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Beitrag von Luluthia am Do 28 Okt 2010, 17:11

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Re: Links zu Wochenausschnitten, die sich mit den Mitzvot beschäftigen

Beitrag von Zadok am Do 28 Okt 2010, 22:03

Jahweh hat NIEMALS in seiner TORAH von den " Noahidischen Gesetzen" für Nichtjuden gesprochen. Und ich finde es SEHR merkwürdig, dass Menschen so etwas gebieten. Der Schabbat war doch schon von Anfang an da. Seltsam, dass er dort nicht erwähnt wird

Das sind Dinge, die im Talmud stehen, doch Jahweh hat seine Torah als Licht gegeben. Und Seine Torah sind die fünf Bücher Mose und nicht die Gebote von Menschen = Talmud. Das Licht ist für alle da.

Stellt euch vor, ein Mensch kommt zum Glauben und liest in der Torah von der Beziehung des Menschen zu seinem Schöpfer. Und dann kommen manche Rabbis und verwirren ihn mit dem Talmud.

Nenene. Das mit den Noahidischen Gesetzen ist ebenso verwirrend wie das Neue Testament.


Pred 12,13 Laßt uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Elohim und halte seine Gebote; denn das macht den ganzen Menschen aus.
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Beitrag von ABA am Fr 29 Okt 2010, 05:30

שלום לולוטיה
Schalom Luluthia,
שלום דניאל
Schalom daniEL,
@Luluthia schrieb:Wer Lust hat, kann ja mal bei den Links vorbeischauen.
LaSCHORESCH befindet sich schon seit längerem in meinen >Lese-Faforiten<. Habe zwar noch nicht alles durchgelesen, bes. die verschiedenen Evangelien-Auslegungen, jedoch ist es schon interesannt auch mal andere Ansichten zu lesen. Zumal ich mich als Liberaler doch schon in so manchen Auslegungen total vom Messianischen unterscheide. Das kommt daher, dass es zum Glück über die messianische Person schon seit über 2000 Jahren unterschiedliche Auffassungen, Ansichten und Lehren gibt.
daniEL schrieb:Das sind Dinge, die im Talmud stehen, doch JaHWeH hat seine Torah als Licht gegeben.
Das ist vollkommen korrekt lieber daniEL, jedoch zu keiner Zeit, und zu keiner Epochen kamen wir ohne eine Auslegung der Schriften aus! Das sieht man wunderbar am TALMUD, der ja auch die unterschiedlichen, ja sogar oft gegensätzlichen Ansichten der Lehrer überliefert. Oder siehe in der Antike! Die schriftlichen Abfassungen der JACHAD (Essenern). Diese gewähren uns heute noch einen Einblick in die Lehre aus der TORA. Insbesondere was die unterschiedliche Auffassungen des religiösen Judentums zu Zeit Jeschuas betrifft. Und ganz besonders wissen wir dadurch, dass es schon seinerzeit die verschiedensten Auslegung über das Kommen des bzw. der MESSIASSE gab.
Auch die verschiedensten anderen Gebotsauslegungen sind nicht außer Acht zu lassen. Hier sehen wir wie Menschen zu allen Zeiten dachten und handelten. Doch Auslegungen der TORA, des TENACHs sind ja nicht abgeschlossen, sie müssen auch zeitgemäß betrachtet werden. Die Weisheit der Rabbinen ist ja nicht mit dem Abschluß des TALMUD ausgestorben. Ich denke auch die heutigen Gelehrten haben genau soviel zu bieten wie ein RaMBaM, ein RaDaK Kinchi oder JaBeZ, wenn nicht sogar noch mehr!

Natürlich wird viel menschliche Lehre zu Dogmen oder gar zu Mizwot gemacht. Nicht nur im Christentum.
Betrachte gerade mal den 3. LINK über WAJERA-Mitzwot den Luluthia angibt! Besonders hier die Gegenüberstellung von Talmud Abraham / Talmud HaSchem. Und jetzt erinnere ich an das unsinnige MILSCHIG – FLEISCHIG des rabbinischen KASCHRUT !!!
Hier beweist die TORA eindeutig, dass selbst der/die Boten JaHWeHs zusammen mit den Menschen milchig und fleischig speisen! Doch was hat hier Jahrhunderte später die jüdisch menschliche Auslegung fabriziert !?

