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auf der Suche nach bewohnbaren Welten

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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Mi 07 Jan 2015, 15:02

Forscher entdecken Exoplaneten in habitabler Zone

Ähnlich wie die Erde, aber zu weit entfernt, um nachzuschauen: Forscher haben zwei Planeten gefunden, die so sein könnten wie unserer - bewohnbar.

Ist da draußen jemand? Astronomen haben acht Exoplaneten entdeckt, auf denen Bedingungen herrschen könnten, die Leben ermöglichen. Zwei der Planeten seien der Erde sehr ähnlich, haben Astronomen der Harvard-Universität auf einer Konferenz der Amerikanischen Astronomenvereinigung (American Astronomical Society, AAS) bekanntgegeben. Sie beschreiben ihre Funde in einem Aufsatz, der in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal erscheinen soll.



  • Das Weltraumteleskop Kepler hat über 1.000 Planeten entdeckt. Einige davon sind der Erde sehr ähnlich. (Bild: Nasa)



Habitable Zone heißt der Bereich um einen Stern, in dem auf einem Planeten Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen. Das bedeutet, dass auf dem Planeten solche Temperaturen herrschen, dass Wasser in flüssigem Zustand vorkommt. Das ist die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

Vielversprechende Kandidaten


Acht Planeten, die sich mutmaßlich in diesem Bereich befinden, haben Astronomen in den Daten gefunden, die das Weltraumteleskop Kepler gesammelt hat. "Wir wissen nicht genau, ob diese Planeten in unserer Auswahl tatsächlich bewohnbar sind", sagt David Kipping vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics. Sei seien aber vielversprechende Kandidaten.
Die Planeten sind alle weniger als doppelt so groß wie die Erde. Damit verdoppelt sich die Zahl der bekannten Exoplaneten dieser Größe in der habitablen Zone. "Die meisten dieser Planeten sind wahrscheinlich Gesteinsplaneten wie die Erde", sagt Projektleiter Guillermo Torres.

Kepler 438b und Kepler 442b umkreisen rote Zwerge


Die Planeten Kepler 438b und Kepler 442b sind die beiden erdähnlichsten Exoplaneten, die bisher entdeckt wurden. Sie umkreisen jeweils einen roten Zwergstern, die beide kleiner und kälter als die Sonne sind. Beide Systeme befinden sich im Sternbild Leier und sind ziemlich weit von der Erde entfernt: Bis zu Kepler 438b sind es 470 Lichtjahre. Kepler 442b ist 1.100 Lichtjahre weit weg.
Kepler 438b ist 12 Prozent größer als die Erde und mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent ein Gesteinsplanet. Ein Jahr auf diesem Planeten hat gerade mal 35 Tage. Wegen der geringen Entfernung zu seinem Stern bekommt er rund 40 Prozent mehr Lichteinstrahlung als die Erde. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in der habitablen Zone ist, beziffern die Forscher auf 70 Prozent.

Kepler 442b bekommt weniger Licht als die Erde


Kepler 442b ist größer: Sein Durchmesser ist um etwa ein Drittel größer als der der Erde. Er ist weiter von seinem Stern entfernt. Er umkreist ihn in 112 Tagen. Wegen der größeren Entfernung ist die Lichteinstrahlung weniger intensiv: Kepler 442b bekommt etwa ein Drittel weniger Licht als wir auf der Erde. Damit ist er zu 97 Prozent in der habitablen Zone. Allerdings sind sich Forscher weniger sicher, ob er ein Gesteinsplanet ist: Die Wahrscheinlichkeit schätzen sie mit 60 Prozent ein.
Bis dato sind rund 1.900 Exoplaneten entdeckt worden. Die meisten davon sind Gasriesen - wegen ihrer Größe sind sie einfacher zu entdecken. Seit einigen Jahren ist es aber auch möglich, kleinere Exoplaneten zu finden. Der kleinste bisher entdeckte ist Kepler 37b. Er ist nur wenig größer als der Mond. Bewohnbar ist Kepler 37b nicht - dazu ist er seinem Stern viel zu nahe.




