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auf der Suche nach bewohnbaren Welten

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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am So 20 Nov 2016, 21:46

Technologie zum Erkunden anderer Welten:

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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am So 20 Nov 2016, 22:24



"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Mo 21 Nov 2016, 00:10

Teleskopie auf der Suche nach Terra 2:
Bis etwa 52:57.


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Do 23 Feb 2017, 02:13

Gefunden bei Tagesspiegel
Update22.02.2017 21:26 Uhr

Trappist-1 Forscher entdecken System mit sieben erdähnlichen Planeten

40 Lichtjahre entfernt haben Astronomen einen seltenen Fund gemacht: Um den Zwergstern Trappist-1 kreisen sieben Planeten - die der Erde ähneln und auf denen es Wasser geben könnte.



Einer der Planeten im Trappist-System - wie ein Künstler ihn sieht. Foto: AFP/Europaean Southern Observatory/M. Kornmesse
Ein System aus sieben Planeten haben Forscher nicht zum ersten Mal entdeckt. Doch dieses ist eine Besonderheit: Astronomen haben bei einem Roten Zwergstern in unserer kosmischen Nachbarschaft - 40 Lichtjahre entfernt - mit einem Schlag sieben Planeten aufgespürt, die eine Größe wie die Erde haben.
Und nicht nur das: Sechs dieser Himmelskörper liegen in einer Temperaturzone, in der Wasser flüssig sein kann. Das wiederum ist eine Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.
Drei der Planeten könnten sogar Ozeane auf ihrer Oberfläche besitzen, sofern sie erdähnliche Atmosphären haben, schreiben die Forscher um Michaël Gillon von der Universität Liège (Lüttich) in Belgien im britischen Fachblatt "Nature".
Damit gehört das Sonnensystem des Roten Zwergs mit dem Namen Trappist-1 zu den Orten, an denen die Suche nach außerirdischem Leben besonders aussichtsreich erscheint. Hinweise darauf haben die Forscher freilich nicht.
"Auf der Suche nach Leben anderswo ist dieses System nach heutigem Stand wahrscheinlich die beste Wahl", sagte Ko-Autor Brice-Olivier Demory von der Universität Bern.
"Wir haben einen entscheidenden Schritt auf der Suche nach Leben dort draußen gemacht", sagte ein weiterer Ko-Autor, Amaury Triaud von der Universität Cambridge.
Nach den ersten Erkundungen des Systems Trappist-1 mit dem Teleskop in Chile wurde das Weltraum-Teleskop Spitzer der US-Raumfahrtbehörde Nasa zugeschaltet. Dabei wurde eine neuartige Methode verwendet. Sie ermöglicht es, beim Vorbeiflug eines Planeten vor dem zugehörigen Stern - dem Transit - eine leichte Dämpfung der Helligkeit zu messen. Mit dieser Methode wurde schließlich registriert, dass sechs der sieben Exoplaneten jeweils zwischen 1,5 und zwölf Tage benötigen, um den Zwergstern zu umkreisen.
Die Umlaufbahnen sind viel kürzer als die der Erde um die Sonne. Auch der Abstand ist weit geringer. Wäre die Erde ähnlich nahe an der Sonne, wäre es für die Existenz von Lebewesen viel zu heiß. Bei den Planeten, die die Ordnungsbuchstaben e, f und g tragen, gehen die Forscher davon aus, dass sie "bewohnbar" sein könnten, weil die größten Teile der Oberfläche von Wasser bedeckt sein könnten.
"Wasser ist eine Vorbedingung für Leben", sagte Franck Selsis von der Universität Bordeaux. Darüber hinaus müssten die "richtigen Moleküle" vorhanden sein. Nähere Untersuchungen sollen ab 2018 mit dem Weltraum-Teleskop James Webb der Nasa erfolgen. Wenn alles gut laufe, könne dann der Nachweis von Wasser, Ozon, Kohlendioxid oder Methan erfolgen - um damit auf das Vorhandensein von Lebewesen zu schließen, sagte Forscher Gillon.
Nach den bisher vorliegenden Daten gehen die Forscher davon aus, dass die sieben Exoplaneten zum Teil auch aus Felsen und anderen festen Materialien bestehen. Die Lichteinstrahlung dürfte jedoch wesentlich geringer sein als auf der Erde, wenn sie der Sonne zugewandt ist. "Die Helligkeit wird wohl 200 Mal geringer sein als mittags auf der Erde", sagte Triaud von der Uni Cambridge. Nach seiner Einschätzung dürfte das "einem Sonnenuntergang ähneln".


