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FAQ zu BIBEL unter der LUPE

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Beitrag von Mati am Di 01 Jan 2013, 19:32

Lieber ABA, Schalom
Möge der Allmächtige euch Frieden schenken innerlich und äusserlich.

Eine sehr gute Idee von dir, dieses Thema genau auf den gesetzlichen Jahreswechsel 2012/13 zu stellen, denn die Frage in Gen 3,1 geht uns alle an: "Hat Gott wirklich gesagt?" Sie wurde und wird verschieden beantwortet:

  1. Ja - Beispiel: David: Die Torah JHWH's ist vollkommen und erfreut die Seele. Das Zeugnis JHWH's ist glaubwürdig und macht weise die Unvermögenden Ps 19.
  2. Ja, aber wir müssen es oft anders herum verstehen: Beispiel: Menschen zur Zeit Jeschajahus, die das Böse gut nennen und das Gute bös Jes 5,18-21 oder JHWH's Torah zur Lüge machen Jer 7,8.
  3. Nein - Beispiel: König Jojakim zerschnitt die Buchrolle Jeremias aus dem
    Mund JHWH's mit dem Schermesser und warf sie ins Feuer Jer 36,2.23.
Nehmen wir das Beispiel Jona's, des Sohnes Amittais. Während in 2.Kön 14,25 auf eine konkrete Botschaft JHWH's durch diesen Propheten aus Gat Hepher, die Grenze Israels wiederhergestellt werden konnte, finden wir in seinem Buch praktisch nur Selbsterlebtes. Er wurde den Leuten von Ninive selbst zum Zeichen.

Eine grosse Mehrheit bezeichnet seine Geschichte bis heute als Phantasie. Nicht so Rabbi Jeschua BenJosef, der u.a. seine Aufgabe darin sah, vor allem dem einfachen Volk seiner Zeit, die Glaubwürdigkeit, Gültigkeit und wahre Bedeutung von JHWH's Torah und den Propheten zu bezeugen Matth 5,17.

Nachdem er vom Tag der Rechenschaft über jedes unnütze Wort gesprochen hat, wird ein Legitimationszeichen von ihm verlangt. Darauf beurteilt er zuerst die Hintergedanken von solchen, die solche Zeichen begehren. Dann vergleicht er das, was ihm bevorsteht, mit der Geschichte Jonas, wobei ein grösserer als Jona vor uns steht.

Im Gegensatz zu David, der wusste, dass niemand sich vor dem Angesicht des Ewigen verstecken kann Ps 139,7, macht Jona sich auf, um vor dem Angesicht JHWH's zu fliehen 1,3.10. Rabbi Jeschua BenJosef aber kannte die Gedanken seines Vaters, aber auch seiner Jüngers Judas Matth 12,36-42.
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Beitrag von ABA am Di 01 Jan 2013, 20:30

Schalom lieber Mati,

hätte ich gewusst, dass schon rasch FAQ gepostet wird, hätte ich den Bereich früher eingerichtet. Trotzdem ist es mir noch gelungen, das FAQ-Posting einzurichten und habe deinen Beitrag an die richtige Stelle hierher verschoben.
Allerdings bin ich noch dabei, einige meiner Themen-Beiträge zu diesem Thread aus meinem Archiv herüber zu bringen und dem neuen Forums-Style anzupassen. Dies dauert bei mir etwas länger, da DODI und JOELA momentan einiges andere zu tun haben. Außerdem meinen beide, irgendwann sollte ich die Computertechnik gelernt haben, und meine alte Adler-Schreibmaschine ins Museum bringen!
Also bitte ein kleines bisschen Zeit.

Schalom ABA


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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Re: FAQ zu BIBEL unter der LUPE

Beitrag von Eaglesword am Di 01 Jan 2013, 22:11

dass Frauen auch immer so wahre Dinge sagen müssen...


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Re: FAQ zu BIBEL unter der LUPE

Beitrag von Fadinger am Do 03 Jan 2013, 14:13

Schalom zusammen!