    gefunden in Golem.de

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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Mo 26 Jan 2015, 00:09

Anschauliche Darstellung der Planetensuche:



Radiosendung:





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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Mo 26 Jan 2015, 17:27

eine Grundsatzfrage:



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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Mo 26 Jan 2015, 19:38

FORSCHUNG UND TECHNIK, MEDIZIN
Erde 2.0 in Sicht
Montag, 12.12.2011, 00:00 · von FOCUS-Redakteur Michael Odenwald

afp Diese Ende 2007 entdeckten Exoplaneten haben etwa die Größe des Jupiter und tragen die Namen Wasp-3, Wasp-4 und Wasp-5

Nasa Auf Kepler 22b wäre Leben möglich.

Nasa Ist die Erde einzigartig? Mithilfe indirekter Beobachtungsmethoden haben die Astronomen inzwischen über 500 Planeten entdeckt, die ferne Sterne umkreisen.

Illustration: Eso Der Exoplanet GJ1214b (hier als Silhouette vor seinem Mutterstern zu sehen) hat eine heiße Oberfläche, sein Innerstes besteht jedoch zum größten Teil aus gefrorenem Wasser. Es handelt sich bei ihm um die erste Supererde, für die eine Atmosphäre nachgewiesen werden konnte.

Eso Der 500 Lichtjahre von der Erde entfernte Planet CoRoT-7b besitzt zwar eine ähnliche Masse wie GJ1214b, hat aber eine andere Zusammensetzung. Forscher vermuten, dass er einen felsigen Kern besitzt und von Lava bedeckt ist.

dpa Die künstlerische Darstellung zeigt die Sonne HR 8799, die von drei jungen Riesenplaneten umkreist wird. Wie Forscher im November 2008 mitteilten, konnte ein solches Mehrplanetensystem zum ersten Mal direkt abgelichtet werden.

dpa Auch einem anderen Forscherteam waren fast zur gleichen Zeit Aufnahmen eines fernen Planeten geglückt. Die Illustration zeigt den Exoplaneten Fomalhaut B, der – eingebettet in eine Staubscheibe – den 25 Lichtjahre entfernten Stern Fomalhaut am Südhimmel umkreist.

Paul Kalas/UC Berkeley Die Spezialkamera des Weltraumteleskops „Hubble“ lichtete den 25 Lichtjahre entfernten Planeten ab. Das Bild zeigt den Ring aus Staub und Trümmern, der den Stern und den Planeten (Vergrößerung) umgibt.

dpa Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Südsternwarte (Eso) verkündete Ende 2009 die Entdeckung von insgesamt 32 neuen Exoplaneten, darunter zehn Supererden. Möglich war dieser Rekord durch den HARPS-Spektrografen, der am 3,6-Meter-Teleskop der Eso auf La Silla angebracht ist. Die Darstellung zeigt einen der Exoplaneten, der in einem Dreisternensystem den Stern Gliese 667 C begleitet.

David A. Aguilar (CfA) Astronomen veröffentlichten im Januar 2009 die Entdeckung eines Exoplaneten, der in Durchmesser und Masse dem Neptun gleicht. Er befindet sich in 120 Lichtjahren Entfernung. Der Planet wurde von einem Netzwerk kleiner Teleskope des HATNet-Projekts in Arizona registriert, weil er während seines Transits das Licht seines Muttersterns abschwächte.

Eso Drei niederländische Studenten hatten Ende 2008 den Exoplaneten OGLE2-TR-L9b entdeckt. Er ist fünfmal schwerer als Jupiter und ist der erste bekannte Planet, der einen heißen Stern umkreist, der sich schnell um die eigene Achse dreht.

