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Eine "Welt ohne Israel"!?

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Eine "Welt ohne Israel"!?

Beitrag von Elischua am Fr 05 Okt 2012, 10:33

Henry Kissinger und die amerikanischen Nachrichtendienste unterstützen eine »Welt ohne Israel

von Kevin Barrett


Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad wurde in den westlichen Medien heftigst kritisiert, weil er es gewagt hatte, sich »eine Welt ohne Israel« vorzustellen. Neuesten Meldungen zufolge stimmen Henry Kissinger und 16 amerikanische
Nachrichtendienste darin überein, dass es Israel in naher Zukunft nicht mehr geben könnte. Die New York Post zitiert Kissinger mit den Worten: »In zehn Jahren gibt es kein Israel mehr



Mehr zu lesen in Kopp-Verlag!

Anmerkung von mir:
Auch ein Herr Kissinger, wie in dem Artikel zu lesen ist:
Interessanterweise geben weder Henry Kissinger noch die Verfasser dieses Geheimdienstberichts in irgendeiner Weise zu erkennen, dass sie den Niedergang Israels beklagen. Dies ist insofern bemerkenswert, als Kissinger selbst Jude ist und immer als Freund (wenn auch manchmal als rauer Freund) Israels gesehen wurde, und alle Amerikaner, auch diejenigen, die für Geheimdienste arbeiten, stark von den einflussreichen israelfreundlichen Medien beeinflusst wurden.
wird keine Beeinflussung haben, Israel zu vernichten - sondern auch ihm und allen, die gegen Israel sind, werden, wenn der EWIGE kommt die Augen aufgetan und erkennen und sich fürchterlich schämen!

In Psalm 83 lesen wir:
1 Ein Lied. Ein Psalm. Von Asaf.
2 Gott, schweige nicht! Verstumme nicht und sei nicht stille, Gott!
3 Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt.
4 Gegen dein Volk planen sie listige Anschläge, und sie beraten sich gegen die, die bei dir geborgen sind.
5 Sie sprechen: Kommt und lasst uns sie als Nation vertilgen, dass nicht mehr gedacht werde des Namens Israel!
6 Denn sie haben sich beraten mit einmütigem Herzen, sie haben einen Bund gegen dich geschlossen:


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Re: Eine "Welt ohne Israel"!?

Beitrag von LukiSchnukkii am Sa 06 Okt 2012, 19:26

das können die eh vergessen Israel wird niewieder ausgewurzelt
die bleiben schön da bis Yeshua zurück kommt Smile

und imma schön beten das YHWH unseren Brüdern und Schwestern die Herzen auf Augen öffnet zu unserem Heilland Yeshua Smile




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Re: Eine "Welt ohne Israel"!?

Beitrag von Eaglesword am So 07 Okt 2012, 16:56

allerdings, wenn ZakarJahu (SecharJah, Zekariah) sich nicht irrte, steht uns mit Kapitel 14 des Buches ein dramatisches Event ins Haus. Die Heiden werden sich zu einer Armee zusammentun und Jeruschalaim einnehmen, die Frauen quälen und auch noch die Hälfte der Stadtbevölkerung verschleppen. Erst nach diesem Szenario "wird G'ttes Name einzig sein und G'tt einzig sein... Alle Nationen jährlich zum Sukotfest kommen... Neumond feiern..." und somit jüdisch leben


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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ein weiterer Araber denkt öffentlich nach

Beitrag von Eaglesword am Mi 10 Okt 2012, 23:27

Arabischer Frühling und der israelische Feind
http://arabnews.com/arab-spring-and-israeli-enemy