Die Noachidischen Gesetze hingegen drücken den Gedanken eines allgemeinen Menschenrechts aus, das selbständig von jeder Offenbarung und besonders staatlichen Ordnung verpflichtende Kraft hat und so jedem, der sich ihnen unterstellt, elementare Rechte verleiht. Die Noachidischen Gesetze können wir in sieben elementare Vorschriften als Grundlage der menschlichen Ordnung und Gesittung für alle Menschen, unabhängig von nationalen und religiösen Schranken, sehen.
שלום אבא
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Re: Links zu Wochenausschnitten, die sich mit den Mitzvot beschäftigen

Beitrag von Luluthia am Di 04 Jan 2011, 17:29

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... wie bereits erwähnt !

Beitrag von ABA am Do 06 Jan 2011, 18:00

שלום לולוטיה
Schalom Luluthia,
um meinen Ausführungen im Vorposting bez. unterschiedlicher Auslegungen gerecht zu werden, muss ich an dieser Stelle betonen, dass ich der Auslegung von HaSchoresch nicht ganz zustimmen kann. Dies beginnt alleine schon in der Übersetzung des besagten Tora-Verses von Bereschit 1,28!!!
Von der progressiven Seite des liberalen- und auch reformierten Judentums, ist es eigentlich unverständlich, dass Exegeten mit einem "antiken" und dazu noch falschen Luthertext arbeiten. Ebenfalls unverständlich ist es mir, mit dem Slogan >Zurück zu den Wurzeln< zu informieren, jedoch letztlich eine Auslegung bietet, zu der eigentlich gesagt werden sollte >Zurück zum Christentum< !

... und hier ein bißchen Worterklärung zu Beraschit !!!
Dieser altdeutsche Text, mit HERRSCHEN oder UNTERTAN – immer wieder falsch verstanden, falsch ausgelegt und letztlich GOtt und sein Wort als DIKTATOR hingestellt! Denkt und handelt man progressiv, d.h. man hat eine fortschreitende Glaubens-Erkenntnis, wie wir es von uns behaupten, sollte der SINN des hebräischen Wortlautes auch logisch dargestellt werden. Letzten Endes sind deutsche Übersetzungen nur noch die zur Neige gehende Pfütze des Wassers, der von einem riesigen "Niagara" des Hebräischen kommt!

__ >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Im Gesamtbeitrag von: >Bedeutung von NEFESCH< (ebfs. einige Übersetzungshinweise)
findest du es genau beim Posting : >genauer gesagt<
@ABA schrieb:... denn es heißt dann : (Vers 28)
> וכבשה ורדו < [we kifschua u radu] = bewohnt und bevölkert die Erde, macht sie urbar und betreut die Schöpfung !
kurz gesagt: >>> macht etwas daraus <<<

Fälschlich wird immer übersetzt:
Macht euch die Schöpfung untertan, und herrschet über die TIERE aus dem Meer, der LUFT, der ERDE ! (klingt so nach Dr. Luther)

Deshalb darf ich gleich weiter interpretieren, dass das aufgeführte >herrschen< oder >regieren< in der deutschen Übersetzung eigentlich sehr irreführend ist.
Denn die Wurzel liegt hier bei > משל <

Genau wie Mann und Frau im 2.Teil des Schöpfungs-Bericht. Oft wird dort übersetzt, dass der Mann über die Frau herrschen soll, sie regieren soll. Und dies ist genauso falsch. Der Mann und die Frau sind im Einklang miteinander geschaffen und richtig heißt es dann:
Nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, und er wird dich gleichgestellt und beispielhaft führen!!!
(also: "Hoch leben" alle Emanzen dieser Erde!!!)

Bis dahin erstmal! D.h. also nur das, was den Bibeltextauszug des besagten Wochenabschnittes betrifft!
Bis zur weiteren Auslegung dann ein kurzes TIME OUT


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Re: Links zu Wochenausschnitten, die sich mit den Mitzvot beschäftigen

Beitrag von Luluthia am Do 06 Jan 2011, 22:21

Shalom Aba!

