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Zum Teufel mit dem Satan!

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Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Shomer am Mi 16 Mai 2018, 05:23

Satan, der Feind Gottes – solch ein blöder Gott....
(wenn ich allmächtig wäre, hätte „der Satan“ gar keine Chance.)
Prüfen wir bitte einmal, was christlicherseits über „den Satan“ gelehrt wird und was über diese Lehre tatsächlich in der Bibel steht:

Jesaja 14:12 Elbf. Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Zur Erde gefällt, Überwältiger der Nationen!

Betrachte ich diesen Vers, wie er da steht, dann fällt mir auf, dass von einem Satan nirgends die Rede ist; Satan wurde hier offensichtlich nur von gewissen Christen hinein interpretiert. Wenn dort stehen würde: Der Satan ist ein gefallener Engelfürst, dann könnte ich das vielleicht glauben. Ich betone jedoch ausdrücklich, dass dies nicht geschrieben steht. Dann schlage ich eine englische King James Version [KJV] (Entsprechung zur deutschen Lutherbibel) an dieser Stelle auf und finde einen „Lucifer“, der in deutschen Bibeln völlig unbekannt ist; d. h. höchst wahrscheinlich ist „Lucifer“ ein Übersetzungsfehler bzw. eine -fälschung; denn aus dem Lateinischen übersetzt heißt dieser Begriff: „Träger des Lichts“ oder „Lichtbringer“, keinesfalls aber „Satan“, Widersacher, Widerwirker, Hinderer, Teufel, der Arge, das personifizierte Böse usw.
Der Begriff „Satan“ kommt im hebräischen Urtext von Jesaja nirgends vor, weder als Verb noch als Nomen bzw. Substantiv. Könnte es möglich sein, dass der Satan in der Christenheit genau so eine Erfindung ist wie die Jungfrauengeburt, der Nikolaus und andere Märchen? ....Und das nicht nur in der Christenheit, sondern auch noch gleich im Islam, wo alljähr­lich anlässlich der Wallfahrt nach Mekka, der Hadsch, der Satan symbolhaft gesteinigt werden muss? Seit Jahren steht der islamische Autor Salman Rushdie unter Polizeischutz, weil er das Buch „Die satanischen Verse“ geschrieben hat:
[size=16][size=16][/size][/size]
[size=16][size=16]Die satanischen Verse (englischer Originaltitel The Satanic Verses) ist ein Roman des Schriftstellers Salman Rushdie, der von indischen Immigranten in Großbritannien handelt und teilweise vom Leben des Propheten Mohammed inspiriert ist. Das Erscheinen des Buches am 26. September 1988 im Verlag Viking Press löste eine Reihe von Protesten und Gewalttaten von Muslimen aus[/size][/size]

Ich schlage einmal vor, dass wir alles, was wir meinen, über Satan erkannt zu haben, dem Wahrheitsgehalt der Märchen von Gebrüder Grimm gleich setzen sollten. Sollte es sich heraus stellen, dass dem so ist, so wäre die Nichtexistenz dieses Satans eine ungeheure Befreiung und Erleichterung, vergleichbar mit der Nichtexistenz des Nikolaus bei Kindern – aber schauen wir doch einmal im Kontext von Jesaja 14 z. B., wie sich was korrekt verhält:

Das hebräische Volk, das Volk Israel, bestehend aus den beiden Häusern Israel und Juda, befand sich im Exil. Das Nordreich war nach Assyrien deportiert und Assyrien von den Babyloniern eingenommen worden. Dann hat Babel das Südreich=Juda, unter Jojachin/Jojakin/Jechonja/Chonja/Konja, dem Enkel von König Ahas deportiert, be­kannt als die „babylonische Gefangenschaft“. (Bei dieser Gelegenheit in Babel entstand der 137. Psalm: „By the Rivers of Babylon....“) Zurück wollten die Juden, nach Jerusalem, wo sie eigentlich hin gehörten aber der König von Babel hatte dafür kein Verständnis – warum auch? Schließlich brachten ihm die deportierten Völker nicht geringe Steuer­einnahmen. Durch die Blume lässt Jesaja in einem Spruch dem König von Babel sagen, was JHWH von ihm hält und was ER über ihn denkt. Juda sollte einen Spruch über den König von Babel anheben, um aller Welt damals begreiflich zu machen, dass dieser Gewaltherrscher, der ziemlich viel von sich hielt, dass auch er dem Sheol, dem Totenreich preisgegeben ist. (Davon, dass der in die christliche Hölle fährt, steht nirgends etwas geschrieben.)

Jesaja 14:1-20 Elbf. Denn Jahwe wird sich Jakobs erbarmen und Israel noch erwählen, und wird sie in ihr Land einsetzen. Und der Fremdling wird sich ihnen anschließen, und sie werden sich dem Hause Jakob zugesellen. (2) Und die Völker werden sie nehmen und sie an ihren Ort bringen; und das Haus Israel wird sich dieselben zu Knechten und zu Mägden zueignen im Lande Jahwes. Und sie werden gefangen wegführen, die sie gefangen wegführten, und werden herrschen über ihre Bedrücker. (3) Und es wird geschehen an dem Tage, an welchem Jahwe dir Ruhe schafft von deiner Mühsal und von deiner Unruhe und von dem harten Dienst, welchen man dir auferlegt hat, (4) da wirst du diesen Spruch anheben über den König von Babel und sprechen: Wie hat aufgehört der Bedrücker, aufgehört die Erpressung! (5) Zerbrochen hat Jahwe den Stab der Gesetzlosen, den Herrscherstab, (6) welcher Völker schlug im Grimme mit Schlägen ohne Unterlaß, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Einhalt. (7) Es ruht, es rastet die ganze Erde; man bricht in Jubel aus. ( 8 ) Auch die Zypressen freuen sich über dich (König von Babel), die Zedern des Libanon: "Seit du daliegst, kommt niemand mehr herauf, uns abzuhauen." (9) Der Scheol drunten ist in Bewegung um deinetwillen (König von Babel), deiner Ankunft entgegen; er stört deinetwegen die Schatten auf, alle Mächtigen der Erde, er läßt von ihren Thronen aufstehen alle Könige der Nationen. (10) Sie alle heben an und sagen zu dir: "Auch du (König von Babel) bist kraftlos geworden wie wir, bist uns gleich geworden!" (11) In den Scheol hinabgestürzt ist deine Pracht, das Rauschen deiner Harfen. Maden sind unter dir (König von Babel) gebettet, und Würmer sind deine Decke. (12) Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte (König von Babel)! Zur Erde gefällt, Überwältiger der Nationen (König von Babel)! (13) Und du, du sprachst in deinem Herzen: "Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über die Sterne Gottes meinen Thron erheben, und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. (14) Ich will hinauffahren auf Wolkenhöhen, mich gleichmachen dem Höchsten." - (15) Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube. (16) Die dich sehen, betrachten dich, schauen dich an: "Ist das der Mann (König von Babel), der die Erde beben machte, Königreiche erschütterte; (17) der den Erdkreis der Wüste gleich machte und dessen Städte niederriß, dessen Gefangene nicht in die Heimat entließ?" (18) Alle Könige der Nationen insgesamt liegen mit Ehren, ein jeder in seinem Hause; (19) du aber bist hingeworfen fern von deiner Grabstätte, wie ein verabscheuter Schößling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwerte Durchbohrten, die zu den Steinen der Grube hinabgefahren sind, wie ein zertretenes Aas (König von Babel). (20) Nicht wirst du mit ihnen vereint werden im Begräbnis; denn du hast dein Land zu Grunde gerichtet, dein Volk hingemordet. Der Same der Übeltäter wird nicht genannt werden in Ewigkeit.

