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Ehe und Scheidung

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Ehe und Scheidung

Beitrag von Eaglesword am Fr 23 Okt 2009, 04:08

Um es gleich zu sagen:
Ich mache mir die Sache nicht zu einfach, und nicht viele Worte werdet ihr finden fun mir hierzu.
Doch den Kern habe ich behandelt.

"...was Elohim zusammengebracht hat, soll der Mensch nicht auseinanderbringen!"- in jeder Traurede wird es zitiert. Genau das ist es, was allgemein bei Christen als bindend gilt. Punktum hat zu bleiben, was "von Elohim gestiftet worden ist".
Was aber, wenn Elohim es nicht gestiftet hat? Was, wenn ein Ehepaar nicht von Ihm zusammengebracht wurde, sondern von Menschen?

Auch sah ich Ehen von Christen, die von der ganzen Gemeinde als g'ttgegeben bestätigt worden waren, doch trotzdem nicht halten konnten. Was war hier falsch?

Ist es dann überhaupt statthaft, ein unglückliches Paar auf Biegen und Brechen zusammenhalten zu wollen- selbst wenn alle Versuche nichts genützt haben?
Ich sage:
Nein, es ist nicht statthaft, sondern Versündigung an diesem leidenden Paar, ihnen die Scheidung zu verbieten.

Unsere Lehrer sagen:
"Wenn eine jüdische Ehe geschieden wird, weint der Himmel", was ja am Ende stimmt. Es ist ein Drama. Es ist ein Tod mit Begräbnis. Das Ende eines hoffnungsvollen Anfangs. Dennoch, die Frage bleibt. Wer Scheidung pauschal verwirft, ist oberflächlich und kennt weder die Tiefe des Herzens Elohim´s, noch die Tiefe des Herzens eines anderen Menschen.


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Re: Ehe und Scheidung

Beitrag von Luluthia am Fr 23 Okt 2009, 15:57

Liebe Davide,

ich glaube schon auch, das die Ehe für HaShem heilig ist und das sie unter seinem besonderen Schutz steht. Ich denke auch, die Menschen sollten sich heute lieber wieder der Thora zuwenden, als so leben zu wollen, wie sie es für richtig erachten. Schließlich hat sich HaShem etwas dabei gedacht, als er die Ehe einführte.

Allerdings gab es die Ehe von Anfang an - schon bei Adam und Eva. Ich denke nicht, dass HaShem sie in erster Linie für das Volk Israel geschaffen hat, oder dass sie nur dort unter seinem besonderem Schutz steht.

Grundsätzlich ist es doch schwer festzustellen, ob ein Paar nun durch HaShem oder ohne ihn zusammengekommen ist.

Ich denke dies ist es, was sich auch Eagle fragt. Es ist doch denkbar, dass ein großer Teil der Ehen eben ohne Hilfe von HaShem begründet wurde. Wenn dann so eine Ehe nicht funktioniert, was dann?

Ob da ein jüdischer Heiratsvermittler so von Ruach HaKodesh erfüllt ist, dass er die richtigen zusammenführt - ich weiß es nicht und bin erstmal skeptisch.

Zur Zeit der Bibelschreibung hat sich HaShem viel stärker den Menschen offenbart. Heute muss man schon sehr genau hinschauen, ob etwas von HaShem kommt oder ob nicht.

Also, ich denke schon, dass HaShem die Ehe wichtig ist. Aber die Frage bleibt eben, ob jedes Ehepaar von HaShem füreinander bestimmt ist und wie er dazu steht, wenn z.B. ein Partner dem anderen Gewalt antut. Würde letzteres eine Scheidung vor HaShem rechtfertigen?

LG, Luluthia
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Ab wann beginnt eine Ehe?

Beitrag von Elischua am Fr 23 Okt 2009, 17:47

Und was ist mit der Liebe von der immer wieder geredet und in der Bibel steht? Eine Beziehung ohne Liebe, eine Freundschaft ohne Liebe, eine Ehe ohne Liebe ist tot - sind tot Werke!

