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Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahrsfest

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Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahrsfest

Beitrag von Luluthia am Mi 09 Dez 2009, 13:40



Le-Schana towa tikatewu wetechatemu", möget ihr zu einem guten Jahr eingeschrieben und besiegelt werden, tönt es nach dem Abendgottesdienst durch die Synagoge. Heute ist der erste Tag des Monats Tischri (September/Oktober), das Neujahrsfest, welches auch der Tag der Weltschöpfung genannt wird und genau übersetzt "Haupt des Jahres" heißt. Im Gegensatz zu den anderen jüdischen Festen sind die ´Gewaltigen Tage`- Rosch ha-Schana und Jom Kippur- nicht auf ein historisches Ereignis zurückzuführen.

Dieses Fest wird gefeiert, um die Heiligkeit, das Spirituelle, die Gewissenserforschung sowie die Moral jedes einzelnen zu fördern, zu erkunden und zu erfragen.

Gemäß der Tradition war der erste 1. TISCHRI, das erste ROSCH HASCHANA der sechste Tag der Schöpfung. An diesem Tag schuf G-tt den Menschen, der, so erzählt der Midrasch, als er die Augen öffnete und die wunderbare Welt erblickte, in der Gewissheit und Anerkennung, dass G-tt König über die gesamte Schöpfung ist, sprach: „Gelobt sei der Name der Herrlichkeit Seines Reiches für immer und ewig.“ Und ferner erfahren wir, dass ADAM, als Haupt, ROSCH der Schöpfung alle Geschöpfe dazu bewegte, G-tt als König anzuerkennen. Somit war es der Mensch, der G-ttes Schöpfungsabsicht erst zu ihrer letztlichen Vollendung führte: nämlich dass alle Geschöpfe dazu gebracht werden, den Ew-gen anzuerkennen und zu preisen. ROSCH HASCHANA ist also beides: Der Geburtstag des Menschen und damit der Welt, die zwar schon geschaffen war aber erst mit dem Menschen zum Leben erwachte und der Tag der Krönung des Königs des Universums.

Das unterscheidende Merkmal, durch welches der Mensch vornehmlich von allen anderen Geschöpfen abgesondert ist, ist die ihm von G-tt gegebene frei Handlungswahl. Anders als die Tiere, die blindlings ihren angeborenen Instinkten folgen, hat der Mensch einen vollständig freien Willen, den er zu einem von zwei gegensätzlichen Zwecken gebrauchen kann: Er kann, G-tt behüte, den Weg der Selbstzerstörung wählen (einschließlich der Zerstörung seiner ganzen Umgebung); oder er kann den rechten Weg des Lebens wählen, den Weg von Tora und Mitzwot. Nur wenn er den letzteren Weg einschlägt, kann er sich emporschwingen und, gleich Adam, die übrige Welt damit zum höchstmöglichen Grade der Vollkommenheit hinaufführen. Dies ist das dem Menschen angeborene Recht; dies ist seine freie Wahl!


Zu Beginn des Neuen Jahres – möge es uns und allen Gliedern unseres Volkes Gutes bringen! – sollte sich jeder die Frage stellen: Was kann ich persönlich tun, um insgesamt zur Besserung der Lage im nächsten Jahre beizutragen? Was kann ich für meinen Nebenmenschen, für mich selbst, für mein Volk und für die ganze Welt tun?

Rosch Haschana gibt hierauf die Antwort und bietet gleichzeitig die beste Gelegenheit, dieses Hochziel zu erreichen.

Thematisch im Mittelpunkt von Rosch Haschana steht unsere erneuerte Anerkennung der G-ttlichen Souveränität, indem wir G-tt zum König "krönen" und "freudig Seine Herrschaft auf uns nehmen", indem wir jubelnd und dabei unterwürfig und ehrfürchtig Seine Herrschaft verkünden und uns Seinem Willen unterwerfen.