Jede einzelne Aussage trifft hier auf den König von Babel zu und zwar nur auf ihn; „Satan“ erscheint hier nirgends. Besser noch: dem König von Babel wird ange­kündigt, dass das Totenreich bereits auf ihn wartet; er wird also sterben. Kann „Satan“ sterben? Das wäre mir neu. Wenn in der „Offenbarung“ der Satan in den feurigen Pfuhl geworfen wird, so sind das katholische Vorstel­lungen, die mit Jesaja nichts zu tun haben; denn auch die christliche Hölle ist im Tanach so unbekannt wie die katholische Vorstellung von der Jungfrauen­geburt, von Satan oder von Dornröschen.

Im Theologiestudium wird gelehrt, dass der „Schluss aus dem Schweigen“ nicht erlaubt ist. Die Kirche kann also die hirnrissigsten Behauptungen aufstellen, und wenn man dann nichts dazu in der Bibel findet, dann stimmen die Irrlehren trotzdem. Demnach mache ich etwas „Verbotenes“, wenn ich betone, dass dort nichts von Satan steht.

Bei einem gläubigen Juden vergeht kein Tag, an dem er nicht das „Shma Israel“ bekennt (5Mose 6:4): „Shma Israel, Adonai ELOHEJnu, Adonai echad“ (Höre Israel: JHWH, unser ELOHIM; JHWH [ist] einer.) Da ER einer ist, nur einer, braucht ER keinen Jesus keinen Jeshua, keine Maria, keinen Heiligen Geist, keinen Satan, Teufel, Luzifer, St. Paul alias Paulus.... Jesaja doppelt in seiner Zeit nach:

Jesaja 44:6-8 Elbf. So spricht Jahwe, der König Israels und sein Erlöser, Jahwe der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. (kein Theos!) (....) 8 Erschrecket nicht und zittert nicht! Habe ich es nicht von längsther dich hören lassen und dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen. Gibt es einen Gott außer mir? Und es gibt keinen Fels, ich weiß keinen. (auch keinen Theos!)

Erschreckt nicht und zittert nicht! Jesaja „verschweigt“ den Satan, der ja eigentlich zum Zittern wäre, wenn es ihn gäbe. Ich wiederhole: der Satan als Feind Gottes ist für Jesaja unbekannt und der Satan als das personifizierte Böse ebenfalls. Ein solches Denken finden wir erst viel später, im katholischen „NT“ nämlich. Hier musste offensichtlich die Märchenfigur „Satan“ erfunden werden, um Angst machen und Druck ausüben zu können. Wer dem katholischen „NT“ Glauben schenkt, könnte eigentlich gleich dem Vatikan glauben. Das Judentum kennt ein solches Denken über Satan nicht, es sei denn, einzelne Juden haben sich mit dem Christentum und dem „christlichen Satan“ befasst.


Sprüche 3:12 Elbf. Denn wen Jahwe liebt, den züchtigt er, und zwar wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat.

Heiden brauchen einen „guten“ Gott und einen „bösen“ Gott. Im Hinduismus heißt die Trinität ein wenig anders als im Christentum, ist aber grundsätzlich dasselbe. Sie heißt: Brahma, Vishnu und Shiva. Zusammen bilden sie eine Dreigestalt: Trimutri. Diese Trinität wird als Körper mit drei Köpfen dargestellt. (Die katholische Trinität wird als ein Kopf mit drei identischen Gesichtern dargestellt) Brahma verkörpert das Erschaffen; so entstand das Universum. Shiva verkörpert die Vernichtung, d. h. alle Dinge in die Dunkelheit der Nicht-Existenz zu tauchen. Vishnu schließlich bildet die Mitte zwischen beiden: Er verkörpert die Güte und will erhalten.
 