Eine Anmerkung zu Salomos ehernen Meer, bzw. zur π-Taste des biblischen Taschenrechners ... Wink
"Dann machte er das «Meer». Es wurde aus Bronze gegossen, maß zehn Ellen von einem Rand zum andern, war völlig rund und fünf Ellen hoch. Eine Schnur von dreißig Ellen konnte es rings umspannen." (2 Chr 4,2)
Normal ist Umfang = Durchmesser x Kreiszahl π, welche allgemein mit 3,14 gerechnet wird. Wären dann aber mindestens 31 Ellen Umfang.
Oder war das biblische π (Pi) der Einfachheit halber auf 3 abgerundet? פּ (Pe) sozusagen ... Laughing
Gruß F

Edit: Frage: Wie bringt man den Dagesch ins Pe?
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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Bibel-FAQ - Anglerlatein ...

Beitrag von Fadinger am Fr 04 Jan 2013, 20:59

Schalom, schönen Abend!

Weitere Anmerkungen zum ehernen Meer, insbesonders zur Frage, ob zweitausend oder dreitausend Bat realistischer sind.
Folgende Angaben sind vorhanden: Ein rundes, fünf Ellen hohes, becherförmiges Becken mit zehn Ellen Durchmesser. Becherförmig könnte auch konisch nach unten kleiner werdender Durchmesser bedeuten, das dadurch geringer werdende Volumen ist aber zweitrangig, weshalb ich auch der Einfachheit halber mit einer zylindrischen Form rechne.

Einheiten:
1 Elle = ca. 45cm
1 Königselle = ca. 52,5cm
1 Bat = 22 Liter

Mit der kleinen Elle gerechnet ergäbe das (2,25² x 3,14 x 2,25 = 35,7665625) knapp 36m³. Mit 44.000 Liter hätte man dann schon einen ordentlichen "Gupf" ... Wink
Da es sich aber um ein Gerät des Tempels handelt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit von einen Maß in Königsellen auszugehen. Dann schaut die Rechnung bereits anders aus (2,525² x 3,14 x 2,525 = 50,5491428125), also schon gut 50m³. Geht man davon aus, daß man nicht bei jeden Reinigungsbad eine Überschwemmung haben wollte, und man deshalb das Becken nicht randvoll füllte, und berücksichtigt eine eventuelle konische Form, so sind 2.000 Bat, also 44m³ durchaus reell. Hingegen dürfte 3.000 Bat, also 66.000 Liter unter Anglerlatein fallen, ergo der Redakteur vom zweiten Buch der Chronik war Fischer ... Wink
Gruß F
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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Bibel-FAQ - Neue Perspektiven ...

Beitrag von Fadinger am Sa 05 Jan 2013, 00:09

Schalom miteinander!
@ABA schrieb:Deshalb würden wir jüdischen Schriftgelehrte den Schlüsselvers aus Lukas 16, 1ff, folgendermaßen übersetzen:

… und der Hausherr verdammte/verfluchte/verwünschte
den betrügerischen Verwalter,
weil er hinterlistig gehandelt hat!!!

Damit hat dieses so umstrittene Gleichnis des jüdischen Rabbi Jeschua BenJosef gleich ein anderes, ja sogar verständliches Gesicht!
Danke ABA für diesen äußerst interessanten Beitrag!
Nicht nur das Gleichnis bekommt eine andere Bedeutung, auch die folgenden Sätze. Der Schlußsatz des Gleichnisses macht so überhaupt erst Sinn"
Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. - Lk 16,8
Wenn der Herr die Falschheit des unehrlichen Verwalters tadelte, wird er vor allem auch gesagt haben, daß sich die Kinder dieser Welt aus Durchtriebenheit gegenseitig über den Tisch ziehen.
Jetzt weiß ich, warum ich mit dieser Bibelstelle immer so meine Probleme hatte. Nicht so sehr mit dem Gleichnis selbst, der Schuldennachlaß wäre nichts Schlechtes, blos der unehrlichen Verwalter macht es ja nur aus Eigennutz. Aber daß weltliche Ausrichtung "klüger" sein soll, als die Orientierung der Kinder des Lichtes, daß ist nie so richtig bei mir angekommen ...
In diesem Sinne (Lk 16,10) ...
Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.
Gruß F
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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Bibel-FAQ - Senfkorngleichnis

Beitrag von Fadinger am Sa 05 Jan 2013, 20:15

Hallo, Schalom!