Zunächst mal teile ich Deine Ansicht hinsichtlich der Übersetzung dahingehend, dass mit "macht Euch die Schöpfung Untertan" ein falsches Bild entsteht und man eher von einem "macht was draus!" ausgehen kann.

Allerdings wird mit dieser Übersetzung nicht nur in messianischen Gemeinden gearbeitet.

An dieser Stelle, als Beispiel jüdischer Betrachtung, mal die Auslegung von Nechama Leibowitz (ebenfalls mit dieser schlechten Übersetzung arbeitend):


Der im Bilde Gottes geschaffene Mensch wurde mit einer besonderen Aufgabe ueber die restliche Schoepfung betraut (1,28):
Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, und fuellet die Erde und machet sie euch untertan, und bewaeltiget die Fische des Meeres und die Voegel des Himmels und alles Getier, das sich regt auf Erden.

Die Formulierung "und machet sie euch untertan" ist auf den ersten Blick ziemlich erstaunlich und klingt kriegerisch, im Gegensatz zu den friedlichen Idealen unserer Weisen, die von ihnen als das Ziel der Menschheit betrachtet wurden. Gemaess den Rabbinen war der Ursprung des Menschen in einem einzigen Paar durch den goettlichen Wunsch gepraegt, Krieg zwischen den Menschen zu vermeiden. In der Tosephta, die in Sanhedrin 88b zitiert wird, heisst es:
Der Mensch wurde allein in der Welt geschaffen, um interfamiliaeren Streit zu vermeiden. Trotz der Tatsache, dass er allein geschaffen wurde, entstanden Fehden zwischen ihnen, wie viel mehr, wenn zwei erschaffen worden waeren!


Die Mischna geht weiter und leitet von der Erschaffung des ersten Mannes und der ersten Frau das Prinzip der Bruederlichkeit zwischen den Menschen ab. Jede Theorie von Besonderheit wird verdammt:
Deshalb wurde der Mensch allein geschaffen, um Frieden in der Menschheit zu bewahren, dass niemand zu seinem Naechsten sage: Mein Vater war groesser als deiner!

Daher kann sich der Segen "und machet sie euch untertan" nicht darauf beziehen, mit seinen Nachbarn einen Krieg anzufangen. Der RAMBAN erhellt uns diesen Punkt. Der Mensch, sagt er, wurde die Vorherrschaft ueber die Erde gegeben. Er kann mit der Schoepfung nach seinem Willen verfahren, bauen, entwurzeln, pflanzen, Metalle und Mineralien abbauen, was er moechte. Diese Formulierung bezieht sich also eher auf die menschliche Eroberung der Wueste, seine konstruktiven und zivilisatorischen Bemuehungen, die Welt aufzubauen und zu bewohnen und die Kraefte der Natur zu seinem Vorteil zu nutzen. Die Erde wurde nicht geschaffen, um verwuestet, sondern um bevoelkert zu werden. Der Schoepfer verlieh dem Menschen das Privileg, ueber die Schoepfung zu herrschen, ueber die Fische des Meeres, die Voegel des Himmels und alles Getier, das sich regt auf Erden.
Die Reihenfolge der Schoepfung setzt den Menschen an die Spitze, er kommt nach den Fischen des fuenften und den Saeugetieren des sechsten Tages. Zitieren wir nochmals aus "Wissenschaft und Religion": Der Mensch ist der Welt nicht untertan. Die Kraefte der Natur sind nicht uebernatuerlich, die ueber ihm stuenden. Aber er steht auf der Seite Gottes gegen die Natur.

Trotz der zu Mißverständnissen führenden Übersetzung hat Leibowitz hier eine gute Auslegung geschrieben, wie ich finde. Bei der Auslegung die ich bei meinem Rabbi nachlesen kann, bin ich in einigen Punkten auch anderer Meinung. Insbesondere die Frage, bzgl. Mann und Frau hinsichtlich der Mitzwot, wird wie mir scheint mit eher christlichen Argumenten beantwortet, weil hier auch wieder die Idee vom Mann, der über die Frau herrschen soll, zu finden ist.