Im Christentum ist der Gott „Jesus“ der Liebe, der Gott-Vater ist scheinbar ein Jude und somit böse und Satan ist auch böse, nur anders böse – vermutlich. Ja, und den Gott-Heiliger Geist braucht es vermutlich nur, um das Pfingstfest zu erklären. Angeblich trat er bei der Zeugung des katholischen Halbgottes „Jesus“ in Erscheinung, zwischendurch kurz bei dessen Taufe in Gestalt einer Taube und dann wieder, als er am katholischen Pfingstfest auf 120 Christen in Jerusalem fiel. Wenn die dritte Person der Gottheit aber auf Christen fällt, dann müssten die eigentlich alle Kopfschmerzen gehabt haben, mindestens.
In den USA wurde jedoch eine Kirche gegründet, die lehrt, dass Satan der Liebe und Gute ist und „Jesus“ ist der Böse: die Satanskirche [Satanisten] nämlich.
Krankheit, Unfall, Unglück, Psychiatrie und dgl. werden dem Teufel zugeschrie­ben, aber hier irrt die Christenheit sehr. JHWH ist derjenige, der Israel züchtigt, und zwar genauso, wie ein Vater seinen Sohn züchtigt, von dem er will, dass etwas aus ihm wird. Wie dieser JHWH allerdings über die Christen und andere Heiden denkt und wie ER sie in Bälde auslöschen wird, das wollen diese Christen und anderen Heiden nicht hören – sie müssten sonst nämlich Buße tun und umkehren, und genau dies wollen sie nicht.
Nun mag jemand sagen: „Aber Satan ist doch ein hebräisches Wort, was soll daran jetzt nicht jüdisch sein?“ Dies wäre in der Tat eine gute Frage – gute Frage, gute Antwort:

Strong's: H7854 שׂטן śâṭân Von H7853; ein Gegner; insbesondere (mit vorangestelltem Artikel „Ha“) Satan, der Erzfeind des Guten: - Widersacher, Satan, widerstehen. (Übs. E/D: Google, bearbeitet von Shomer)

Wer sich mit hebräischer Sichtweise befasst hat, der erkennt unschwer, wie stark dieses Wörterbuch von christlichen Dogmen geprägt ist. In den 5 Mosesbüchern auf Deutsch finden wir das Wort „Satan“ nicht, in der hebräischen Torah aber sehr wohl. Der Grund ist der: Auf Deutsch wurden aus „Satan“ zwei verschiedene „Persönlichkeiten“ kreiert: ein Widersacher, Widerwirker bzw. Widerstand Leistender, und ein (böser) Satan. Der Jude Martin Buber übersetzt den Begriff „Satan“ durchweg mit „Hinderer“. Obwohl Buber alle Namen original auf Hebräisch wiedergibt, findet man den Namen „Satan“ an keiner einzigen Stelle in seiner Bibelübersetzung; „Satan“ ist nämlich kein Name einer Person und „Gott“ ist es ebenso wenig! Das muss man sich bitte einmal vorstellen: Eine Bibel, in der es keinen Satan gibt! „Satan“ ist keine Person, sondern eine Funktion! Und diese Funktion kann ein Engel wahrnehmen (so bei Bileam), Menschen können „satanen“ (in 2Samuel 19:22 wurde „Satan“ mit „Wider­sacher“ übersetzt, damit die christliche Irrlehre über ihn nicht auffällt), aber auch JHWH selbst kann zum Satan werden, zum Widerstand Leistenden. Auch ich habe diese Funktion schon wahrgenommen, als ich meiner Gemeinde damals vorlesen musste (Offenbarung 3:1): „Du hast den Namen dass du lebst, und bist tot.“ – das muss man sich einmal vorstellen: der Shomer war an jenem denkwürdigen Sonntag im Spätsommer 2004 in seiner Gemeinde der Satan.... Wenn ich das damals gewusst hätte....
Hier kommen wir zur Ersterwähnung von „Satan“ in der Torah: Satan heißt „Widerstehender“, bevor die Eselin zu Bileam sprach:

4Mo 22:22 Elbf. Da entbrannte der Zorn Gottes, daß er (Bileam) hinzog; und der Engel Jahwes stellte sich in den Weg, ihm zu widerstehen. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Jünglinge waren mit ihm.

Der Engel stellte sich Bileam in den Weg, der auf seiner Eselin ritt, um Bileam zu „satanen“. Dies, nur dies und dies allein kann „Satan“ bedeuten. Und: Der „Satan“ hier war der Engel von JHWH, der Israel vor dem Fluch Bileams beschützen musste. „Satan“ widersteht dem Bileam zum Guten für das Volk von JHWH, wäre also eigentlich ein ganz Guter, wenn man denn verstehen und glauben dürfte, was hier wirklich steht. Für Bileam war dieser Satan, der Engel von JHWH, natürlich der Böse, weil der Engel ihm, Bileam, widerstanden hat. Ist für uns Satan auch der Böse, dann können wir bereits jetzt davon ausgehen, dass JHWH uns widerstehen muss, weil wir, wie Bileam, auf der falschen Seite stehen, gegen JHWH und Sein Volk und JHWH widersteht sogar dann, wenn wir diesen Umstand ausblenden.
Für einen christlich indoktrinierten Mitmenschen ist dieser Gedanke, dass JHWH und der „Satan“ mitunter sogar identisch sein können völlig absurd, grässlich, himmel­schreiend, aber schauen wir bitte einmal hier:

2 Samuel 24:1-14 Elbf. Und der Zorn Jahwes entbrannte abermals wider Israel; und er reizte David wider sie, indem er sprach: Gehe hin, zähle Israel und Juda! 2 Da sprach der König zu Joab, dem Heerobersten, der bei ihm war: Gehe doch umher durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerseba, und musterte das Volk, damit ich die Zahl des Volkes wisse. (....) 14 Und David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Mögen wir doch in die Hand Jahwes fallen, denn seine Erbarmungen sind groß; aber in die Hand der Menschen laß mich nicht fallen!

1 Chronik 21:1-13 Elbf. Und Satan stand auf wider Israel und reizte David an, Israel zu zählen. 2 Da sprach David zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Gehet hin, zählet Israel von Beerseba bis Dan; und berichtet mir, damit ich ihre Zahl wisse. (....) 13 Und David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Möge ich doch in die Hand Jahwes fallen, denn seine Erbarmungen sind sehr groß; aber in die Hand der Menschen laß mich nicht fallen!
Fortsetzung folgt


Zuletzt von Shomer am Do 17 Mai 2018, 19:01 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Korrektur, Darstellung)
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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Shomer am Mi 16 Mai 2018, 17:30

