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Namen, biblische Korrektheit, Elitedenken

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Namen, biblische Korrektheit, Elitedenken

Beitrag von Eaglesword am Fr 17 Sep 2010, 18:04

Da sind in den letzten Jahren und Monaten neue Varianten vertrauter Namen erschienen. So lesen wir heutzutage neben "Jeschua" auch seltsam anmutende Gebilde wie "Yahushua", "Yahusha", "Yahua", "Yahue"- für JHVH/JHWH und Jeschua (Letzteren hatten wir kurz vorher noch mit englischem "sh" statt "sch" geschrieben, an dessen Korrektur wir üben. Zudem wird im englischen Sprachgebrauch das "Y/y" benötigt, weil das "J/j" anders ausgesprochen würde. Nu befinden wir uns weder in englischen Gefielden, wo das gegeben ist, noch in Frooonkreich, wo ebenfalls das "J/j" als "Djsch..." vertont ist. Nein, wir sind nicht nationalistisch eingestellt, hier geht es um etwas Anderes: Die hebräische Grammatik. Ihr ist ein "Y/y" unbekannt, sehr wohl aber steht unser "J/j" mit einem Buchstaben direkt in Verbindung, mit "Jota/Jot/Jud".

Wie wir beobachten, hat sich im selben Maße mit Neuschöpfungen der Namen auch ein Wertungsempfinden eingenistet, so dass schon Leute aus Freundeslisten in Facebook entfernt worden sind, nur weil sie nicht konform gehn mit jenen Varianten. Wie es scheint, bilden sich unnötige Lager, in den Episteln "Parteiungen" genannt, von denen wir Abstand zu nehmen haben! Suspect

Zu was führen letzendlich "Parteiungen"?
-Unweigerlich zum Ausgrenzen Andersdenkender
-Überlegenheitsgefühl

Diese Entwicklung mündet schließlich in die Rückkehr zu Streitereien und Grabenkämpfen innerhalb "des Leibes" Jeschua´s und schwächen eben so die jüdische Gesellschaft. Ein Hoch auf die Liberalen, denn sie haben die inneren Trennungsmauern überwunden, wie ABA berichtet.

Dass wir erwachsen genug sein sollen, lesen wir ja längst schon im Tanach und auch in den Episteln mehrfach. Um so besser, dass unser Vater uns ABA zugeführt hat.
Somit stehn wir nicht mit leeren Händen da. Dank sei Ihm, uns alles angedeihn zu lassen, was zum Vorankommen dient.


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Re: Namen, biblische Korrektheit, Elitedenken

Beitrag von Eaglesword am Sa 18 Sep 2010, 20:06

Um auch eine mögliche Quelle der Namensverwirrung und -verirrung zu nennen, sei hier einmal www.fossilizedcustoms.com erwähnt.
Gegründet von Lew White, befassen sich die Redakteure mit Fragen hinter den Kulissen. So werden Kippa, das Tetragram(maton) und weitere Elemente im Judentum, aber eben so im Christentum, behandelt.

Wer Änglisch versteht, findet vor Ort manch intressanten Aspekt, nicht alle Aussagen sind suspekt. Und so bietet uns die Redaktion ein Spektrum an Infos. Nachdem wir sie dann gefiltert haben, können wir einige brauchbare Details mitnehmen in unseren Literatenalltag...


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Diaspora Schreibweise - Landessprache

Beitrag von ABA am So 19 Sep 2010, 10:42

שלום כולם
Schalom zusammen,
einen wichtigen Satz möchte ich aus dem Beitrag zitieren:
@Eaglesword schrieb:Zudem wird im englischen Sprachgebrauch das "Y/y" benötigt, weil das "J/j" anders ausgesprochen würde.
Nu befinden wir uns weder in englischen Gefielden, wo das gegeben ist, noch in Frooonkreich, wo ebenfalls das "J/j" als "Djsch..." vertont ist.
Nein, wir sind nicht nationalistisch eingestellt, hier geht es um etwas Anderes:
Die hebräische Grammatik.
Ihr ist ein "Y/y" unbekannt, sehr wohl aber steht unser "J/j" mit einem Buchstaben direkt in Verbindung, mit "Jota/Jot/Jud".
Diese einwandfreie Schilderung möchte ich noch ein bißchen ergänzen :
@Eaglesword schrieb: Ein Hoch auf die Liberalen, denn sie haben die inneren Trennungsmauern überwunden, wie ABA berichtet.
Dieses Hoch möchte ich auch an alle meine Lehrer(sel.) und deren Lehrer (sel.sel.)weitergeben.
Egal ob Pinchas Lapide, Schalom Ben Chorin, Leopold Zunz, Naftali Herz, Buber - Rosenzweig usw. usw....
wenn wir in DEUTSCH "korrespondieren" dann ist das Hebräische > י < [jud] ein - J - !!! und das Hebräischen > ש < [schin] ein - sch - !!!
Selbst die akzeptable Schreibweise für > ישראל < (israel) sollte eigentlich korrekter weise als Jisrael geschrieben werden !