Allerdings, so scheint mir, legt es mein Rabbi so aus, aufgrund anderer jüdischer Schriften. Aber da bin ich eben total unwissend, weil ich diese ganzen Schriften nicht kenne.

Bin in jedem Fall gespannt, wie Du das Auslegst und bin offen für jeden neuen Gedanken dazu.

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also doch zuerst die Unterschiede

Beitrag von ABA am Fr 07 Jan 2011, 00:00

- vorab Konzept -
שלום לולוטיה
Schalom Luluthia,
jetzt kommen wir zwischendurch mal auf des Pudels Kern!
Nämlich die Unterschiede in den Ansichten der verschieden jüdischen Gruppierungen.
Die von uns hoch geschätzte Nechama Leibowitz, da du sie gerade aufführst, genau wie ihr Bruder Jeschajahu gehörten dem orthodoxen Judentum an. Obwohl wir alle ganz klar zu einem Volk gehören, beginnen hier jedoch die gravierenden Unterschiede. Vergleiche es mit Katholisch zu Freikirchlich im Christentum. Ich z.B. gehöre zu den "Schriftgelehrten" die auf eine fortschreitende Glaubens-Erkenntnis Wert legen, wie es im liberalen Judentum so üblich ist. Und weiterhin: im Gegensatz zu den orthodoxen Forschern, welche z.B. die Schriftenfunde vom TOTEN MEER der TORAH Schriften quasi "ablehnen", und, religionswissenschaftlich unbegreiflich, die um mehr als 1000 Jahre jüngere >Leningrader Handschrift< B19A(L) "amtlich" vorziehen. Obwohl hier merkliche Unterschiede bestehen!

_ ___ ___ ___

Die Leibowitz-Familie, besonders Jeschajahu, waren klare Vertreter der Trennung von Religion und Staat und man konnte sie letztlich schon als antizionistisch bezeichnen. Doch auch hier vollzog sich ein Wandel und die zionistische Idee fand letztlich auch dort ihre Bestätigung. Ich persönlich las und lernte sehr viel von Jeschajahu Leibowitz, der nämlich der Chefredakteur der wichtigsten meiner Lehrbücher war.

___ _______

Wenn wir uns nun als nächstes den Kommentar von Nechama Leibowitz betrachten, dann stellen wir fest, dass auch sie dieses >herrschen< und >untertan< in einem ganz anderen Sinn sieht, wie es Dr. Luther, bzw. eher Philipp Schwartzerdt übersetzte.

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Re: Links zu Wochenausschnitten, die sich mit den Mitzvot beschäftigen

Beitrag von Luluthia am Fr 07 Jan 2011, 14:12

Shalom Aba!

Du schriebst:
Wenn wir uns nun als nächstes den Kommentar von Nechama Leibowitz betrachten, dann stellen wir fest, dass auch sie dieses >herrschen< und >untertan< in einem ganz anderen Sinn sieht, wie es Dr. Luther, bzw. eher Philipp Schwartzerdt übersetzte.





Ja, das sehe ich ebenso. Und da zeigt sich dann eben auch wieder, dass es eine Frage der Auslegung ist, wie man "herrschen" und "untertan" betrachtet.

Der Wochenausschnitt meines Rebben beschäftigt sich, wenn ich das richtig sehe, vordergründig mit der Mitzwot "seid fruchtbar und mehret Euch". Und da taucht dieses "untertan" sein in sehr christlicher Auslegung auf. Wenn ich allerdings lese, was genau dort steht, so scheint mir, hat mein Rebbe dies aus anderen Schriften entnommen.

Die Weisen sind darüber unterschiedlicher Meinung, wer genau die Mitzwa erfüllen muss. In bJebamot sagen die Rabbanan, nur der Mann ist verpflichtet, nicht aber die Frau, während Rabbi Jochanan ben Brokka sagt, dass beide verpflichtet sind, weil es heißt (Bereschit 1,28): "Und G-tt segnete sie und G-tt sagte ihnen", also zu beiden.