Mehr Artikel
Die sieben Planeten im System Trappist-1Foto: AFP/R. Hurt/T. Pyle
Dass das System von Trappist-1 recht nah bei der Erde liegt, macht es den Forschern bei ihrer Arbeit relativ einfach. "Dieses System wird eines der besten Labore sein, die wir haben, um die Entwicklung kleiner Planeten zu verstehen", sagte Zachory Berta-Thompson von der Universität von Colorado Boulder.

Vier Planeten erst beim Nachschauen entdeckt



Drei der Exoplaneten hatte dasselbe Team bereits 2016 beschrieben. Es war der erste Fund von Exoplaneten bei einem Roten Zwergstern, einem der häufigsten Sterntypen in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Weitere vier Planeten dieses Sterns haben die Forscher nun durch sorgfältige Nachbeobachtung entdeckt. Alle sieben sind ungefähr so groß wie die Erde und wahrscheinlich Gesteinsplaneten.
Der Zwergstern, den diese Planeten umkreisen, hat lediglich acht Prozent der Masse unserer Sonne. Er ist nicht einmal halb so heiß, wodurch auf seinen Planeten trotz ihrer engen Umlaufbahnen gemäßigte Temperaturen herrschen.
Bislang haben Astronomen über 3500 Exoplaneten - Planeten außerhalb unseres Sonnensystems - registriert. Zudem kennen sie über 600 Systeme mit zwei oder mehr Planeten.
Unter anderem hatten 2013 europäische Astrophysiker von sieben Planeten berichtet, die um den Stern KOI-351 kreisen. Sie seien ähnlich angeordnet wie die Planeten unseres Sonnensystems mit kleinen Gesteinsplaneten nahe dem Zentralgestirn und riesigen Gasplaneten in größerer Entfernung, teilten Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt damals im "Astrophysical Journal" mit. (Tsp mit dpa, AFP)


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Do 02 März 2017, 09:28

gefunden in FAZ
Veröffentlicht: 26.02.2017, 11:20 Uhr

Exoplaneten Das Licht der Sieben


Um den Zwergstern Trappist-1 kreisen gleich mehrere erdgroße Planeten auf wohltemperierten Bahnen. Ob dort etwas leben kann, ist trotzdem fraglich.
26.02.2017, von Ulf von Rauchhaupt
 

© NASA-JPL/Caltech    Sicher ein unvergesslicher Urlaub. Und mit aktueller Raketentechnik wäre man schon in ein paar Millionen Jahren da.  
Solche Selbstironie hätte man der Nasa gar nicht zugetraut. Vergangenen Mittwochabend wurde die Entdeckung eines Systems aus sieben Planeten um den Stern Trappist-1a bekannt gegeben. Nur einen Tag darauf veröffentlichte die amerikanische Raumfahrtagentur ein Plakat, das im Retro-Werbestil zum Planeten-Hopping in 12 Parsec (etwa 40 Lichtjahren) Entfernung einlädt. Tatsächlich dürfte nicht nur Astronomen der spontane Wunsch gepackt haben, sich das aus der Nähe anzusehen.
 Autor: Ulf von Rauchhaupt, verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.  Folgen:    
Die sieben, bis auf weiteres tragen sie die Bezeichnungen Trappist-1b bis 1h, kreisen nämlich um einen sogenannten M-Zwerg. Sterne dieses Typs sind kaum halb so heiß wie die Sonne und weniger als ein Tausendstel so hell. Zugleich aber sind die Abstände der neuentdeckten Planeten untereinander viel kleiner als im Sonnensystem, mit spektakulären Folgen für etwaige Besucher ihrer Oberflächen. Nicht nur, dass beispielsweise auf Trappist-1f ein lachsrosa Tagesgestirn dreimal größer über dem Horizont hängt als hienieden unsere gelbe Sonne. „Die anderen Planeten erschienen dort nicht nur als Lichtpunkte wie bei uns Venus oder Mars, sondern eher wie der Mond oder größer“, sagte Michaël Gillon, Erstautor des zugehörigen „Nature“-Artikels am Mittwoch auf der von der Nasa veranstalteten Pressekonferenz.