Esa/Nasa/G. Tinetti Das Hubble-Weltraumteleskop erspähte auf dem Planeten HD 189733b eine der Grundzutaten für die Chemie des Lebens: das organische Molekül Methan 
Galerie
Erstmals fanden Astronomen einen Exoplaneten, der eindeutig in der Lebenszone seines Sterns kreist. Auf ihm wäre Leben möglich
„Kepler 22b – das ist unser Weihnachtsplanet. Er ist ein großes Geschenk, und wir hatten Glück, ihn zu finden.“ So launig verkündete William Borucki, Chefwissenschaftler des Kepler-Weltraumteleskops der US-Raumfahrtbehörde Nasa, die jüngste Entdeckung, die mit Hilfe des Himmelsauges in den Tiefen des Weltraums gelang.

Boruckis Freude ist berechtigt. Denn Kepler 22b ist der erste bekannte Planet in einem fernen Sternsystem, der mitten in der Lebenszone kreist – jenem Bereich also, in dem Wasser flüssig vorliegt. Hätte er eine erdähnliche Atmosphäre, läge seine Oberflächentemperatur bei komfortablen 21 Grad Celsius. Leben wäre dort also durchaus möglich.

Suche nach der Zusammensetzung


Der Trabant gleicht auch in einigen weiteren Kennzahlen der Erde. So dauert ein Umlauf 289 Tage, was in einer ähnlichen Größenordnung liegt wie ein Erdenjahr. Überdies kreist er um einen sonnenähnlichen Stern mit der Bezeichnung Kepler 22. Das System ist 600 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Doch damit enden die Parallelen. Denn Kepler 22b ist 2,4-mal größer als unser Heimatplanet. Seine Masse konnten die Astronomen indes noch nicht bestimmen, deshalb lässt sich auch nichts über seine Zusammensetzung sagen. Es könnte sich also um einen Gesteinsplaneten mit flüssigen Oberflächengewässern handeln, aber auch um eine Wasserwelt mit einem globalen Ozean.

Warten auf die nächste Treffermeldung


In beiden Fällen sollte den Trabanten auf Grund seiner hohen Schwerkraft eine dichte Atmosphäre umhüllen. Dann aber droht ein starker Treibhauseffekt, der den Planeten so sehr erhitzt, dass Leben nicht mehr möglich ist. Schließlich könnte Kepler 22b auch ein kleiner Gasplanet mit einem Gesteinskern sein, ähnlich Neptun in unserem Sonnensystem.

Selbst wenn der Trabant kein echter Erdzwilling ist, dürfte ein solcher bald gefunden werden. Denn das Weltraumteleskop entdeckte bislang 2326 Planeten-Kandidaten. Davon kreisen 48 in den Lebenszonen ihrer Sterne, und zehn haben ungefähr die Größe der Erde. „Es ist vorstellbar, dass es auf allen oder vielen davon Leben gibt oder auf ihren Monden“, sagt Nasa-Forscher Borucki. Um die Existenz einer zweiten Erde zu bestätigen, muss Kepler jeweils drei Umläufe der Kandidaten abwarten. Sobald diese vor der Scheibe ihres Sterns vorüberziehen, schwächt sich dessen Licht ab. Die Sensoren des Himmelauges registrieren diese Schwankungen. Im Fall von Kepler 22b war der dritte Umlauf kurz vor Weihnachten 2010 vollendet. Das war das Glück, von dem Borucki sprach, denn danach ging das Teleskop kurzfristig außer Betrieb. Nun warten die Astronomen auf die nächste Treffermeldung, und vielleicht finden sie dabei auch den ersehnten neuen Lebenshort.

