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Torahbetrachtung

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Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Di 06 Apr 2010, 17:34

Shemini "Acht" - Vayikra (3. Moshe) 9:1- 11:47
26 Nisan 5770 – 10. April 2010

1. Jochanan 5:3: "Denn dies ist die Liebe Elohims, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer."

Gemäß dieser Schriftstelle sind die Gebote Elohims von Seiner Liebe
durchdrungen. Diese Lehre steht im Widerspruch zu dem, was den meisten
Menschen gelehrt worden ist. Tatsächlich wird in den meisten Gemeinden
gelehrt, dass das Halten der Gebote von HaShem eine Last ist, die nach
dem Kreuzestod von Jeshua weggenommen wurde. Das ist jedoch nur die
halbe Wahrheit. Die Kreuzigung von Jeshua ersetzte nicht die Liebe, die
HaShem durch die Torah zum Ausdruck bringt. In der Torah finden wir die
Liebe von HaShem jeden Tag neu, denn sie gibt der Menschheit eine Reihe
von Regeln, die für unser Wohlergehen und für unsere Sicherheit wichtig
sind. Als ein Beispiel sei genannt, dass die Torah uns die rechte Art
und Weise lehrt, wie wir uns HaShem nahen und ihn anbeten können. Die
Torah lehrt uns, dass wir nur dann in die Gemeinschaft mit HaShem
kommen können, wenn wir heilig sind und ihm mit Ehrerbietung begegnen.
Wenn wir uns HaShem in rechter Weise nahen, dann werden wir damit zu
einem heiligen und annehmbaren Opfer. Als die Kinder Jisrael in der
Heiligkeit wandelten, waren sie von Ihm angenommen. Als die Kinder
Jisrael jedoch in Sünde gefallen waren, waren sie nicht vor Ihm
angenehm und angenommen. Das Ziel der Torah war es, die Kinder Jisrael
noch mehr zu vervollkommnen und wachsen zu lassen. Infolgedessen wurde
dem Volk Jisrael gestattet, in der Gegenwart von HaShem zu leben. Die
Torah vereinigte die Kinder Yisraels mit HaShem in Heiligkeit. Wann
immer Menschen, die an HaShem glauben, in einem heiligen Lebensstil
wandeln, wie er in der Torah beschrieben ist, führt sie das zur
Gemeinschaft mit HaShem. Mit anderen Worten, die Torah ist ein
Lehrmeister, der uns lehrt, wie man in beständiger Gemeinschaft mit
Jahwe leben kann. Deshalb sollte die Torah ein wesentlicher Teil des
Lebens eines jeden Gläubigen sein. Wir sollten die Torah als
Lehrinstrument ansehen, um uns zu erziehen und zu lehren, wie man in
Gemeinschaft mit HaShem lebt und wie man Ihm dient. Im Torahabschnitt
Shemini können wir erkennen, wie wichtig es ist, die Lehren der Torah
im Alltag anzuwenden, um sich HaShem zu nahen.

3. Moshe 10:1-2: "Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein
jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk
darauf und brachten fremdes Feuer vor Jahwe dar, das er ihnen nicht
geboten hatte. Da ging Feuer von Jahwe aus und verzehrte sie, und sie
starben vor Jahwe."


Die Sünde von Nadab und Abihu war ihr Hochmut. Der Tod von Nadab und
Abihu waren die direkte Folge ihres Wunsches, Feuer von einer Quelle
darzubringen, die für HaShem nicht annehmbar war. Mit anderen Worten,
Nadab und Abihu wollten sich HaShem nahen mit ihrem eigenen Trachten
und Verstand, und nicht auf die Art und Weise, wie HaShem sie befohlen
hatte. Nadab und Abihu waren in ihrem Glauben hochmütig, sie meinten,
es besser zu wissen. Sie hatten keinen Respekt vor den Anordnungen von
Jahwe. Deshalb zog HaShem Seinen Schutz von ihnen zurück, und sie
wurden vom Feuer verzehrt.