Fortsetzung
Eine aufschlussreiche Statistik und ihre Auswertung


Übersetzung> / Luther / Elberfelder / Schlachter / King James
Begriff      v / AT NT / AT NT /AT NT / AT NT
Satan(e)/Satan(s) / 20 20 / 18 29 / 19 35 / 19 37
Teufel (sing./pl.)/Devil(s) / 0 90 / 0 28 / 0 35 / 0 112
Dämon(en)/Demon(s) / 0 0 / 0 61 / 2 63 / 0 0
Total Teufel und Dämonen / 0 90 / 0 89 / 2 98 / 0 112
Widersacher/Adversary / 36 11 / 18 8 / 48 12 / 16 6
unsauberer, unreiner Geist / 0 11 / 0 14 / 1 48 / 1 12
Luzifer/Lucifer / 0 0 / 0 0 / 0 0 / 1 0
gefallene(r) Engel / 0 0 / 0 0 / 0 0 / 0 0
Zwischentotal / 56 132 / 36 140 / 70 193 / 36 167
Total / 188 / 176 / 263 / 203
Davon allein bei Hiob:
Satan / 14 - / 14 - / 14 - / 14 -
Zum Vergleich:
Jahwe / 0 0 / 6871 0 / 0 0 / 0 0
„Satan“, auch als Verb, ergibt im hebräischen Urtext 27 Treffer.


Die Elberfelder Übersetzung erwähnt „Satan“ im „AT“ 18 Mal, was bedeutet, dass neun Mal dieser Begriff mit „Widersacher“ z. B. übersetzt wurde. Allerdings finde ich dort für „Widersacher“ 19 Erwähnungen, statt der zu erwartenden neun, da verschiedene andere hebräische Worte ebenfalls mit „Widersacher“ übersetzt wurden: z. B. Strong’s H341 oyeb; H376 ish; H853 eth; H6696 tsur; H6862 tsar; H7854 satan. Wo im Urtext ein Satan und wo ein Tsar z. B. widersteht, kann man in einer deutschen Übersetzung leider nicht mehr nachvollziehen; das Durcheinander ist perfekt. Somit kommen wir noch zur „dritten Person“ in der „satanischen Dreieinigkeit“. Neben Satan und Luzifer gibt es noch den Durcheinanderwerfer. Der heißt auf Griechisch „Diabolos“ (Dia=durch, durcheinander und ballo=werfen), was auf Deutsch nie mit „Durcheinanderwerfer“, sondern nur mit „Teufel“ übersetzt wurde. Während der hebräische Satan der „Widerstand Leistende“ ist und der lateinische Luzifer „Lichtbringer“ bedeutet, ist der griechische Diabolos (Teufel) der „Durcheinanderwerfer“. Und das soll alles derselbe sein? Wenn ich solch durcheinander geworfene Bibelübersetzungen anschaue, dann weiß ich, dass ich sie vom Durcheinanderwerfer habe, vom Teufel nämlich.

Wir haben oben gesehen, dass der Teufel im hebräischen „AT“, im Urtext also, nirgends erscheint – er ist eine Erfindung der Kirche, die ihn im „NT“ nachgebessert haben muss. Wie kann ein jüdischer Rabbiner namens Jeshua BarJosef, der zeitlebens Moses und die Propheten gelehrt hat, irgendeine Offenbarung über den christlichen Teufel, den christlichen Satan oder unreine Geister z. B. von sich geben, die die katholische Kirche für ihren Exorzismus braucht? Eine denkbare Erklärung für dieses Phänomen könnte sein, dass die Kirche diesem Rabbi Aussagen in Form von Interpola­tionen „untergejubelt“ hat, die gar nie von ihm gewesen sein konnten oder aber sie hat ähnliche Aussagen von ihm in ihrem ureigenen Sinn und Geist uminterpretiert. Als er tot war, konnte er sich ja, wie erwähnt, nicht mehr wehren.

Das „NT“ entspricht vom Umfang her etwa einem Drittel des „AT“. Wären die Begriffe ausgewogen verwendet worden, so würden sie im „AT“ dreimal öfter erscheinen müssen als im „NT“. Im Verhältnis 3:1 dürfte der Satan im „NT“ nur knapp sieben Mal erwähnt werden, er wird aber mit 89-112 Erwähnungen (s. o.) maßlos übertrieben. Auch beim Teufel ist dies der Fall. Er müsste verglichen mit den 100 „NT“-Erwähnungen ca. 300 Mal im „AT“ erwähnt werden; aber er ist im „AT“ völlig unbekannt – Null Treffer in der Computer­bibel!

Während der hebräische Tanach einen hebräischen ELOHIM lehrt, lehrt das „NT“ einen griechischen Theos (ELOHIM verbot: „Bete den dreieinigen Theos nicht an und diene ihm nicht!“) und während der Tanach Israels Verhältnis zu JHWHs Torah, die Zerstreuung und die endliche Wiederannah­me behandelt, lehrt die Kirche in ihrem „NT“, wie die Heiden nicht in die Hölle kommen, wenn sie wollen. De facto haben wir es mit zwei völlig konträren Religionen und Offenbarungen zu tun. Da aber einer der katholischen Durcheinanderwerfer bei Übersetzungen und Abschriften durcheinander geworfen (geteufelt) und auch eine synkretistische Kreuzung aus ELOHIM und Theos (beides wurde fälschlicherweise mit „Gott“ übersetzt) kreiert hat, meinen Christen leider, die „Heilige Schrift“ sei aus „einem Guss“.

Das Buch Hiob ist gemäß jüdischer Information exilische bzw. nachexilische jüdische Dichtkunst. Der Christenheit aber wurde die Romanfigur Hiob als eine authentische Persönlichkeit „verkauft“, indem man das Buch aus dem hinters­ten Teil des Tanach noch vor die Propheten, in die angeblichen christlichen „AT“-Geschichtsbücher verschob. Hiob ist gemäß Juden eine Romanfigur, mit der der unbekannte Autor in oder kurz nach der babylonischen Gefangenschaft die Geschichte und die Zukunft Israels verarbeitet; Hiob ist im Roman eine Metapher für Israel. Und wenn Hiob eine Romanfigur ist – was ist Satan dann? Kümmert sich ein realer Satan so sehr um eine Romanfigur? Von den ca. 19 Erwähnungen Satans in einem deutschen „AT“ stehen alleine 14 (!) im Hiob-Roman, somit finden wir noch fünf Erwähnungen an anderen Stellen im „AT“ – bitter wenig für einen „ach so wichtigen Satan“, wie mir scheint.