Ist nicht Liebe das erste Gebot - nur eben das Wort Liebe zu verstehen, da haben viele Probleme. Ich kann mir nicht vorstellen das HaShem unter anderem Liebe als ein der wichtigsten Gebote gibt und dann Menschen von Menschen z.B. Heiratsvermittler zu Eheleuten nur der Versorgung wegen zusammenführt. Dies widerspricht sich, jedenfalls sehe ich es so!

Ab wann beginnt eine "Ehe", vermählen, verehelichen? In der Bibel in den verschiedenen Ausgaben ist ganz selten davon die Rede.

Ich denke eine "Ehe" beginnt in dem Moment wenn sich Mann und Frau geschlechtlich vereinigen - eins werden! Da steckt viel mehr dahinter!
Wenn HaShem wirklich Mann und Weib zusammenführt um eins zu werden, dann werden sie auch eins bleiben und bis zum Tode zusammen sein, wie in guten und wie in schlechten Tagen - da ist auch wahre Liebe da.
Nur leider ist die Realität anders. Viele, die meisten meinen sogar, die "Ehe" hat HaShem gestiftet, was aber denn nicht so ist!
Ich persönlich finde es nicht gut, wenn Ehen gezwungener Maßen zusammen bleiben, wenn es nach einigen Jahren nicht mehr geht, ganz egal aus welchem Grund!

HaShem kennt jeden einzelnen, ER weiß genau die Beiden werden sich Lieben und zusammenhalten. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, wenn ER sieht, nuja einige Jahre kann es gehen, das macht ja nichts, wenn sie sich wieder trennen! Dies ist voll daneben!

Die Hochzeiten denke ich sind Menschenwerk. Große Feste feiern, kostet viel Geld, das nicht jeder hat. Ich kann nichts in der Bibel finden, wo es Pflicht ist Hochzeiten zu halten, dies hat mit Tradition zu tun.

Gehen wir doch mal zu Adam und Eva. Ab wann begann ihre Ehe? Ab wann waren sie Mann und Weib?

Macht euch mal Gedanken darüber!


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Ehe- ab wann?

Beitrag von Eaglesword am Fr 23 Okt 2009, 21:15

Eine wichtige Frage, die sich hier ergeben hat.
In der Antike, nicht nur im Judenvolk, war eine Frau ohne ihre Familie verloren. Während ein Mann sich noch ehrbar durchschlagen konnte, blieben ihr nur 2 Optionen:
Bettlerin oder Prostitution.

Im griechischen Raum ließen sich Töchter weihen für den Tempeldienst. Als "Geweihte" bzw. "heilige Frauen" dienten sie ihren G'ttheiten, ohne zu heiraten und eine eigene Familie erleben zu können. Der griechische Tempeldienst war eng verbunden mit Spiritismus und Sexualität. Sie waren das, was Völkerkundler später als "Tempelprostituierte" bezeichneten.
Ganz anders verlief eine Tempelweihe bei uns:
Wir sehn im Tanach den tragischen Fall eines Vaters, dessen unbedachte Worte das Leben seiner Tochter- wie man heute sagen würde- ruiniert hatten. Der Eid war bindend, und er hatte nicht gewagt, Elohim um Erbarmen für seine unglückliche Tochter zu bitten. Als Konsequenz nahm sie ihre vertrauten Freundinnen mit in die Berge, um ihre "Jungfrauenschaft zu beweinen". Anders als bei den Griechinnen blieb sie zeitlebens Jungfrau und lebte hinfort nur im Tempel, die heiligen Geräte zu warten und für Sauberkeit zu sorgen.