Arabischer Frühling und der israelische Feind
Von Abdulateef Al-Mulhim (Übersetzung durch R.L.)
Vor 39 Jahren, am 6. Oktober 1973, brach der dritte große Krieg zwischen den Arabern und Israel aus. Der Krieg dauerte nur 20 Tage. Beide Seiten wurden auch vorher schon in zwei andere großen Kriege verwickelt, in den Jahren 1948 und 1967.
Der Krieg von 1967 dauerte nur sechs Tage. Aber diese drei Kriege waren nicht nur eine arabisch-israelische Konfrontation. In der Zeit von 1948 bis zum heutigen Tag gab es viele Konflikte. Einige von ihnen waren kleine Scharmützel, viele von ihnen waren größere Zusammenstöße, aber es gab keinen wirklich großen Krieg, abgesehen von den oben erwähnten.
Der arabisch-israelische Konflikt ist der komplizierteste Konflikt, den die Welt je erlebt hat.
Am Jahrestag des arabisch-israelischen Krieges von 1973 beginnen viele Menschen in der arabischen Welt, sich Fragen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des arabisch-israelischen Konflikts zu stellen.
Die Fragen sind: Was waren die tatsächlichen Kosten dieser Kriege in der arabischen Welt und ihrer Menschen? Was waren die tatsächlichen Kosten für die Nicht-Anerkennung Israels im Jahre 1948? Warum haben die arabischen Staaten ihr Vermögen anstatt für Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur für Kriege ausgegeben?
Und die schwierigste Frage, die kein Araber hören will ist: Ist Israel wirklich der wahre Feind der arabischen Welt und der arabischen Menschen?
Ich beschloss diesen Artikel zu schreiben, nachdem ich Fotos und Berichte über ein hungerndes Kind im Jemen, den abgebrannten alten Markt in Aleppo in Syrien, die unterentwickelte Sinai-Region in Ägypten, Autobomben im Irak und die zerstörten Gebäude in Libyen sah.
Die Fotos und die Berichte wurden auf „Al-Arabiya“ gezeigt, der der meist gesehene und meist respektierte Nachrichtensender des Nahen Ostens ist.
Die Gemeinsamkeit bei Allem was ich sah, ist, dass die Zerstörung und die Gräueltaten nicht von einem Feind von außen begangen wurden.
Der Hunger, die Morde und die Zerstörung in diesen arabischen Ländern werden durch die gleichen Hände begangen, die angeblich diese Länder schützen sollen, aufbauen und die Einheit dieser Länder vorantreiben sollen.
Also die Frage ist jetzt, wer ist der wahre Feind der arabischen Welt?
Die arabische Welt verschwendet Hunderte von Milliarden Dollar und verlor Zehntausende von unschuldigen Leben im Kampf gegen Israel, was sie als ihren Erzfeind betrachten und dessen Existenzrecht sie niemals anerkennen wollen.
Die arabische Welt hat viele Feinde, und Israel sollte am Ende der Liste stehen. Die wahren Feinde der arabischen Welt sind Korruption, Mangel an guter Bildung, Mangel an guter Gesundheitsversorgung, Mangel an Freiheit, Mangel an Respekt für die Menschenleben und schließlich hatte die arabische Welt viele Diktatoren, die den arabisch-israelischen Konflikt zur Unterdrückung ihre eigenen Leute nutzten.
Die Grausamkeiten dieser Diktatoren gegen ihr eigenes Volk, sind weit schlimmer als alle bisherigen arabisch-israelischen Kriege.
In der Vergangenheit haben wir darüber gesprochen, warum einige israelische Soldaten Palästinenser angreifen und misshandeln. Auch sahen wir, wie israelische Flugzeuge und Panzer verschiedene arabische Länder angriffen. Aber diese Angriffe kann man nicht mit den aktuellen Gräueltaten vergleichen, die von einigen arabischen Staaten gegen ihr eigenes Volk begangen werden.
Die Gräueltaten in Syrien liegen jenseits jeglicher Vorstellungskraft! Und sind nicht die Iraker diejenigen, die die Zerstörung ihres eigenen Landes betreiben? War es nicht Tunesiens Diktator, der 13 Milliarden Dollar von armen Tunesiern stahl? Und wie kann ein Kind im Jemen verhungern, wenn das Land das fruchtbarste Land in der Welt ist? Warum sollte die irakische Intelligenz Irak verlassen, das 110 Milliarden Dollar Einnahmen aus dem Ölexport hat? Warum schaffen es die Libanesen nicht, eines der kleinsten Länder der Welt zu regieren? Und was hat die arabischen Staaten beginnen lassen, ins Chaos zu versinken?
Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel ausgerufen. Nur einen Tag danach, am 15. Mai 1948, erklärten die Araber Israel den Krieg, um Palästina wieder zurückzuerobern. Der Krieg endete am 10. März 1949. Er dauerte neun Monate, drei Wochen und zwei Tage. Die Araber haben den Krieg verloren und nannten diesen Krieg „Nakbah“ (Katastrophaler Krieg). Die Araber hatten nichts gewonnen, und Tausende von Palästinensern wurden zu Flüchtlingen.
Dann 1967 führten die Araber, geführt von Ägypten unter der Herrschaft von Gamal Abdul Nasser, einen weiteren Krieg mit Israel. Sie verloren mehr palästinensisches Land und machten weitere Palästinenser zu Flüchtlingen, die jetzt auf die Gnade der Länder angewiesen sind, die sie beherbergen.
Die Araber nannten diesen Krieg Naksah (Ärger). Die Araber haben ihre Niederlagen in beiden Kriegen nie zugegeben, und die Lage der Palästinenser wurde nur noch komplizierter.
Und jetzt, mit dem anscheinend nicht endenden arabischen Frühling, hat die arabische Welt keine Zeit für die palästinensischen Flüchtlinge oder die Lage der Palästinenser, weil viele Araber selbst Flüchtlinge und unter ständigen Angriffen aus den eigenen Reihen sind.
Die Syrer verlassen ihre Heimat, nicht weil israelische Flugzeuge Bomben auf sie werfen. Es ist die syrische Luftwaffe, die Bomben auf sie wirft. Und es sind irakische arabische Muslime, oft die intelligentesten Köpfe, die den Irak verlassen, um im Westen ihr Glück zu finden.
Im Jemen wird die weltweit traurigste menschliche Tragödie von den Jemeniten selbst geschrieben. In Ägypten sind die Menschen im Sinai vergessen.
Während viele der arabischen Staaten in einem solchen Durcheinander sind, wie geht es dem Erzfeind der Araber, Israel? Israel hat heute die modernsten Forschungseinrichtungen, Top-Universitäten und moderne Infrastruktur. Viele Araber wissen nicht, dass die Lebenserwartung der Palästinenser, die in Israel leben, viel höher ist, als die der Palästinenser in vielen arabischen Staaten. Sie genießen viel bessere politische und soziale Freiheit als viele ihrer arabischen Brüder. Auch die Palästinenser unter israelischer Besatzung in der Westbank und im Gazastreifen genießen mehr politische und soziale Rechte als mancherorts in der arabischen Welt.
War es nicht ein israelisch-palästinensischer Richter, der einen ehemaligen israelischen Präsidenten zu einer Gefängnisstrafe verurteilte?
Der arabische Frühling hat der Welt gezeigt, dass die Palästinenser glücklicher und in einer besseren Situation sind als ihre arabischen Brüder, die dafür gekämpft haben, sie von den Israelis zu befreien.
Nun ist es Zeit, den Hass und die Kriege zu beenden und zu beginnen, bessere Lebensbedingungen für die zukünftigen arabischen Generationen zu schaffen.