Eine Minisonne im Wassermann



Gillon ist Belgier. Dass in seiner Heimat Zisterzienser von der strengen Observanz – nach einem Heimatkloster ihres Ordens „Trappisten“ genannt – berühmte Biere brauen, hat mit dem Namen des Sterns und seiner Planeten aber allenfalls mittelbar zu tun. Der ist ein Akronym für „Transiting Planets and Planitesimals Small Telescope“, ein mit sechzig Zentimeter Durchmesser recht winziges Spezialfernrohr, das Gillons Gruppe an der Universität Lüttich im chilenischen La Silla am dortigen Observatorium der Europäischen Südsternwarte Eso betreibt.
„Trappist“ ist eigens dafür ausgelegt, nahe Sterne auf sogenannte Transits zu untersuchen: sich periodisch wiederholende Verdunklungen, wie sie von Planeten verursacht werden, welche in einer Ebene kreisen, in der auch die Sichtlinie zwischen dem Stern und der Erde liegt. Bereits Ende 2015 war Gillons Team bei einer etwa vierzig Lichtjahre entfernten Minisonne im Sternbild Wassermann fündig geworden. Der Stern ist so winzig – sein Durchmesser kaum größer als der des Jupiters –, dass er erst 1999 bei einer Himmelsdurchmusterung gefunden wurde und daraufhin den etwas unhandlichen Namen 2MASS J23062928-0502285 erhalten hatte. Als Gillon und Kollegen nun Transits von zwei Planeten fanden (die mit den Bezeichnungen b und c) sowie Hinweise auf einen dritten (heute h), durften sie ihn nach den astronomischen Nomenklaturregeln in Trappist-1a umbenennen: als Heimat des ersten Planetenfundes ihres Instruments.

Sieben Erden vor unserer Haustür



Nach der Veröffentlichung dieser Funde im Mai 2016 verfolgten die Astronomen um Gillon den Stern mit verschiedenen Instrumenten weiter, unter anderem zwanzig Tage lang fast ununterbrochen mit dem Infrarot-Weltraumteleskop „Spitzer“ der Nasa. So kühle Sterne wie Trappist-1a leuchten im Infraroten gut tausendmal heller als im sichtbaren Licht. „Es sind daher ideale Ziele für unser Spitzer-Teleskop“, schwärmte der Nasa-Manager Thomas Zurbuchen auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Und tatsächlich zeigten sich zusätzlich zu den bereits bekannten drei nun Transits von gleich vier weiteren Planeten.
Damit war nicht einfach nur der 201o aufgestellte Rekord des Sterns Kepler-11 gebrochen, in dessen Orbit durch das gleichnamige amerikanische Weltraumteleskop immerhin sechs Exoplaneten nachgewiesen worden waren. Denn während Kepler-11 zweitausend Lichtjahre von der Erde entfernt ist, kreisen die Planeten des Trappist-1-Systems praktisch vor unserer Haustür. Und anders als die durchweg deutlich größeren Planeten um Kepler-11 ähneln die Durchmesser der Welten im Orbit um Trappist-1a alle denen der inneren Planeten des Sonnensystems. Ebenso ihre Massen, die sich für Trappist-1b bis 1g gut bestimmen ließen, weil sich diese Planeten aufgrund ihrer nahen Orbits gegenseitig beeinflussen und damit auch den Takt ihrer Sternverfinsterungen leicht ändern. Damit kennt man auch ihre Dichten, und die liegen in einem Bereich, der vermuten lässt, dass es sich um steinerne Himmelskörper wie Venus, Erde oder Mars handelt und nicht um Gasplaneten.
© NASA-JPL/Caltech  Die „habitablen Zonen“ (grün) der Sonne (unten) und die des Sterns Trappist-1 (oben), Letztere um das 25-Fache vergrößert. Auf den Planeten dort wäre flüssiges Wasser – und damit vielleicht Leben – möglich, aber nur unter der Annahme, dass ihre Atmosphären der unserer Erde gleichen. Was Aussagen zur Lebensfreundlichkeit von Planeten ohne Kenntnis der tatsächlichen Lufthülle taugen, kann man am Planeten Mars besichtigen.  
Vor allem aber kreisen drei von ihnen – Trappist-1e, -1f und -1g – in Entfernungen zu ihrem Stern, die groß genug sind, dass möglicherweise vorhandenes Wasser auf ihren Oberflächen nicht verdampft, und klein genug, dass es nicht zu globalen Eispanzern erstarrt. Da flüssiges Wasser eine unbedingt notwendige Voraussetzung für eine aktive Biospäre ist, nennen Astrobiologen diesen Abstandsbereich um einen Stern auch seine „habitable Zone“ und färben ihn in ihren Diagrammen mit einem lebendigen Grün.
Allerdings sind diese Planeten keineswegs die ersten Kandidaten für „zweite Erden“. Um den nur vier Lichtjahre entfernten roten Zwergstern Proxima Centauri a kreist ebenfalls ein wahrscheinlich steinerner Planet in habitabler Distanz, und mit Kepler-452b wurde, wenn auch in 1400 Lichtjahren Entfernung, bereits ein etwa erdgroßer Planet im habitablen Orbit um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt. Auch dürften angesichts der geplanten Suchprogramme in Zukunft so viele weitere Entdeckungen folgen, dass selbst die Nasa bald nicht mehr zu allen eine Pressekonferenz organisieren wird. Und die meisten „habitablen Erden“ werden um rote Zwerge wie Proxima Centauri a oder Trappist-1a gefunden werden, denn vor kleinen kühlen Sternen sind die Planetenschatten leichter zu detektieren als vor großen hellen. Außerdem gibt es davon viel mehr: In unserer Ecke der Milchstraße sind 75 Prozent aller Sterne rote Zwerge. Und für jedes Planetensystem, das mit der Transitmethode gefunden wird, gibt es zwanzig bis hundert weitere, die den Astronomen entgehen, weil sie dort in einem zu großen Winkel auf die Bahnebene schauen, so dass die Planeten nicht mehr die Scheibe des Sterns streifen. Es ist also damit zu rechnen, dass erdgroße Planeten in wohltemperierten Orbits nichts Besonderes sind. Aber bedeutet das auch eine entsprechende Vielfalt möglicher erdähnlicher Biosphären? Leider gar nicht.

