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Buch Ijob - Hiob

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Buch Ijob - Hiob

Beitrag von BOAS09 am Do 10 Feb 2011, 16:35

Wir sind gerade dabei das Buch Ijob bzw. Hiob durch zu arbeiten.

Kann mir jemand darüber hier was dazu schreiben.


Shalom

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HIOB - איוב

Beitrag von ABA am Fr 11 Feb 2011, 17:00

___ איוב - Ιωβ - أيوب - Jiob

שלום בעז
Schalom Boas,

ich möchte dir hier vorwiegend die jüdische Ausführung über euer Thema schreiben, und ich hoffe es wird euch interessieren.
איוב – [ijow] ist kein hebräischer Name, genauso wie die Person des HIOB kein ISRAELIT war.
Es ist eine Legenden-Erzählung einer nicht historischen Geschichte. Deshalb ist auch die Historizität der Person HIOB für uns zweitrangig. Im תנ"ך [tanach], also im Alten Teil der "Bibel", nimmt das Buch HIOB die 3.Stelle unter den כתובים [ketuwim] (Hagiographen) ein. HIOB bildet mit dem Psalter/Psalmen תהלים [tehilim] und den Sprüchen משלי [mischle] eine eigene Akzentuation im Hebräischen. Wir nennen es den כתבי אמת [kitwe emet] bzw. im Akronym auch תא"ם [toam] und gehört zur Weisheits-Literatur.

    weiter geht es dann mit:
  • Bedeutung des Namens HIOB
  • Abfassungzeit des Buches HIOB
  • Literarische Dichtung des Buches HIOB
  • Der edomitische Hintergrund der HIOBs-Sage
  • HIOBs-Testament - ein Pseudepigraph von 53 Kapitel -



>Beitrag folgt gleich < (oder Stück für Stück fast gleich) Wink

Quellen:
Harry Torczyner, Robert James, Catherine Conybeare, Normen Kotker,
Schalom BenChorin, Martin Buber, sowie die Rabbinische Enzyklpädie.


Zuletzt von ABA am Di 22 Feb 2011, 14:16 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Quellen ergänzt)
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Re: Buch Ijob - Hiob

Beitrag von Eaglesword am Mo 14 Feb 2011, 08:42

Um so intressanter sind in dem Fall die Beschreibungen beider Sauriertypen: Details des Behemot = Riesentiere weisen Gemeinsamkeiten mit Iguanodon auf. Seltsam, dass eine erfundene Geschichte derartige Präzision enthält! Man kommt nicht um die Tatsache herum, dass Menschen in der Antike noch lebende Drachen gesehn haben. Auch der Wassersaurier Leviathan stimmt überein mit Elasmosaurus/Plesiosaurus. Diese Details kann man wohl nicht mit einem überstrapazierten Zufall erklären. Selbst antike Mythen enthalten genaue Berichte. Wer hätte das gedacht? Unser bisheriges angelerntes Weltbild zerbröckelt zusehends.

Je mehr ich über antike Aufzeichnungen weiß, um so weniger kann ich sie als Unsinn abtun. Mittlerweile sage ich, dass die ach so gebildeten Zeitgenossen einem wirklichen Mythos aufgesessen sind, welcher sich als Wissenschaft ausgibt: Jawohl, die ganze Evolutionslehre ist Lug und Betrug.

Wenn das Buch Jow tatsächlich eine Erfindung ist, so enthält es dennoch diese wissenschaftliche Brisanz, diese unerhörte Detailgenauigkeit zweier längst ausgestorben geglaubter Familien aus dem Reich der Saurier. Leute, wenn uns das nicht erstaunt...


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Legende bleibt nunmal Erzählung!

Beitrag von ABA am Mo 14 Feb 2011, 10:01

Schalom Eaglesword,
Je mehr ich über antike Aufzeichnungen weiß, um so weniger kann ich sie als Unsinn abtun.
Wenn das Buch Jow tatsächlich eine Erfindung ist, so enthält es dennoch diese wissenschaftliche Brisanz
Schon damals, vor gut 2000 Jahren, war es den Weisen, die den TANACH zusammenstellten klar, dass es sich bei HIOB um eine erbauende Legendendichtung handelte. Zwar stritt man sich um die Ur-Verfasserschaft, die man angefangen bei Mose bis zu edomitischen Verfassern annahm.