In 3. Moshe 10:3 heißt es: "Und Moshe sprach zu Aaron: Dies ist es, was
Jahwe geredet hat, indem er sprach: In denen, die mir nahen, will ich
geheiligt, und vor dem ganzen Volke will ich verherrlicht werden."

Das ist eine Tatsache: Die Ergebenheit vor der Heiligkeit von HaShem
verherrlicht Ihn und versetzt uns in die Lage, in Seine Gegenwart und
Gemeinschaft zu kommen. Wir können auch im Neuen Testament eine
Parallele dazu finden. In Apostelgeschichte 5:1-10 lesen wir:

"Ein gewisser Mann aber, mit Namen Ananias, mit Saphira, seinem Weibe,
verkaufte ein Gut und schaffte von dem Kaufpreis beiseite, wovon auch
das Weib wusste; und er brachte einen gewissen Teil und legte ihn
nieder zu den Füßen der Apostel. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat
der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und von
dem Kaufpreis des Feldes beiseite geschafft hast? Blieb es nicht dein,
wenn es so blieb, und war es nicht, nachdem es verkauft war, in deiner
Gewalt? Was ist es, dass du dir diese Tat in deinem Herzen vorgenommen
hast? Nicht Menschen hast du belogen, sondern Yahwe. Als aber Ananias
diese Worte hörte, fiel er hin und verschied. Und es kam große Furcht
über alle, die es hörten. Die Jünglinge aber standen auf, rafften ihn
zusammen und trugen ihn hinaus und begruben ihn. Es geschah aber nach
Verlauf von etwa drei Stunden, dass sein Weib hereinkam, ohne zu
wissen, was geschehen war. Petrus aber antwortete ihr: Sage mir, ob ihr
für so viel das Feld hingegeben habt? Sie aber sprach: Ja, für so viel.
Petrus aber sprach zu ihr: Was ist es, dass ihr übereingekommen seid,
den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, welche deinen
Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen.
Sie fiel aber alsbald zu seinen Füßen nieder und verschied. Und als die
Jünglinge hereinkamen, fanden sie sie tot; und sie trugen sie hinaus
und begruben sie bei ihrem Manne."

Die Sünde von Ananias und Saphira war letztlich auch Hochmut. Ananias
und Saphira nahmen an, dass das Darbringen des Opfers vor HaShem unter
Vortäuschung falscher Tatsachen annehmbar war. Jedoch als sie logen,
wurden sie unrein, und auch ihr Opfer wurde damit unrein. Wie Nadab und
Abihu verletzten Ananias und Saphira die Anweisungen der Torah.

3. Moshe 19:11: "Ihr sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht lügen und nicht trüglich handeln einer gegen den anderen."

Die Übertretung des Gebotes der Torah durch Ananias und Saphira, durch
die Lüge gegenüber dem Heiligen Geist, hatte deren Tod zur Folge.
Ananias und Sapphira hatten nicht beachtet, sich HaShem auf die Art und
Weise zu nahen, wie es in der Torah geboten ist.

Das Führen eines Lebens, welches den Weisungen der Torah entspricht,
zeigt uns, dass HaShem uns liebt und dass er ein Verlangen danach hat,
dass wir in Gemeinschaft mit ihm leben können. Leider schaffen wir gern
unsere eigenen Regeln und wir versuchen, uns HaShem zu nahen außerhalb
der Regeln, die er vorgeschrieben hat, was uns jedoch letztlich darin
behindert, in die innige Gemeinschaft und in Seine Gegenwart zu kommen.
Wenn wir uns so verhalten, sind wir außer Stande, Ihn zu verherrlichen,
und wir betrüben den Heiligen Geist. Deshalb werden dann auch unsere
Opfergaben unannehmbar. Für eine angenehme und von ihm akzeptierte
Opfergabe müssen wir den Lehren von HaShem gehorsam sein und seine
Gebote behalten, weil wir Ihn lieben, wie es ja auch in Johannes 14:15
heißt: "Wenn ihr mich liebet, so haltet meine Gebote."

