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613 MIZWOT > FAQ <

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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Eaglesword am Sa 12 Sep 2015, 16:55

Werte Jean,
wenn wir uns einen Stoff aus Leinen und Wolle vorstellen, ergibt sich folgendes Bild:
Lein ist fest und flach, Wolle ist weich und dick. Wolle wird schneller durch Reibung beschädigt. Ergebnis: Wolle wird schneller schadhaft. Ein gemischter Stoff erleidet bald Löcher.
Fazit:
G'tt wollte uns bewahren vor solchem Desaster. Wenn wir löchrige Kleidung tragen, wird unsere Nacktheit offenbart, und Scham kommt auf. Genau das will Er uns ersparen.

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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von ABA am Sa 12 Sep 2015, 20:14

Schalom Fanijeani,

du fragst ...

... Sind die Gesetze für die Rituelle Unreinheit auch heute noch gültig …
… wie können diese im normalen Alltag umgesetzt werden, ...
… Ich frage mich manchmal, ob es überhaupt möglich ist, alle Gesetze zu halten …
Die religiösen Gesetze bei uns im Judentum werden nur von einer Minderheit als gültig angesehen. Selbst für die Allerfrommsten ist es nicht möglich die besagten 613 Mizwot zu halten. Beispielsweise ist es nicht möglich fast alle der Gebote von 20 – 91 zu halten. Letzlich sind die 613 Mizwot nichts anderes als eine Auflistung von Ge- und Verboten aus dem antiken religiösen Judentum. Wir z.B. gehören zu dem liberalen progressiven religiösen Judentum und sehen auch unser Glaubensleben progressiv, also >im Glauben fortschreitend< . Im Gegensatz zu uns Liberal-Religiöse steht das Orthodoxe-Judentum. Dort wird die Gesetzeshaltung natürlich anders interpretiert. Trotzdem gehören wir beide so wie auch die Traditionellen, die Konservativen sowie auch die Reformierten zusammen und bilden das Bundesvolk JaHWeHs für die Olam HaBah (künftige Welt) sowie für die >Messianische Zeit< !

... nach Abschaffung des Opfers? Petrus hatte ja eine Vision, dass ...

Mit der christlichen Ansicht der Opferabschaffung, sowie einer christlichen Vision von Schimon, genannt Petrus (gr.) haben wir im religiosen Judentum nichts gemeinsam. Diese Ansichten sind für uns heidnischen Ursprungs und sollen es auch bleiben.

... Hier in Deutschland gibt es mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Bauern, der Yahwehs  JaHWeHs...

Dies müsste schon ein jüdisch-orthodoxer-Bauer sein, und einen solchen gibt es hier in Deutschland nicht, (zumindest ist unsrer Familie keiner bekannt). Trotzdem war es für uns möglich das Schabatjahr in unsrer ehemaligen kleinen Land- und Gartenbewirtschaftung zu halten. Es funktioniert so ähnlich wie eine 3 Felder-Wirtschaft.

Schalom ABA
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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Eaglesword am Sa 12 Sep 2015, 23:45

Die 3 Felder-Wirtschaft ist weltweit praktikabel und ermöglicht jedes Jahr Schemita, während man gleichzeitig bestellen und auch ernten kann. Die sonst verbotene Nachlese zu eigenen Gunsten kann man umgestalten: Für Arme wird sie durchgeführt, und eine Feldküche wird beliefert. So kann das Obst genutzt werden und wird nicht schlecht, wenn kein Hungernder es erntet.


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Elischua am So 13 Sep 2015, 11:01

Schalom liebe Lernenden und Suchenden,

habe hier mal was zum nachdenken und wie ist eure Meinung dazu:

In Facebook gibt es eine Gruppe "Frag den Rabbi" und ich mich dort registriete und es interessant fand betr. den Fragen und Antworten und mich betr. den Geboten/Verboten betr. 613 mich vieles beschäftigt, folgendes einen Rabbi fragte:



FRAGE: An welchen Geboten/Verboten/Gesetzen/Weisungen hat sich ein Jude der nicht in Israel lebt zu halten z.B:
Ein Jude verletzt durch einen Autounfall einen Nicht-Juden einen Goijm. Dieser Goijm zeigt den Juden wegen Körperverletzung und wegen Nichtbeachtung der Straßenversordnung an z.B. weil dieser bei Rot an der Ampel weiterfuhr und dabei den Goijm der bei grün betr. Fußgängerampel über die Straße ging,  angefahren/überfahren hat und es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Es sind auch Zeugen vorhanden die den Unfall bezeugen können.
Nach welchen Richtlininen wird der Jude betraft? Nach den 613 Mitzwot und Halacha; oder nach den gesetzlichen Bestimmungen des Landes?
Und wie ist es wenn ein Jude einen Juden lt oben genannten Beispiel verletzt, nach welchen Richtlinien wird dieser bestraft?
Dies mit dem Unfall ist nur ein Beispiel betr. Verstoss der Gesetze!

Nach welchen Gesetzen wird ein Noachide - ein Nichtjude bestraft - wenn dieser eine Körperverletzung begeht!



Antwort von Rabbi Shlomo Afanasev: erstens gibt es heute keine Möglichkeit die halachische Bestrafungen auch in Israel zu vollstrecken, dafür braucht man einen Sanchedrin, zweitens selbst wenn es solche Möglichkeit in Israel doch gebe, müssen alle Juden, die in Diaspora leben die Gesetzte des Landes halten solange die nicht die Tora Verbote verstoßen, falls ein Jude es nicht tut wird er nach der Rechtlinien des Landes bestraft.

Danke lieber Shlomo Afanasev für die schnelle Antwort. Was ich nicht nachvollziehen kann ist wie du schreibst: - müssen alle Juden, die in Diaspora leben die Gesetzte des Landes halten solange die nicht die Tora Verbote verstoßen, falls ein Jude es nicht tut wird er nach der Rechtlinien des Landes bestraft-.

Was mich hier irritiert ist, die in der Diaspora leben müssen nach den Gesetzen des Landes leben - dies ist für mich voll nachvollziehbar - aber solange die nicht die Tora Verbote verstoßen:
Welche Toragebote sind hier gemeint? In der Tora den 613 Mitzwot sind z.B. keine Weisungen betr. Verkehrsrecht und um weitere zu nennen, Mietrecht, Arbeitsrecht, Internetrecht, Versicherungsrecht und noch viele andere  wie wir sie heute kennen angegeben und als die 613 Mitzwot geschrieben wurden, diese Weisungen betr. Verkehrsrecht und weiteres hier aufgeführte noch nicht gab! Müßte da nicht die 613 Mitzwot ergänzt werden? Oder habe da was übersehen und gibt es Beispiele die in den Tora Verboten die mit den Rechtlinien eines Landes übereinstimmen bzw. identisch sind?
Ich hoffe ich konnte meine Fragen verständlich rüberbringen und würde mich freuen auf eine weitere Antwort und Danke schonmal im vorraus...

Antwort vom Rabbi Shlomo Afanasev: In allen deinen Beispielen werden die Tora Gesetze nicht verstoßen und man muss natürlich örtlichenGesetze folgen, was ich meinte ist wenn es zum Beispiel ein Gesetz gibt dass man am Samstag arbeiten muss gilt der Regel von "Gesetz des Landes folgen" nicht, ich weiß nicht ob es praktische Beispiele davon gibt habe es aber trotzdem geschrieben um klar zu machen dass Gesetz des Landes die Tora Verbote nicht wegschieben kann.

Danke dir lieber Shlomo Afanasev. Falls noch Fragen kommen in diesem Bereich - wäre dies ok weiteres hier nachzufragen?

Shlomo Afanasev Klar!


Ich wollte dann weiteres nachfragen, da für mich einige Fragen nicht wirklich beantwortet wurden, bzw. ich es nicht nachvollziehen kann, konnte dann aber nicht mehr rein, da man mich aus der Gruppe geworfen hat! scratch

*Hier* könnt ihr meine Meinung betr. Weisungen, Gesetze, Verbote etc. nachlesen - ist aber vorerst ein kleiner Stein eines großen Gebäudes und eure Gedanken mit einbringen.