Ehe- wann beginnt sie?
Bei unseren Ureltern war der Fall ganz anders. Beide waren sie direkt erschaffen worden und nicht gezeugt. Würden wir sie heute sehn, fiele uns etwas an ihnen besonders auf:
Sie hatten keinen Bauchnabel. Wir, die Gezeugten, leben unter veränderten Bedingungen. Die Ehe begann im orientalischen Raum mit Paarung. Die damaligen Reporter hießen "Schreiber" und blieben kurz im Raum, um den Akt bei Königen zu dokumentieren. Dann zogen sie sich leise zurück, um das Paar nicht zu stören. Eine Eheschließung bei damaligen Promis wurde gefeiert, ähnlich wie auch heute, oft sogar über mehrere Tage. Dies ist uns noch immer bekannt seitens der nomadischen Tradition der Beduinenstämme.
Fassen wir zusammen:
-Adam und Chawa ohne heutige Tradition
-Antike und Orient mit Feier über mehrere Tage
-Prominente mit notarieller Bescheinigung des "Ehevollzuges"

Was uns bis heute geblieben ist, können wir in folgenden Elementen sehn:
-Traditioneller Ablauf als Redewendung "verliebt, verlobt, verheiratet"
-Oft Beratung vor der offiziellen Trauung in Kirche oder Synagoge
-Meist eintägige Feier nach dem "Jawort"

Noch unbeantwortet geblieben indes ist, ab wann Ehe wirklich beginnt. Freundschaft zwischen beiden Geschlechtern wird oft als Vorstufe oder einleitend ("Anbahnung") verstanden. Ob dann tatsächlich eine Ehe entsteht, ist etwas Anderes. Wir fragen uns noch immer, ab wann wir ein freundschaftliches Bündnis endlich "Ehe" nennen können. Da sind Familien ohne Ehering, die offensichtlich echte Familien darstellen. Auch leben viele offizielle Singles treu zusammen und werden mit1ander alt.

Beides können wir definitiv als Ehe betrachten. Der Übergang zu temporären Zweierschaften oder "erotischer Freundschaft" ist allerdings manchmal undeutlich.
Ehe ist mehr als nur "Tisch- und Bettgemeinschaft". Ehe ist in jedem Fall ein Bündnis. Ob "auf Zeit" oder dauerhaft im Sinn des gemeinsamen Lebensweges lassen wir mal offen.
Der Beginn einer Ehe kann an folgenden Punkten festgemacht werden:
-Primär: Zusammenleben des Paares in gemeinsamem Haushalt
-Sekundär: Gemeinsames Gestalten des Alltags


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Re: Ehe und Scheidung

Beitrag von Eaglesword am Fr 23 Okt 2009, 22:46

Wenn jemand sich fragt, warum das erste Paar keine Bauchnabel hatte, liegt es gaaaanz einfach daran:
Wer nicht gezeugt worden ist, wird auch nicht geboren. Dadurch fehlt auch die Nabelschnur. Somit entsteht auch kein Bauchnabel Wink .

Wenn G'tt unsere Ureltern erschaffen hat "zu Seinem Abbild", was würde es dann bedeuten, wenn sie Zeichen des Geborenseins an sich gehabt hätten? Hmmm, ich denke mal, dann hätte auch Elohim selber...

Deshalb liegt näher, dass Bauchnabel erst bei Geborenen auftraten Smile .


Zuletzt von Eaglesword am Do 12 Nov 2009, 05:18 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet


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Zum Bilde Elohim´s erschuf er sie, männlich und weiblich

Beitrag von Eaglesword am So 25 Okt 2009, 22:53

Zunächst ist es wichtig, festzustellen, dass die Worte im Tanach oft mindestens 2 Ebenen abdecken. Wie das zu verstehn ist?
In unserem Fall wären das:
Ebene 2
Geistliche Darstellung bzw. Wiedergabe des unsichtbaren Schöpfers.
-Seine Eigenschaften
--Intelligenz
--Autorität
--Charakter
--Kreativität