Wer den König von Babel in einen christlichen Satan vergeistlicht, der hat nicht begriffen, worum es bei diesem Wort JHWHs durch Jesaja im Kontext geht. Wer das versteht, was Jesaja hier eigentlich weissagte, der wird nie und nimmer auf die Idee kommen, einen „christlichen Satan“ hier hinein zu interpretieren. Die christliche (katholische) Kirche brauchte das personifizierte Böse und deshalb pickte sie wahllos zusammenhanglose Verse aus Mose und den Propheten heraus, so auch beim angeblichen Sündenfall, und deutete sie eigenwillig um. Zur Angstmacherei brauchte sie ein Druck­mittel wie die Hölle oder den Satan z. B. Auch die schon gehörte Aussage, dass dieser König von Babel ein Bild für den „realen“ Satan sei, von irgendwoher müsse das Böse ja kommen, ist nicht zutreffend, da es in der ganzen Bibel keine derartige Aussage gibt! Wenn man wissen will, woher das Böse kommt, dann sollte man sich m. E. einmal dort schlau machen, wo die Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten (....) erwähnt wird. Wollen wir an den Tanach („AT“) glauben oder an das, was Christen gelehrt wurden, das dort stehen müsste?

Angeblich hat der Satan 1/3 der Engel von „Gott“ abfällig gemacht. Dieses christliche „Glaubensgut“ entbehrt jedoch jeder biblischen Grundlage. Wann sind eigentlich wie viele Engel gefallen und wie ist das geschehen? Dass Satan nicht der „gefallene Engelfürst“ ist, der in Jesaja 14:12 vom Himmel gefallen ist, haben wir bereits gesehen. Was also soll dann das eine Drittel der Engel, die er angeblich mit sich von „Gott“ abtrünnig gemacht haben soll und wo kommen diese her?

Offenbarung 12:4 Luther  und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor das Weib, die gebären sollte, auf daß, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind fräße.

Angeblich soll die Offenbarung ja Prophetie für die Zukunft sein, der Fall Satans aber in der Vergangenheit stattgefunden haben – was schlechterdings auch ein Widerspruch ist. Und wer meint, Sterne in gefallene Engel uminterpretieren zu müssen, der hat mehr Ahnung von Mystik als von der Bibel – meine Meinung. Ich brauchte jetzt nur noch jemanden, der mir erklärt, was ein Drache für eine Spezies ist.

Dass Engel gefallen sein sollen, lesen wir in einem Buch, das so apokryph (unecht) ist, dass es nicht einmal in die „AT“-Apokryphen aufgenommen wurde. Die Rede ist vom Buch Henoch. Wie dieses Buch die Sintflut überstanden hat – da gibt es verschiedene Versionen, die alle nicht wirklich plausibel sind. Man darf aber annehmen, dass das Buch Henoch nach Noah abgefasst wurde, vielleicht sogar erst im babylonischen Exil. Wir finden es an einer einzigen Stelle, in Judas 1:6-14 in einem katholischen „NT“ erwähnt, das wesentlich apokrypher ist als die „AT“-Apokryphen. Die absteigende Inspiration der hebräischen Schriften könnte so lauten: Torah, Propheten, Schriften, Apokryphen inkl. Henoch/Talmud. Das „NT“ ist nicht hebräisch, fehlt somit bei der Inspiration völlig.

Fortsetzung folgt


Zuletzt von Shomer am Do 17 Mai 2018, 20:08 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Darstellung - sorry, ich krieg die Statistik nicht besser hin)
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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Shomer am Mi 16 Mai 2018, 17:34

Fortsetzung
Das Buch Henoch
I. Der erste Teil. Kap. 6–36: Das angelologische Buch.

a) Kap. 6–11: Der Fall der Engel, ihre vorläufige und endgültige Abstrafung.