Der liebe Franzl von Assisi war ja auch eine historische Person, jedoch ob er genauso wie Pater PIO oder Therese Neumann aus allen betr. Stellen stigmatisiert blutete, möchte ich dahingestellt lassen.
Schalom ABA
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Die Bedeutung des Namens HIOB

Beitrag von ABA am Do 17 Feb 2011, 10:00

HIOB - איוב - Ιωβ - أيوب - Jiob

Wie bereits erwähnt, ist HIOB als Person keinesfalls unseren Vorfahren, den Israeliten zuzuordnen. Allerdings ist seine Abstammung aus dem semitischen Volksstamm nicht auszuschließen. Die älteste schriftliche Aufzeichnung des Namens HIOB finden wir in den ägyptischen Fluchtexten, die vor 4 Tsd. Jahren verfasst wurden. Weiterhin wird ein HIOB noch in den Amarna-Briefen erwähnt, wobei es sich um einen Fürsten aus der Gegend von Damaskus handelt.
___ ___ ___

Jedoch stehen beide Personen nicht in der Verbindung zur "biblischen" Hiobsgeschichte. Weiterhin berücksichtigen wir die edomitische Entstehung der Hiobs-Legende mit der Verbindung des Namens ...
... عجب - Ajjab welches sinngemäß als >Der Bekehrte< gedeutet wird.
Weiterhin ist auch eine Deutung mit >Der Angefochtene< / >Der Angefeindete< möglich.
In der Ein-Hebräisierung der Antike bedeutet איוב [Ijow] : WO ist der VATER
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Die Abfassungszeit HIOBs

Beitrag von ABA am So 20 Feb 2011, 21:40

Die redaktionelle Abfassungszeit der Legende der HIOBs-Sage für den TANACH legen wir gewöhnlich in den Zeitraum der ersten Jahrhunderte nach dem babylonischen EXIL. Unterschiedliche Auffassungen gab es natürlich bezüglich des Inhaltes, den einige in die Exilische Zeit schieben. Besonders dass die Theodizee durch das Exil in Babylon so zu verstehen wäre. Also die Rechtfertigung GOttes des von ihm in der Welt zugelassene Leid, das man im Glauben an seine Allmacht, Weisheit und Güte in Einklang zu bringen versucht.
Nach sprachlichen und literarischen Gründen ist zumindest die Dichtung eher in die vorexilische Zeit zu legen. Jedoch muß die jüngere Form der Rahmenerzählung mit der Gestalt des Satan, dem Ankläger vor GOtt, sowie die Elihurede aus einem späteren Zeitraum stammen.
Wie die Einführung von Satan als Ankläger, bereits einen Versuch zur Erleichterung des Problems der Prüfung des Gerechten durch GOtt darstellt, so hat auch unsere spätere HAGADA durchweg die Abschwächung von Hiobs Anklagen. In diesem Sinn bezieht sich auch das >TARGUM zu HIOB< (also die früheste aramäische Übersetzung) die Schilderungen des Bösen in der Welt durchweg auf das Geschlecht der Sintflut, deren gerechte Strafe nicht lange auf sich warten ließ. So hat die HIOBs-Legende sowie seine Persönlichkeit des "Frommen Dulders" wegen der Tiefe der menschlichen Probleme, die allgemeine Menschenschicksale berühren, und wegen der Lebhaftigkeit der Darstellung große Volkstümlichkeit erlangt.
So kennen wir nur zu gut die Begriffe wie HIOBs-Bote, HIOBs-Post, arm wie HIOB. Selbst J.W.v.Goethe hat im Faust beim "Prolog im Himmel" sich formal gedanklich stark an HIOB angelehnt.
Ebenfalls dürfen wir auch HIOBS TESTAMENT nicht vergessen. Ein Pseudepigraph von 53 Kapiteln aus jüdischer Quelle im 2./3. wurde später christlich überarbeitet, erzählt ebenfalls die Schicksalsschläge HIOBs. Jedoch enthält es viele Haggadische Zusätze, die inhaltlich teilweise mit Abänderungen der LXX (Septuaginta) übereinstimmen. Hierbei wird Elihu verurteilt. Die anderen Freunde jedoch, infolge eines Opfers HIOBs für sie, von GOtt begnadigt. HIOBs Seele fährt am Ende der pseudepigraphischen Erzählung auf einen Wagen Richtung Osten in den Gan Eden (Paradies).