Zuletzt von Eaglesword am Mo 15 Okt 2012, 19:27 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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UNICEF als Hamansohn

Beitrag von Eaglesword am Do 11 Okt 2012, 22:27

werte Leserschaft,
wieder einmal versteigt sich eine humanitäre Organisation und entgleist als Antisemitenpack. Lest, um was es genau in folgender Petition geht. Jedenfalls brauchen wir viele
Unterschriften!


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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Re: Eine "Welt ohne Israel"!?

Beitrag von Eaglesword am Sa 13 Okt 2012, 13:29

So wird man Nahostkorrespondent und Kenner - Eine Anleitung
von Uta Hentsch, Samstag, 13. Oktober 2012 um 12:13 ·

CHADASHOT ISRAEL - ISRAEL NACHRICHTEN, Freitag 17. März 2006

von Claudio Casula

Vorbemerkung U. Hentsch: seit meiner Rückkehr aus Israel nach Deutschland in 12/2000 hatte ich bis 2010 die Freitagsausgabe der Chadashot Israel – Israel Nachrichten abonniert. Alle Freitags-Artikel von der Redakteurin Alice Schwarz-Gardos habe ich bis heute. Andere Wichtige Artikel, wie diesen von Claudio Casula habe ich ebenfalls aufgehoben.

___________________________________________________________________

Mach dir keine Sorgen: Obwohl der israelisch-arabische Konflikt schon etliche Jahrzehnte währt und hochkomplex ist, ist für den Berichterstatter kaum Grundwissen erforderlich. Es ist auch gar nicht nötig, den unwissenden Leser oder Zuschauer mit Fakten zu nerven und das ganz dicke Brett zu bohren. Ein simples Bild ist gefragt.

Und die Sache ist ganz einfach: Israel ist die stärkere Partei in diesem Konflikt (Bad Guy), die Palästinenser die Underdogs (Good Guy). Nach diesem Muster biegen wir die Ereignisse vor Ort zurecht. Du wirst sehen, es geht wie von selbst.

Vorbemerkung

Israel ist klein, gerade mal so groß wie Hessen, der Konflikt mit den Palästinensern im Vergleich zu anderen Kriegen lokal und eher begrenzt, auch von der Opferzahl her. Gerade mal zwei Tote pro Tag im Durchschnitt während der "Intifada". Das soll uns aber nicht anfechten. Tu so, als wäre jeder scheele Blick eine Meldung wert. Und wenn im Darfur in drei Jahren 180.000 Menschen niedergemacht werden - ein Toter in Gaza, ein paar neue Häuser in einer Siedlung, eine Demo, täglich dargebracht, vermitteln unserer Kundschaft: Da vor allem geht es um die Wurst.

Die Leute glauben längst, dass der Kampf um Israel/Palästina der Konflikt unserer Zeit ist, und wir arbeiten daran, dass es so bleibt.

Für dich ist der Job ideal: Du wohnst in Tel Aviv, kannst tagsüber im Mittelmeer baden und abends bequem in deinem Lieblings-Pub ein Bierchen zischen. Wenn du ein bisschen Action haben willst, brauchst du nur 15 km nach Osten zu fahren. So einen Konfliktherd findest du kein zweites Mal.

Fakten

Geh sparsam mit Fakten und bestätigten Meldungen um. Saftige Gerüchte und vorschnelle Anschuldigungen sind viel aufregender. Erinnere dich an Muhammed al-Dura. Oder an das "Massaker von Jenin". Heiko Flottau hat damals geschlagene zwei Wochen lang in der SZ sehr farbenfrohe Schauergeschichten von "500 Toten" gebracht, von Männern, die auf der Erde nebeneinander gelegt von Panzern überrollt wurden etc. In solchen Fällen setzt du die Glaubwürdigkeit deiner Gewährsleute einfach voraus. Entpuppt sich die Geschichte hinterher als grandiose Ente, ist das kein Drama. Eine Entschuldigung wird dein Blatt / dein Sender ohnehin nicht bringen.

Oder du setzt wie Flottau einen drauf und machst dich am Ende noch über den "Fehlschlag" der israelischen Armee lustig, die eben doch nur zwei Dutzend Terroristen erwischt hat.

Wenn es um die Ursachen für die "Al-Aqsa-Intifada" geht, ignoriere das Geständnis des palästinensischen Kommunikationsministers Faludji, der schon vor Jahren zugab, dass die Gewaltwelle Monate im Voraus geplant war. Wärme statt dessen zum x-ten Mal die ranzige These von Sharons Kurzbesuch auf dem Tempelberg als "Provokation" auf.

Opfer

Tote liefern spektakuläre Bilder. Die Araber zeigen die ihren gerne her, die Juden aus Pietätsgründen nicht. Also bringen wir auch nur die arabischen. Außerdem ist bei palästinensischen Begräbnissen immer was los, mit Hunderten, die in die Luft ballern und Rache schwören, während die Israelis nur schluchzend am Grab stehen.

Wichtig: Unbedingt vermeiden, dass man israelische Opfer sieht. Nach jedem Anschlag liegen in den Krankenhäusern Dutzende Schwerverletzte herum. Bekommt der deutsche Medienkonsument die zu sehen, könnte er auf die Idee kommen, dass auch Israelis Opfer des Konflikts werden.