Sternwinde blasen Atmosphären weg



Erstens rotieren habitabel kreisende Planeten um rote Zwerge wahrscheinlich immer gebunden, das bedeutet, wie der Mond der Erde weisen sie eine ihrer Hemisphären stets dem Stern zu, während auf der anderen ewige Nacht herrscht. Das dürfte etwaige biologische Aktivitäten auf die Dämmerungszone zwischen beiden beschränken. Zweitens, und das ist viel ernster, setzen Berechnungen habitabler Zonen, wie auch Gillon und Kollegen sie in ihrer „Nature“-Studie anstellen, voraus, dass die Planeten eine ungefähr erdähnliche Atmosphäre besitzen. Das aber ist alles andere als wahrscheinlich. Proxima Centauri b etwa ist seinem Stern so nah, dass er einem 2000fach höheren Ansturm aus geladenen Teilchen ausgesetzt ist als die Erde dem Sonnenwind. Das haben Astrophysiker des Harvard-Smithonian Center kürzlich ausgerechnet. Dieser Sternenwind dürfte ihm eine vielleicht einmal vorhandene Atmosphäre längst weggeblasen haben – und damit auch alles Oberflächenwasser, es sei denn, der Planet verfügte über ein extrem starkes Magnetfeld.
Aber auch Magnetfelder schützen nicht vor lebensfeindlichem UV- und Röntgenlicht. Und genau dieses strahlen rote Zwerge in höherem Maße ab als Sterne vom Sonnentyp. Für das Trappist-1-System hat dies Michaël Gillon selbst zusammen mit einigen Kollegen im vergangenen Jahr in einem Beitrag für die „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ aus Messungen des Röntgenteleskops XMM Newton bestimmt. „Die Bestrahlung der Planeten mit Röntgen und UV ist um ein Vielfaches stärker als die er heutigen Erde“, lautet ihr Fazit.