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
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Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von ABA am So 13 Sep 2015, 11:44

Schalom Fanijeani,
Schalom Elischua,
Schalom Eaglesword,

@Eaglesword schrieb:... Die 3 Felder-Wirtschaft ist weltweit praktikabel und ermöglicht jedes Jahr Schemita, ...
genau so haben IMA und ich es seinerzeit gemacht. 3 Felder- bzw. 7 Felderwirtschaft:
Wajikra 25, 3-6 schrieb:
שֵׁ֤שׁ שָׁנִים֙ תִּזְרַ֣ע שָׂדֶ֔ךָ וְשֵׁ֥שׁ שָׁנִ֖ים תִּזְמֹ֣ר כַּרְמֶ֑ךָ וְאָסַפְתָּ֖ אֶת־תְּבוּאָתָֽהּ׃
וּבַשָּׁנָ֣ה הַשְּׁבִיעִ֗ת שַׁבַּ֤ת שַׁבָּתֹון֙ יִהְיֶ֣ה לָאָ֔רֶץ שַׁבָּ֖ת לַיהוָ֑ה שָֽׂדְךָ֙ לֹ֣א תִזְרָ֔ע וְכַרְמְךָ֖ לֹ֥א תִזְמֹֽר׃
אֵ֣ת סְפִ֤יחַ קְצִֽירְךָ֙ לֹ֣א תִקְצֹ֔ור וְאֶת־עִנְּבֵ֥י נְזִירֶ֖ךָ לֹ֣א תִבְצֹ֑ר שְׁנַ֥ת שַׁבָּתֹ֖ון יִהְיֶ֥ה לָאָֽרֶץ׃
וְ֠הָיְתָה שַׁבַּ֨ת הָאָ֤רֶץ לָכֶם֙ לְאָכְלָ֔ה לְךָ֖ וּלְעַבְדְּךָ֣ וְלַאֲמָתֶ֑ךָ וְלִשְׂכִֽירְךָ֙ וּלְתֹושָׁ֣בְךָ֔ הַגָּרִ֖ים עִמָּֽךְ׃
Sechs Jahre besäe dein Feld und sechs Jahre beschneide deinen Weinberg und bringe seinen Ertrag ein, aber im siebenten Jahr soll ein Schabat vollkommener Ruhe sein für das Land, ein Schabat dem Ewigen; dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden. Den Nachwuchs des Schnittes sollst du nicht abmähen und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks solst du nicht lesen; ein Schabatjahr sei es für das Land. .........
Möglicherweise hatten wir deshalb immer die dicksten Kartoffel !!!
Geschweige davon, dass es auch keine Überdüngung gab.

Schalom ABA


... seinerzeit im hessischen Ried - Rhein/Main Ebene: Wolkensonne

... oder dann im Kibutz Ma'agan Michael bei DODI:  Fahne2  

... dann gab es noch das Saftpressen mit den Knirpsen:
(wovon man auch Wein machen kann  Rolling Eyes  )
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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Elischua am So 13 Sep 2015, 12:42

Schalom dir liebe fanijeani und ein I love you -liches Willkommen hier im Hause Israel und hoffen und wünschen, daß du hier fündig wirst und dich wohl fühlst.

Ich möchte gerne hier auf eine deiner Fragen antworten:
Gerade was die Gebote Reinheit/Unreinheit betreffen
Es gibt vieles was einen unrein und rein machen kann. Es gibt eine pysiologische (Körper) und eine geistige (Seele, Gesinnung, Herzenseinstellung) die eine Unreinheit sowie Reinheit betreffen.

Was ist in unseren Herzen was man noch nicht weiß?  Ps 19,13 Verirrungen (Verfehlungen) - wer bemerkt sie? Von den verborgenen Sünden (Verfehlungen, Schwachheiten) sprich mich frei! (Vermerk: dies in Klammern wurde von mir ergänzt).
Was ist in unseren Herzen was wir nicht wissen. G´tt sieht auf das Herz nicht auf die Person. Eine innere Reinigung, die der Herzenseinstellung ist wichtig, Teschuwa tun, erkennen, bereuen, Buse tun, sich vom Vater neu machen lassen - siehe hier z.B. und Teschuwa sollten wir jeden Tag tun.