In die Opferstatistik packen wir übrigens unterschiedslos alles rein, was bei dem Konflikt zu Tode kommt: Selbstmordbomber und ihre Opfer, Siedlerkinder und gezielt liquidierte Terror-Chefs, Zivilisten und Soldaten, nicht uniformierte Gunmen und Gelynchte, Kollateralschäden und Bewaffnete, die beim Überfall auf eine Ortschaft erschossen werden etc. Der Vorteil des undifferenzierten Bodycounts: Wer am Ende mehr Tote zu beklagen hat, egal ob Kombattanten oder Fahrgäste im Linienbus, ist im Recht.

Bilder, Bilder, Bilder

Die Medienpräsenz in Israel und Palästina wird dich überraschen. Dort drängeln sich mehr Journalisten als in ganz Afrika. Um jeden Steinewerfer stehen sechs Kameramänner und Fotografen herum. Dein arabischer Fotograf weiß schon, welche Motive gefragt sind, etwa wenn ein Panzer des Weges kommt und ein kleiner Junge zur Schleuder greift. Solche Gelegenheiten ergeben sich zuhauf, ja täglich, wohingegen man sich vom nächsten Busbombenattentat in Tel Aviv überraschen lassen muss. Da sind dann nun mal keine Bilder möglich.

Ursache und Wirkung

Geschieht ein solcher Anschlag, können wir davon ausgehen, dass die israelische Armee gegen die Urheber vorgeht. Dann sind wir wieder dabei. Wichtig: Die üppige Verwendung des Wortes "Vergeltung", auch wenn es sich um eine absolut vertretbare Maßnahme zum Schutz der Bürger handelt. Der Wiedererkennungswert ("alttestamentarische Rachsucht") ist beträchtlich und delegitimiert die Aktion. Bemühe das Bibelwort "Auge um Auge, Zahn um Zahn" bei jeder Gelegenheit. Es geht da zwar um Entschädigungsregelungen, aber das weiß eh kein Mensch. Erwischt die israelische Armee einen Chefterroristen per Rakete in seinem Auto, machen wir auf mit "Israel greift Gaza-Stadt an".

Pflanzt ein Terrorist am Straßenrand eine Bombe, wird dabei von einer Patrouille erwischt und erschossen, titeln wir "Israelis erschießen Palästinenser". Am Ende bleiben so nicht die palästinensischen Aktionen hängen, sondern die israelischen Reaktionen. Genial, nicht?

Die Mauer

Die von Israel errichtete Sicherheitsanlage besteht zu 96 Prozent aus High-Tech-Zaun, aber wir bleiben beim Terminus Mauer, das ist plakativer und erinnert an das Berliner Monstrum. Vermeide, den rasanten Rückgang der Terroranschläge um 80 Prozent zu erwähnen und weise statt dessen darauf hin, dass der Bau der "Mauer" manche Unbill für die palästinensischen Anrainer mit sich bringt.

Fahre notfalls 50 Kilometer am Zaun entlang, bis du ein Mauerstück findest, das du filmen kannst, gern mit einem palästinensischen Jungen davor, der einen Esel an der Leine führt. Alternativ: ein altes Mütterchen mit Kopftuch, das einen Checkpoint passiert oder mit einem schwer bewaffneten Soldaten disputiert.

Empöre dich über acht Meter hohe Betonteile und lass außer Acht, dass sie dort errichtet wurden, wo früher Gewehrschützen auf Autos und doppelstöckige Linienbusse schießen konnten.

Akzeptiere die Klage, die Sperranlage sei ein Hindernis für den Frieden, obwohl sie erwiesenermaßen ein Hindernis für Terroristen ist.

Friedensgegner

Im Gegensatz zu den palästinensischen Autonomiegebieten ist Israel eine Demokratie, in der echte Radikale kaum Zulauf haben. Erkläre deshalb jeden zum Hardliner, der sich rechts von Uri Avnery befindet.

Lässt du mal einen Israeli zu Wort kommen, was möglichst selten der Fall sein sollte, dann nimm einen wie Avneri oder auch Moshe Zimmermann. Die sprechen praktischerweise auch beide deutsch. Jeder Mainstream-Israeli, der aus guten Gründen Zweifel am Friedenswillen des palästinensischen "Partners" hat, ist für uns ein Gegner des Friedens an sich. Ganz wichtig: Stelle die Linken als die wenigen guten Israelis dar, die Siedler als das Böse schlechthin und ignoriere die breite Mitte der Gesellschaft. Sorge dafür, dass vor allem Soldaten, bewaffnete Siedler und orthodoxe Juden in deinen Berichten auftauchen.

In der palästinensischen Gesellschaft gibt es kaum echte Demokraten, deshalb gehört eine säkulare Terrororganisation wie Fatah schon in die Schublade "gemäßigt", auch wenn noch der letzte Likudnik mehr Demokratieverständnis besitzt als diese maskierten und Kalaschnikows schwingenden Kohorten. Danach kannst du die Hamas ruhig "radikal" oder besser "militant" nennen und guten Gewissens von "Radikalen" oder "Extremisten auf beiden Seiten" sprechen.

Mach alles gleich. Zwar stehen sich in diesem Konflikt zwei sehr unterschiedliche Parteien gegenüber, nämlich auf der einen Seite eine pluralistische parlamentarische Demokratie mit freier Presse, Gewaltenteilung etc., vom Wählerwillen auf Friedenskurs getrimmt, auf der anderen ein von korrupten Revoluzzern und Warlords kontrollierter rechtsfreier Raum, in dem allerhand Milizen ungehemmt wachsen und gedeihen, die ein Interesse am fortwährenden Kriegszustand haben, um von ihrem völligen Versagen auf allen Gebieten abzulenken. Du aber musst den Eindruck erwecken, dass da zwei irgendwie gleich geartete Konfliktparteien miteinander zu Potte kommen können. Vergiss die herkömmliche Weisheit, dass man für den Frieden zwei braucht, für den Krieg aber bereits einer genügt.