Diese Bejahung der G-ttlichen Souveränität kommt dadurch praktisch zum Ausdruck, dass wir unser tägliches Leben in völliger Übereinstimmung mit dem Willen und den Geboten der G-ttlichen Majestät führen, wie sie uns von G-tt gegeben worden sind, "Der das Leben will" (d.h. ein wahres, wertvolles Leben), und so wie sie in der Tora – Torat Chajim – verankert sind und in ihren Mizwot, von denen es heißt: "Dass der Mensch sie tue und durch sie lebe" (Lev. 18, 5). Wenn das Leben auf solche Weise gelebt wird, dann wird damit eine harmonische, glückliche Existenz für den Einzeln, für die Gemeinschaft und für die ganze Welt gesichert, sowohl auf geistigem wie auf materiellem Gebiete. Denn in Wirklichkeit stellen das Geistige und das Materielle nicht zwei getrennte Einheiten dar; vielmehr gehören sie zusammen, wie es ja auch im "Schma Jisrael" zum Ausdruck kommt, das bezeichnenderweise im Mussafgebet von Rosch Haschana zitiert wird:

Höre, Israel! (Wenn der Jude hört und versteht, dass) G-tt unser Herr ist (Herr des Einzelnen wie der Volksgesamtheit), und dass G-tt Einer ist (d.h. überall und ewig): dann trägt der Jude in der Tat zur Einheit der Schöpfung bei und tut diese Einheit kund. Er bezeugt damit, dass es das Geistige ist, welches das Körperliche bestimmt; und so erwächst aus der Verbesserung des Spirituellen im Leben eine Verbesserung auch der materiellen Umstände.

Ist G-tt unser König, sind wir Ihm allein Rechenschaft schuldig und so ist ROSCH HASCHANA gleichfalls der Tag des Gerichts, JOM HADIN (Dewarim 11,12). Die Essenz von ROSCH HASCHANA, nämlich G-tt als König über das gesamte Universum zu krönen, schließt ein, dass das Gericht dazu da ist, den Menschen wieder herzustellen, zu korrigieren und nicht zu zerstören.

Zwar ist ROSCH HASCHANA Tag des Gerichts, aber in der Gewissheit, dass G-tt ein liebender, gnädiger und barmherziger Vater ist, ist die Stimmung nicht traurig oder ängstlich, sondern ehrfürchtig und freudig zugleich.

EREW ROSCH HASCHANA

ROSCH HASCHANA dauert zwei Tage und beginnt mit dem festtäglichen Abendg-ttesdienst, zu dem sich die Gemeinde gemäß der Größe des Tages festlich, überwiegend weiß gekleidet versammelt. Der G-ttesdienst selber lässt durch einige wenige Änderungen des sonst üblichen Festg-ttesdienstes die Stimmung und das Wesen der „Hohen Feiertage“, nämlich Erhabenheit, Heiligkeit, Ehrfurcht und Hingabe, die gleichsam als Grundmotiv die Festtage begleiten, erkennen. Er wird mit dem Kol-Nidrej-Gebet eröffnet. Nach dem „SCHMA ISRAEL“ und den dazugehörigen Segensspüchen, folgt als Einschub der vierte Vers aus dem 81. Psalm: „Blast am Neumond mit dem SCHOFAR, am Monatsbeginn, zum Tag unsres Festes!“ Und schließlich gibt es sechs Änderungen in der AMIDA, selbst in den ersten und letzten drei BRACHOT, die sonst das ganze Jahr über gleich bleiben, die für die gesamte Zeit bis einschließlich JOM HAKIPPURIM gelten.

1. Der ersten BRACHA, „Stammväter“ wird „Gedenke unser zum Leben, König, der Wohlgefallen hat am Leben, und schreibe uns in das Buch des Lebens ein, um Deinetwillen, lebendiger G-tt“, hinzugefügt.

2. Der zweiten BRACHA, „Macht“ der Satz: „Wer ist wie Du, Vater des Erbarmens, der Seiner Geschöpfe in Barmherzigkeit zum Leben gedenkt.“

3. In der dritten BRACHA, „G-ttes Heiligkeit“ gibt es nach dem ersten Satz eine Ergänzung, die anstatt mit den Worten: „Gelobt seist Du, Ewiger, heiliger G-tt“, mit: „Gelobt seist DU, Ewiger, der heilige König“ endet:

„So gib doch die Furcht vor Dir, Ewiger, unser G-tt, auf alle Deine Werke und die Angst vor Dir, über alles, was Du geschaffen hast; Ehrfurcht vor Dir sollen alle Werke haben, sich bücken vor Dir alle Geschöpfe, und sie alle sollen eine Gemeinschaft bilden, um Deinen Willen mit ganzem Herzen zu vollziehen, so wie wir wissen, Ewiger, unser G-tt, dass die Herrschaft Dein ist, Macht in Deiner Hand, Kraft in Deiner Rechten, und dass dein Name Ehrfurcht erregt bei allem, was Du erschaffen hast.