Das Halten der Gebote von HaShem ist die größte Liebe, die wir Ihm
entgegenbringen können. Wenn wir also Seine Gebote halten, dann werden
auch unsere Opfergaben vor Ihm angenehm, und es versetzt uns in die
Lage, uns Ihm zu nahen und Seine heilige Gegenwart zu erfahren.

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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am So 18 Apr 2010, 12:59

Acharei Mot/Kedoshim“Nach dem Tod”/”Heilig”
Vayikra
(3. Moshe) 16:1- 20:27
10 Iyyar 5770 – 24. April  2010


Gehorsamkeit ohne Vergebung ist Gesetzlichkeit, und  Vergebung ohne Gehorsam wiederum ist Gesetzlosigkeit. Beide Komponenten müssen zusammenwirken, damit wir wachsen und Jeschua immer ähnlicher werden. Das Opfersystem demonstriert die Wichtigkeit von Gehorsam. Ohne
Vergebung sind die Opfer jedoch vergebliche Versuche, HaShem zu gefallen. In Psalm 51:18-19  hatte König David diesen Zusammenhang verstanden, als er schrieb:  "
Denn du hast keine Lust am Schlachtopfer, sonst gäbe ich es; Brandopfer gefällt dir nicht. Die Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten“.


David wusste, dass kein Opfer für die Sünden ausreichen würde, die er begangen hatte, als sein hemmungsloses Verlangen nach Bathsheba ihn veranlasste, Ehebruch und Mord zu begehen. Deshalb beschloss David, kein Opfer zu bringen, sondern er verließ sich völlig auf die Gnade von HaShem. Ohne die Gnade von HaShem konnte David nicht Vergebung erfahren. David wusste, dass Vergebung der einzige Weg war, wodurch er jemals wieder mit HaShem versöhnt werden konnte. Jedoch hatte David auch erkannt, dass Vergebung nur der Anfang war. Wir können das in den letzten Versen von  Psalm 51 sehen, wo es heißt:  "Tue Zion Gutes in deiner Gunst, baue die Mauern Jerusalems! Dann wirst du Lust haben an rechten Opfern, Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar."

David hatte erkannt, dass, nachdem er Vergebung seiner Schuld erfahren hatte, würde die Darbringung seines Opfers HaShem erfreuen. David hatte den Zusammenhang zwischen Vergebung und Gehorsam erkannt, um Herzen zu verändern und Personen umzugestalten. Die Torahbetrachtung Acharei Mot / Kedoshimist ein gutes Beispiel dafür, wie Vergebung und Gehorsam zusammenwirken, wie sie Herzen verändern und Personen ins Angesicht von Jeschua umgestalten.

Der Versöhnungstag ist eine Zeit, in der die Sünden der kompletten Nation Jisrael vergeben werden. Deshalb verlangt der Versöhnungstag, dass die ganze Nation daran teilnimmt, gemäß Vayikra (3. Moshe) 16:5: " und von der Gemeinde der Kinder Jisrael nehme er zwei Ziegenböcke zum Sündopfer und einen Widder zum Hochopfer.“  

Die zwei Ziegen, welche die Gemeinde am Versöhnungstag auswählte, waren jeweils für ein Opfer mit zweierlei Bedeutungen gedacht. Eine Ziege wurde ausgewählt, um als Opfertier zu dienen, und die andere Ziege wurde ausgewählt, um freigelassen zu werden. Zwei Ziegen für ein Sündopfer sind ein Aspekt, der das Opfer am Versöhnungstag so einzigartig machte. Jedoch war das nicht der einzige Aspekt, der dieses Sündopfer zu einem solchen einzigartigen Ereignis machte, sondern auch das Werfen von Losen. In Vayikra 16:8-9 heißt es:  "Und Aharon lege auf die beiden Böcke Lose, ein Los für den Ewigen, und ein Los für As-asel (die Wildziege). Dann bringe Aharon den Bock dar, auf den das Los für den Ewigen gefallen ist, und bereite ihn als Sündopfer.“

Das Werfen des Loses bestimmte, welches Tier dem Herrn geopfert würde, und welches Tier freigelassen würde. Das Werfen des Loses symbolisierte gleichzeitig, dass HaShem das Opfertier auswählen würde. Deshalb wurde das Schicksal des Opfertieres völlig in die Hand von HaShem gelegt. Die Kinder Jisrael hatten keine Kontrolle über die Entscheidung, welche Ziege geopfert  und welche Ziege freigelassen wurde.  