Hintergrundinformationen

Absolut tabu. Wenn du erst einmal anfängst, Teilungspläne, israelische Friedensofferten oder arabische Kompromissunfähigkeit zu erläutern, verunsicherst du nur die Leute, die den Beginn des Konflikts mit der Eroberung der Westbank und Gazas 1967 ansetzen und lediglich zwischen Besetzten und Besatzern unterscheiden wollen. Lass es!

Die Palästinenser

Hab Verständnis. Hab noch mehr Verständnis. Egal, was sie treiben, ob Lynchmorde an Kollaborateuren oder Jubelfeiern nach einem Massaker in Jerusalem, ob sie israelische Flaggen verbrennen und "Tod den Juden!" rufen oder Straßen nach Suizidmassenmördern benennen, ob sie Kinder als Kanonenfutter missbrauchen oder unehelich schwanger gewordene Frauen zur Wiederherstellung der Familienehre in den Märtyrertod schicken. Merke: An allem ist "die Besatzung" schuld, zehn Jahre Autonomie hin oder her.

Hake nicht nach, wenn Saeb Erekat von "40 years of occupation" spricht und Osloer Abkommen und Selbstverwaltung souverän ausklammert.

Unterschlage, dass die Roadmap in erster Linie von der PA Maßnahmen gegen den Terror fordert. Akzeptiere, dass Kompromisse seitens der Palästinenser nicht möglich sind, weil sie ihre Maximalforderungen als "heilige Rechte" ansehen und jedes Entgegenkommen als Verrat.

Lass sie jammern. Lass sie noch mehr jammern. Über Landkonfiszierungen und abgeholzte Olivenbäume, Mauerbau und Checkpoints und darüber, dass sie nicht mehr in Israel arbeiten dürfen. Halte dich nicht mit Erklärungen der Ursachen für jede dieser Maßnahmen auf. Dafür bleibt im unserem Tagesgeschäft keine Zeit. Schließlich können wir über alles reden, aber nicht über 1:30.

Gefahren

Vermeide es, auch nur ein Wort der Kritik am Gewalt- und Todeskult in den Gebieten zu verlieren. Mit Kritik kann man dort schlecht umgehen. Denk an Ricardo Cristiano von der RAI, der sich dafür entschuldigt hat, dass die Kollegen vom Privatsender RTI den Lynchmord von Ramallah gefilmt hatten, und an die massiven Drohungen gegen Journalisten, die das Verbrechen dokumentieren wollten. Oder an die Jubelszenen in Ramallah am 11. September. Man hat die ausländischen Reporter damals in einem Hotel eingesperrt, bis das Happening vorbei war. Also halte den Ball flach.

In Israel geschieht dir nichts. Die Linken sind dir sogar gern behilflich, wenn du Israel anprangerst, und die breite Masse ist ohnehin nichts anderes gewohnt.

Geht es in den Gebieten mal etwas heftiger zur Sache, bleib cool. Wozu hast du all die arabischen Freelancer, die als Fotografen und Kameramänner vor Ort sind? Mach dir den doppelten praktischen Nutzen klar: du musst das Bildmaterial nicht einmal sichten.

Wenn du für das Fernsehen arbeitest, spare dir das Anlegen der schusssicheren Weste für den Aufsager am Abend auf, damit man auch sieht: Hei-ho, der traut sich aber was als Krisenreporter!

Kleines Wörterbuch

Die dezente Zurückhaltung, die wir bei der Berichterstattung aus Frankreich oder Australien üben, darfst du an deinem neuen Arbeitsplatz getrost ablegen. Werte nach Herzenslust, greife tief in die Phrasenkiste, gehe großzügig mit Euphemismen und Hyperbeln um.

Terrorist: Militanter, Kämpfer, Radikaler, Bewaffneter

Terroranschlag: Angriff, Zwischenfall

Terrorwelle: Intifada, Aufstand, Unruhen, Widerstand, Ringen um Unabhängigkeit

Militäraktion gegen Terroristen: blutige Vergeltung, Rache, Drehen an der Gewaltspirale

Israelischer Politiker: Hardliner

Palästinensischer Diktator: charismatischer Führer

Arabischer Märchenerzähler aus Jenin: Augenzeuge

Zaun: Mauer

Liquidierung einer "ticking bomb": ungesetzliche Tötung

Andauernde Gewalt: Waffenstillstand, Hudna

Steine- und Molliwerfer, Gewehrschütze: Demonstrant

Chef einer islamistischen Terrororganisation: spiritueller Führer - dessen Stellvertreter: Kinderarzt

Beachte: Palästinenser nie im Aktiv erwähnen! Palästinenser werden erschossen, aber sie ermorden niemals Israelis. Sprengt ein Terrorist einen Bus in die Luft, titeln wir neutral: "Anschlag in Tel Aviv". Oder: "Nahost: Tote bei Selbstmordattentat". Nie die Urheber erwähnen. Zwar werden die Bomber immer von einer Organisation losgeschickt und sind nur ein Rädchen in der Maschinerie des Terrors. Sprich aber trotzdem von einer "Verzweiflungstat", das gibt den Human Touch.