Das hebräische Wort „Kaschruth“ bedeutet „rituelle Reinigung“ und stammt von dem Wort „kascher“ (jiddisch: „koscher“), – „erlaubt, tauglich, geeignet“! Es hat nicht nur mit Nahrung zu tun, sondern unser ganzes Leben ist davon berührt wie z.B. wie ernährt man sich, wie reinigt man sich und was mit unserem Umfeld zu tun hat, wie kleidet man sich! z.B. ist das was man an Kleidung trägt,  wirklich sich koscher, anständig zu kleiden? - es geht nicht darum gefällt man dem Menschen, sondern gefällt dies unserem Schöpfer JaHWeH?  Betr. Nahrung sind wir sehr streng -Vegan und ohne schlechtes Gewissen unserem Vater gegenüber - im Gegenteil - wir achten seine Schöpfung, dazu auch die Tiere und die Natur gehören!

Man soll sich

  • bescheiden, schlicht,
  • anständig,
  • schamhaft,
  • besonnen, vernünftig

und nicht mit

  • aufwendigen Frisuren (Das heißt nicht, dass Frauen keine Zöpfe haben dürfen,  Vielmehr geht es hier um "Imponier"-Frisuren)
  • teurem Schmuck (wörtlich: Gold, Perlen),
  • kostbarer oder auffallender Garderobe ( die Modeindustrie etc.), durchsichtig, kurze Röcke und Hosen in der Öffentlichkeit etc., Einblick ins Dekoltee durch große Ausschnitte in der Kleidung, zu enge Kleidung, Stöckelschuhe (macht krank), Lederkleidung - siehe bestimmte Gruppierungen usw.

bekleiden. Nicht die Werke der Masse sich angleichen - sondern die Werke G´ttes tun!
Dies betrifft Männer wie Frauen!

1Petr 3,3: Putzt euch nicht äußerlich heraus mit aufwendigen Frisuren, kostbarem Schmuck oder prächtigen Kleidern


G´tt sieht nicht auf das äußerliche und nützt nicht wenn man mit prächtigen Kleider G´tt imponieren will, G´tt sieh mal, sehe ich nicht doll aus? G´tt sieht ins Herz und man IHN nicht mit Pracht und Gehabe beeindrucken kann.

Es gibt Menschen die sittsam gekleidet sind, aber im Herzen unrein sind. Es gibt somit auch koschere Kleidung, das ist erlaubt, tauglich, geeignet. Genauso ist es mit Nahrung und Kosmetik. Unsere Nahrung die man heute vorallem in Läden kauft, sind kaum rein, sondern unrein z.B. Chemische Zusätze, Giftstoffen etc. die uns krank machen und unseren Körper unrein machen. Genauso ist es mit Kosmetik. Auch Zigaretten, Alkohol, Drogen sind unrein und machen krank. Diese unreinen Stoffe machen die Umwelt unrein, wir atmen es ein etc. - dies ist aber tiefer und man hierzu mehr schreiben könnte.
Dies ist die pysikalische (Körper) Unreinheit und Reinheit.

Dann gibt es die geistige (Seele) Unreinheit und Reinheit. Was und wem laufe ich hinterher, will man der Masse angehören z.B. den vielen Religionen und deren falschen Lehren anhangen, welchen Gott glauben und anhangen. Was ist noch in einen, unreines was man noch nicht weis: Psalm 19,13.

Es nützt also nichts sich nur äußerlich zu reinigen, mehrmals sich untertauchen - sondern auch von innen sich zu reinigen und hier zu unserem Allmächtigen Schöpfer JaHWeH zu gehen und IHN zu bitten uns zu helfen.


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
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Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Jehohanan am So 13 Sep 2015, 13:59

Oftmals bezweifele ich bei der Diskussion um die "Gesetze" ob wir da nicht etwas missverstehen. Sind das nun Gesetze, oder Weisungen? Wenn es eher Weisungen sind, was sind dann die Folgen der Übertretung?

Es kommt wohl eine Zeit, in der der Ewige uns die Gnade schenkt, an unseren Herzen beschnitten zu werden - DANN werden wir in der Lage sein die Weisungen in unseren Herzen den ihnen zustehenden Platz zu geben. Bis dahin können wir nur lernen diese zu lieben, mit all unserer Lebenskraft. Bekanntlich ist aber das was man liebt keine Last, sondern eine Bereicherung.

