangelist! Wenn man sich das Wort Evangelist mal genau ansieht, kann man sehr gut erkennen, daß dies mit evangelischem Glauben und mit Evangelischen Kirche* zu tun hat und u.a. auch M.Luther mit einführte!

Wer hat die Bücher des NT gechrieben? Warum werden die Evangelien die das NT sind - NT genannt?

Jeschua hat nicht das oder ein NT gelehrt oder evangelisiert, sondern Jeschua hat die Torah und aus dem jüdischen Schrifttum gelehrt und über die falschen Lehren der Vorväter, der Schriftgelehrten etc. aufgeklärt! Jeschua ist und bleibt Jude und hat jüdisch gelebt und als Jeschua lebte, gab es weder ein Christentum, Christen, Kirchen geschweige ein NT! Wir dürfen nicht vergessen, daß auch in der Torah und im Tenach Menschenlehre ist, nicht alles hat JaHWeH was wir lesen geboten oder geredet, sei es im Tenach oder im NT!

Wenn wir nun so die Evangelien im NT lesen, lesen wir von verschiedenen Autoren z.B. Markus, Matthäus, Lukas, Schaul-Paulus, Johannes, Petrus usw. Nur, wie viel haben sie selbst als Zeuge mitbekommen indem sie es selbst hörten und sahen. Wieviel wurde ihnen untergeschoben, mündliches an ihnen weitergegeben. Wie haben sie es verstanden und dann aufgeschrieben und somit weitergegeben? Was wurde eingeschoben, was wurde vernichtet, verändert etc. durch die Kirchenväter u. Co. KG.

Nun frage ich euch, die ihr ja die Bibel kennt, warum gibt es kein Buch, keine Schriften die Jeschua selbst geschrieben hat? Wenn Jeschua was aufgeschrieben hat, was ich mir sehr gut vorstellen kann, wo sind dann seine Aufzeichnungen, Schriften etc.? Warum kann man nirgends was lesen wo "Jeschua" draufsteht und er Schriften verfasste? Wenn er was geschrieben hat, wo sind dann die Schriften? Wurden diese vernichtet, wurden sie gefunden, und wenn diese gefunden wurden, werden diese irgendwo geheimgehalten, versteckt - falls unser Jeschua was aufgeschrieben hatte? Und Jeschua hat mehr gesagt und getan was wir in den Schriften lesen können!

Jeschua war ein Hohepriester, war ein Rabbi was ein Lehrer ist, war ein Hirte, ein Wächter, ein Prophet, war Ermahner, ein Verkünder, war klug und weise und war kein König! Jeschua wurde vom Mutterleib an vom EWIGEN, unseren Allmächtigen EL was sein und unser Vater ist gesalbt für diesen Dienst. Jeschua war ein Diener, ein Bote, Überbringer von guten und schlechten Offenbarungen! Jeschua war ein gesalbter JaHWeHs einer von vielen Messiasen und Jeschua redete tachles und klärte auf!
Nikodemus war eventuell auch jemand, der erkannte, daß Jeschua mehr wusste als sie gelehrt bekamen und aus ihren Schriften wussten! Nikodemus merkte, hm, da ist jemand, denn das was dieser sagt, macht Sinn! Jeschua wurde die Torah und Worte der Wahrheit vom Vater ins Herz geschrieben und geistig gesinnt war und deswegen auch "geistig" ( mit geistig gesinnt meine ich, Jeschua war mit Vater eins und hatte seine Worte im Herzen durch die Salbung vom Vater, sowie und es auch andere Gesalbte vor und nach Jeschua gab) und nicht dogmatisch nach den Buchstaben lehrte. Dies gefiel vielen von den Schriftgelehrten und Rabbinen nicht, weil Jeschua Wissen hatte, was sie nicht hatten bzw. nicht damit umgehen konnten!

Man geht immer davon aus, daß alle die sich Schriftgelehrte, Rabbis-Lehrer, Priester, Hohepriester; die heutigen Pastoren, Pfarrer, Bischöfe etc. (hier eine Auflistung was es so an selbsternannten Vertretern der Religionen gibt: Liste religiöser Amts- und Funktionsbezeichnungen) nannten und meinten, nur sie hätten das Wissen weil sie sich so nannten - nein, auch hier gibt es Menschen die Menschenlehre lehren und es gibt Menschen die die Stimme des Vaters hören und seine Worte im Herzen wahrnehmen. Man muss keiner von oben aufgeführten meist selbsternannten Amts-Personen sein, um die Worte der Wahrheit die Vater zu einem spricht zu erkennen, denn die meisten der o.g. Personen haben keinen Bezug oder Beziehung zum Vater! Ist so - leider! Jeschua war durchaus ein geistiger Hohepriester, aber nicht dieses "Amt" sich selbst gegeben oder sich dazu berufen hat, er machte dies für die meisten nicht erkennbar in aller Bescheidenheit und ohne Amtstitel - diesen muss man nicht haben um Wissen zu haben, wenn man Wissen vom Vater bekommt und auf den Vater hört!


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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