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Secharja 8. 16-21

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Secharja 8. 16-21

Beitrag von prayer77 am Mi 15 Jun 2011, 17:43

Mir ist seit einigen Tagen Sacharja 8. 16 - 21 sehr in meinem Herzen. Ich glaube, dieser Text spricht in unsere Zeit.

"Dies sind die Dinge, die ihr tun sollt: Redet nur die Wahrheit einer mit dem anderen! Fällt zuverlässigen und heilsamen Rechtsspruch in euren Toren!
Und sinnt nicht - keiner von euch- in euren Herzen auf das Unglück des anderen, und falschen Eid liebt nicht! Denn all dieses ist es, was ich hasse, spricht der HERR.
Und das Wort des HERRN der Heerscharen geschah zu mir:
So spricht der HERR der Heerscharen: Das Fasten des vierten und das Fasten des fünften und das Fasten des siebten und das Fasten des zehnten Monats wird dem Haus Juda zum Jubel und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch die Wahrheit und den Frieden liebt!
So spricht der HERR der Heerscharen: Noch werden Völker und Bewohner vieler Städte kommen; und die Bewohner der einen werden zur anderen
gehen und sagen: Laßt uns doch hingehen, den HERRN um Gnade anzuflehen und den HERRN der Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen!"


Meine Frage dazu:
Von welchem Fasten wird hier gesprochen?

Kann mir jemand diese Frage beantworten?

Das wäre toll. Vielen Dank im Voraus.


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Fasten für Jeruschalejim

Beitrag von ABA am Do 16 Jun 2011, 00:00

שלום מתפלל77
Schalom prayer77,

du fragst:
Von welchem Fasten wird hier gesprochen?
Kann mir jemand diese Frage beantworten?
Das wäre toll. Vielen Dank im Voraus.
Bezüglich Fasten, Fasttage, Enthaltsamkeit, Askese, Abstinenz unterscheiden wir im hebräischen Sprachgebrauch die Begriffe:

תענית [ta-anit] Fasten,
צום [zum] fasten, enthalten,
צנוע [zanua] keusch, züchtig
הנזרות [hinasrut] Abstinenz
סגוף [siguf] Askese

Klammern wir nun am Anfang die Begriffe >הנזרות< [hinasrut] Abstinenz und >סגוף< [siguf] Askese aus, da dies in unserem religiösen Judentum fremd ist. Eine abstinente Enthaltsamkeit im Sinne der >Abtötung des Fleisches<, sowie die asketische Beherrschung der Sinne und Begierden zur Erlangung sittlicher und religiöser Vollkommenheit hat absolut nichts mit dem Fasten zu tun, wie es im erwähnten Teil von Sacharja 8 aufgeführt ist. als gläubig Juden sind wir zwar zur Beherrschung der Begierden aufgefordert jedoch ist gegen den Genuß der Lebensfreude nichts einzuwenden. deshalb widerspricht ein mönchisches asketisches Prinzip im Bezug auf Heirat, Fleisch-, Weingenuß usw. usw. dem Geist des Judentums. So sagt Kohelet (Prediger) "Iß mit Freuden dein Brot und trinke frohen Herzens deinen Wein" Oder der Talmudlehrer Raw Abba Areka lehrt: "Der Mensch wird im Jenseits Rechenschaft ablegen müssen über jeden Genuß, der ihm geboten war, und den er ohne zureichenden Grund gemieden hat"!

Doch kommen wir nun mehr zum eigentlichen Fasten.
Dazu will ich Eingangs noch das ZANUA צנוע [zanua] (keusch/züchtig) streifen. Denn GOtt verlangt gemäß der TORAH vom Menschen Reinheit des geschlechtlichen Lebens. Der Sexualtrieb wird zwar im religiösen Judentum nicht als sündhaft bekämpft, aber die Würde des Menschen fordert Beherrschung des Animalischen. So sehen wir ein Verbot aller Zügellosigkeit und Widernatur geschlechtlicher Art.
Der Begriff ZANUA ist fest verbunden mit der Gemeinschaft der JACHAD (Essener) die ja bekanntlich nicht nur ein im weitesten Sinne >zölibatäres< Leben führten, sondern auch in ihren Familien ein geordnetes Sexualleben führten. So sehen wir es sogar in den christlichen Schriften, dass Rabbi Jeschua BenJosef solche Leute die wir ZANUIM nennen, besuchte.
(Bemerkung: durch einen Übersetzungsfehler ins Griechische wurde aus den Keuschen und Enthaltsamen der Besuch bei SIMON dem AUSSÄTZIGEN)


תענית [ta-anit] Fasten, צום [zum] fasten, enthalten, damit verstehen wir >sich jeglicher Nahrung zu enthalten<
und darum geht es bei Sacharja 8. Die Motive für das Fasten überhaupt, sind ganz unterschiedlich. Bei uns Gläubigen unter den Juden ist es ein Zeichen der Trauer und Selbstdemütigung eines Menschen, um bei gegenwärtiger oder drohender Not das Erbarmen, in der sittlichen Not, bei drückenden Sündenbewußtsein im Gefühl der Reue und Bußfertigkeit die Vergebung GOttes zu erwirken.
Ein weiteres Motiv, das auch anderwärts dazugehört ist die Vorbereitung auf das unmittelbare Wirken GOttes und dessen Offenbarungen, durch Enthalten von Nahrung.

שלום אבא
Schalom ABA
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Re: Secharja 8. 16-21

Beitrag von prayer77 am Do 16 Jun 2011, 16:39

Danke lieber Aba für deine ausführliche Antwort.
Ich selbst bin ziemlich neu auf dem Weg zu den Glaubenswurzeln und versuche mich derzeit mit den Festen Jahwehs zu beschäftigen.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, hat das erwähnte Fasten, welches im Kontext zu bestimmten Monaten erwähnt wird, nichts mit einem rituellen Fasten zu tun, welches im Zusamenhang mit irgendwelchen Festen o.Ä. steht.
Aber warum werden diese Monate erwähnt?

prayer77

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Re: Secharja 8. 16-21

Beitrag von Eaglesword am Mo 20 Jun 2011, 14:03

doch, werter Prayer77,
hat es. Schau dir mal an, was das Buch `Esther´ dazu sagt. Genau dies Fasten ist zu einem jährlichen Element geworden, um der Königin und ihres Onkels zu gedenken


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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