Ebene 1
Erscheinung.
Wir können in manchen Stellen des Tanach entdecken, dass G'tt offenbar trotz Unsichtbarkeit auch einen Körper besitzt. Erwähnung finden
-Sein Arm (auch Symbol für jemand Ausführenden, Sein Maschiach)
-Ohren (oft erwähnt in Verbindung mit Beten und Flehen zu Ihm)
-Mund (auch Symbol für Seine Propheten)
-Füße (Erde zum Schemel, Seine Schritte in der Abendkühle in Gan Äddän)
-Arme/Hände (im Anblick des Erschaffens)
-Nase (Beschreibung eines rauchenden Vulkans, auch Sein Wahrnehmen des Opferduftes)
-Augen (manchmal auch die Sonne symbolisch dafür)
-Herz (für Sein Erbarmen)
-Geist (genau wie unser Geist, aber auch die Grundlage für alles tierische/menschliche Leben- der "Geist des Lebens allen Fleisches")
-Erscheinung als gerüsteter Krieger (mindestens 2mal)

Die dazugehörenden Stellen können wir noch sammeln, wenn es beliebt.


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körperhaft...

Beitrag von Eaglesword am Di 27 Okt 2009, 19:27

Die Frage ist jetzt:
Was bewegte die Autoren dazu, Elohim in menschliche Atribute einzuhüllen? Wenn Er tatsächlich keinen eigenen Körper hat, Sich aber in einem Körper, in humanoider Gestalt, zeigen kann- klar ist Er nicht Seine äußere Erscheinung, wie auch wir es nicht sind. Und eben so klar ist auch, dass Er nicht wie wir einen Körper steuern muss. Unser Geist braucht offenbar diese biologische Maschine. Sein Geist ruht in Ihm selber als `Geist von Geist´, wenn wir so sagen können.

Dennoch frage ich mich, was es mit unser Ureltern Ebenbildlichkeit auf sich hat. Es muss etwas geben, dass unserem heutigen Horizont fehlt. In den ersten Generationen, also Kajin, Schet, ihre zahlreichen Geschwister und Kinder und Enkel, war das Wissen so präsent wie heute Telefon, Toaster und Mikrowelle in fast jedem westlichen Haushalt.


Zuletzt von Eaglesword am Do 12 Nov 2009, 05:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Re: Ehe und Scheidung

Beitrag von Shomer am Mi 11 Nov 2009, 06:50

Die Ehe ist ein Blutsbund und ein Blutsbund gilt so lange, bis einer der beiden Bundespartner verstirbt oder - und das wäre beim Blutsbund eigentlich nicht vorgesehen - wenn einer den Bund bricht. Und von diesem Hintergrund erklärt sich das Wort Ehebruch. Dieser Bund wurde jedoch in letzter Zeit durch einen Vertrag ersetzt bzw. überlagert, der auch noch andere Auflösungsklauseln kennt. Bei einem Vertrag sind die zurzeit des Vertragsschlusses oder -auflösung gültigen gesetzlichen Bestimmungen gültig und die wurden in den letzten Jahren dahingehend angepasst, dass eine Frau regelrecht zu einer Scheidung animiert wird - selbst wenn es wegen grösster Belanglosigkeiten ist. Wenn der Blutsbund nicht mehr der "Kitt" in der Ehe ist, dann ist der Ehevertrag des Standesbeamten nicht mehr das Papier wert auf dem er steht. Heerscharen von Scheidungsanwälten freut's; aber:
Luk 17:26-27 Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird's auch geschehen in den Tagen des Menschensohnes: 27 sie aßen, sie tranken, sie freiten, sie ließen freien bis auf den Tag, da Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um.
Verschliessen wir bitte unsere Augen nicht vor der Modeerscheinung der Scheidungswelle. Für eine Scheidung findet man immer einen Grund, wenn man will, für Treue braucht man keine Begründung; denn die wäre ja eigentlich gegeben. Etwas anderes wäre eine (zeitliche) Trennung, damit man nachher wieder zusammen kommen kann, aber ohne dass der Blutsbund gebrochen wird und ein anderer Partner in diese Ehe einbricht. Dies aber ist heute ziemlich ausgeschlossen; eher wird ohne Trauschein zusammen gezogen, während man noch mit dem Ehepartner verheiratet ist, sogar in den christlichen Kreisen, in denen es vor 20 Jahren noch undenkbar war.