Die Strahlung wäre selbst für „Conan the Bacterium“ zu viel



Obendrein neigen rote Zwerge verstärkt zu Strahlungsausbrüchen, sogenannten Flares. Auf der Oberfläche von Proxima Centauri etwa kommt es alle zehn bis dreißig Stunden dazu. Bei Trappist-1a ist die Frequenz von Flares, die mit Anstiegen biologisch wirksamer UV-Strahlung einhergehen, bislang unbekannt. Dennoch haben Jack O’Malley-James und Lisa Kaltenegger von der Cornell University in einer unlängst zur Veröffentlichung eingereichten Arbeit untersucht, welchen Strahlenstress bereits ein ruhig leuchtender Trappist-1a etwaigen Organismen auf seinen nominell habitablen Welten bereiten würde. Wie sich zeigt, sind Röntgen- und UV-Pegel so hoch, dass es selbst der strahlenresistentesten irdischen Bazille Deinococcus radiodurans (ob seiner Widerstandskraft von Forschern auch „Conan the Bacterium“ genannt) zu viel wäre – es sei denn, die Planeten besäßen dichte sauerstoffhaltige Atmosphären, die Ozonschichten ausbilden können. Aber für eine solche müsste sich Leben erst einmal gebildet haben.
Mehr zum Thema

Das Dumme ist nur: Kurz nach ihrer Entstehung scheinen M-Zwerge zu besonders aggressiver Flare-Tätigkeit zu neigen. Daher müssen die Astrobiologen befürchten, dass junge Zwergsterne die Atmosphären ihrer Planeten schnell zersetzen, so dass sich Leben darauf auch später, wenn der Zwerg sich beruhigt hat, nicht mehr möglich ist. Hoffnung machen den Forschern allerdings die beobachteten Bahnkonfigurationen im Trappist-1-System, die darauf hindeuten, dass sich die Planeten zunächst viel weiter außen befanden und erst später eng an den Stern herangerückt sind. Bei günstigem Timing könnten sie sich also dichte, möglicherweise lebensfreundliche Atmosphären bewahrt haben.
Fest steht jedoch, dass ohne genauere Daten über die Atmosphären alles Reden über habitable Zonen keinen rechten Bezug zur Frage nach der Lebensfreundlichkeit hat. „Wir müssen warten, bis wir die Atmosphären sehen, bevor wir sagen können, wie warm oder wie kalt es auf den Planeten wirklich ist“, sagt Sarah Seager vom Massachusetts Institute of Technology. Dies sei aber der eigentliche Grund, warum Trappist-1 eine wichtige Entdeckung ist: Aufgrund der geringen Distanz werden künftige Teleskope, allen voran das gigantische James-Webb-Weltraumteleskop, das die Nasa 2018 starten will, in der Lage sein, etwas über die Atmosphären dort herauszufinden. Die Chance besteht, dass sie mehr Glück haben als die Forscher des SETI-Instituts, von denen Gillon weiß, dass sie ihre Antennen ebenfalls schon auf den Stern Trappist-1a ausgerichtet hatten, um möglicherweise funkende Aliens zu belauschen. „Sie haben aber nichts gefunden.“
Quelle: F.A.S.


Zuletzt von Eaglesword am Do 02 März 2017, 09:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Do 02 März 2017, 09:29

gefunden in FAZ
Veröffentlicht: 26.02.2017, 11:20 Uhr

Exoplaneten Das Licht der Sieben


Um den Zwergstern Trappist-1 kreisen gleich mehrere erdgroße Planeten auf wohltemperierten Bahnen. Ob dort etwas leben kann, ist trotzdem fraglich.
26.02.2017, von Ulf von Rauchhaupt
 