So gib doch Ehre, Ewiger, Deinem Volk, Lob denen, die Dir Ehrfurcht bezeugen, Hoffnung denen, die Dich suchen, und einen stets beredten Mund denen, die auf Dich hoffen; (gib) Freude Deinem Land, Wonne Deiner Stadt, wachsendes Ansehen Deinem Diener David, und lass Licht bereiten dem Sohn Jischais, Deinem Gesalbten, bald in unseren Tagen.

So mögen die Gerechten es sehen und sich freuen, die Rechtschaffenen jauchzen und die Frommen mit Jubel frohlocken, und das Unrecht wird seinen Mund schließen; und alle Bosheit wird völlig wie Rauch vergehen, wenn Du die Frevlerherrschaft von der Erde beseitigst.

Nur Du, G-tt, allein wirst über alle Deine Werke regieren, auf dem Berg Zijon, der Stätte Deiner Herrlichkeit, so wie es in Deinen heiligen Worten geschrieben steht: Der Ewige wird in Ewigkeit regieren, dein G-tt, Zijon, in allen Generationen, Halleluja!

Heilig bist Du und ehrfurchtserweckend ist Dein Name, und es gibt keinen G-tt außer Dir, so wie es geschrieben steht: Erhaben ist der Ewige der Heerscharen durch das Recht, und der heilige G-tt wird durch Gerechtigkeit geheiligt. Gelobt seist Du, Ewiger, der heilige König.“

4. Die AMIDA erfährt eine weitere Änderung in ihrer Struktur. Die vierte BRACHA,„Heiligkeit des Tages“ entspricht hier in ihrem Wesen ganz den Hohen Feiertagen und enthält dementsprechend drei BRACHOT, die BRACHA SCHOFAROT, des Blasens des SCHOFARS, in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, die BRACHA SICHRONOT, des Gedenkens, in der darum gebeten wird, dass G-tt am Tag des Gerichts um der Väter, des MASCHIACHS, JERUSCHALAJIMS und JISRAELS willen, seines Volkes „zur Rettung, zum Guten, zur Gunst, zur Liebe, zum Erbarmen, zum Leben und zum Frieden ...“, gedenkt; und die BRACHA MALCHUJOT, des Königtums, in der um G-ttes Herrschaft über die Welt gebetet wird und darum, dass einst alle Völker G-tt als König in ... Seiner Würde, im Glanze der Hoheit Seiner Macht... anerkennen mögen und sprechen: „Der Ewige, der G-tt Jisraels, ist König, und Sein Reich waltet über allem.“

5. Der vorletzten BRACHA, „Danksagung“ wird der Satz: „Und schreibe alle, die Deinem Bund angehören, zu gutem Leben ein“

6. und der letzten BRACHA, „Frieden“ wird „In das Buch des Lebens, des Friedens und des guten Lebensunterhalt mögen wir von Dir bedacht und eingeschrieben werden, wir sowie das ganze Haus Jisrael, zu gutem Leben und zum Frieden. Gelobt seist Du, Ewiger, Schöpfer des Friedens“, hinzugefügt.

Schließlich wird nach der AMIDA von der ganzen Gemeinde vor dem geöffneten Thoraschrank der 24. Psalm gebetet, in dem zum Ausdruck kommt, dass G-tt, der Schöpfer von Himmel und Erde, König ist, dass Er sich aufmacht seinen Thron zu besteigen und dass nur der Mensch mit reinem Herzen, der Ihn sucht und Seine Herrschaft anerkennt vor Ihm bestehen kann.

Nach dem G-ttesdienst treffen sich die Familien zu Hause um den, mit den besonderen Speisen für ROSCH HASCHANA, festlich gedeckten Tisch zu einem Festmahl. Jede dieser Speisen hat eine besondere Bedeutung, die mit dem Wesen des Festes verbunden ist und die mit einem entsprechenden Segensspruch genossen wird. Die CHALLA ist rund wie der sich gerade erneuernde Jahreskreis. Der Honig, in den einige Speisen getaucht werden und auch der Honigkuchen unterstreicht den Wunsch für ein süßes Neues Jahr. Dann finden wir Speisen aus Möhren, jiddisch Mehren, die mit den Worten: „Mögen sich unsere Rechte mehren“, gegessen werden; Datteln, TAMRI, erinnert an das Wort „verzehren“, deshalb heißt der Segensspruch hier: „Mögen unsere Feinde verzehrt werden“. Zu dem Granatapfel gehören die Worte: „Mögen unsere Verdienste so reichlich sein, wie die Kerne eines Granatapfels“. Auf manchen Festtafeln findet man den Kopf eines Fisches oder das Fleisch eines Schafkopfes. Dies wird mit den Worten: „Möge es Dein Wille sein, dass wir zum Kopf sind und nicht zum Schwanz werden“, gegessen. Nüsse wird man jedoch nicht auf dem Tisch finden, klingt doch das jiddische Wort für Nüsse, Nissen, an das Wort Nissajon, Versuchung an und an die Versuchung zur Sünde sollte man an ROSCH HASCHANA nicht einmal denken.