"Du sollst nicht ehebrechen" steht ja bereits in der Torah, diese aber ist in christlichen Kreisen ungültig. Da kann man mit jeder Begründung ehebrechen; denn man hat ja die Gnade durch Jesus am Kreuz.... Nein, so geht es natürlich nicht!!!! Wenn nach zwanzig Jahren Ehe das "Feuer" nicht mehr so brennt wie am ersten Tag oder in der ersten Nacht, dann ist das noch lange kein Grund, die Treue aufzukündigen, sondern das verlöschen dieses "Feuers" ist natürlich. Auch wenn man sich nicht immer verträgt, so ist es in dieser Phase einer Ehe wichtiger, dass man sich erträgt. Die Geistesfrucht der Selbstbeherrschung ist gerade hier vonnöten. Als christliche Frauen noch vermehrt für ihre Männer beteten, war Scheidung viel weniger ein Thema als heute, wo sie alles von ihren Männern erwarten - und sogar noch mehr. Und wehe, der Mann erfüllt die Erwartungen nicht!!!! Ich sage nicht, dass dies bereits überall so ist, aber die Tendenz geht in diese Richtung.

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Re: Ehe und Scheidung

Beitrag von Luluthia am Mi 11 Nov 2009, 17:39

Es ist schwer zu sagen, ob in den Anfängen des Volkes Israel die Menschen mit mehr Respekt und Achtung einander begegnet sind als heute und ob sie innerhalb einer Ehe diese wichtigen Eigenschaften gelebt haben oder ob nicht.

Wir heute jedenfalls leben in einer Welt, wie sie Jeshua in Matth. 24,12 sehr treffend prophezeit hat: "Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten."

Vieles, was die Menschen Fortschritt nennen, erweist sich genauer betrachtet, als negativ. So mag es fortschrittlich sein, dass ein Paar heute ohne Trauschein problemlos in vielen Ländern zusammenleben kann. Es erscheint positiv, dass eine Frau mit unehelichem Kind nicht von der Gesellschaft ausgestoßen wird. Und welch eine Errungenschaft, dass Frauen die ungewollt schwanger sind, die Kinder abtreiben lassen können.

Aber was da so schön fortschrittlich zu sein scheint, hat letztlich dazu geführt, dass Familie nicht mehr den Stellenwert hat, den HaShem einst schuf. Was früher ein "Muss" war, wurde zu einem "Kann". Und einem "Kann" gegenüber, fällt es leichter aus dem Weg zu gehen, als einem "Muss".

Warum überhaupt noch heiraten, wo es doch auch anders geht? Warum Verantwortung füreinander übernehmen, wo es doch so viel leichter ist, sich bei Problemen aus dem Staub zu machen? Und warum treu sein, wo doch neuerdings schon die Werbung drauf aufmerksam macht, dass man auf leichte Weise ein sexuelles Abenteuer haben kann, wenn das Feuer der eigenen Beziehung nicht mehr brennt?

In einer Zeit, in der Werte immer mehr in Vergessenheit geraten, in der man blöd angeschaut wird, wenn man zu seinem Glauben an HaShem steht und auch danach sein Leben ausrichtet und in einer Zeit, in der Respekt und Achtung Worte ohne Inhalt geworden sind, ist die Liebe tatsächlich in vielen erkaltet.

Der Mensch hat sich immer mehr von HaShem entfernt, nicht zuletzt auch durch den Fortschritt - insbesondere auch durch die Wissenschaft, die eine Welt ohne eingreifen eines Schöpfers möglich erscheinen lässt.

Die Ehe, von HaShem zum Schutz der Familie eingeführt, ist in diesen Zeiten vor allem deshalb oft zum scheitern verurteilt, weil sich die Menschen zu sehr von HaShem entfernt haben. Denn Menschen, die HaShem wirklich lieben und sich ihm nahen wollen, werden einander mit Respekt und Achtung begegnen. Wahre Liebe kann nur dort entstehen, wo man diese beiden Eigenschaften in sich trägt. Respekt und Achtung anderen gegenüber erhält man am besten, wenn man sich darüber bewußt wird, dass alle Menschen HaShems Kinder sind. Versuchen wir also, unserem Nächsten mit der Liebe zu begegnen, die HaShem für jeden von uns spürt und wenn uns das nicht immer gelingt, so sollten wir unablässig dafür beten.