Halte Äquidistanz zu Tätern und Opfern und sei stolz auf deine Unabhängigkeit und Neutralität. Wenn laut einer EU-Studie 59 Prozent der Europäer und 65 Prozent der Deutschen Israel als größte Gefahr für den Weltfrieden ansehen, ist das zu einem erheblichen Teil dein Verdienst.

Wenn du alle Ratschläge dieses Handbuches beherzigst, hast du besonders gute Chancen, bei Arte, beim ZDF, beim Stern oder bei der Süddeutschen Zeitung unterzukommen.







"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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zweierlei Maß

Beitrag von Eaglesword am Mo 15 Okt 2012, 19:23

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SAMSTAG, 13. OKTOBER 2012

Raketen aus dem Gazastreifen - wenn wir doch nur Türken wären

Sarah Honig... Übersetzung: R.L.
Another Tack...
12. Oktober 2012...

Wenn die richtige Motivation dahintersteht, dann kann die UNO mitunter blitzschnell reagieren. Es muss sich nur, wie im jüngsten Fall, um fehlgeleitete Mörsergranaten aus dem syrischen Bürgerkrieg handeln, die versehentlich die Grenze überschreiten.

Kein realistisch denkender Experte kann sich eine solche Kriegslist vorstellen, wonach der umkämpfte Despot Bashar Assad aus der Ferne in Damaskus absichtlich den türkischen Zorn erregen könnte. Assad hat vermutlich im eigenen Land mehr als alle Hände voll zu tun. Er dürfte am allerwenigsten ein Interesse daran haben, aggressive Aktionen gegen seinen großen Nachbarn zu starten, weil er damit Gefahr laufen würde, noch weiter ins Abseits zu geraten im Angesicht einer Welt, die ihm gegenüber bereits jetzt feindlich gesinnt ist.

Was auch immer wir über Assad zu sagen hätten, und es gäbe wohl viel, was man ihm vorwerfen könnte, dann zumindest dies, dass er nicht nach einer Konfrontation mit der Türkei strebt. Das dürfte nicht sein Ziel sein.

Trotzdem ist es bezeichnet, dass es zu einer harten Verurteilung Syriens nach jeder Granate kam, die auf türkischem Hoheitsgebiet einschlug. Man könnte meinen, dies sei die abscheulichste Kriegslust in der jüngsten Geschichte. Und so wurde UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon geradezu wachgerüttelt aus seiner sonstigen Neigung zum geradezu lethargischen Schweigen und Stillhalten (z. B. wenn die Hamas Raketen tief ins Innere von Israel abschießt).

Die Verletzung des türkischen Territoriums hat Ban Ki-Moon wachgerüttelt, trotz der Gefahr, dass die syrische Politik dadurch unberechenbar wird. In einer offiziellen Erklärung informierte er alle friedliebenden Bewohner dieses Planeten, dass er „alarmiert ist von der Zuspitzung der Spannungen“ zwischen Syrien und der Türkei.

Raketen aus Gaza werden bereits seit vielen Jahren in Richtung des Südens von Israel gezündet - und das nicht versehentlich, sondern absolut vorsätzlich – aber das hat ihn bisher nicht erschüttert. Ban Ki- Moon ist immer nur dann besorgt, wenn Israel irgendwann handelt, um seine Zivilisten vor den unaufhörlichen Terrorangriffen zu verteidigen.

Aber im Fall der islamistisch- regierten Führung in der Türkei erreichte Bans Sorge eine ganz neue Dimension. Mit beispielloser Schnelligkeit und Ernsthaftigkeit warnte er vor der Gefahr, dass der „18 Monate andauernde syrische Konflikt die gesamte Region erfassen könnte“.

Die offensichtliche Schlussfolgerung daraus ist, dass der Nahe Osten Probleme hat, weil logischerweise eine türkische Antwort zu erwarten ist, auf der Grundlage des selbstverständlichen Rechts auf Vergeltung. Dies zu betonen ist wiederum unnötig, aber das steht natürlich im krassen Gegensatz zu dem, was im Hinblick auf Israel als gerechtfertigt angesehen wird.

Aber da dies nun mal nicht für Israel gilt, beeilte sich Bans offizieller Sprecher, Martin Nesirky, mit der Feststellung, dass wir keine Zeit verstreichen lassen sollten um zu erkennen, dass „die Risiken des regionalen Konfliktes und die Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit steigen“.

Dies war jedoch noch nie der Fall, wenn die Hamas, der Islamische Dschihad und deren Verbündete Raketen auf israelische Kindergärten, Schulen, medizinische Einrichtungen, Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Lebensmittelgeschäfte und sogar auf das Kraftwerk von Aschkelon feuerten, das unter anderem auch Gaza mit Strom versorgt.

Der UN-Sicherheitsrat reagierte auch mit Übereifer, als Ankara beantragte, „die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die syrische Aggression zu stoppen und damit die türkische territoriale Integrität zu wahren“. Kaum hatte die Türkei protestiert, erging vom Sicherheitsrat die Verurteilung bezüglich dessen, was man als „syrischen Angriff“, bezeichnete. Dies steht gleichwohl im krassen Gegensatz zur unverhohlenen Verachtung, mit der die zahlreichen israelischen Beschwerden und Proteste abgetan werden.