Ergänzend ein Wiki zu Kepler 22b


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da kommen wir nie hin

Beitrag von Eaglesword am Do 23 Jul 2015, 20:01

Aber dennoch ist es nennenswert:
Gefunden in Wissen


"Cousin der Erde"




Nasa entdeckt einen erdähnlichen Planeten
Sensation aus dem Weltall: Die Nasa hat einen neuen Planeten entdeckt. Er soll der "größere, ältere Cousin der Erde" sein. In einer Pressekonferenz machte sie erste Details zur Entdeckung bekannt.
In einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz hat die Weltraumorganisation Nasa am Donnerstagabend um 18 Uhr ihre jüngste Entdeckung vorgestellt: Einen der Erde ähnlichen Planeten. Daneben wurden elf kleinere mögliche Planeten gefunden. Die Nasa bezeichnet das als "Meilenstein auf dem Weg, eine zweite Erde zu finden".
"Heute geben wir die Entdeckung eines Exoplaneten bekannt, der - soweit wir sagen können - ein sehr enger Cousin der Erde ist. Bisher ist es der nächste. Es ist eine Erde 2.0", sagt John Grunsfeld, ein Leiter der Abteilung für Wissenschaftsexpeditionen der Nasa auf der Pressekonferenz.
Der neue erdähnliche Planet sei mit dem Kepler-Weltraumteleskop entdeckt worden und "in einer bewohnbaren Zone". Er sei 60 Prozent größer als die Erde, ungefähr 1400 Lichtjahre entfernt und befinde sich im Sternbild Cygnus. Sein Name ist an die Mission des Weltraumteleskops geknüpft: Kepler-452b.
In der Vergangenheit seien bereits vergleichbare Planeten entdeckt worden, so die Nasa. Kepler-452b jedoch umkreise einen Stern, der der Sonne sehr ähnlich sei, jedoch älter ist. Wasser könnte auf dem Planeten flüssig sein – eine der Grundvoraussetzungen für Leben. Vorherige Recherchen der Nasa haben ergeben, dass Planeten in der Größe zu einer großen Wahrscheinlichkeit eine steinige Oberfläche haben.
Die Nasa begleitet ihre Ankündigung mit Informationen in Sozialen Netzwerken. So liefert sie Details und Video-Material auch über Twitter.
Der erste Exoplanet, der um einen anderen Stern ähnlich unserer Sonne kreist, sei 1995 entdeckt worden, schreibt die Nasa auf ihrer Website. "Exoplaneten, insbesondere kleine erdgroße Welten, gehörten vor 21 Jahren noch ins Reich der Science Fiction. Heute, Tausende Entdeckungen später, stehen Astronomen kurz davor, etwas zu finden, wovon Menschen über Tausende von Jahren geträumt haben - eine andere Erde."
Die Kepler-Mission wurde 2009 ins Leben gerufen, um das Universum nach neuen, erdähnlichen Planeten zu scannen, die in einer Distanz zu einem Stern liegen, der sie bewohnbar macht.
Seitdem wurden über 1000 Planeten sowie mehr als 3000 mögliche Planeten entdeckt, die jegliche Größen haben und überall im Universum verteilt sind.


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Mo 30 Nov 2015, 21:57

Prof. Lesch zu den Lebensbedingungen:



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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Sa 09 Jan 2016, 23:15

Neue Methode hilft bei Bestimmung der Lebensfreundlichkeit fremder Welten
Andreas Müller
Januar 4 2016
 5
 





Sterne im Diagramm: Die typische Zeitskala der akustischen Schwingungen und konvektiven Bewegungen eines Sterns gibt Aufschluss über die Schwerebeschleunigung an seiner Oberfläche. Links unten befinden sich Sterne wie unsere Sonne mit sehr hoher Schwerebeschleunigung und kurzen Schwingungs- und Konvektionszeitskalen. Im Lauf ihres Lebens bewegen sich Sterne zu immer längeren Zeitskalen und daher niedrigeren Schwerebeschleunigungen. Dabei ändern sich die Radien der Sterne drastisch. Rechts oben befinden sich die roten Riesensterne mit der etwa 50-fachen Größe unserer Sonne.
Copyright: Thomas Kallinger

Göttingen (Deutschland) – Nicht nur für unser Gewicht auf anderen Himmelskörpern ist die Schwerkraft auf den jeweiligen Oberflächen von Bedeutung – auch für die Schwerebeschleunigung ganzer Sterne. Ein internationales Wissenschaftlerteam hat nun eine neue Methode entwickelt, mit der die Gravitation an der Oberfläche auch ferner Sterne bis auf wenige Prozent genau bestimmt werden kann. Damit lassen sich auch die Größe und die Bewohnbarkeit von diesen Sterne umkreisenden Exoplaneten besser ermitteln.