Es ist wichtig umzukehren zu HaShem und seinen Werten zu folgen, dann wird auch die Ehe eine Chance haben, so geführt zu werden, wie sie einst von HaShem für uns vorgesehen war.

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Re: Ehe und Scheidung

Beitrag von Shomer am Mi 11 Nov 2009, 20:09

Wenn wir bedenken, dass in anderen Übersetzungen steht, dass die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, dann sind also Gesetzlosigkeit und Ungerechtigkeit Synonyme für dasselbe Phänomen. Und wenn Jeshua von "Gesetz" sprach, dann meinte er nur ein Gesetz: Die Torah! Es ist durchaus legitim, Gesetzlosigkeit mit Torahlosigkeit gleichzusetzen, und diese Torahlosigkeit wurde im Christentum wegen der "Gnade" oder anderen Vorstellungen (Kindertaufe, Konfirmation usw.) durchgesetzt. Die Torah ist der Wille von JHWH und wer die Torah nicht will, der will JHWH nicht - so einfach. Der hat sich einen anderen Gott zurechtgebastelt und nennt ihn vielleicht "Jesus". Mit Jesus kann man ja die Ehe brechen; denn dafür ist er ja schliesslich gestorben am Kreuz auf Golgatha - so ungefähr kommt mir das vor, was mir in den letzten Jahren aus dieser Ecke entgegengeschlagen ist. Das zweite und vierte Gebot werden wie selbstverständlich gebrochen und das Brechen des siebten Gebotes entwickelt sich langsam zu einer Modeerscheinung. Da mag man sich fragen, wann auch das sechste Gebot noch fällt, damit die "Gnade" umso grösser werde (Röm 6:1)....

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Re: Ehe und Scheidung

Beitrag von Luluthia am Do 12 Nov 2009, 13:29

Ich würde nicht pauschal alle Christen über einen Kamm scheren. Es ist sicher richtig, dass gerade durch die Vorstellung der "Gnade" errettet worden zu sein, viele Christen dahin tendieren, viele Gesetze HaShems zu ignorieren.

Aber andererseits muss man auch die Christen betrachten, die zunächst mit Religion nichts am Hut hatten, dann aber grade durch die Vorstellung der "Gnade" erettet worden zu sein, ihr ganzes Leben geändert haben.

Da gibt es doch viele Menschen, die all ihr schlechtes Tun, seien es nun ehemals Drogensüchtige, Ehebrecher, Gewaltätige, Diebe etc., über Bord geworfen haben und ihr Leben wirklich von Grund auf geändert haben.

Diese Menschen hat vor allem der Glaube daran, dass sie so wie sie waren, mit all den Sünden, die sie begangen hatten, von Gott in Liebe angenommen sind und durch seine Gnade errettet werden können, zu einer Umkehr bewegt.

Ehen werden auch im Judentum geschieden. Deshalb kann nicht jedem Juden Toralosigkeit vorgeworfen werden.

Das Problem ist vielmehr, dass viele Menschen glauben den Willen HaShems zu tun, ohne sich wirklich mit HaShem auseinandergesetzt zu haben. Diese Menschen findet man unter den Juden, unter Christen, unter Muslimen und sämtlichen anderen Religionen.

Mir fällt hierbei das Gleichniss Jeshuas vom Sämann ein (Mark. 4, 14-20):

Der Sämann sät das Wort. Das aber sind die auf dem Wege: wenn das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt sogleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war. Desgleichen auch die, bei denen auf felsigen Boden gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so fallen sie sogleich ab. Und andere sind die, bei denen unter die Dornen gesät ist: die hören das Wort, und die Sorgen der Welt und der betrügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. Diese aber sind's, bei denen auf gutes Land gesät ist: die hören das Wort und nehmen's an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige huntertfach.