Zur Eröffnung des Festes zündet die Hausfrau die Kerzen an und spricht den Segen zur Heiligung des Tages:

„Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-tt, König der Welt, der uns durch Seine Gebote geheiligt und uns befohlen hat das Licht des Tages des Gedenkens anzuzünden.

Gelobt seist Du, Ewiger unser G-tt, König der Welt, der uns Leben und Bestand gegeben und uns diese Zeit hat erreichen lassen.“

Der Hausherr spricht den Kiddusch, in dem ebenfalls das Fest als Tag des Gedenkens und Tag des Schofarblasens geheiligt wird. Die CHALLA wird nicht in Salz sondern in Honig getaucht. Nachdem alle ein Stück CHALLA gegessen haben, nimmt der Hausherr eine Apfelspalte, tunkt sie ebenfalls in den Honig, spricht den Segen:

„Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-tt, König der Welt,Schöpfer der Baumfrucht“

und isst sie. Nun essen alle ein in Honig getauchtes Stück Apfel. Danach betet man:

“Es sei Dein Wille, Ewiger unser G-tt und G-tt unserer Väter, uns ein gutes und süßes Jahr zu erneuern.“

Bevor man nun mit der festlichen Mahlzeit beginnt, wünscht man sich mit den Worten: „Mögest du zu einem guten Jahr eingeschrieben und gesiegelt werden,“ ein gutes Neues Jahr.Auf Hebräisch sagt man einem Mann: „LeSchana tova tikatev wetechatem“, und einer Frau: „LeSchana tova tikatevi wetechatemi“.

Dieser Wunsch ist im Talmud begründet, dort lesen wir, dass zu ROSCH HASCHANA vor G-tt drei geöffnete Bücher liegen: Das Buch des Lebens, in das die vollkommenen Gerechten, die ZADDIKIM eingeschrieben werden, das Buch des Todes, in das die vollkommenen Bösen, die RASCHAIM eingeschrieben werden und das Buch für die Durchschnittsmenschen, die BENONIM, in dem sie bis JOM HAKIPPURIM „stehen und hängen gelassen“ werden. Sie bekommen zehn Tage Zeit, um zu G-tt umzukehren und in das Buch des Lebens eingeschrieben zu werden, denn erst dann besiegelt G-tt Sein Urteil. (Bawli, Rosch ha-Schana 16b)

ROSCH HASCHANA

Der Neujahresmorgen beginnt mit einem feierlichen ca. fünfstündigem G-ttesdienst, der dem Schabbatg-ttesdienst ähnlich ist, allerdings gibt es zahlreiche Einschübe, die dem Tenor des Hohen Feiertags gerecht werden, herausgenommen wurde das HALLEL, denn der Talmud merkt an, dass es nicht sein kann, dass ein König Gericht hält, die Bücher des Lebens und des Todes vor sich hat, während Israel singt. Der Inhalt der Gebete und die Intonation der Liturgie schaffen eine Atmosphäre, die es dem Menschen ermöglicht, sich ganz auf G-tt auszurichten. So kann sich der Mensch G-tt gegenüber wahrnehmen als einer, der vor G-tt nicht bestehen kann und deshalb nicht um sein Recht, sondern um das Erbarmen G-ttes fleht, der sich seiner Stellung vor G-tt bewusst ist und weiß, dass er zu G-tt umkehren, TSCHUWA tun muss und so aus der Tiefe seiner Seele zu G-tt ruft (Psalm 130). Dem Menschen gegenüber steht G-tt, der erhabene König und Richter der Menschen, der als solcher angesprochen, gelobt, gepriesen und gefeiert wird. Die AMIDA ist die gleiche wie zu EREW ROSCH HASCHANA. Erst bei ihrer Wiederholung werden zahlreiche Gebete, in denen die Ehrfurcht der Menschen vor G-tt: „Gekommen ist die Furcht vor dem Tag der Abrechnung, vor Angst ist alles Leben vor der Zurechtweisung“, zum Ausdruck kommt, G-tt als Richter anerkannt wird: „Du bist der wahrhafte Richter. G-tt, der das Gericht anordnet, der die Herzen prüft am Tag des Gerichts ...“, G-tt als König und Schöpfer geehrt wird: „Du allein bist unser G-tt, im Himmel und auf Erden, mächtig und verehrt, ausgezeichnet von Myriaden, Er sprach und es geschah ..., Er lebt und besteht, der Furchtbare, Erhabene und Heilige!“ und die Hoffnung auf G-ttes Erbarmen bekundet wird: „Der Milde und Gnade übt am Tag des Gerichts, Seines Bundes gedenkt im Gericht. Der Mitleid hat mit Seinen Geschöpfen am Tag des Gerichts, die auf Ihn vertrauen läutert im Gericht. ... Der die erhört, die Ihn anrufen am Tag des Gerichts, Sein Erbarmen ausübt im Gericht. ... Der sich Seines Volkes erbarmt am Tag des Gerichts, die Ihn lieben schützt im Gericht.“