Ein weiterer einzigartiger Unterschied zwischen dem Sündopfer, das am Versöhnungstag dargebracht wurde,  und einem ganz persönlichen Sündopfer, ist die Freiheit für eine der Ziegen. Vayikra 16:21:  "Und Aharon stütze seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Bockes und bekenne über ihm alle Verschuldungen der Kinder Jisrael und alle ihre Missetaten in allen ihren Sünden; und er lege sie auf den Kopf des Bockes und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste.“

Der in die Wüste gesandte Ziegenbock symbolisierte die  Vergebung durch HaShem. HaShem erlaubte einer Ziege, freigelassen zu werden, während sie symbolisch die Sünden von Jisrael trug. Die lebende Ziege ist ein sichtbares Zeichen von HaShem für die Vergebung des Einzelnen und die Gewährung der Freiheit trotz der Sünden, die sie begangen haben. Der Versöhnungstag war auch deshalb einzigartig, weil es ein Tag für die komplette Nation war, um die innere Last und den Zerbruch zu erfahren. Das gab der kompletten Nation die Möglichkeit, Buße zu tun. Vayikra 16:29:  "Und dies soll euch zur ewigen Satzung sein; Im siebenten  Monate, am Zehnten des Monats, sollt ihr euch kasteien und keinerlei Arbeit verrichten, der Volksgeborene wie auch der Fremdling, der unter euch weilt.“  

Jede Person in Jisrael sollte diese innere Qual erfahren bei der Erinnerung an die zuvor begangene Sünde. Infolgedessen konnten die Kinder Jisrael Vergebung für die Sünden erfahren, die sie begangen hatten. Deshalb war der Versöhnungstag eine ernste Zeit, um nachzudenken und um Vergebung zu beten. Der Versöhnungstag lehrte die Kinder Jisrael, dass die Vergebung von HaShem die Gelegenheit ist, Buße zu tun, und dass sie Freiheit bringt von Bedrängnis und Strafe.

Vayikra 17:3-4: "Jedermann vom Hause Jisrael, der schlachtet Rind, Schaf oder Ziege im Lager,  oder er schlachtet außerhalb des Lagers, und es zu dem Eingang der Stiftshütte nicht gebracht hat, um es dem Ewigen als Opfer darzubringen vor der Wohnstatt des Ewigen: Als Blut soll es jenem Mann angerechnet werden, Blut hat er vergossen, und es soll jener Mann ausgetilgt werden aus der Mitte seines Volkes.“

Die Darbringung aller Opfer an der Stiftshütte gab die Sicherheit, dass die Priester die Opfer leiten und sicherstellen konnten, dass die Opfer genau so dargebracht wurden, wie HaShem es befohlen hatte. Das wurde so bestimmt, um Jisrael davon abzuhalten, zu Formen der Anbetung von Götzen zurückzukehren. Vayikra 17:7:  "Und nicht sollen sie fernerhin ihre Schlachtopfer den Bockdämonen schlachten, denen sie nachbuhlen; eine ewige Satzung sei ihnen dies für alle Geschlechter.“


Wohlgefällige Opfer mussten in der Weise dargebracht werden, die HaShem befohlen hatte. Die Forderung, alle Opfer an der Stiftshütte und unter der Aufsicht der Priester darzubringen, lehrte Jisrael, im Gehorsam zu wandeln. Die Priester gaben die  Sicherheit, dass jedes Opfer genau so dargebracht wurde, wie es durch HaShem geboten war. Die Menschen wurden davor bewahrt, Opfer auf irgendeine Weise darzubringen, wie sie es wollten. Die Kinder Jisrael waren somit gezwungen, die Opfer vor HaShem in der Weise darzubringen, wie er es geboten hatte. Infolgedessen waren die Opfer, die vom Volk Jisrael dargebracht wurden, vor HaShem wohlgefällig und annehmbar.