Die meisten der bislang mehr als 2000 entdeckten sogenannten Exoplaneten – also Planeten, die ferne Sterne umkreisen – wurden mit der sogenannten Transitmethode entdeckt: Immer wenn der Planet an der von der Erde (oder einem Weltraumteleskop) aus sichtbaren „Sonnenscheibe“ seines Sterns vorüberzieht, blockiert er für die Dauer dieser Passage (dem sog. Transit) das Licht seines Sterns. Aus der messbaren Lichtkurve lässt sich dann auch die Größe des vorbeiziehenden Planeten bestimmen. Dies aber immer nur relativ zur Größe seines Sterns.
Um nun also herauszufinden, ob der Planet unserer Erde ähnlich ist, oder ob es sich beispielsweise um einen sog. Gasriesen wie Jupiter handelt, müssen die Eigenschaften des Sterns genau bekannt sein. Kennt man also die genaue Schwerebeschleunigung, lässt sich dessen Größe und damit auch die seines Planeten ableiten. Bisher war die genaue Messung der Schwerebeschleunigung allerdings nur für wenige und relativ helle Sterne möglich.
www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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Wie Astronomen des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen, der Universität Wien sowie aus Kanada, Frankreich und Australien aktuell im Fachjournal „Science Advances“ (DOI: 10.1126/sciadv.1500654) berichten, erlaube die nun neu entwickelte Methode, die Oberflächengravitation bei nahezu gleichbleibender Genauigkeit für wesentlich lichtschwächere Sterne zu bestimmen.
„Das Verfahren bedient sich minimaler Helligkeitsschwankungen des Sternlichts“, erläutert die Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft. „Obwohl das Leuchten der Sterne am Nachthimmel auf den ersten Blick konstant erscheint, ist es doch messbaren Änderungen unterworfen: Akustische Schwingungen im Innern eines Sterns verändern die Menge des abgestrahlten Lichts, genauso wie konvektive Bewegungen – das Aufsteigen heißer Gasblasen und deren Absinken nach dem Abkühlen.
Beide Phänomene werden direkt von der Oberflächengravitation des Sterns beeinflusst. Sie lassen sich daher für die Messung der Schwerebeschleunigung, die sich aus der Masse und dem Radius des Sterns ergibt, nutzen.“
Das neue Verfahren, das die Forscher „Autocorrelation Function Timescale Technique“ oder kurz „Timescale Technique“ nennen, erlaubt es nun, auch für lichtschwache Sterne mit stark verrauschten Lichtkurven einen genauen Wert für die Schwerebeschleunigung mit einer Genauigkeit von bis zu vier Prozent – statt bislang 25 – zu ermitteln.
© grenzwissenschaft-aktuell.de


Quelle


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am Sa 27 Aug 2016, 12:13

Dies ist ein kürzlich entdeckter Planet vom nächstgelegenen System. Und er befindet sich in der habitablen Zone:

Proxima Centauri: Erdnächster Planet außerhalb des Sonnensystems entdeckt


25.08.2016 10:20 Uhr Marco Krefting, Till Mundzeck, dpa
 
Künstlerische Darstellung der Oberfläche von Proxima b, der Proxima Centauri umkreist.
(Bild: ESO/M; Kornmesser)
Mit einem großen Arsenal astronomischer Instrumente haben Wissenschaftler bereits mehr als 3000 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Nun berichten sie über ein besonderes Exemplar in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft: Proxima b.
Forscher haben nach eigenen Angaben den erdnächsten Planeten jenseits unseres Sonnensystems entdeckt. Dort könnten sogar Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen. Hinter dieser Vermutung stehen allerdings noch viele Fragezeichen, wie die Astronomen um Guillem Anglada-Escudé von der Queen Mary Universität in London betonen. An der Entdeckung waren auch deutsche Wissenschaftler beteiligt.
Für eine nähere Charakterisierung des sogenannten Exoplaneten muss sich vor allem die Technik verbessern. Denkbar seien etwa hochauflösende Spektroskopie in den nächsten Jahrzehnten und möglicherweise sogar Roboterexpeditionen in den kommenden Jahrhunderten, schreiben die 31 Autoren der Studie im Fachblatt Nature.
 Der Himmel mit Alpha Centauri AB und dem Roten Zwerg Proxima Centauri, dem zum Sonnensystem nächstgelegenen Stern.  
Bild: Dgitized Sky Survey 2, Davide De Martin/Mahdi Zamani  

Nachbarstern


Durch indirekte Verfahren unter anderem mit Teleskopen der Europäischen Südsternwarte (Eso/Garching) in Chile ist es dem Team gelungen, Hinweise auf einen Exoplaneten bei Proxima Centauri zu sammeln. Das ist der nächste Nachbarstern unserer Sonne mit einem Abstand von rund 40 Billionen Kilometern.
"Wir haben einen Gesteinsplaneten entdeckt, der Proxima Centauri umkreist", betonte Anglada-Escudé bei einer Eso-Pressekonferenz am Mittwoch. "Dies ist der dichteste Planet, den wir jemals finden werden, denn Proxima Centauri ist der nächste Stern zu unserer Sonne." Die Forscher vermuten, dass der Stern sogar ein ganzes Planetensystem besitzt.
Der jetzt identifizierte Planet umkreist Proxima Centauri den Berechnungen zufolge mit einer Umlaufzeit von 11,2 Tagen in einem Abstand von sieben Millionen Kilometern. Die Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt ungefähr 20 mal so viel. Seine Masse entspricht nach Schätzungen mindestens dem 1,3-Fachen der Erdmasse. Nach dem üblichen System haben die Forscher ihn Proxima Centauri b genannt – oder kurz: Proxima b.

Habitable Zone


Der Planet soll sich in der sogenannten habitablen Zone befinden, in der die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben – was wiederum als Voraussetzung für Leben angesehen wird. Das ist möglich, obwohl er seinen Stern relativ eng umkreist. Denn Proxima Centauri ist ein roter Zwergstern, der deutlich leichter und dunkler ist als unsere Sonne. Mit ihr verglichen liegt Proximas Masse bei 12 Prozent, die Leuchtkraft bei gerade einmal 0,17 Prozent.
 Künstlerische Darstellung des Planeten bei Proxima Centauri  
Bild: Ricardo Ramirez, James Jenkins (Department of Astronomy, Universidad de Chile)  
Der Planet bekommt dadurch sogar nur etwa zwei Drittel der Energie, die von der Sonne auf die Erde einstrahlt, wie die Wissenschaftler erläuterten. Seine Durchschnittstemperatur würde dadurch bei lediglich minus 40 Grad Celsius liegen, eine mögliche Atmosphäre könnte die Temperatur jedoch durch den Treibhauseffekt über den Gefrierpunkt heben. "Wir haben keine Ahnung, ob dieser Planet eine Atmosphäre hat oder nicht und ob er Wasser besitzt oder nicht", betonte Ko-Autor Ansgar Reiners von der Universität Göttingen. "Aber die Existenz ist plausibel."
Dennoch gibt es viele Unwägbarkeiten für die Entwicklung von möglichem Leben: Sehr wahrscheinlich rotiert Proxima b so, dass er dem Stern immer dieselbe Seite zuwendet - dort wäre es ewig heiß, auf der anderen Seite ständig kalte Nacht. "Es ist unklar, wie Leben unter solchen ungünstigen Bedingungen entstehen kann", schreiben Forscher vom Max-Planck-Institut (MPI) für Astronomie in Heidelberg, die an der Studie beteiligt sind. Zudem bombardiere Proxima Centauri seinen Begleiter mit hochenergetischen Teilchen und Röntgenstrahlung. Unklar ist, ob ein Magnetfeld und eine Atmosphäre Proxima b davor schützen.

