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Die Verstockung des Pharaos

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Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Luluthia am Di 02 März 2010, 13:41



Ich hab da dann mal wieder ne Frage:

Habe grad die Erzählung im 2. Buch Mose über Moses und den Pharao gelesen. Bisher hatte ich völlig überlesen, dass die Verstockung des Pharao gar nicht vom Pharao selbst ausging, sondern dass JHWH den Pharao so handeln ließ.

Das passt so gar nicht in mein Verständnis vom Handeln HaShems.

Wie legt man diese Verstockung im Judentum aus

Warum trifft es das ganze Ägyptische Volk - und somit ja auch die Kinder (Und da gibts natürlich auch noch andere Stellen, wo HaShem einen Sieg für das Volk Israel erringt und wo die Heiden niedergemetzelt wurden - und eben auch deren Kinder.)

Also, warum hat JHWH das Herz des Pharao verstockt aus Sicht des Judentums Verstockt JHWH grundsätzlich die Herzen der Menschen, oder war das eine Ausnahme Und warum trifft es selbst die Menschen, von denen man im Grunde ausgehen kann, dass sie gar nichts dafür können

Freue mich mal wieder auf Eure Antworten,

LG, Luluthia
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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Schwertlilie am Do 04 März 2010, 13:56

Schalom Luluthia,

wir haben ja schon über diese Frage gesprochen und ich konnte auch nichts dazu sagen. Allerdings habe ich darüber nachgedacht. Möglicherweise verstockt Haschem den Pharao mit seinem Handeln. Er schickt Moses zum Pharao, damit der die Kinder Israels gehen läßt.

Haschem hat Moses diesen Auftrag gegeben. Also könnte man es so sehen, daß Haschem das Gespräch mit dem Pharao veranlaßt hat und mit dieser Tat das Herz des Pharaos verstockt hat.

LG

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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Schwertlilie am Do 04 März 2010, 13:57

kleiner Nachtrag:

Daß das Herz des Pharao verstockt wurde, war dann eventuel nicht Haschems Absicht.

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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Luluthia am Do 04 März 2010, 14:23

Shalom Schwertlilie!

Also, wie ich das der Tora entnehmen kann, wird der Pharao immer wieder aufs Neue von HaShem verstockt.

Deshalb glaub ich schon, dass JHWH selber den Pharao verstockt hat.

LG, Luluthia
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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Orlando am Do 04 März 2010, 20:29




16 Ergebnisse:



  • 2. Mose 7,13: Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  • 2. Mose 7,22: Und die ägyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwören. Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  • 2. Mose 8,15: Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hörte sie nicht, wie denn der HERR gesagt hatte.
  • 2. Mose 9,7: Und Pharao sandte darnach, und siehe, es war des Viehs Israels nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er ließ das Volk nicht.
  • 2. Mose 9,35: Also ward des Pharao Herz verstockt, daß er die Kinder Israel nicht ließ, wie denn der HERR geredet hatte durch Mose.
  • Josua 11,20: Und das alles geschah also von dem HERRN, daß ihr Herz verstockt
    würde, mit Streit zu begegnen den Kindern Israel, auf daß sie verbannt
    würden und ihnen keine Gnade widerführe, sondern vertilgt würden, wie
    der HERR dem Mose geboten hatte.
  • 1. Samuel 6,6: Warum verstockt ihr euer Herz, wie die Ägypter und Pharao ihr Herz verstockten? Ist's nicht also: da er seine Macht an ihnen bewies, ließen sie sie fahren, daß sie hingingen?
  • Jeremia 5,6:
    Darum wird sie auch der Löwe, der aus dem Walde kommt, zerreißen, und
    der Wolf aus der Wüste wird sie verderben, und der Parder wird um ihre
    Städte lauern; alle, die daselbst herausgehen, wird er fressen. Denn
    ihrer Sünden sind zuviel, und sie bleiben verstockt in ihrem Ungehorsam.
  • Matthaeus 13,15: Denn dieses Volkes Herz ist verstockt,
    und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht
    dermaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem
    Herzen verstehen und sich bekehren, daß ich ihnen hülfe.
  • Johannes 12,40: Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, daß sie mit den Augen nicht sehen noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren und ich ihnen hülfe.
  • Apostel 19,9: Da aber etliche verstockt
    waren und nicht glaubten und übel redeten von dem Wege vor der Menge,
    wich er von ihnen und sonderte ab die Jünger und redete täglich in der
    Schule eines, der hieß Tyrannus.
  • Apostel 28,27: Denn das Herz dieses Volks ist verstockt,
    und sie hören schwer mit den Ohren und schlummern mit ihren Augen, auf
    daß sie nicht dermaleinst sehen und mit den Augen und hören mit den
    Ohren und verständig werden im Herzen und sich bekehren, daß ich ihnen
    hülfe.
  • Roemer 9,18: So erbarmt er sich nun, welches er will, und verstockt, welchen er will.
  • Roemer 11,7: Wie denn nun? Was Israel sucht, das erlangte es nicht; die Auserwählten aber erlangten es. Die andern sind verstockt,
  • 2. Korinther 3,14: sondern ihre Sinne sind verstockt.
    Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem
    alten Testament, wenn sie es lesen, welche in Christo aufhört;