Nachdem die Menschenkinder sich gemehrt hatten, wurden ihnen in jenen Tagen schöne und liebliche Töchter geboren. Als aber die Engel, die Himmelssöhne, sie sahen, gelüstete es sie nach ihnen, und sie sprachen untereinander: "Wohlan, wir wollen uns Weiber unter den Menschentöchtern wählen und uns Kinder zeugen." Semjasa aber, ihr Oberster, sprach zu ihnen: "Ich fürchte, ihr werdet wohl diese Tat nicht ausführen wollen, sodaß ich allein eine große Sünde zu büßen haben werde." Da antworteten ihm alle und sprachen: "Wir wollen alle einen Eid schwören und durch Verwünschungen uns untereinander verpflichten, diesen Plan nicht aufzugeben, sondern dies beabsichtigte Werk auszuführen." Da schwuren alle zusammen und verpflichteten sich untereinander durch Verwünschungen dazu. Es waren ihrer im Ganzen 200, die in den Tagen Jareds auf den Gipfel des Berges Hermon herabstiegen. Sie nannten aber den Berg Hermon, weil sie auf ihm geschworen und durch Verwünschungen sich untereinander verpflichtet hatten. Dies sind die Namen ihrer Anführer: Semjasa, ihr Oberster, Urakib, Arameel, Sammael, Akibeel, Tamiel, Ramuel, Danel, Ezeqeel, Saraqujal, Asael, Armers, Batraal, Anani, Zaqebe, Samsaveel, Sartael, Tumael, Turel, Jomjael, Arasjal. Die sind ihre Dekarchen.
In diesem Abschnitt hätte ich eigentlich erwartet, dass der oberste gefallene Engel „Satan“ heißt, aber er heißt „Semjasa“; irgendetwas stimmt da wohl nicht. Und dann nehmen wir einmal an, dass Johannes in der Offenbarung den Fall der Engel weissagt weil man „Sterne“ so auslegen muss. Dann allerdings wären die himmlischen Heerscharen gemäß den Informationen bei Henoch und in der Offenbarung etwa 600 Engel vor dem Fall und 400 (1/3 weniger) nachher. JHWH Zebaot, JHWH der Heerscharen mit einem 400-Engel-Heerchen? Das muss man sich bitte einmal vorstellen!
Da wird in der Offenbarung behauptet, der große rote Drache sei der Satan und der Teufel und, und, und. In den vorangehenden knapp 1400 Seiten jedoch findet sich für diese katholische Vorstellung nicht ein einziger Beleg. Einen Fall Satans vor Grundlegung der Welt, verbunden mit dem Fall von einem Drittel der Engel (in Worten: zweihundert) klingt zwar sehr eindrücklich, es kommt aber weder aus dem Tanach noch aus dem „NT“ und wiegt somit etwa gleich schwer wie heiße Luft.
Wenn ich ein gerechter „Gott“ wäre, also, ich hätte diese „gefallenen Engel“ in die Hölle verbannt. Warum aber ist dies nicht geschehen? Warum haben wir Spekulationen und keine gesicherten Informationen hierzu? Die einzig mögliche Erklärung dafür scheint mir zu sein, dass es keine gefallenen Engel gibt, keinen Satan, keinen Teufel und auch keine Hölle. JHWH ist im Regiment. Bis 721 v. d. Z., bei Jesaja, war der Fall Satans völlig unbekannt und erst vor dem babylonischen Exil „offenbart“ Jesaja 14:12 angeblich diesen Fall – bis zu Jesaja wusste offensichtlich niemand etwas von diesem angeblich gefallenen Engelfürsten und lange nachher auch nicht.
Größtmögliche Mühe bekunden Christen mit dem Gedanken, dass das Böse von „Gott“ kommt, obwohl die Schlange dies der Eva so etwa sagte. Darum musste wahrscheinlich der hebräische „Satan“ mit einem „personifizierten Bösen“ erklärt werden. Wie „böse“ JHWH werden kann, das können wir u. a. beim Lesen der Flüche in der Torah erkennen, so z. B. in 5Mose 28:15 – 5Mose 29:29, wenn wir wollen.
Die Schlange (Hebr.: Nachash) widersteht der Eva nicht beim Essen der Frucht, das Gegenteil ist der Fall. Die Schlange animiert die Eva und ist somit kein Satan (Widerstand Leistender/Hinderer) und auf gar keinen Fall ist Nachash der Satan, jedenfalls nicht in der ursprünglichen hebräischen Bedeutung. Beim Essen von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen (1Mose) war ein hebräischer Satan in der Torah völlig unbekannt (Ersterwähnung: 4Mose 22:22) und ein christlicher Satan erst recht. Dass Adam und Eva von der Frucht essen sollten, war vermutlich JHWHs Ziel, sonst hätte er diese Frucht und diesen Baum gar nicht erst erschaffen! Davon, dass JHWH, der Eine, diesen Baum der Erkenntnis erschaffen und in den Garten gestellt hat, erfährt man in christlichen Kreisen nichts, wenn es um den soge­nannten Sündenfall geht. Wer ist „Schuld“ am Sündenfall, der gar keiner war? Natürlich derjenige, der solch einen Baum dort hin stellt und nicht eine metaphorische Schlange, die christlicherseits in einen Satan uminterpretiert wurde und die die Eva zum Essen animierte. Am „Sündenfall“ waren auch nicht Adam und Eva schuld, obwohl das katholische Erbsündendogma vorgibt, dass sie die Verursacher des Sündenfalls sind und ihn sogar noch bis heute an alle Nachkommen weiter vererbt hätten. Ich stelle mir vor, ich treffe einen Biologen oder einen Botaniker und frage ihn: „Wie sieht der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen und dessen Frucht aus?“ Der guckt wahrscheinlich wie ein Silberpfeil, nur nicht so schnell. Den Unsinn mit der Erbsünde aber hat sich der Kirchenvater Augustinus von Hippo um 400 u. Z. einfallen lassen – Hirnwindungsakrobatik das! Das ganze Thema wird christlich verdreht. Weder der Ausdruck „Erbsünde“ noch „Sündenfall“ erscheint in der Bibel – es sind christliche Konstruktionen um etwas zu erklären, das nirgends in der Bibel zu finden ist. Jesaja 14:12 lässt grüßen!
Wir haben festgestellt, dass nichts von alledem stimmen kann, was wir über den christlich-islamischen Satan bislang gehört und gelesen haben. Wie Satan aussieht, ist unbekannt; beim Teufel aber ist man da ziemlich sicher: zwei Hörner, Pferdefuß, Bocksbart und ein Dreizack in der Hand. Und wie „Jesus“ aussieht, das weiß man auch: eine geschnitzte Holzpuppe an einem Holzgestell angenagelt, mit Dornenkrone und Lendenschurz. Bisweilen ist ein heidnisches Sonnenrad (Heiligenschein) hinter dem Kopf sichtbar. Dass „Jesus“ mit Lendenschurz dargestellt wird, obwohl die Römer völlig entblößt exekutierten, hat einen Grund: Juden dürfen nicht sehen, dass er nicht beschnitten ist und Christen dürfen nicht sehen, dass er's ist. Ist es denkbar, dass noch nicht einmal das stimmt, was wir über diese Holzpuppe gehört und gelesen haben? Ein geschnitzter Holzgötze wird nicht dadurch „biblischer“, dass man die Holzpuppe vom Holzgestell entfernt und das Holzgestell anbetet, während man alle Überliefe­rungen über diesen Holzgötzen weiter lehrt. Der katholische Heilige St. Paul hat in 1Korinther 1:18 zwar gelehrt, dass das Wort vom Kreuz angeblich eine Torheit für diejenigen ist, die verloren gehen, für den Sohn des griechischen Theos mag das stimmen, für ELOHIM JHWH aber war das neu, völlig neu!
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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Elischua am Do 17 Mai 2018, 12:46

Schalom dir lieber Shomer,

ein Hinweis und du dich vermutlich verschrieben hast betr:
1Mo 22:22 Elbf. Da entbrannte der Zorn Gottes, daß er (Bileam) hinzog; und der Engel Jahwes stellte sich in den Weg, ihm zu widerstehen. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Jünglinge waren mit ihm.
In 1.Mo. 22,22 steht: und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaf und Betuël, überprüfe dies bitte.