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Schalom ABA
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Re: Buch Ijob - Hiob

Beitrag von Eaglesword am Mo 21 Feb 2011, 04:49

demnach handelt unsere Erzählung in einer Gegend westlich von Eden, das wäre aber dann fast in Afrika, wie mich deucht. Intressant ist allerdings dann die klimatische Schilderung, welche nur teilweise zu Afrika passt.


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Literarische Dichtung und Textherstellung

Beitrag von ABA am Di 22 Feb 2011, 16:00

Literarisch stellt das Buch HIOB nach zwei Seiten hin den Gipfelpunkt einer dichterischen Schultradition dar.
Zum Einen: Mit der Einlage der poetischen Wechselreden in die einfache Rahmenerzählung, ist es ein Beispiel der umrahmten Fülldichtung, die im alten Orient häufig ist und aus dem auch sonst in der Bibel und anderswo üblichen Brauche sich entwickelte, die Reden und Aussprüche in der Erzählung poetisch auszugestalten. Ähnlich wie wir sie auch 1001 Nacht her kennen. Reste und Spuren gleichwerter Fülldichtungen sind für das alte ISRAEL ebenfalls mehrfach nachzuweisen.
Zum Anderen: Die Form des religiös-thematischen Dialogs zwischen mehreren geht auf den dichterischen Wettstreit zurück, der in den Dichterschulen des alten ISRAEL, wie man erkennt, gerade das Problem von GOttes Gerechtigkeit mit Vorliebe zum Thema wählte. Der Rest eines ähnlichen Dialogs innerhalb einer Fülldichtung über die Frage der bereits erwähnten Theodizee sind z.B. in Mischlei (Spr.) 30,1 ff. erhaltene Fragmente der Agur-Dichtung erhalten. AGUR ist ein alter edomitischer Weiser, dessen Worte in betreffender alten Weisheitsdichtung überliefert wird. Hierbei nimmt AGUR ganz die Rolle und Worte HIOBs ein. Die HIOBs-Dichtung ist dementsprechend eine weitere Form des in den althebräischen "Meistersinger-Schulen" oft besungenen Gegenstandes.
Dem Verständnis des Inhalts der Dialogreden stehen zwei Ansichten entgegen:
Einmal die zahlreichen aramäischen und edomitischen Fremdwörter die wir als Aramaismen im TANACH bezeichnen. Durch deren Gebrauch HIOB und seine Freunde als Nicht-Israeliten aus dem Osten gekennzeichnet werden.
Sowie die außerordentliche schlechte Erhaltung des Textes, die nicht nur einzelne Schäden in der Lesung zahlreicher Wörter und Sätze zur Folge hat, sondern vor allem die Anordnung der Reden als Ganzes umfaßt. Schon der Sammler, der das Buch HIOB redaktionell zusammenstellte, hat nur mehr ungeordnete, bald größere, bald kleinere und kleinste Fragmente vorgefunden, die mehr schlecht als recht nach seinem Urteil, oft nach Stichworten ordnete und in Reden teilte.
Dabei hat er wichtige Partien, die an anderer Stelle ausdrücklich als Äußerungen HIOBs zitiert werden (z.B. 15,13-16 mit 4,12-19) seinen Gegnern zugeschoben und umgekehrt. Und den, nun im Zusammenhang unverständlichen Text der Reden so "geordnet", dass für die Schlußrede des dritten Freundes nichts, des zweiten nur 5 Verse (die eigentlich HIOB zugehören müßten) übrig blieben, während auf die letzte HIOBs-Rede noch alle restlichen 156 Verse aufgeteilt werden mußten. Die alten Übersetzungen bieten der Textherstellung so gut wie keine Hilfe.

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_______ HIOB - und seine Freunde (Max Liebermann)
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