Wir sind hier zwar weder in Amerika noch in Frankreich! doch deshalb möchte ich hier damit noch etwas anderes ansprechen, denn ......
in den letzten Jahren, in der sich bei der Jüdisch-Messianischen Richtung sehr viel positives bewegt hat, mussten wir feststellen, dass sich (wie auch im Christentum üblich) einige sektiererische "Häresien" ausbreiten wollen. Vorwiegend gekennzeichnet von unkontrollierter, ungeschulter Besserwisserei und elitärem Auserwähltseins-Denken sind diese Splittergruppen für uns alte Hasen einfach zu erkennen!
Eines dieser Markenzeichen ist die "besondere" Schreibweise verschiedener Namen. Angefangen vom GOttes-Tetragramm bis hin zur Entstellung des Namens des >Gelobten Landes<.

z.B.:
_____ _______ _______ _______

Einige andere WEB-Sites sind uns zugespielt worden, bei deren Prüfung ganz klar ein >sektiererisches Fundament< zu erkennen ist.
Diese Angelegenheit wird von uns (Rabbinen, Lehrer, Gemeindeleiter, Rel.-Studenten) ausnahmslos weiterverfolgt.
Wenn dann die Zeit dazu reif ist, werden wir darüber berichten, in den Reli-Klassen darüber lehren und auch im WEB veröffentlichen!

שלום אבא
Schalom ABA
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Re: Namen, biblische Korrektheit, Elitedenken

Beitrag von Eaglesword am So 19 Sep 2010, 19:43

Was denn sein muss, das muss nu mal sein...
Dabei vertraue ich euch, Arrow niemanden schlechtmachen zu wollen, werter ABA. Wir brauchen Gelehrte um so mehr, da wir nicht mal synagogal aufgewachsen sind. Andere waren Synagogenmitglieder, schlossen sich Jeschua an und änderten ihren Alltag. Ob zum Besseren oder Schlechteren, sei individuell zu bewerten. Mir fällt übel auf, dass manche ehemals Orthodoxe sich nunmehr "hebräische Christen" oder ähnlich nennen. In FB habe ich eine neue Bekannte ermutigt, ihr Judesein zu betonen und sagte ihr, dass wir uns nicht "Christen" zu nennen brauchen bzw. das auch nicht sollen.

Ich hoffe, sie legt ihr Herzl darauf.


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Re: Namen, biblische Korrektheit, Elitedenken

Beitrag von Chiara am Mo 01 Nov 2010, 11:42

Ich finde diese Seite sehr gut und warte darauf, dass einige Fragen beantworten werden die mir schon lang auf der Seele brennen.

Eine Frage davon möchte ich jetzt stellen: „Wie wird Gott geschrieben…“Gott“ oder „G’tt“ oder darf ich ihn auch so „GOTT“ schreiben“!? Am Anfang schrieb ich Gott immer „GOTT“ weil ich Seine „Größe“ darstellen wollte. Dann schrieb ich ihn „G’tt“ und jetzt wieder „GOTT“. Macht mich selbst ganz kirre! Das kommt davon wenn man nichts falsch machen will!
Warum schreiben die Juden Gott so „G’tt“?

LG Chiara

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Beitrag von ABA am Mo 01 Nov 2010, 17:50

Schalom Chiara,

zu deiner wichtigen Frage möchte ich etwas weiter ausholen:
Rein linguistisch gesehen schreibt man aus dem Hebräischen so wie man es in der Landessprache (i.d.F Deutsch) auch ausspricht ! Wir erkennen dies im Falle Hebräisch/Deutsch daran, was wir in entsprechenden Büchern wie Lexikas oder vor allem in der Rabbinischen Enzyklopädie finden. Da heißt שלום = Schalom und nicht Shalom, und es heißt auch שבת = Schabat und nicht Shabbat, deshalb schreibt man auch richtig Schabat Schalom, alldieweil wir hier in Deutschland Deutsch schreiben und reden und nicht Englisch, weil Englisch eine Fremdsprache ist und auch bleibt!!!