Umweltbedingungen


Konkretere Informationen über die Umweltbedingungen auf dem möglichen Planeten sollen weitere Beobachtungen ergeben. Sollte es dort sogar Leben geben, dürfte ein möglicher Nachweis nach Einschätzung der Forscher allerdings noch einige Jahrzehnte auf sich warten lassen.
"Was uns Wissenschaftlern besonders gefällt: Das ist der häufigste Sternentyp", sagte MPI-Astronom Martin Kürster. 70 bis 80 Prozent der Sterne in der Milchstraße seien rote Zwerge. "Wenn es schon beim ersten einen Treffer gibt, legt das die Vermutung nahe, dass es viele solcher Planeten gibt."
Bislang haben Astronomen den Angaben zufolge mehr als 3500 extrasolare Planeten entdeckt, doch keinen so nah an unserem Sonnensystem. "Das bringt diesen Planeten sogar in die Reichweite von Raumsonden", betonte Reiners. So hatte die Initiative "Breakthrough Starshot" im Frühjahr den ambitionierten Plan angekündigt, eine Flottille von lasergetriebenen Nanosonden als erste interstellare Kundschafter zum Alpha-Centauri-System zu schicken.
Es sei sehr wahrscheinlich, dass bei diesem Vorhaben nun vor allem Proxima Centauri ins Visier genommen werde, sagte der Direktor der vom russischen Milliardär Juri Milner finanzierten Initiative, Pete Worden, bei der Eso-Pressekonferenz in Garching. "Wir hoffen, dass wir innerhalb einer Generation die Nanosonden starten können."
Bild 1 von 15

Exoplaneten


Nächste Verwandte


Die bislang erdähnlichsten Exoplaneten – bestätigt und unbestätigt (*) – in einer habitablen Zone.
Bild: PHL @ UPR Arecibo

Verfahren


Dass die Forscher erst jetzt Hinweise auf Proxima b fanden, liegt an Messmethoden und -grenzen. Mit einem Eso-Spektographen und einer Methode, die minimale Sternbewegungen nachweist, fand Anglada-Escudé Indizien für einen Planeten. Viele Nachmessungen und der Vergleich mit alten Messdaten von MPI-Forscher Kürster belegen nach Einschätzung der Experten, dass es kein stellares Störsignal ist. Die Wahrscheinlichkeit für ein Störsignal bezifferte Anglada-Escudé auf eins zu zehn Millionen.
"Die Signale sind mit extrem hoher Signifikanz vorhanden und über jeden Zweifel erhaben", sagte Kürster. Fraglich sei die Interpretation gewesen. Ein Planet sei die "weitaus plausibelste" Erklärung für die zahlreichen Indikatoren. "Die Wahrscheinlichkeit für einen Planeten liegt bei nahezu 100 Prozent." Dennoch sprechen die Forscher bis zu einer unabhängigen Bestätigung streng wissenschaftlich von einem Gesteinsplaneten-Kandidaten.
Bis die Forscher Proxima b direkt abbilden können, wird es dauern. Für die heutige Technik sei der Stern zu hell, der Planet ihm zu nah. "Möglicherweise schafft die nächste Generation von Teleskopen das", so Kürster. Sie solle Mitte des nächsten Jahrzehnts in Betrieb gehen.
Bild 1 von 11

Fast 1300 neue Exoplaneten bestätigt


Die Zahl der bestätigten Exoplaneten
Bild: NASA Ames/W. Stenzel; Princeton University/T. Morton
(jk)


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am So 20 Nov 2016, 21:17

Was macht unser System so ideal für Leben?


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am So 20 Nov 2016, 21:46

Technologie zum Erkunden anderer Welten:


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Re: auf der Suche nach bewohnbaren Welten

Beitrag von Eaglesword am So 20 Nov 2016, 22:24



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