Die Thoralesung für den ersten Tag von ROSCH HASCHANA ist BERESCHIT 21,1-31 und handelt von der Geburt Jizchaks. In der HAFTARA geht es um das Gebet CHANNAS aus 1. SCHMUEL 1,1-2,10. Das Ritual vor der Thoralesung ändert sich dahingehend, dass der Vorbeter und Gemeinde dreimal hintereinander die „Dreizehn Eigenschaften der Barmherzigkeit G-ttes“:

„Der Ewige, der Ewige, G-tt, erbarmungsvoll und gnädig, langmütig, reich an Liebe und Wahrheit; Er bewahrt die Liebe bis ins tausendste Geschlecht, vergibt Schuld, Missetat, Sünde und läutert“ (Schemot. 34: 6-7) sprechen.

Vor dem Herausheben der Thorarolle wird ein persönliches Gebet gesprochen :

„Herr der Welt, erfülle unsere Bitten zum Guten, gewähre unseren Wunsch, erfülle unsere Bitte, verzeihe all unsere Sünden, und alle Sünden unserer Angehörigen, ein Verzeihen mit Liebe und Barmherzigkeit. Reinige uns von unseren Vergehen, unseren Sünden und Freveltaten. Gedenke unser zum Guten vor Dir und bestimme für uns Hilfe und Barmherzigkeit. Gedenke unser zu langem, gutem und friedlichem Leben, Ernährung und Unterhalt. Gib uns Brot zum Essen und Bekleidung zum Anziehen, Reichtum und Ehre und langes Leben, um Deine Lehre zu studieren und ihre Gebote zu erfüllen.(Gib uns) Verstand und Einsicht, ihre tiefen Geheimnisse zu verstehen und zu erfassen. Schicke Heilung all unseren Schmerzen, segne all das Tun unser Hände. Bestimme für uns gute, befreiende und tröstende Gesetze, nimm alle über uns verhängten bösen Beschlüsse weg. Mach, dass das Herz der Regierung, ihre Ratgeber und Minister uns gut gesinnt sei. Amen, möge dies Dein Wille sein.“

Danach werden zwei Thorarollen aus dem Thoraschrank genommen und der Aufruf des Vorbeters enthält den Zusatz: „Einzig ist unser G-tt, groß unser Herr, heilig und Ehrfurcht erweckend ist Sein Name“!

Eine besondere Bedeutung kommt dem MUSSAFGEBET zu, in dem wieder zahlreiche Gebete in die AMIDA eingewoben wurden. Eines der wichtigsten Gebete des Tages ist das

„Untane Tokef

Wir wollen die Macht der Heiligkeit des Tages schildern,

denn furchtbar ist er und erschreckend;

an ihm wird sich Dein Königtum erheben und Dein Thron

auf Gnade gegründet sein, und Du wirst auf diesem thronen in Wahrheit.

Wahrheit ist es, dass Du Richter bist, der zurechtweist,

der (alles) weiß und Zeuge ist,

der schreibt und besiegelt, zählt und berechnet;

Du gedenkst alles Vergessenen,

Du öffnest das Buch des Gedenkens, und aus ihm wird vorgelesen,

und die Unterschrift eines jeden Menschen ist darin enthalten.

In das große SCHOFAR wird geblasen

und ein leiser dünner Ton ist vernehmbar;

die Engel sind bestürzt, von Zittern und Beben ergriffen.

Und sie sprechen: Dies ist der Tag des Gerichts,

an dem das Heer des Himmels im Gericht zu prüfen ist,

denn (auch) sie sind in Deinen Augen nicht schuldlos im Gericht.

Und alle Geschöpfe der Welt

führst Du an Dir vorbei wie eine Herde.