© NASA-JPL/Caltech    Sicher ein unvergesslicher Urlaub. Und mit aktueller Raketentechnik wäre man schon in ein paar Millionen Jahren da.  
Solche Selbstironie hätte man der Nasa gar nicht zugetraut. Vergangenen Mittwochabend wurde die Entdeckung eines Systems aus sieben Planeten um den Stern Trappist-1a bekannt gegeben. Nur einen Tag darauf veröffentlichte die amerikanische Raumfahrtagentur ein Plakat, das im Retro-Werbestil zum Planeten-Hopping in 12 Parsec (etwa 40 Lichtjahren) Entfernung einlädt. Tatsächlich dürfte nicht nur Astronomen der spontane Wunsch gepackt haben, sich das aus der Nähe anzusehen.
 Autor: Ulf von Rauchhaupt, verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.  Folgen:    
Die sieben, bis auf weiteres tragen sie die Bezeichnungen Trappist-1b bis 1h, kreisen nämlich um einen sogenannten M-Zwerg. Sterne dieses Typs sind kaum halb so heiß wie die Sonne und weniger als ein Tausendstel so hell. Zugleich aber sind die Abstände der neuentdeckten Planeten untereinander viel kleiner als im Sonnensystem, mit spektakulären Folgen für etwaige Besucher ihrer Oberflächen. Nicht nur, dass beispielsweise auf Trappist-1f ein lachsrosa Tagesgestirn dreimal größer über dem Horizont hängt als hienieden unsere gelbe Sonne. „Die anderen Planeten erschienen dort nicht nur als Lichtpunkte wie bei uns Venus oder Mars, sondern eher wie der Mond oder größer“, sagte Michaël Gillon, Erstautor des zugehörigen „Nature“-Artikels am Mittwoch auf der von der Nasa veranstalteten Pressekonferenz.

Eine Minisonne im Wassermann



Gillon ist Belgier. Dass in seiner Heimat Zisterzienser von der strengen Observanz – nach einem Heimatkloster ihres Ordens „Trappisten“ genannt – berühmte Biere brauen, hat mit dem Namen des Sterns und seiner Planeten aber allenfalls mittelbar zu tun. Der ist ein Akronym für „Transiting Planets and Planitesimals Small Telescope“, ein mit sechzig Zentimeter Durchmesser recht winziges Spezialfernrohr, das Gillons Gruppe an der Universität Lüttich im chilenischen La Silla am dortigen Observatorium der Europäischen Südsternwarte Eso betreibt.
„Trappist“ ist eigens dafür ausgelegt, nahe Sterne auf sogenannte Transits zu untersuchen: sich periodisch wiederholende Verdunklungen, wie sie von Planeten verursacht werden, welche in einer Ebene kreisen, in der auch die Sichtlinie zwischen dem Stern und der Erde liegt. Bereits Ende 2015 war Gillons Team bei einer etwa vierzig Lichtjahre entfernten Minisonne im Sternbild Wassermann fündig geworden. Der Stern ist so winzig – sein Durchmesser kaum größer als der des Jupiters –, dass er erst 1999 bei einer Himmelsdurchmusterung gefunden wurde und daraufhin den etwas unhandlichen Namen 2MASS J23062928-0502285 erhalten hatte. Als Gillon und Kollegen nun Transits von zwei Planeten fanden (die mit den Bezeichnungen b und c) sowie Hinweise auf einen dritten (heute h), durften sie ihn nach den astronomischen Nomenklaturregeln in Trappist-1a umbenennen: als Heimat des ersten Planetenfundes ihres Instruments.