GOTT wird linguistisch korrekt mit Gott wiedergegeben und kommt i.d.F. von אלהים = Elohim! Dieses Wort hat allerdings eine SONDERSTELLUNG im Hebräischen. Denn Gott heißt eigentlich nur אל = EL und mit dem Begriff
אלהים = Elohim bezeichnet man die GOTTHEIT, als unseren Schöpfer. Im tanachitischen Sprachunterschied von JaHWeH und Elohim müßten wir uns jetzt ansehen was Exegeten unter Elohimisten und Jahwisten verstehen, aber das erspare ich uns jetzt.
Jedoch religiös gesehen, was die Schreibweise von Gott oder JHWH betrifft, müssen wir viele unterschiedliche Ansichten darüber beachten! Ein "streng"religiöser Jude würde nie wie ich als Liberaler Jude JHWH bzw. JaHWeH schreiben geschweige aussprechen. Daher kennen wir den Gebrauch des Symbolzeichen " für JaHWeH ! Dies soll auch nie als Jahwe ausgesprochen sondern vorwiegend als >HaSchem< (der Name); oder wird oft schriftlich als der EWIGE bezeichnet!

Und nun zur religiösen Schreibweise von Gott, dem Allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde !
Im Hebräischen kennen wir den Begriff > יהוה אלהים < = JaHWeH - ELOHIM als GOTT JHWH der EWIGE. Um dies in Deutsch darzustellen war von Anfang an die Schreibweise G"tt eingeführt worden!
Etwas später tauchte die Schreibweise G*tt auf.
(Randbemerkung:
Der Unterschied von G"tt und G*tt ist rein auf die Situation zurückzuführen, als die "Computer laufen lernten"
)

Ich persönlich bevorzuge die Schreibweise GOtt, um ELOHIM als unseren Schöpfer hervorzuheben und vor allem zu unterscheiden von allen anderem was man noch so Gott nennt. Und wenn ich das Tetragramm von > י ה ו ה < JHWH bezeichne, dann schreibe ich "hervorgehoben" JaHWeH , also so wie man es spricht !
Jedoch wie bereits gesagt, ein streng religiöser Jude würde hier meine Ansicht nicht teilen!

שלום אבא
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Re: Namen, biblische Korrektheit, Elitedenken

Beitrag von Eaglesword am Mo 01 Nov 2010, 22:24

Noch eine Variante, die mir in FB begegnet ist:
"Yahuvah" und, abgeleitet für Jeschua, "Yahusha". Keine Ahnung, wie es dazu kommen kann.


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Re: Namen, biblische Korrektheit, Elitedenken

Beitrag von Archivar am Di 13 Sep 2011, 12:21

Liebe Leute, werter ABA!



Ich bin noch neu HIER aber im WEB schon ein "alter Hase". Aus meiner Zeit bei den JZ kann ich nur bestätigen, dass biblische Namen und ihre Schreibweise oft auch zur Abgrenzung und Pseudofrömmigkeit dienen. So verwendet die Führung der JZ bewusst die als falsch erkannte Gottesnamen-Version "Jehovah" (gemeint ist meist die Sektenführung selbst, die sich mit der Authorität des AT-Gottes generiert) als Bezeichnung für IHREN Gott. Sie argumentieren sogar so: Gott hätte allen anderen Religionen die Verwendung dieses Namens "verboten" (die Wahrheit ist: seit ihn die JZ missbrauchen will niemand mehr etwas damit zu tun haben), und an dem häufigen Gebrauch des NAMENS (Jehovah) könne man die "wahre" von der "falschen" Religion unterscheiden (!).



Aus heutiger Sicht kann ich KLAR SEHEN, dass die Führung der JZ das DRITTE GEBOT (den NAMEN JHWH´s nicht zum Trug verwenden) mit Füssen tritt, und sich in anmassender Weise noch über das Papsttum erhebt (der Papst ist ja "nur" Stellverteter des SOHNES GOTTES auf Erden, wärend die Brooklyner Gaunerbande sich als den "KANAL JEHOVAS AUF ERDEN" bezeichnet - also ganz klar als Rechtsnachfolger des fleischgewordenen "WORT GOTTES" sieht. Sie stehen daher rein pragmatisch wenn schon nicht ÜBER Jesus so doch auf einer Ebene mit ihm in der "Übermittlung" des jeweils AKTUELLEN Willens Gottes !!! Was für eine VERLADE! Was für eine CHUZPE! Was für ein Rütteln am göttlichen Watschenbaum! Was für eine EITELKEIT !!!



Möge der ADHONAI SEBAOTH EL SCHADDAI schon bald seinen Boten senden - und reinen Tisch machen mit all diesen TROLLEN ...


Für ALLES gibt es eine (von G`tt) bestimmte ZEIT. Der VerSAMMLER im gleichnamigen Buch (Kohelet)
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.. da kennen wir uns

Beitrag von ABA am Mi 14 Sep 2011, 05:37

Schalom Archivar,
Ich bin noch neu HIER aber im WEB schon ein "alter Hase".
Ich denke auch, lieber Archivar, dass wir uns aus einem Forum her kennen.
Es ist zwar schon länger her und ich meine ein gewisser "olde" hatte mich damit bekannt gemacht.

Schalom ABA
mit dem Wunsch auf weitere gute Kommentare von dir.
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