Wie der Hirt seine Herde prüft,

seine Schafe unter seinem Stab hindurchgehen lässt,

so lässt Du vorbeiziehen, zählst, berechnest

und prüfst Du die Seele jedes Lebewesens

und bestimmst die Grenze jedem Geschöpfe

und schreibst ihr Urteil.

Am ROSCH HASCHANA wird man eingeschrieben

und am JOM KIPPUR besiegelt;

Wie viele hinübergehen und wie viele geboren werden,

wer leben wird und wer sterben,

wer zu seiner Zeit und wer vor seiner Zeit,

wer durch Feuer und wer durch Wasser,

wer durch das Schwert (und wer durch ein wildes Tier),

wer durch Hunger (und wer durch Durst),

wer durch Sturm und wer durch Seuche,

(wer durch Ersticken und wer durch Steinigung),

wer Ruhe haben wird und wer Unruhe,

wer Rast findet und wer Zerrissenheit,

wer frei sein wird von Sorgen und wer voller Leiden,

wer erhöht wird und wer erniedrigt,

wer reich sein wird und wer arm.

Doch Umkehr, Gebet und Wohltätigkeit,

wenden das böse Verhängnis ab!“

Noch eine Besonderheit des MUSSAFSGEBETS gilt es zu erwähnen: Bleibt die Gemeinde während des ganzen Jahres beim Sprechen des ALENUS stehen, nimmt sie nun die Aussage: „Wir aber bücken uns, werfen uns nieder ...“ , wörtlich und kniet sich und wirft sich bei dieser Stelle zu Boden.

SCHOFAR

Das SCHOFAR ertönt vor und während des MUSSAFS. Die Gemeinde steht und es herrscht vollkommene Stille. Der Schall des SCHOFARS ist sowohl die Stimme G-ttes, die den Menschen mit der Frage: „ADAM, wo bist du? Mensch, wie stehst du vor deinem Schöpfer?“, herausfordert, als auch die Stimme der Seele des Menschen mit einem gebrochenen Geist, der seine spirituelle Bedürftigkeit erkannt hat, sie nicht in Worte fassen kann und mit Seufzten zu seinem Vater und König zurückkehrt.

Raw Sa'adja Gaon nennt zehn Gründe für das Blasen des SCHOFARS:

· die Anerkennung G-ttes als König

· der Beginn der zehn Tage der Umkehr

· die Erinnerung an die Offenbarung am Sinai

· die Ermahnungen der Propheten, die wie SCHOFARTÖNE erklingen

· die Zerstörung des Tempels unter feindlichen Trompetentönen

· das Horn des Widders, der anstelle Jizchaks geopfert wurde

· das Bewirken der Bereitschaft, sich vor G-tt zu demütigen

· die Erinnerung an das kommende Gericht

· das bevorstehende Sammeln der Zerstreuten Israels bei der Ankunft des Maschiachs, die Erlösung

· die Auferweckung der Toten

Beim Blasen des SCHOFARS gibt es drei Hauptsignale und ein viertes Element:

1. TEKIA: wörtlich: blasen, ein langer, gleichmäßiger Ton, ein ganzes Tonmaß, der Schrei aus der Tiefe des Herzens,

2. SCHEWARIM: ein ganzer Ton, der gebrochen, in drei Teilen gespielt wird, vergleichbar einem langen Schluchzen, der Ton der Trauer und des Bedauerns über verpasste Gelegenheiten und Ereignissen, die beunruhigend waren und depressiv stimmten

3. TRUA: wörtlich: Alarm, neun rasche Stakkatotöne, auf der einen Seite vergleichbar mit dem heftigen Weinen eines Kindes, das kaum noch Luft bekommt; auf der anderen Seite ein Ruf zu den Waffen, um gegen den Feind anzutreten; TRUA ruft zur Stärke, Loyalität und Entschlossenheit, die es braucht, um zu siegen

4. TEKIA GEDOLA: ein lang anhaltendes TEKIA, ein doppeltes Tonmaß, der Ton der Erlösung

Den drei Signalen des SCHOFARS entsprechen drei Kräfte:

· Gnade – durchgezogener Ton – TEKIA

· Strenge – drei Töne – SCHEWARIM

· Barmherzigkeit – neun Töne – TRUA

Zu ROSCH HASCHANA ertönen im Laufe des G-ttesdienstes 100 Stöße. Sie teilen sich in drei und eine besondere Gruppen auf:

30 Stöße
30 Stöße
30 Stöße
und die noch verbleibenden 10 Stöße.
Die drei Gruppen von 30 Tönen haben eine besondere Struktur:
In der ersten Gruppe gibt es vier Arten von Tönen:
TEKIA: langer durchgezogener Ton
SCHEWARIM: 3 Töne
TRUA: 9 Töne
TEKIA GEDOLA: langer durchgezogener Ton von doppelter Länge
zusammen sind es 14 Töne
2. Gruppe:
TEKIA: 1 Ton
SCHEWARIM: 3 Töne
TEKIA: 1 Ton
zusammen sind es 5 Töne
3. Gruppe:
TEKIA: 1 Ton
TRUA– 9 Töne
TEKIA – 1 Ton
zusammen sind es 11 Töne, und alle drei Gruppen zusammen ergeben 30 Töne. Dies ist ein Ganzes.

Das SCHOFAR wird im Kern des G-ttesdienstes geblasen: Nach dem SCHMA – die erste Gruppe von 30; nach der leise gesprochenen AMIDA kommt die zweite Gruppe von 30; und nach der Wiederholung der AMIDA durch den Chasan die dritte Gruppe von 30. Dies sind zusammen 90 Töne. Nach dem KADDISCH wird TRUA – 9 Töne geblasen und dann TEKIA GEDOLA, der abschließende, doppelt lange Ton. Dies sind zusammen 10 Töne. Zählt man alle Töne zusammen, erhält man 100. Es ist die Pflicht für jeden Juden diese 100 Töne zu hören.

Es gibt noch eine weitere besondere Bedeutung der Töne des SCHOFARS.

TEKIA, der langer Ton, steht für den ersten Menschen, der nicht gesündigt hat, für den gesunden Menschen. SCHEWARIM, die drei kurzen Töne, stehen für den Menschen, der ohne Absicht gesündigt hat, das ist der kranke Mensch. TRUA, das atemlose Schluchzen steht für den Menschen, der mit Absicht gesündigt hat, das ist der Todkranke, dem nur noch Umkehr und Gnade helfen kann. Bei der 1. Offenbarung am Sinai ertönte ein kleines SCHOFAR, das allerdings nicht die Kraft der vollständigen Erlösung hatte. Erst wenn durch das SCHOFAR HAGADOL der TEKIA GEDOLA, der durchgezogene lange Ton, das 4. Element, der Ton mit dem doppelten Maß erklingt, sind alle Sünden getilgt und damit ist die Wiederherstellung, die Erlösung vollkommen und nur der Maschiach kann das bewirken. Und Er ist es, der bläst. Dies wird am Ende der Zeit sein, wenn der Maschiach wiederkommt, dann gilt: „Der Ewige ist einer und Sein Name ist einer.“ ( Sacharja 14,9)

TASCHLICH

Nach dem MINCHA begibt man sich zum TASCHLICH machen (wenn ROSCH HASCHANA auf einen Schabbat fällt, findet es am zweiten Tag statt), das bedeutet das „Wegwerfen“ der Sünden, zu einem fließenden Wasser, in dem Fische schwimmen. Eine Erklärung dafür ist, dass man sich im „Netz der Gnade G-ttes“ geborgen weiß und sicher ist, dass man da nicht herausfallen kann, genauso wie der Fisch im Netz des Fischers gefangen ist und ebenso wie das Auge des Fisches nie geschlossen ist, so schaut das nie schlafende Auge G-ttes auf uns bis in die tiefsten Tiefen unseres Herzens. An dem fließenden Gewässer spricht man folgendes Gebet, dessen Kern aus Micha 7,18-20 besteht:

„Wer, G-tt, ist wie Du, der die Sünde vergibt und über den Frevel des Restes Seines Erbes hinweggeht? Nicht auf immer hält Er Seinen Zorn fest, denn an der Liebe hat Er hat Gefallen. Immer wieder wird Er sich über uns erbarmen, wird unsere Sünden bezwingen, und ihre Verfehlungen wirst Du in die Tiefen des Meeres werfen. Alle Sünden Deines Volkes, des Hauses Israel, wirst Du an einen Ort werfen, wo man sich ihrer nicht erinnert, wo sie nicht gezählt werden und niemand je wieder an sie denken wird – in Ewigkeit. Erfülle Treue dem Jakow und Liebe dem Awraham, was Du unseren Vätern in der Vorzeit geschworen hast.“

Anschließend schüttet man seine Taschen und Kleiderfalten dreimal ins Wasser aus oder wirft mitgebrachte Brotkrümel hinein. Dies zeigt das Bestreben bar jeder Sünde in das Neue Jahr zu gehen und den Herzenswunsch alle, auch die verborgenen Sünden abzuwerfen.