Gebe dir Recht, und mir schon lange klar ist - was und wer "Satan" ist. Satan ist kein Name, sondern eine Bezeichnung und jeder Satan hat einen Namen.

Das Wort "Satan" was bedeutet dies wirklich? Auf keinen Fall ist dies ein Name, sondern eine Bezeichnung z.B. widerstehen, widersprechen, widerlegen, bin dagegen, verführen, Gegenspieler - *hier* mehr dazu.

Sind wir denn nicht alle Satane? Wie oft haben wir jemanden widerstanden, widersprochen, widerlegten, dagegen waren, verführten etc. etc.

Hier ein Vers der übersehen wird, nicht verstanden wird und Christen hier schweigen, wenn man sie darauf anspricht, weil sie nicht erkennen was Jeschua wirklich damit meint:

Markus 8, 32-33
32 Und er redete das Wort mit Offenheit. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln.
33 Er aber wandte sich um, und auf seine Jünger blickend, gab er dem Petrus einen Verweis und sprach: Hinweg von mir, Satan! denn du denkest nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

Petrus nimmt Jeschua beiseite und widerspricht ihm, nein das was du sagst nehme ich nicht an, widerspreche dir, das stimmt nicht. Und Jeschuas Antwort könnte so gewesen sein: Man, Petrus warum widersprichst du mir, ich weiß das dies so kommen wird. Denn das was du erkennen willst ist nicht göttlich, sondern menschlich. Ist deswegen Petrus ein schlechter Mensch, nur weil er es nicht glauben und es nicht wahrhaben wollte, was Jeschua sagte? Mit Sicherheit sagte Jeschua nicht Satan.


So, nun mal zu uns allen den Mensch. Sind wird schlecht oder böse, wenn wir jemanden widersprechen, widerstehen, widerlegen, dagegen sind, und nicht verführen lassen. Nein.

Somit sind wir Menschen alle Satane - Satanisten, weil wir uns gegen was wehren. Sei es gläubige oder ungläubige. Vorallem in den Religionen wie oft werden Menschen die an einer anderen Religion glauben widersprochen, als Satan tituliert, nur weil man deren Glauben nicht anerkennt. Denkt mal darüber nach - da könnte man noch mehr in die Tiefe gehen. Versteh null smeily denk

Nun habe ich das Wort "Satanisten" erwähnt, Hilfe werden einige schreien: Nun, Satanisten sind Widersacher gegen G´ttes Werke. Sie widersprechen G´ttes Lehre, widerstehen, widerlegen, dagegen sind.

Die Bezeichnug ist nicht immer nur negativ zu sehen. Man kann auch jemand widersprechen um diesen zu schützen, vor etwas zu warnen!


Zuletzt von Elischua am Do 17 Mai 2018, 19:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Shomer am Do 17 Mai 2018, 18:52

Für mich eindrücklich ist, wie wir unabhängig voneinander in diesem Punkt (Satan) zur selben Erkenntnis geführt wurden. Den Anstoß dazu erhielt ich von einem gewissen Ben Rubin. Ich habe mich seinerzeit nicht zurück gelegt und gesagt: "Wenn du das meinst, dann meinst du es halt", sondern ich habe selbst geforscht. Das Ätzende an der ganzen Sache ist, dass man im Christentum unter dem Satan das personifizierte Böse versteht. Du schreibst völlig korrekt, dass "Jesus" einen seiner Lieblingsjünger als "Satan" bezeichnet - im christlichen Verständnis als das Personifizierte Böse.


Aber warum brauchen wir so etwas wie das personifizierte Böse? Nun, mir fiel auf, dass in der griechischen Mythologie z. B. der "Gott" Helios die personifizierte Sonne, die "Göttin" Diana die personifzierte Fruchtbarkeit, der "Gott" Hades die personifizierte Hölle oder der "Gott" Zerberus der personifzizierte Eingang zu dieser Hölle war. Die Chrstenheit darf natürlich an keine dieser Götter mehr glauben, außer an Hades, der ist ganz wichtig für die Erlösung. I. a. W.: Da es Hades nicht gibt, brauchen wir keine Erlösung vor der Hölle. So, und nun hat sich die Christenheit in demselben Stil das personifizierte Böse zurecht gebastelt - na gut, was in der Bibel steht (Baum der Erkenntnis von gut und böse), das kann man nicht glauben, also glaubt man halt an einen Apfel. An die metaforische Schlange kann man auch nicht glauben, man muss einen personifizierten Bösen daraus machen, damit die eigene Phantasie für einen selbst stimmt.


In 1.Mo. 22,22 steht: und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaf und Betuël, überprüfe dies bitte.


Wie du siehst, habe ich aus der 1 eine 4 gemacht, und jetzt geht es wieder auf.
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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Lopileppe am Do 17 Mai 2018, 22:29

Schalom Shomer,
Deine Beiträge sind heftig mit Worten wie“ wenn ich allmächtig wär...“ oder „ Gott“ ...
Oh man junge, lass das bloß nicht bestimmte Kreise hören .
Das klingt nach Blasphemie.
Doch wie willst du sonst deine Gedankengänge schreiben , damit der Werdegang deines Beitrags sichtbar wird und besser verständlich .

So ein Satan als Gegenspieler existiert also nicht , gut  so.
Jedoch wenn Satan/ Lucifer nur eine Berufsbezeichnung ist so ist es Gott / Jhwh auch .
Wie schon bei mose erwähnt als er nach dem Namen fragte .
Genau es ist nur eine Umschreibung dieses „ ich bin „ .
Was sollte mose auch mit einem Namen anfangen, zu der Zeit . das Volk hatte andere Dinge im Kopf .

Ist ja auch logisch, dass es keinen Satan/ teufel oder wie auch immer diese Figur genannt wurde, gibt denn sonst käme folgendes Szenario zum tragen.

.... Gott macht einen dummen Fehler und Satan erobert den Himmel um zu herrschen .... und nun .? ... aus Himmel würde Hölle .... welch ein Desaster.