In Acharei Mot / Kedoshimsehen wir die beiden wichtigen Themen Vergebung und Gehorsamkeit. In Vayikra 16 geschieht diese Vergebung der ganzen Nation durch Opfer, Freiheit, Buße und Gebet. Der Versöhnungstag symbolisiert die Vergebung durch HaShem, weil das Volk Jisrael am Versöhnungstag von ihren Sünden befreit und ihnen die Möglichkeit
gegeben wurde, zu beten und Buße zu tun. In Vayikra Kapitel 17 veranschaulicht HaShem die Wichtigkeit von Gehorsam.
Wir können das  deutlich sehen an der Forderung, dass alle Opfer ohne Ausnahme an der Stiftshütte dargebracht werden sollten. Dieser Gehorsamsschritt verlangte von den Kindern Jisrael, ihre Opfer unter der Aufsicht der Priester darzubringen. Auf diese Weise wurden die Opfer, die HaShem gebracht wurden, auf die Weise durchgeführt, wie er es befohlen hatte. Gleichzeitig wurde das Volk Jisrael daran gehindert bzw. davor bewahrt, irgendwelche Götzenopfer zu machen. Mit diesem Vorgehen waren die Opfer für HaShem annehmbar und wohlgefällig. Acharei Mot / Kedoshim ist ein gutes Beispiel dafür, wie Gehorsam und Vergebung zusammenwirken, um uns in die Gestalt von Jeschua umzugestalten, um uns die Gelegenheit zu geben, Buße zu tun und uns in die Lage zu versetzen, HaShem zu dienen in einer Weise, die Ihn erfreut.


Von Rabbi Yaakov benYosef – ABOUT Torah


Zuletzt von Eaglesword am So 04 Aug 2013, 17:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Gramkorr)
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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Mi 28 Apr 2010, 06:43

Emor (Sprich) - Vayikra (3. Moshe) 21:1- 24:23
17 Iyyar 5770 – 1. Mai 2010


Der wesentliche Inhalt des Torahabschnittes Emor ist die ausführliche Beschreibung der richtigen Art und Weise, die Heiligen Feste zu befolgen. Eine der ausführlichsten Erklärungen beschreibt dabei, wie man das Fest Shavuot richtig begeht. Shavuot, auch bekannt als das Fest der Wochen (3. Moshe 23: 15 ff.) ist eingesetzt, um der Herausgabe der Torah auf dem Berg Sinai zu gedenken. Hadashah Shavuot ist vielen Christen durch seine griechische Bezeichnung Pentecost (Pfingsten) bekannt. Der Vergleich von Shavuot, wo die Torah empfangen wurde, mit den Verweisungen bezüglich Pentecost (Pfingsten) macht deutlich, dass die Torah und der Ruach HaKodesh (Heiliger Geist) beide zu Shavuot ausgeteilt wurden. Deshalb wird auch der Empfang des Ruach HaKodesh und des Empfangs der Torah durch sehr ähnliche Zeichen begleitet.
In 2. Moshe 19:16 heißt es: “Und es geschah am dritten Tage, als es Morgen war, da waren Donner und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge und ein sehr starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im Lager war.”

Die Parallelstelle dazu finden wir in Apg. 2:2-4: “Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.”

Sowohl die Gabe der Torah als auch die Ausgießung des Ruach HaKodesh wurde durch Feuer, Geräusche und das Reden G_ttes begleitet. HaShem (Yahwe) gab den Menschen ähnliche Zeichen, so dass sie die Gabe des Ruach HaKodesh mit der Gabe der Torah vergleichen konnten. Als messianische Gläubige sollten wir Shavuot beachten und dabei der Gabe des Ruach HaKodesh sowie der Gabe der Torah gedenken.