Komme ich noch einmal auf die Folgen der Übertretung zurück. So können wir lesen, dass diese Folgen von der Todesstrafe bis hin zu gar keinen Folgen reichen. Fatal wäre es darauch eben eine Rangfolge der Wichtigkeiten zu machen. Auch kann man unterscheiden zwischen verständlichen und unverständlichen Weisungen. Auch noch an für mich zutreffenden und nicht zutreffenden Weisungen. Wie Aba schon andeutete, so sind alle Weisungen, welche auf den Tempel verweisen gar nicht mehr umsetzbar. Es gibt Weisungen für Richter - nicht jeder ist ein Richter usw.

Nun scheint es eine Bestrebung zu sein, diese Weisungen zahlenmäßig zu reduzieren. Das findet bei Jeschua, jedoch nicht allein bei ihm, im Extrem zu der bekannten "Doppelweisung":

Das Schmah Israel und "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - Dazu eine kleine Geschichte vermutlich um die Zeit Jeschuah: Ein Proselyt kam zu Rabbi Chamai und bat diesen: "Erkläre mir die Thorah, solange ich auf einem Bein stehen kann!" Rabbi Chamai wurde unwirsch und schckte den Proselyten weg, da die Bitte für ihn eine Zumutung war. Nun ging dieser zu einer anderen Schule, der Hillels mit der gleichen Bitte. Hillel nahm sich des Proselyten an, und wies ihm ebenfalls diese "Doppelweisung" an.

Es scheint also, das alle Weisungen irgendwie einen Bezug zu diesen Grundprinzipien haben. Fängt man an, den Umfang zu erweitern, so kommt man schnell zu den "noachidischen Gesetzen" - 7 an der Zahl, weiter zum Dekalog - dem Zehntwort vom Sinai. 12 mal sagte das Volk Amen zu den 12 Flüchen, bevor es den Jordan überschreiten durfte (5.Mo 27,15-26). Nehmen wir uns dies zu Herzen, dann lernen wir diese lieben, und wie es bei der Liebe ist, BEGEHRT man dann mehr - und wie bei der Liebe vergisst man das Hinterfragen nach dem Sinn. Dann darf man sich von den 613 Weisungen eben denen nähern, welche noch hier und heute Gültigkeit für mich haben. Vermutlich ist das für Nichtjuden aber eher ein Weg, statt einem Ziel, denn wer weiß wie das sein kann, wenn man genug teschuwa hinter sich hat um dort sein zu dürfen?

Das sind meine persönlichen Gedanken zur Welt der Weisungen, welche ich mit Freude und Lebenslust erkunden darf...

Schalom
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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Jehohanan am Mi 04 Nov 2015, 22:46

Schalom,

vielleicht verstehe ich die Unterscheidung der Gebote 70. und 71 nicht so ganz. Wenn ich die Abschnitte lese um die es geht, dann verstehe ich die Zuordnung nicht so ganz. Vielleicht gehört auch noch eines der Gebote 64-66 dazu.

In Lev 5,11-26 geht es um Schuldopfer. Eines aus Versehen, das andere wegen einem "Kapitaldelikt"

Im Sefer Hachinuch werden in diesem Bereich zwei Mizwah benannt:

- Mizwah des Opfers bei zweifelhafter Schuld
- Mizwah des Opfers bei sicherer Schuld

so richtig läßt dies der Beschreibung von 70+71 ncht zurodnen.....

Sorry, für die Haarspalterei
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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Eaglesword am Mi 04 Nov 2015, 23:38

Deine Gedanken sind gut, und momentan vermag nur ABA dir zu antworten. Grade sind Elischua und ich per Telefon beim Recherchieren zu Sühnegeld und Schuldgeld.


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3. Mo 18:18
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Re: 613 MIZWOT > FAQ <

Beitrag von Jehohanan am Fr 06 Nov 2015, 15:28

Schalom,

der Verweis in Verbot 138 könnte auch 3.Mo 6,16 sein. Anstonsten wäre die Stelle die gleiche wie im Verbot 139.....
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Beitrag von Gast am So 06 Dez 2015, 20:51

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