Das Gleichnis vom Senfkorn - Ungereimtheiten werden bei fachlicher Betrachtung relativiert

So, da mir das Forum heute Nachmittag einen langen und mühsam zusammengesuchten Text ins Nirwana befördert hat, das Ganze nochmals, allerdings kürzer und "direkter" ... Wink
@ABA schrieb:Also …
… wenn JeSus wirklich der Sohn des Schöpfers von Himmel und Erde war, dann hat er aber seinerzeit bei der Erschaffung, oder zumindest bei der Entstehung der Arten und der Natur nicht besonders aufgepasst. Denn die Endredakteure der Evangelien aus dem christlichen Neuen Teils der "BIBEL", schreiben ihm die Aussage zu, die auch weltbekannt ist:

* Das Senfkorn ist das kleinste unter allen Samenkörnen auf der Erde

sowie:

* Wenn dieser Same aufgeht ist es größer wie alle anderen und wird ein Baum

Diese Aussagen von Jesus über das Senfkorn sind falsch!
Nicht unbedingt!
Schauen wir doch einmal genauer hin: "Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte."
Was sät man denn üblicherweise auf einen Acker? Bäume? Dann würde sich aber eher der Vergleich mit Zedernsamen eignen, welche nicht wesentlich größer als Senfkörner sind ...
Nein, das Gleichnis bezieht sich definitiv auf Getreide (= "das von der Erde Getragene"). Gegenüber Getreide ist nun mal Senf das kleinste Samenkorn, die Senfpflanze wächst auch höher, als die damals bekannten Getreidearten aus der Familie der Süßgräser unter den Monokotyledonen (= Einkeimblättrigen). Mais kannte man ja bei uns zu der Zeit noch nicht.
Wobei der im besagten Gleichnis wahrscheinlich angesprochene "Schwarze Senf" (Brassica nigra) zur Gattung Brassica (= Kohlgewächse) gerechnet wird. Insofern ist er mit Brassica oleracea var. capitata, unsem allseits bekannten und beliebten Kraut, verwandt ... Wink
Schwarzer Senf wird eine mannshohe Staude, vom Wuchs her ähnlich der Hanfpflanze, die Hanfsamen sind jedoch deutlich größer. Somit bekommt auch Mk 4,32 seine Richtigkeit, wo es heißt:
"Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse (die man am Acker sät) und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können."
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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Poesie vs. Agronomie

Beitrag von ABA am So 06 Jan 2013, 12:00

Schalom Fadinger,
deine Ausführung hat nicht im geringsten etwas damit zu tun, was ich dargestellt habe. Es geht nicht um eine landwirtschaftliche Exegese, sondern um eine faktische biologische Aussage des christlichen Schrifttums. Der christliche Redakteur, der die Senfkorngeschichte in die Welt setzte, oder dem heidenchristlichen Christus in den Mund legte macht eine klare FALSCHAUSSAGE!!!