Dieses worst case haben alle Christengemeinden verdrängt .
Wie ich auf diese Idee komme fragst du dich ? Nix einfacher als das: wenn es 2 gibt einen bösen und einen guten sozusagen, dann müßten die der Richtigkeit halber auch gleichstark sein , also gleiche Chancen haben.
Oder würdest du in einem Kampf gern gegen einen viel stärkeren Gegner antreten , wo du von vornherein keine Oberhand gewinnen kannst? Das wäre nicht ok.
( Boxen: ein Fliegengewicht gegen ein superschwergewicht , da ist die Lage sofort klar = unfäre Sache)

Und um es dir einfach zu machen , auch ich lese die Texte wie du in der „ich-Perspektive „.

Fragt sich nur : wie kam das Böse zur Welt?


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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Shomer am Fr 18 Mai 2018, 00:04

Lopileppe fragt:
Fragt sich nur : wie kam das Böse zur Welt?


Nichts einfacher als das: 


1 Mose 2:9 Elbf.  Und Jahwe Gott ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zur Speise; und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

1 Mose 3:5 Elbf.  Sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon esset, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.

Das Dumme an der ganzen Sache ist nur, dass nachdem der Mensch Gutes und Böses erkannte, also alles beide zusammen (denn es war ja nur eine einzige Frucht) da konnte er nicht mehr zwischen gut und böse unterscheiden. Gutes war plötzlich böse und Böses war gut, so mal ganz subjektiv gesehen.


Jesaja 5:20 Elbf.  Wehe denen, die das Böse gut heißen, und das Gute böse; welche Finsternis zu Licht machen, und Licht zu Finsternis; welche Bitteres zu Süßem machen, und Süßes zu Bitterem! -

Wenn ich jetzt, sagen wir mal, Gott lästere, was passiert dann? Dann sind mir Christen böse und Juden lieben mich dafür. Der christliche Gott ist nämlich ein heidnischer Theos und ELOHIM (Gott) sprach: Bete Theos (Gott) nicht an und diene ihm nicht....


Matthäus 12:31-32 Luther  Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben.  32  Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.

Ist es böse, wenn ich etwas gegen "Jesus" rede? Für Christen schon, für Juden nicht. Und offenbar ist es für "Jesus" auch nicht böse, denn bevor man etwas gegen ihn gesagt hat, ist es schon vergeben, wie du siehst. Wir sind also "gezwungen" gegen "Jesus" zu reden; denn "Jesus" ist ein geschnitzter Weihnachtskrippen- und Kruzifix-Götze. Nennen wir dies beim Namen, freut sich JHWH über uns aber Christen niemals. Sie meinen, dass sie gut und böse voneinander trennen können, aber weit gefehlt. Alternativen Fakten sind sie aufgesessen, mehr nicht. So verdreht ist das christliche Verständnis von gut und böse, vom personifizierten Guten und dem personifizierten Bösen.
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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Lopileppe am Fr 18 Mai 2018, 22:36

Gut Shomer,
Dann frage ich etwas anders um eine weitere Sicht auf den Sachverhalt zu bekommen.

Warum mußte es ausgerechnet der Baum „ des guten und bösen sein?
Woher hatte ER diese Idee beide Seiten in dem Baum zu sehen durch die Frucht repräsentiert.?

Du kannst dazu auch deine Sichtweise auf „das Böse“ beschreiben/ definieren.

Dass die Menschen es personifizierten ist mir klar.
Was hat Er davon, wenn die Menschen es nicht immer richtig verstehen?
Die Spreu vom Weizen trennen kann man auch anders.


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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Shomer am Fr 18 Mai 2018, 23:08

@Lopileppe schrieb:
Warum mußte es ausgerechnet der Baum „ des guten und bösen sein?
Woher hatte ER diese Idee beide Seiten in dem Baum zu sehen durch die Frucht  repräsentiert.?

Schabbat Schalom Lopileppe
Mir scheint, die Warumfrage ist hier nicht angebracht. Warum steht das so in der Bibel? Hätte sich "Gott" nicht auch etwas anderes einfallen lassen können? Die Reihe der unangebrachten Fragen lässt sich beliebig verlängern.

Es steht geschrieben, ja, und das ist eben so, weil es so ist. Wir Menschen haben natürlich etwas gegen das Böse und gegen jeden Bösen. Bei JHWH ist das aber etwas völlig Anderes; er steht da drüber. Ihn mit unserem Maßstab messen zu wollen, halte ich für unklug, mal vorsichtig ausgedrückt. Er sitzt immer am längeren Hebel und wenn Er (bzw. Mose oder wer auch immer) in Seinem Wort eine bestimmte Aussage macht, dann weiß Er warum und das selbst dann, wenn wir ihn missverstehen, weil wir christlich indoktriniert sind, was Er nicht ist.

Der Böse, der Arge, der Satan, der Teufel, der Luzifer, die Dämonen, der Beelzebub; angeblich ist das alles dasselbe. Wenn ich aber in die Bibel schaue, bin ich erstaunt, dass JHWH nicht einen der "Namen" des Bösen geoffenbart hat.

Wer eine Frucht isst, der schluckt sie. Die Frucht der Erkenntnis von gut und böse ist ein und dieselbe Frucht, bei der man sich nicht aussuchen kann, ob man nun die gute oder die böse Erkenntnis schlucken will.

Willst du wissen, woher ER diese Idee mit den beiden Seiten hatte, Tipp von mir: frag ihn selbst. Wenn ich dir darauf eine Antwort geben könnte, wäre sie garantiert genauso falsch, wie all die vielen christlichen Antworten, die ich dazu in all den Jahren im Christenum bekommen habe.
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Re: Zum Teufel mit dem Satan!

Beitrag von Lopileppe am Sa 19 Mai 2018, 00:24

Schabbat Schalom Shomer,

Du siehst es so, dass die Frage nicht ganz richtig ist , danke für deine Sichtweise.

Doch wenn du schreibst , dass es so geschrieben steht, kommt mir der Verdacht, dass du an ein wortwörtlich inspiriertes AT glaubst . Doch es ist von Menschen geschrieben, mal abgesehen von den „ 10 Geboten „. 

Gute Idee von dir mit dem Tip  ihn zu fragen .
 Werd ich machen , und ich kann dementsprechend auch mit einer passenden Antwort rechnen.


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