Leider hat es niemals eine gemeinsame Abstimmung darüber gegeben, wie man welchen Tag festlegt, um Shavuot zu feiern. Die Uneinigkeit entstand auf Grund dieser Passage im Torahabschnitt Emor, wo es heißt:

“Und ihr sollt euch zählen vom anderen Tage nach dem Sabbath, von dem Tage, da ihr die Webegarbe gebracht habt: es sollen sieben volle Wochen sein.”(3. Moshe 23:15)

Einige Gemeinden deuten den hier erwähnten Shabbat als den Shabbat am ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote (Pessach). Andere Gemeinden wiederum deuten den Shabbat in dieser Schriftstelle als den wöchentlichen Shabbat, der während der Woche der ungesäuerten Brote stattfindet. Als Gläubige in Jeschua müssen wir auch auf das Leben von Jeschua schauen, um auszurechnen, wie unsere Gemeinde den Tag bestimmen sollte, an dem Shavuot begangen wird. Um das zu erreichen, müssen wir das Handeln von Jeschua mit der Torah abgleichen.

Die beste Bibelstelle, um damit zu beginnen ist 1. Korinther 15:20, wo es heißt: " Nun ist aber der Messias auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen."

In dieser Bibelstelle können wir sehen, dass Yeshua wörtlich "der Erstling (Erstlingsfrucht) geworden ist unter denen, die schlafen". Scha-ul bezeichnet Jeschua hier als unsere erste Frucht, weil Er der erste war, welcher von den Toten auferstand. Deshalb ist es gleichsam ein Befehl für uns, dass wir seine Auferstehung in Verbindung bringen mit dem Opfer der Erstlingsfrucht. Das ist sehr einfach, wenn wir erkennen, dass Jeschua verheißen hatte, Seiner Generation das Zeichen von Jona zu geben.

In Matthäus 12:40 heißt es: “Denn gleichwie Jonas drei Tage und drei Nächte in dem Bauche des großen Fisches war, also wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein.”

In dieser Bibelstelle macht Jeschua deutlich, dass Er genau drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein wird. Um für genau drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde zu bleiben, musste die Auferstehung von Jeschua also drei Tage und drei Nächte nach seinem Tod am Kreuz stattfinden. Daraus folgt: Wenn Jeschua zum Pessachfest starb, wie die meisten glauben, dann konnte Er nicht am Tag nach dem ersten Shabbat des Festes der ungesäuerten Brotes wieder zum Leben erweckt werden. Er konnte nur zu einer Zeit zum Leben erweckt werden, die Seiner Verheißung über das Zeichen des Jona entsprach.

Matthäus 28:1 klärt uns über den genauen Zeitpunkt der Auferweckung von Jeschua auf: „Als aber der Sabbat um war und der erste Tag der Woche anbrach, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen.“

Gemäß dieser Schriftstelle brach gerade der erste Tag der Woche an. Der biblische Tag beginnt in der Nacht zuvor. Deshalb zeigt das Dämmern zum ersten Tag der Woche an, dass gerade der erste Tag anbrach. Mit anderen Worten, es war nach dem siebenten Tag, und der erste Tag der Woche war gerade angebrochen.

Als Maria Magdalena und ihre Begleiterin die Grabstätte aufsuchte, war Jeschua bereits auferstanden. Wir können das nachlesen in Matthäus 28:6, wo es heißt: “Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommet her, sehet die Stätte, wo der Herr gelegen hat“.

Jeschua wurde während des wöchentlichen Shabbat wieder zum Leben erweckt, bevor der erste Tag der Woche anbrach. Als einen Hinweis sehen wir, dass es die erste Aufgabe von Jeschua nach Seiner Auferweckung war, auf HaShem hinzuweisen, Seinem und unserem Vater, und auf Sein Opfer als Erstlingsfrucht.

In Johannes 20:17 sagt Jeschua: “Jeschua spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, und zu meinem Gott und eurem Gott.”