  • Hebraeer 3,13: sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es heute heißt, daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Sünde.
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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Schwertlilie am Fr 05 März 2010, 09:44

Schalom Luluthia,

das liest sich nun wirklich so, als wenn Haschem den Pharao und sein Volk absichtlich verstocken will. Ist ja irgendwie aggressiv!

LG

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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Eaglesword am Fr 05 März 2010, 14:11

Zwei Hintergründe sind vorhanden:
1)
G'tt sagte in manchen Passagen der Schrift, "das Maß der Sünde" von dem oder dem Volk sei "noch nicht voll", was offensichtlich bedeutet: Er wartet bis zu festgelegten Zeitpunkten ab, um dem jeweiligen Volk die Chance zur Besinnung zu gewähren.
Hinzu kommt:
G'tt "ließ übrig zur Prüfung", weshalb "nicht restlos alle Völker aus Kena'an vertrieben wurden".
Antropologischer Aspekt war auch die Tatsache, dass manche der Völker Nephilim waren. Hethiter zum Beispiel, Rehabiter ebenfalls. Und was Nephilim uns Menschen angetan hatten, war gravierend genug, um die alles vernichtende Flut zu senden. Wenige der Nephilim überlebten sie dank ihrer angelischen übermenschlichen Fähigkeiten. Von ihnen stammten dann manche der kena'anitischen Völker.

2)
Ägypten war zur fraglichen Zeit mit Abstand eine bzw. die Hochkultur überhaupt. Zwei Ramses waren wohlwollend, Zeitgenossen von Awraham und Josef. Vom dritten Ramses heißt es: "er wusste nichts (mehr) von Josef...", das bedeutet, ihm war gänzlich unbekannt, wer Ägypten vor dem Abstieg bewahrt hatte. Nach wie vor führende Hochkultur in Verbindung mit Vergessenheit erzeugte Arroganz. Das genau war der springende Punkt, Gericht notwendig zu machen.
Diese Überheblichkeit erstreckte sich durch die gesamte ägyptische Einwohnerschaft, obwohl beim Auszug "viel Mischvolk" sich angeschlossen hatte.