Der Einwand darauf ist der, dass es im Vers weiter heißt: "וְכִבְשֻׁהָund macht sie euch untertan", was auf den Mann hindeutet, da es seinem Wesen eher entspricht. Zwei weitere Hinweise dafür sind, dass zum einen die Schreibweise ohne WAW auch gelesen werden kann: "und er mache sie [die Frau] untertan". Zum anderen zieht Rabbi Joseph den Vers Bereschit 35,11 heran, wo es heißt: " וַיֹּאמֶר לוֹ אֱלֹקִים אֲנִי אֵל שַׁדַּי פְּרֵה וּרְבֵהund es sagte G-tt zu ihm: Ich bin El Schadai, sei fruchtbar und mehre dich", der Heilige, g.s.E., sprach zum Mann allein. Die Halacha ist die, dass die Frau von diesem Gebot frei ist, doch sei es für sie auf jeden Fall besser, es zu tun


Also für mich hört sich das mehr so an, als hätte er da aus anderen Quellen etwas herausgeschrieben. (z.B. gleich am Anfang als er schreibt "In bJebamot sagen die Rabbanan". Ich weiß nicht, was bJebamot ist, hört sich aber nach irgendeiner Schrift an.)

Und obwohl ich dieses "die Frau soll dem Manne untertan sein" immer als sehr christlich empfunden habe, so scheint mir, ist dies aber genau die Situation vieler Frauen in (ultra)orthodox jüdischen Familien.

Also ist es wohl bei der Auslegung der Schrift wichtig zu wissen, ob sie orthodox oder liberal ausgelegt wurde.

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Re: Links zu Wochenausschnitten, die sich mit den Mitzvot beschäftigen

Beitrag von Elischua am Fr 07 Jan 2011, 15:21

Schalom ihr Lieben,

möchte hier gerne was dazu äußern! Eigentlich hat unser ABA es bestens beschrieben:
ABA schrieb:... denn es heißt dann : (Vers 28)
> וכבשה ורדו < [we kifschua u radu] = bewohnt und bevölkert die Erde, macht sie urbar und betreut die Schöpfung !
kurz gesagt: >>> macht etwas daraus <<<

Fälschlich wird immer übersetzt:
Macht euch die Schöpfung untertan, und herrschet über die TIERE aus dem Meer, der LUFT, der ERDE ! (klingt so nach Dr. Luther)

Deshalb darf ich gleich weiter interpretieren, dass das aufgeführte >herrschen< oder >regieren< in der deutschen Übersetzung eigentlich sehr irreführend ist.
Denn die Wurzel liegt hier bei > משל <

Genau
wie Mann und Frau im 2.Teil des Schöpfungs-Bericht. Oft wird dort
übersetzt, dass der Mann über die Frau herrschen soll, sie regieren
soll. Und dies ist genauso falsch. Der Mann und die Frau sind im
Einklang miteinander geschaffen und richtig heißt es dann:
Nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, und er wird dich gleichgestellt und beispielhaft führen!!!
Nur, wie wird das Wort eigentlich in der Umgangssprache z.B. in der "Christlichen Welt"verstanden?

Man kennt das Wort "untertan" eigentlich nur im negativen Sinn. Es hat mit Gehorsam zu tun! Jemand der über einen anderen "herrschen" will.
Z.B. ich mache dich zu meinem Diener, meinen Untertan und folgst meinen Regeln! Auch wir sind alle "Untertane" in der wir einer Staatsregime unterworfen sind. Nun gibt es Staatsregime die den Bürger sehr unterdrücken bzw. herrscht über den Bürger.
Auch in Beziehungen wird es oft leider sehr falsch verstanden. Im Islam, so viel ich weiß, hat die Frau nichts zu sagen und sich ihrem Manne zu unterordnen hat. Der Mann herrscht über die Frau, hat sich ihm zu unterordnen.

Dies hat unser Schöpfer JaHWeH nie so gesagt. Unser Schöpfer JaHWeH hat uns zu seinen "Untertanen" im positiven Sinn geschaffen, indem wir uns IHM und seinen Gesetzen untertan sind und gehorchen! ER hat nie dazu aufgerufen, daß der Mann über die Frau herrsche, ich denke schon, daß JaHWeH Mann und Frau gleichwertig geschaffen hat, sich gegenseitig zu achten und zu lieben. Zur Seite stehen, bedeutet, für einander da zu sein und Hilfe sein! Denn sonst würde der Ausdruck "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" keinen Sinn machen, bzw. sich widersprechen!
Auch der Mann hat auf die Frau zu hören (die Frauen wurden nicht "dümmer" erschaffen, sie werden oft so dargestellt)!