Sieben Erden vor unserer Haustür



Nach der Veröffentlichung dieser Funde im Mai 2016 verfolgten die Astronomen um Gillon den Stern mit verschiedenen Instrumenten weiter, unter anderem zwanzig Tage lang fast ununterbrochen mit dem Infrarot-Weltraumteleskop „Spitzer“ der Nasa. So kühle Sterne wie Trappist-1a leuchten im Infraroten gut tausendmal heller als im sichtbaren Licht. „Es sind daher ideale Ziele für unser Spitzer-Teleskop“, schwärmte der Nasa-Manager Thomas Zurbuchen auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Und tatsächlich zeigten sich zusätzlich zu den bereits bekannten drei nun Transits von gleich vier weiteren Planeten.
Damit war nicht einfach nur der 201o aufgestellte Rekord des Sterns Kepler-11 gebrochen, in dessen Orbit durch das gleichnamige amerikanische Weltraumteleskop immerhin sechs Exoplaneten nachgewiesen worden waren. Denn während Kepler-11 zweitausend Lichtjahre von der Erde entfernt ist, kreisen die Planeten des Trappist-1-Systems praktisch vor unserer Haustür. Und anders als die durchweg deutlich größeren Planeten um Kepler-11 ähneln die Durchmesser der Welten im Orbit um Trappist-1a alle denen der inneren Planeten des Sonnensystems. Ebenso ihre Massen, die sich für Trappist-1b bis 1g gut bestimmen ließen, weil sich diese Planeten aufgrund ihrer nahen Orbits gegenseitig beeinflussen und damit auch den Takt ihrer Sternverfinsterungen leicht ändern. Damit kennt man auch ihre Dichten, und die liegen in einem Bereich, der vermuten lässt, dass es sich um steinerne Himmelskörper wie Venus, Erde oder Mars handelt und nicht um Gasplaneten.
© NASA-JPL/Caltech  Die „habitablen Zonen“ (grün) der Sonne (unten) und die des Sterns Trappist-1 (oben), Letztere um das 25-Fache vergrößert. Auf den Planeten dort wäre flüssiges Wasser – und damit vielleicht Leben – möglich, aber nur unter der Annahme, dass ihre Atmosphären der unserer Erde gleichen. Was Aussagen zur Lebensfreundlichkeit von Planeten ohne Kenntnis der tatsächlichen Lufthülle taugen, kann man am Planeten Mars besichtigen.  
Vor allem aber kreisen drei von ihnen – Trappist-1e, -1f und -1g – in Entfernungen zu ihrem Stern, die groß genug sind, dass möglicherweise vorhandenes Wasser auf ihren Oberflächen nicht verdampft, und klein genug, dass es nicht zu globalen Eispanzern erstarrt. Da flüssiges Wasser eine unbedingt notwendige Voraussetzung für eine aktive Biospäre ist, nennen Astrobiologen diesen Abstandsbereich um einen Stern auch seine „habitable Zone“ und färben ihn in ihren Diagrammen mit einem lebendigen Grün.
Allerdings sind diese Planeten keineswegs die ersten Kandidaten für „zweite Erden“. Um den nur vier Lichtjahre entfernten roten Zwergstern Proxima Centauri a kreist ebenfalls ein wahrscheinlich steinerner Planet in habitabler Distanz, und mit Kepler-452b wurde, wenn auch in 1400 Lichtjahren Entfernung, bereits ein etwa erdgroßer Planet im habitablen Orbit um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt. Auch dürften angesichts der geplanten Suchprogramme in Zukunft so viele weitere Entdeckungen folgen, dass selbst die Nasa bald nicht mehr zu allen eine Pressekonferenz organisieren wird. Und die meisten „habitablen Erden“ werden um rote Zwerge wie Proxima Centauri a oder Trappist-1a gefunden werden, denn vor kleinen kühlen Sternen sind die Planetenschatten leichter zu detektieren als vor großen hellen. Außerdem gibt es davon viel mehr: In unserer Ecke der Milchstraße sind 75 Prozent aller Sterne rote Zwerge. Und für jedes Planetensystem, das mit der Transitmethode gefunden wird, gibt es zwanzig bis hundert weitere, die den Astronomen entgehen, weil sie dort in einem zu großen Winkel auf die Bahnebene schauen, so dass die Planeten nicht mehr die Scheibe des Sterns streifen. Es ist also damit zu rechnen, dass erdgroße Planeten in wohltemperierten Orbits nichts Besonderes sind. Aber bedeutet das auch eine entsprechende Vielfalt möglicher erdähnlicher Biosphären? Leider gar nicht.

Sternwinde blasen Atmosphären weg



Erstens rotieren habitabel kreisende Planeten um rote Zwerge wahrscheinlich immer gebunden, das bedeutet, wie der Mond der Erde weisen sie eine ihrer Hemisphären stets dem Stern zu, während auf der anderen ewige Nacht herrscht. Das dürfte etwaige biologische Aktivitäten auf die Dämmerungszone zwischen beiden beschränken. Zweitens, und das ist viel ernster, setzen Berechnungen habitabler Zonen, wie auch Gillon und Kollegen sie in ihrer „Nature“-Studie anstellen, voraus, dass die Planeten eine ungefähr erdähnliche Atmosphäre besitzen. Das aber ist alles andere als wahrscheinlich. Proxima Centauri b etwa ist seinem Stern so nah, dass er einem 2000fach höheren Ansturm aus geladenen Teilchen ausgesetzt ist als die Erde dem Sonnenwind. Das haben Astrophysiker des Harvard-Smithonian Center kürzlich ausgerechnet. Dieser Sternenwind dürfte ihm eine vielleicht einmal vorhandene Atmosphäre längst weggeblasen haben – und damit auch alles Oberflächenwasser, es sei denn, der Planet verfügte über ein extrem starkes Magnetfeld.
Aber auch Magnetfelder schützen nicht vor lebensfeindlichem UV- und Röntgenlicht. Und genau dieses strahlen rote Zwerge in höherem Maße ab als Sterne vom Sonnentyp. Für das Trappist-1-System hat dies Michaël Gillon selbst zusammen mit einigen Kollegen im vergangenen Jahr in einem Beitrag für die „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ aus Messungen des Röntgenteleskops XMM Newton bestimmt. „Die Bestrahlung der Planeten mit Röntgen und UV ist um ein Vielfaches stärker als die er heutigen Erde“, lautet ihr Fazit.