Der zweite Tag von ROSCH HASCHANA

Der zweite Tag von ROSCH HASCHANA unterscheidet sich durch die Thoralesung und die Haftara vom ersten Tag. Die Thoralesung führt die vom ersten Tag fort, sie handelt von der AKEDA JIZCHAKS und steht in BERESCHIT 22,1-24. Die Haftara ist aus JERIMIJAHU 31,1-19. Dies ist ein Kapitel des Trostes.

Es findet kein TASCHLICH mehr statt.

Es wird ein Segen über ein neues Kleidungsstück und über eine Frucht, die in diesem Jahr noch nicht gegessen wurde gesprochen.

Die zehn Tage der Umkehr – ASSERET JE'MEJ TSCHUWA

Die zehn Tage der Umkehr, die mit ROSCH HASCHANA begonnen haben und mit JOM HAKIPPURIM enden, dienen dazu, von Herzen umzukehren, denn es heißt: „Von all euren Sünden sollt ihr rein sein vor G-tt“ (Wajikra 16,30). Weiter heißt es: "Suchet den Ewigen, solange Er sich finden lässt, ruft Ihn an, solange Er nahe ist" (Jes. 55,6). Die Weisen sagen, dass sich diese beiden Verse auf die Zeit wischen ROSCH HASCHANA und JOM HAKIPPURIM beziehen. Deshalb ist es gut und richtig sich noch einmal selbst zu prüfen und Buße zu tun. Die Grundlage und Qualität der Umkehr ist nun jedoch eine andere als im ELUL. Im ELUL war G-tt unterwegs bei den Menschen und sie konnten Ihm wie einem guten Freund begegnen. Nun hat G-tt seinen Thron bestiegen, Er wird als König und Richter anerkannt. Im ELUL ist Liebe die Basis der Vergebung, die Strenge tritt dabei in den Hintergrund. Jetzt ist Strenge der Maßstab und die Liebe ist in den Hintergrund getreten. G-tt, in Seiner Bereitschaft zu vergeben, hat sich nicht geändert und der Mensch in seinen Verstrickungen hat sich nicht geändert, aber die Position G-ttes und damit auch die Position des Menschen. Man begegnet einem König und Richter anders als einem Freund. Dies findet seinen Ausdruck in der AMIDA für diese zehn Tage, wo es heißt:

„So gib doch die Furcht vor Dir, Ewiger, unser G-tt, auf alle Deine Werke und die Angst vor Dir, über alles, was Du geschaffen hast; Ehrfurcht vor Dir sollen alle Werke haben, sich bücken vor Dir alle Geschöpfe, und sie alle sollen eine Gemeinschaft bilden, um Deinen Willen mit ganzem Herzen zu vollziehen, ...“

Die Schlüsselworte, die die Haltung des Menschen vor seinem König beschreiben sind: Furcht, Angst und Ehrfurcht. In dieser Haltung vor seinen Schöpfer zu treten führt zu bedingungsloser Unterwerfung und der Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit. Erst von diesem Standpunkt aus werden die Menschen befähigt eine Gemeinschaft zu bilden, die G-ttes Willen von ganzem Herzen erfüllt. Wir sehen, dass man sich G-tt nicht wirklich auf eine „lockere“ Art und Weise nähern kann, sondern man kommt ihm nur in einer Haltung der Furcht, der Angst und der Ehrfurcht wahrhaftig näher. Erst daraus erwächst die Liebe zu G-tt. Ohne vollständige Kapitulation vor G-tt, kann man nie von ganzem Herzen Seinen Willen erfüllen, denn man wird niemals dieses ganze Herz bekommen. Ohne Ehrfurcht ist man auch nicht in der Lage von ganzem Herzen umzukehren, die Sünde zu hassen und sie auszurotten. Die zehn Tage der Umkehr, sie heißen auch Tage der Ehrfurcht, sind ein Geschenk G-ttes an uns, das uns hilft, heile und ganze Persönlichkeiten zu werden, die wissen, wer sie sind und wer G-tt ist und die von ganzem Herzen G-ttes Willen nicht nur tun wollen, sondern auch in der Lage dazu sind, ihn aus Liebe zu G-tt zu tun. Diese zehn Tage fordern uns heraus in die Haltung der Ehrfurcht vor G-tt einzutreten.

* Alle Gebetstexte sind aus dem Machsor Schma Kolenu für Rosch Haschana entnommen

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Re: Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahrsfest

Beitrag von Luluthia am Do 20 Sep 2012, 19:04

Das Schofarblasen:

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