Das gleiche gilt für Tiere, wir sollen sie nicht unterdrücken, schänden und sie als leblose Ware zu sehen, sondern für sie da sein, fürsorglich sein und auch ihnen Hilfe geben.

Wenn man die Erde sieht, was die Menschen aus ihr machten, indem sie die Erde sich untertan machen indem sie die Erde kaputt machen mit ihrer Gier und Ausbeutung!

Hier mal einige Worterklärungen betr. "Untertan":
Als Untertan wurde vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert eine Person bezeichnet, die der Herrschaft
eines anderen unterworfen ist. Untertanen waren nicht in vollem Umfang
persönlich frei. Das Verhältnis zwischen dem Untertanen und seiner Obrigkeit war rechtlich geregelt und konnte sich sehr unterschiedlich gestalten: von eher symbolischer Unterordnung bis hin zur Leibeigenschaft.
Im Mittelalter waren die meisten Bauern Leibeigene eines Grundherren. Aber auch Freie, z. B. Adlige, die zum Teil selbst über Untertanen geboten, waren in ihrer Beziehung zum Landesherren oder zum König per Definition Untertanen. Die Rechte der Obrigkeit waren ihm gegenüber jedoch eingeschränkt. Im Römisch-Deutschen Reich wurde das Verhältnis zwischen Obrigkeit und Untertanen seit der Frühen Neuzeit immer mehr verrechtlicht. So konnten sich Untertanen in Deutschland im Rahmen eines Untertanenprozesses an eines der Reichsgerichte wenden und gegen Willkürakte ihres Landesherrn klagen.
Als sich in der Zeit des Absolutismus die moderne Staatsgewalt herausbildete, bezeichnete man die Staatsangehörigen, welche einem mit legitimen Mitteln nicht absetzbaren Regime (einer Monarchie) unterworfen waren, als Untertanen. In diesem Sinne steht der Untertan im Gegensatz zum freien Bürger einer Republik. Die Briten bezeichnen sich zum Teil noch heute als Untertanen ihrer Majestät. In den Niederlanden wird zwar meist der Ausdruck burger verwendet, ein EU-Bürger aber heißt offiziell EU-onderdaan. aus Wikipedia


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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ja ja die lieben Schwägerinnen

Beitrag von ABA am Fr 07 Jan 2011, 22:00

שלום לולוטיה
Schalom Luluthia,
שלום אלישוע
Schalom Elishua
@Luluthia schrieb:... Ich weiß nicht, was bJebamot ist, hört sich aber nach irgendeiner Schrift an ...
__ _______ _______
JEWAMOT ist eines der 63 TALMUD Traktate, und zwar das 1. der III. Ordung man nennt es nach dem hebräischen Wort יבמות [jewamot] und das bedeutet Schwägerinnen und gehört zur ORDNUNG über die Belehrung der NASCHIM נשים – also Thema: FRAUEN!
> HIER < ein Überblick als Inhaltsverzeichnis über die BELEHRUNGEN!

יבמות [jewamot] hat 16 Kapitel in der MISCHNA(älterer Teil des TALMUDS), in der TOSEFTA(Zusätze Hinzufügungen, mdl. Überlieferungen) 14 Kapitel.
Vorwiegende Themen im Frauen-Forum des TALMUDs sind hier Verwandschaftsgrade, Leviratsehe, Verehelichungen, Beischlafregelungen, Proselyten, Eheverweigerungen, Wiederverheiratungen.

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Re: Links zu Wochenausschnitten, die sich mit den Mitzvot beschäftigen

Beitrag von Luluthia am Sa 08 Jan 2011, 12:18

Shalom Aba!

Man lernt nie aus. Danke für die Info. Bei den zahlreichen jüdischen Schriften verliert man aber auch schnell den Überblick.

Was ein Glück, dass Du Dich da so gut auskennst Aba.

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