Darüber hinaus bewies der Sicherheitsrat hier geradezu hellseherische Fähigkeiten in seiner Feststellung, dass dies ein Angriff und kein Unfall war, und dass der Angriff selbstverständlich von Assads Truppen und nicht von den Aufständischen ausgeführt wurde, die offen gesagt ganz offiziell von Saudi-Arabien und von Katar mit Waffen ausgerüstet werden. Die Tatsache, dass in dieser Angelegenheit keine internationale Untersuchungskommission beauftragt wurde, könnte bei einigen Stirnrunzeln auslösen, aber anscheinend sind solche Untersuchungen nur im Fall von Israel erforderlich und vorgeschrieben (natürlich ausnahmslos zu dem Zweck, die angebliche Schuld in einem eigentlich international anerkannten Verfahren zu belegen).

Auf jeden Fall zeigte der UN- Sicherheitsrat ganz offen sein Mitgefühl und sein Verständnis gegenüber den Türken. „Dieser Angriff", wurde uns gesagt, „kennzeichnet die schwerwiegenden Auswirkungen der Krise in Syrien auf die Sicherheit seiner Nachbarn und auf den regionalen Frieden und die Stabilität“.

Syrien hätte es noch viel schlimmer im Sicherheitsrat treffen können, wäre da nicht die wohlwollende Haltung russischen und chinesischen Assad-Verbündeten, die weitergehende schwere Verurteilungen gegen diese „schwerwiegenden Auswirkungen auf den internationalen Frieden und die Sicherheit“, im Unterschied zu den lediglich regionalen Auswirkungen, bisher verhindert haben.

Der Sicherheitsrat setzte seinen scheinheiligen Kurs fort mit der Forderung, „solche Verletzungen des Völkerrechts sofort zu stoppen, die sich nicht wiederholen dürfen“.

Hat man von diesem Sicherheitsrat dergleichen schon mal in Bezug auf Gaza gehört? Sie wahrscheinlich nicht. Es gibt so viele Möglichkeiten, um von den eigentlichen Tatsachen abzulenken.

Syriens UN-Gesandter, Bashar Ja'afari, wiederholte gegenüber seinen Gönnern seine Entschuldigung in Richtung Ankara und versichert dem Sicherheitsrat, dass seine Regierung nicht darauf aus ist, eine bewaffnete Auseinandersetzung mit der Türkei auszulösen. Aber niemand hörte darauf. Der Sicherheitsrat forderte das syrische Regime auf, „die Souveränität und territoriale Integrität seiner Nachbarn zu respektieren“. Die Israelische territoriale Integrität ist in dieser Forderung ganz sicher nicht gemeint.

Es gab natürlich keinen Aufschrei der Bestürzung nach der Ankündigung durch den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan, der wiederholt betonte, dass „die türkische Republik als Staat in der Lage ist, seine Bürger und seine Grenzen zu verteidigen. Niemand sollte versuchen, unsere Entschlossenheit in diesem Zusammenhang auf die Probe zu stellen“. Bei einer anderen Gelegenheit riet Erdogan Damaskus dazu, die „Fähigkeiten und die Entschlossenheit der Türkei nicht auszutesten“. Er erklärte, dass Ankara „nicht bluffen“ würde, wenn er voraussagt, dass er für jede „syrische Aggression“ Vergeltung üben werde.

Wenn Erdogans Amtskollege in Jerusalem wiederholt zu ähnlicher Rhetorik gegriffen hätte, dann wäre die globale Aufregung und Verdammung wohl geradezu ohrenbetäubend gewesen. Israelische Führer müssen eigentlich gar nichts reden, um die internationale Gemeinschaft gegen sich aufzubringen. Allein schon das Gerücht um eine angebliche Tyrannisierung durch die Juden-Monster reicht aus.

Israelis sind bereits schuld, noch bevor es ausgesprochen wird, oder noch bevor sie tatsächlich handeln.

Die Welt gibt vor zu wissen, was wir denken und verachtet uns dafür. Auf der anderen Seite gibt es reichlich Sympathie für die beklagenswerte Haltung der Türkei, weil es ein stillschweigendes Verständnis gibt für den Gegenschlag durch die Türkei, die ja leider gezwungen ist, Vergeltung zu üben. Seitens der Türkei ist die Erwiderung des Feuers unangefochtenes und selbstverständliches Recht.

Russland scheiterte bei dem Versuch, einen wenig schmeichelhaften Kommentar hinsichtlich der türkischen Vergeltungsmaßnahmen loszuwerden. Ein solcher Fehler könnte wahrscheinlich in Bezug auf Israel nicht passieren. Wir bekommen immer sehr schnell unser Fett weg, denn unsere Selbstverteidigung wird in zynischer Weise gleichgesetzt mit den grundlosen Angriffen auf israelische Zivilisten (die allerdings vorsätzlich begangen werden und bereits über Jahre andauern). Das ist unser Extrem-Szenario.

Die reflexartige Haltung des UN-Sicherheitsrates besteht darin, die israelische Selbstverteidigung abzulehnen und zu verurteilen, sowie das Ausmaß dieser Maßnahmen in Frage zu stellen. Hinzu kommt, dass man Israel verteufelt, dass man uns das Recht auf Vergeltung abspricht und behauptet, mit den Gegenmaßnahmen nicht zurückhaltend genug zu sein.

Offensichtlich ist es also deutlich besser, ein Türke zu sein.

Schauen wir uns nur einmal die Reaktion von US-Verteidigungsminister Leon Panetta auf Erdogans Warnung an, dass sein Land „nicht weit entfernt ist von Krieg mit Syrien.“ Panetta zeigte sich diesbezüglich ziemlich cool und gefasst, und mit betonter Gelassenheit informierte er alle und jeden, dass „die USA alle seine diplomatischen Kanäle einsetzt, und dass wir die Besorgnis über die Kämpfe teilen und die Hoffnung haben, dass sie sich nicht weiter ausbreiten“.