  • Der Same des Senf ist der kleinste auf der Welt.
  • Das Gewächs des Senfs wird größer als alle Bäume des Erdkreises.
Also, es geht nicht um eine Landwirtschaftliche Aussage, mit der du bestimmt Recht haben magst! Ich habe ja nur mit einer kurzen Aussage dies eigentlich klar angedeutet, ohne jetzt eine agronomische Ausarbeitung hier vorzulegen, von der du garantiert wesentlich mehr Ahnung hast, als ich in meiner Arbeit als Spargel-Anbau-Helfer und Kartoffel-Stecker aufweisen kann.
@ich schrieb: Die Aussage des christlichen Neuen Teils der "BIBEL", bezieht sich nicht nur auf das Gebiet um Jerusalem, Jehuda, Schomron und Galil. Er gab unmissverständlich zu verstehen: >… των επι της γης < auf dem ganzen Weltkörper! Somit ist das ganze Pflanzenleben auf dem Planeten Erde bei der Aussage des christlichen Gottessohnes miteinbezogen. Also macht die BIBEL hier konkrete naturwissenschaftlich verifizierbare Aussagen. Diese sind allerdings ganz eindeutig falsch.
… denn:
… wir sollten der Senfkorn-Aussage des Neuen Teils der "BIBEL" doch nur einen "poetischen Vergleich" zusprechen. Dies ist ohne Widerworte akzeptabel. Weiterhin ist auch klar, dass die christlichen Schriften meines Erachtens keine wissensachaftliche Aussage machen wollten. Jedoch hat es dogmatisch gesehen so den Eindruck hinterlassen. Denn konkrete Aussagen sind entweder falsch oder richtig! "Jesu Aussagen" über Senf sind allerdings falsch!
שלום אבא
Schalom ABA
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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Noch etwas POESIE und …