Die Strahlung wäre selbst für „Conan the Bacterium“ zu viel



Obendrein neigen rote Zwerge verstärkt zu Strahlungsausbrüchen, sogenannten Flares. Auf der Oberfläche von Proxima Centauri etwa kommt es alle zehn bis dreißig Stunden dazu. Bei Trappist-1a ist die Frequenz von Flares, die mit Anstiegen biologisch wirksamer UV-Strahlung einhergehen, bislang unbekannt. Dennoch haben Jack O’Malley-James und Lisa Kaltenegger von der Cornell University in einer unlängst zur Veröffentlichung eingereichten Arbeit untersucht, welchen Strahlenstress bereits ein ruhig leuchtender Trappist-1a etwaigen Organismen auf seinen nominell habitablen Welten bereiten würde. Wie sich zeigt, sind Röntgen- und UV-Pegel so hoch, dass es selbst der strahlenresistentesten irdischen Bazille Deinococcus radiodurans (ob seiner Widerstandskraft von Forschern auch „Conan the Bacterium“ genannt) zu viel wäre – es sei denn, die Planeten besäßen dichte sauerstoffhaltige Atmosphären, die Ozonschichten ausbilden können. Aber für eine solche müsste sich Leben erst einmal gebildet haben.
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Das Dumme ist nur: Kurz nach ihrer Entstehung scheinen M-Zwerge zu besonders aggressiver Flare-Tätigkeit zu neigen. Daher müssen die Astrobiologen befürchten, dass junge Zwergsterne die Atmosphären ihrer Planeten schnell zersetzen, so dass sich Leben darauf auch später, wenn der Zwerg sich beruhigt hat, nicht mehr möglich ist. Hoffnung machen den Forschern allerdings die beobachteten Bahnkonfigurationen im Trappist-1-System, die darauf hindeuten, dass sich die Planeten zunächst viel weiter außen befanden und erst später eng an den Stern herangerückt sind. Bei günstigem Timing könnten sie sich also dichte, möglicherweise lebensfreundliche Atmosphären bewahrt haben.
Fest steht jedoch, dass ohne genauere Daten über die Atmosphären alles Reden über habitable Zonen keinen rechten Bezug zur Frage nach der Lebensfreundlichkeit hat. „Wir müssen warten, bis wir die Atmosphären sehen, bevor wir sagen können, wie warm oder wie kalt es auf den Planeten wirklich ist“, sagt Sarah Seager vom Massachusetts Institute of Technology. Dies sei aber der eigentliche Grund, warum Trappist-1 eine wichtige Entdeckung ist: Aufgrund der geringen Distanz werden künftige Teleskope, allen voran das gigantische James-Webb-Weltraumteleskop, das die Nasa 2018 starten will, in der Lage sein, etwas über die Atmosphären dort herauszufinden. Die Chance besteht, dass sie mehr Glück haben als die Forscher des SETI-Instituts, von denen Gillon weiß, dass sie ihre Antennen ebenfalls schon auf den Stern Trappist-1a ausgerichtet hatten, um möglicherweise funkende Aliens zu belauschen. „Sie haben aber nichts gefunden.“
Quelle: F.A.S.


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Sa 11 März 2017, 14:01

Eine Erklärung zu den dortigen Planeten:


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Fr 24 März 2017, 21:13

Über ausgesuchte Exoplaneten, die eventuell Horte für Leben sein könnten:


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Di 04 Sep 2018, 22:50



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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Sa 08 Sep 2018, 22:51

Wahrscheinlich kein Leben dort möglich:


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