Zuletzt von Eaglesword am Fr 05 März 2010, 14:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von wendy am Fr 05 März 2010, 14:16

Pharao wusste nichts von Josef...
Das bringt mich zur Überlegung:
Hochkultur:wer waren denn die Schriftgelehrten/im Sinne von Geschichtsschreibern??
Wie alt wurden die Pharaonen??? welche Generation war dieser Ramses ??
Ich kann das leider nicht nachvollziehen, warum einem Nachfolger Josefs diese Zeit unbekannt war ( 7 fette und magere Jahre- ist ein Geschichtsdatum )müsste in der Hochkulur bekannt gewesen sein ?!
Scheinbar war Israel doch eine höhere Kultur !!
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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Eaglesword am Fr 05 März 2010, 14:28

Nicht in den Augen der Ägypter, wenn wir lesen, dass "Viehhaltung den Ägyptern ein Greuel war" bzw. ihnen minderwertig vorkam. Ein Volk von Hirten wohnte bei einem Volk von Ackerbauern. Wahrscheinlich ergab das bekannte Stadt- Landgefälle den Grund zu dieser Einstellung: "Niederes Volk" stank nach Vieh und war dem Stadtadel unangenehm. "Fleischtöpfe Ägyptens" mussten indes nicht zwangsläufig mit ägyptischer Lebensart zusammenhängen, sondern konnten durchaus ein hebräisches Importprodukt darstellen.

Ooooh, und wie schnell etwas in Vergessenheit geraten kann, hat uns die Geschichte weltweit gezeigt. Man schüttelt immer wieder den Kopf angesichts des Phänomenes. Nicht umsonst wiederholt sich die Vergangenheit ständig, eben weil der Mensch nicht lernen will.


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Re: Die Verstockung des Pharaos

Beitrag von Luluthia am Fr 05 März 2010, 15:35

Shalom Ihr Lieben!

Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.

G'tt sagte in manchen Passagen der Schrift, "das Maß der Sünde" von dem oder dem Volk sei "noch nicht voll", was offensichtlich bedeutet: Er wartet bis zu festgelegten Zeitpunkten ab, um dem jeweiligen Volk die Chance zur Besinnung zu gewähren.

....Nach wie vor führende Hochkultur in Verbindung mit Vergessenheit erzeugte Arroganz. Das genau war der springende Punkt, Gericht notwendig zu machen.

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass ein Volk insgesamt so schlecht sein kann, dass HaShem ein Strafgericht über das gesamte Volk bringt. Und es mag so gewesen sein, dass er genug Zeit den Ägyptern gegeben hatte, sich vom Bösen abzuwenden.

Trotzdem verstockte HaShem den Pharao, so dass er wohl nur gegen das Volk Israel handeln konnte. Wenn doch aber der Pharao sich sowieso dem Bösen zugewandt hatte, warum dann noch die Verstockung? Es wäre doch möglich gewesen, dass der Pharao plötzlich eingelenkt hätte, oder? Und wenn er es nicht getan hätte, dann würde man mit Recht heute zu dem Schluss kommen müssen, dass das Strafgericht HaShems gerechtfertigt war.

2. Mose 7,3: Ich aber will das Herz des Pharaos verhärten, um viele Zeichen und Wunder im Lande Ägypten zu verrichten.

Wenn ich mir dann die Stelle in 2. Mose 7,3 vor Augen führe, in welcher die Verstockung damit begründet wird, damit HaShem Wunder und Zeichen tun konnte, frage ich mich, ob HaShem wirklich so handeln würde, oder ob die Schreiber der Bibel da nicht doch auch ihre eigenen Vorstellungen hineingebracht haben könnten.

Römer 9,18: So erbarmt er sich nun, welches er will, und verstockt, welchen er will.

Und so wie es aussieht, geschieht diese Verstockung noch immer, wenn man Römer 9,18 Glauben schenken darf.

Da frage ich mich dann, ob Menschen, die nicht an JHWH glauben aus sich selbst verstockt sind, oder aber ob sie durch JHWH verstockt sind.

Auch wenn ich, durchaus verstehen kann, wenn HaShem das Herz von Menschen verstockt, die sich dem Bösen zugewandt haben, so kann ich grade bei der Geschichte um das Ägyptische Volk nicht vertehen, warum da dann auch die Kinder leiden mussten, die doch letztlich gar nicht böse waren - oder waren sie es doch?

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