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Re: Ehe und Scheidung

Beitrag von Eaglesword am So 15 Nov 2009, 18:20

"Ungerechtigkeit" in der Bibel steht allerdings (auch) für Geiz. Wenn dies in der Ehe Einzug hält, klar, dass dadurch viel bis Alles kaputt ist.

Wie steht es um den Tempel? Ist er nu in Elohim´s Willen oder nicht? Schroffer Wechsel, ich weis. Doch da besteht ein gewisser Hintergrund. Falls Elohim den Bau angeordnet hat und nicht nur gebilligt, müssen wir dennoch sehn, dass der neue Tempel, der bald auf dem Berg steht, unter den aktuellen Begleitumständen keine Freude darstellen kann.
Was ich meine?
Muslime und Christen sollen gleichfalls dieses Gebäude nutzen, wie geplant ist. Lässt sich das mit Seinen Anweisungen vereinbaren? Einige Punkte passen so gar nicht zusammen, und warum sollten wir den kommenden Tempel als koscher ansehn, wo er nicht koscher genutzt werden wird?

Eventuell erscheinen weitere Themen getrennt für sich, um einem Kuddlmuddl vorzubeugen.


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Tempel

Beitrag von Shomer am So 15 Nov 2009, 19:31

Datt mit dem Tempel scheint mir allerdings eindeutich: Der Vorhof ist den Heiden gegeben. Aber ob das jetzt dieser Tempel ist oder ein Tempel im Neuen Jerusalem mit einer Kantenlänge von 2200 km und dreidimensional und einer 70 m hohen Mauer - wenn es so weit ist, werden wir es sehen.

Man wollte Jeshua zum König machen, aber er wollte nicht. Schuld daran war eine Prophetie, die falsch verstanden wurde. Dass der Mashiach zweimal kommt, lässt sich ziemlich deutlich aus Navi JeshaJahu heraus lesen, wenn man JeshaJahu Kap 53 in die "christliche" Richtung deutet. Ein leidender Gottesknecht kann niemals der König der Juden sein, dessen Friedensreich kein Ende hat (Jes. Kap. 9) Man entschloss sich also, die Prophetie dahingehend auszulegen, dass Jeshua der König der Juden sein muss, der Israel vom Joch der Römer befreit. Und irgendwie kam das alles ganz anders. Und genauso wird auch der dritte Tempel ganz anders kommen - denke ich mir mal. Wir haben eine Prophetie und wir haben gewisse Hinweise. Das ist alles. Dass sich der "Mensch der Sünde" in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott, das sehe ich bereits, wenn ich in christliche Kirchen und Freikirchen schaue. Muss sich bei dieser Erfüllung noch ein Mensch in einen Tempel setzen, der noch gar nicht steht? ....Könnte sein, muss aber nicht. Wir haben eine geistliche und eine natürliche Ebene, wie ich das so sehe.

Genauso sieht es beim Ehebruch aus. Es gibt geistlichen Ehebruch, auch bekannt als Götzendienst und es gibt den rein juristisch-natürlichen Ehebruch, wenn ein Verheirateter oder eine Verheiratete dem eigenen Bundespartner untreu wird. JHWH hatte einen Bund mit Israel geschlossen und die Ketuba bestand aus zwei Tafeln mit dem "Ehevertrag" - Original und Duplikat sozusagen. "Du sollst keine anderen Götter haben...." spricht hier der Allein HEILIGE. Wenn ich aber sehe, wie man im Christentum einer heiligen Gottesmutter oder ihrem Sohn oder einem dreieinigen Gott nachläuft, dann weiss ich, dass JHWH genau dies damit meinte, als er von Götzendienst sprach.

Ein Mensch, der seinem Ehepartner zwar treu ist, aber an Weihnachten der Geburt des Götzen Jesus alias Mithras gedenkt, hat genauso wenig begriffen, um was es JHWH beim Ehebruch geht wie derjenige, der darauf wartet, dass sich jemand in den dritten Tempel setzt, obwohl diese Schrift eigentlich in einem gewissen Verständnis schon erfüllt wäre.

Shomer
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