Beitrag von ABA am So 06 Jan 2013, 12:21

… zusätzlich zu meiner vorherigen Ausführung habe ich da noch was aus der >ökumenischen Bibelwoche 2013< von Risto erhalten:
Die Antike
kennt viele verschiedene Senfsorten und senfähnliche Pflanzen. Die griechischen Texte sprechen von napy, sinapi, sinapis. Die rabbinischen Texte verwenden die hebräische Bezeichnung hardal oder das aramäische hardla, und sie unterscheiden hardal baladi (gewöhnlicher oder einheimischer Senf) und hardal mazri (ägyptischer Senf). Im Alten Testament wird Senf nicht erwähnt.
Der Senf, den das Neue Testament in dem Gleichnis Mk 4,30-32 parr nennt, ist wahrscheinlich der schwarze Senf (brassica nigra) die Pflanze der heimischen Sinapis- und Brassica-Arten, die bis zu 2 m hoch werden kann. Diese Art kommt in Galiläa verbreitet vor. Daneben kommen auch der Weiße Senf (sinapis alba), der Gelbe Senf (sinapis arvensis) und der sog. Senfbaum (salvadora persica) in Frage.
Welche dieser Pflanzen genau gemeint ist, lässt sich nicht endgültig entscheiden. Die Arten schwarzer Senf (brassica nigra) und Weißer Senf (sinapis alba) sind bis heute im Nahen Osten sehr verbreitet. Sie kommen wild und kultiviert vor.
Die älteste Fassung des Senfkorn-Gleichnisses
Und er sprach: Wie sollen wir die Königsherrschaft Gottes vergleichen oder in welchem Gleichnis sollen wir sie darstellen? Wie bei einem Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, kleiner ist als alle anderen Samenkörner auf der Erde; und wenn es gesät wird, geht es auf und wird größer als alle Gartengewächse und treibt große Zweige, so dass die Vögel des Himmels unter seinem Schatten nisten können. (Mk 4,30-32)
In der ältesten Fassung des Jesusgleichnisses im Markusevangelium geht es um Gartenpflanzen. Die besondere Größe des Senfgewächses, das aus einem kleinen Samenkorn wächst, wird im Vergleich mit den anderen Gartengewächsen hervorgehoben (V.32). Die strauchartigen Stauden der Brassica- oder Sinapis-Arten sind Gartengewächse, die in biblischer Zeit zur Heilmittel- oder Speiseölherstellung verwendet wurden. Sie werden bis ca. 1,5 m hoch. Da im Markustext nicht von einem Baum gesprochen wird, könnte es sich um diese Pflanzen handeln.
Der Weltenbaum
Trotzdem ist die Vorstellung eines Baumes im Text angelegt, der dann auch in den späteren Fassungen bei Matthäus und Lukas besser sichtbar wird: Wem gleicht die Königsherrschaft Gottes oder wem sollen wir sie vergleichen? Sie gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf, und es wuchs und wurde zu einem Baum und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen. (Lk 13,18f par Mt 13,31f) Wieder handelt es sich um eine Pflanze, die im Garten angebaut wird, dort aber zum Baum (dendron) heranwachsen kann. Es könnte hier der seltener vorkommende Senfbaum gemeint sein. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Mt und Lk nicht aus botanischen/ gärtnerischen Interessen, sondern aus theologischen Gründen im Gleichnis von einem Baum sprechen: Sie spielen das Bildmotiv des Weltenbaums ein, das die Erwartung der Königsherrschaft Gottes illustriert, einer umfassenden Herrschaft, die alle Menschen und Völker betrifft. Solche umfassenden Herrschaftsansprüche meldeten in der alten Zeit auch Könige und Reiche mit Weltherrschaftsambitionen an, z.B. die Ägypter, Assyrer und Babylonier. Im Bild des Weltenbaums werden diese Weltherrschaftsphantasien in der alten Welt häufig ins Bild gesetzt: Pharao/ Ägypten z.B. erscheint als mächtiger Baum / als Zeder, alle unterworfenen Völker werden als Tiere dargestellt, die in den Zweigen oder unter der Krone des Baumes Schutz finden (Ez 31). Das Motiv vom Weltenbaum betont die imperiale Größe der jeweiligen Weltmacht und vermittelt auch den schützenden Aspekt der Herrschaft, da die unterworfenen Völker „beschützt“ leben können. Auch in verschiedenen biblischen Texten wird dieser Weltenbaum beschrieben (vgl. Ez 17; 31; Dan 4) – dabei wird meist das Weltmachtsgebaren der beschriebenen Könige und mächtigen Völker kritisiert, die der Gott Israels zu Fall bringen wird.
Das Gleichnis vom Senfkorn schreibt diese Tradition des alten Testaments fort und beschreibt die Herrschaft Gottes: Diese wird allerdings nicht ins Bild des mächtigsten Baumes, der Zeder gefasst. Vielmehr wird in einer gewöhnlichen Senfstaude die Macht und Herrschaft des schöpferischen Gottes sichtbar. Das imperiale Machtsymbol wird durch die Verwendung einer unbedeutenden Pflanze in sich kritisiert und zeigt so den Charakter der Königsherrschaft Gottes: Es geht nicht mehr um Machtdemonstration und Unterwerfung, sondern um Lebensmöglichkeiten in Gottes Schöpfung.
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FAQ zu BIBEL unter der LUPE Empty Re: FAQ zu BIBEL unter der LUPE

Beitrag von WOML am Mo 07 Jan 2013, 12:38


Schalom Allen,

könnte man nicht auch sagen, es ist ein Gleichnis, eine bildliche Beschreibung zur Erklärung des Reiches Elohims?

Selbst wenn das Senfkorn nicht das allerkleinste ist, Mohn ist auch kleiner und im Gegensatz zur Orchidee keine Blume, gilt es hier zur Veranschaulichung; ein kleines Körnlein entwickelt sich zu einem grösseren Gewächs, einem Busch, Strauch oder Baum?
Wie soll man das Reich HaSchems beschreiben ein Mensch kann es mit seinem Verstand nicht genau wissen, glauben kann er und erahnen durch die Bilder und darüber sich Gedanken machen und staunen. Ist doch alles was wächst wie ein Wunder aus GOttes Hand der uns beschenkt und die Natur anvertraut hat um dafür zu sorgen..
Aus allem dürfen wir lernen um tiefer zu Erkennen und zu wachsen in der Erkenntnis um das GÖttliche, dabei staunen und lieben lernen mehr und mehr unseren Schöpfer und König des Universums, IHM alle Ehre immerdar.

Allen liebe Grüsse und der Ewige segne euch eine gute Woche.

Schalom eure Anastasia


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