Nicht die leiseste Spur eines Hinweises von Seiten dieses hochrangigen Vertreters der Obama- Regierung auf das Säbelrasseln der Türkei. Panetta konnte sich lediglich zu der Äußerung hinreißen, dass „der kontinuierliche Austausch von Artilleriefeuer zwischen Syrien und der Türkei weitere Bedenken aufwirft, dass der Konflikt eskalieren und auf die Nachbarländer übergreifen könnte“.

Solch weichgespültes Vokabular ist im Zusammenhang mit Israel noch nie verwendet worden. Panetta, der zweifellos auch die Haltung des Präsidenten repräsentiert, verachtet hartherzig unsere Überlebensstrategien. Kurz gesagt, er bezieht alle Übel und Probleme in der Region auf Israel. Die unausweichliche Folge davon ist, dass vermeintliche Gerechtigkeit nur dann erreicht werden kann, wenn man Israel Unrecht vorwirft und dem Land Zugeständnisse abringt.

Vor weniger als 10 Monaten hatte Panetta bereits mit hochtrabenden Worten vor dem Brookings-Institut Saban Center eindeutig alle Beweislast auf Israel gelegt und das Land aufgefordert, Risiken einzugehen und „Schritte nach vorn zu gehen“, um den Frieden mit den Palästinensern zu erreichen. Da ist es dann offensichtlich auch egal, dass Israel bereits in Hülle und Fülle Risiken eingegangen ist, immer und immer wieder trotz teilweiser katastrophaler Entwicklungen. Dies führte jedoch letztlich zu immer mehr Blutvergießen und Missbrauch der Opfer. Die Täter gewannen Zeit und bekamen immer mehr Appetit auf noch mehr Opfer.

Was passiert, wenn unser guter Willen wieder einmal mit Schlägen ins Gesicht beantwortet wird? "Wenn die Gesten entlarvt werden, wird die Welt diese Gesten als das ansehen, was sie wirklich sind. Und das ist genau der Grund, warum Israel diesen Weg weiter verfolgen sollte“, verkündete Panetta.

Die unterschwellige Botschaft dahinter: Israel muss seine Kehle den Feinden und Völkermördern ausliefern, damit die ganze Welt die Tugendhaftigkeit Israels bewundern kann. Man sollte meinen, dass Panetta, ein ehemaliger CIA-Direktor, gerade aus einem versiegelten Bunker aufgetaucht ist, indem er blind an die israelische Tugendhaftigkeit appelliert, was letztlich nur Israels Schmähung und Verunglimpfung zur Folge hat.

Mit anderen Worten gesagt: Panetta propagiert, dass unser Ansehen steigen würde, wenn wir selbst immer schwächer werden, und diese Schwachheit würde dann unsere Aussichten auf die weitere Existenz verbessern.

Tatsächlich ist die Schwächung Israels die von der Obama- Regierung vertretende Definition von "Gerechtigkeit" und damit der Schlüssel zur Lösung, indem man Israels Waffen umkehrt. Also meint man, Israel die Leviten lesen zu müssen. Unter diesem Hintergrund sind auch die immer wiederkehrenden ernsthaften Warnungen vor einem israelischen Präventivschlag gegen iranische Atomanlagen zu sehen.

Ebenso fordert Panetta Israel mit hochtrabenden Worten dazu auf, „die Hände auszustrecken und Unstimmigkeiten auszubügeln mit denen, die ein Interesse an regionaler Stabilität haben – Länder wie die Türkei und Ägypten“. Wir mögen uns vielleicht fragen, wie viel Stabilität durch Ägypten oder die Türkei auf den Weg gebracht wurde, aber Panetta ließ keinen Zweifel daran, wer dafür verantwortlich ist, Unstimmigkeiten und Konflikte aus dem Weg zu räumen.

Panetta ging sogar noch weit darüber hinaus, als er behauptete, dass Israel die Palästinensische Autonomiebehörde angeblich untergrabe und schuldig daran sei, dass es keinen Neustart bei den stockenden Verhandlungen gebe. Das ist auch der Grund, warum er mit herrischem Ton sagte: „Geht doch endlich zurück an diesen verdammten (Verhandlungs-)Tisch!“

Können Sie sich vorstellen, dass jemand eine solch gefühllose Sprache und verächtliche Worte verwendet, um die Türkei einzuschüchtern? Offensichtlich gelten für die Türkei ganz andere Regeln als für Israel - ohne die unvergleichlichen, häufigen und bedrohlichen Provokationen gegen Israel in der Vergangenheit zu erwähnen.

Dies gilt natürlich auch für die Medien. Eine syrische Granate, die am vergangenen Sonntag auf türkischem Gebiet einschlug, machte weltweit Schlagzeilen. Mehr als 55 Granaten und Raketen, die Israel in derselben Nacht getroffen haben, blieben weitgehend unerwähnt. Der Israelische Schmerz lohnt offensichtlich nicht, Sendezeit dafür zu opfern.

In Anlehnung an Tewjes klagenden Ausruf in dem Musical „Fiddler on the Roof“ (Der Fiedler auf dem Dach) könnte man gleichermaßen ausrufen: „Wenn wir doch nur Türken wären!“


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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zur antisemitischen Pressepolitik

Beitrag von Eaglesword am Do 20 Dez 2012, 16:17

bietet Factum einen aufschlussreichen Artikel an


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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