Es ist klar, vor allem anderen wurde von Jeschua zuerst verlangt, aufzufahren zum Vater als Opfergabe der Erstlingsfrucht. Um den Tag von Shavuot zu bestimmen, müssen wir deshalb die Auferweckung von Jeschua in Einklang bringen mit 3.Moshe 23:16, wo es heißt:

"Bis zum anderen Tage nach dem siebten Sabbath sollt ihr fünfzig Tage zählen; und ihr sollt Yahwe ein neues Speisopfer darbringen. Aus euren Wohnungen sollt ihr Webebrote bringen, zwei von zwei Zehnteln Feinmehl sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge dem Herrn."

Seitdem Jeschua zum Opfer der Erstlingsfrucht geworden ist, wird deutlich, dass diese Bibelstelle über den Beginn des Count-Downs bis zum Shavuot, dem Tag nach dem siebenten Shabbattag spricht. Deshalb ist die richtige Zeit, um Shavuot zu feiern, fünfzig Tage, nachdem Jeschua auferstanden ist als ein Erstlingsopfer. Das steht auch im Einklang mit Hadashah, wonach der Tag Pentecost (Pfingsten) fünfzig Tage nach der Auferweckung stattfindet.

(Anmerkung des Übersetzers: Dies würde natürlich voraussetzen, dass die Christen endlich wieder bereit sind, das Auferstehungsfest Jeschuas, von einigen Ostern genannt, wieder an das Pessachfest zu binden. Von diesem deutlichen und seinerzeit von der Kirche gewollten Signal der Abgrenzung von den Juden sollten sich die Christen distanzieren, denn dieser Jeschua, dessen Auferstehung wir feiern, war Jude.)

Obwohl der Torahabschnitt Emor recht deutlich beschreibt, wie man die Heiligen Feiertage begehen soll, hat es doch immer eine Debatte über den richtigen Zeitpunkt von Shavuot gegeben. Als messianische Gläubige ist es unsere Verantwortung, die Torah mit der Hadashah in Einklang zu bringen. Um also eindeutig zu bestimmen, wann die messianischen Gläubigen das Fest Shavuot begehen können, müssen wir ergänzend immer auch auf die Worte Jeschuas und der Apostel schauen. Wenn wir in dieser Weise an die Sache herangehen, dann können wir erkennen, dass Jeschua wirklich die Erstlingsfrucht der Auferweckung ist.

Seitdem Jeschua der Erste geworden ist, der vom Herzen der Erde wieder erstanden ist, müssen wir unsere Berechnungen zu Shavuot eben auch nach der Auferstehung von Yeshua ausrichten. Deshalb müssen wir beginnen, die Tage bis Shavuot nach dem wöchentlichen Shabbat aufzuzählen, der während der Festwoche der Ungesäuerten Brote (Pessach) vorkommt. Wenn wir dieser Praxis folgen, dann können wir erkennen, dass Pentecost (Pfingsten) und Shavuot wirklich ein und derselbe Tag ist. Infolgedessen bestätigt HaShem, dass die Gabe der Torah und die Gabe des Ruach HaKodesh (Heiliger Geist) am selben Tag stattfanden.



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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Di 11 Mai 2010, 10:10

Bamidbar “In der Wüste”
Bamidbar (4. Moshe) 1:1- 4:20
2 Sivan 5770– 15. Mai 2010

Zwei der am wenigsten beachteten Themen in der Bibel sind die Geschlechterlinien und die Volkszählungen im alten Israel. Auf den ersten Blick scheinen Geschlechterlinien und Volkszählungen eher trocken, langweilig und geistlich wenig bedeutsam zu sein. Wenn man sie jedoch im Detail studiert, dann wird die Bedeutung der Geschlechterlinien und der Volkszählungen deutlich. Die Zeit, die man investiert, um die Geschlechter und Zählungen im damaligen Israel zu studieren, kann durchaus ebenso hilfreich sein wie die Zeit, die man investiert, um die Propheten zu studieren. Bamidbar ist ein gutes Beispiel dafür, wie uns das Studium der Geschlechterlinien und der Zählungen im Alten Israel ein tieferes Verständnis auch für andere Teile im Tanach gibt. So lehrt uns z.B. die Zählung in Bamidbar, dass die Leviten nicht so gezählt wurden, wie der Rest des Volkes Israel. Dazu heißt es in Bamidbar (4. Moshe) 1:48-49:

Und der HERR redete zu Moshe und sprach: Nur den Stamm Levi sollst du nicht zählen und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Söhnen Israel.“

Die Leviten als Teil von Israel zu zählen war gegen den Willen von HaShem. So sah z.B. Joab in 1. Chronik 21: 5-6 die Zählung der Israeliten und insbesondere der Leviten als Greuel an. Folglich war er König David ungehorsam und zählte die Leviten nicht, obgleich sie Teil des Volkes Israel waren. 1. Chronik 21:5-6: „Und Joab gab David das Ergebnis der Volkszählung an. Und zwar gab es in ganz Israel 1.110.000 Mann, die das Schwert zogen, und in Judah 470 000 Mann, die das Schwert zogen. Levi aber und Benjamin musterte er nicht mit ihnen; denn das Wort des Königs war Joab ein Greuel.

Joab war bereit, lieber den Zorn des Königs David zu riskieren, als HaShems Gebot zu übertreten. Joab wusste, dass die Zählung der Kinder Israel ein heiliger Prozess ist, der nur entsprechend den Anweisungen von HaShem durchgeführt werden konnte. In Bamidbar gibt HaShem sehr konkrete Anweisungen im Hinblick auf die rechte Art und Weise der Durchführung einer Zählung. Zwei der wichtigsten Anweisungen betreffen den Zeitpunkt einer Zählung, sowie die Art und Weise, wie man diese Zählung durchzuführen hatte.

Die erste Anweisung, die HaShem gab bezüglich der Durchführung einer Zählung ist, wann man die Zählung durchzuführen hatte. Keine Person in Israel hatte die Vollmacht, die Durchführung einer Zählung anzuordnen. Nur HaShem allein hatte diese Vollmacht.

Bamidbar 1:1 – 2: „Und der HERR redete zu Moshe in der Wüste Sinai in der Stiftshütte am ersten Tag des zweiten Monats, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten, und sprach: Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alles Männliche nach ihren Köpfen!“

König David übertrat dieses Gebot, als er anordnete, dass eine Zählung durchgeführt werden sollte, gemäß 1. Chronik 21:1- 3: „Und Satan stellte sich gegen Israel und reizte David, Israel zu zählen. Und David sagte zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zählt Israel von Beerscheba bis Dan und bringt mir Bericht, damit ich ihre Zahl kenne! Und Joab sagte: Der HERR möge zu seinem Volk, so viele sie sein mögen, hundertmal mehr hinzufügen! Sind sie nicht alle, mein Herr und König, die Knechte meines Herrn? Warum verlangt mein Herr das? Warum soll es Israel zur Schuld werden?

Die Vollmacht, die notwendig ist, um die Kinder Israel zu zählen, liegt also ausschließlich bei HaShem. Er kennt die Vollzahl seines Volkes, und Er wird keine Zählung durchführen, bis er beschließt, die Zahl vor der Menschheit offen zu legen.

Die zweite Anweisung von HaShem bezüglich einer Volkszählung betrifft die Art und Weise, wie man die Zählung durchführt. Diese Anweisung ist unterteilt in zwei Abschnitte. Jeder Abschnitt ist tatsächlich für sich eine eigene Zählung. Der erste Abschnitt dieser Anweisung betrifft die allgemeine Zählung. Die allgemeine Zählung bestand aus allen Männern im Volk Israel, die alt genug waren, um in den Krieg zu ziehen.

Bamidbar 1:2 - 3 Zustände „Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alles Männliche nach ihren Köpfen! Von zwanzig Jahren an und darüber, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel, die sollt ihr mustern nach ihren Heeresverbänden, du und Aaron!

Die allgemeine Zählung betraf also nur jene Personen, die alt genug waren, um für das Land zu kämpfen, das sie übernehmen würden. Infolgedessen ordnete HaShem diese allgemeine Zählung an, um alle Männer im Alter von zwanzig Jahren und älter zu erfassen.

Der zweite Abschnitt der Zählung der Kinder Israel betrifft die separate Zählung der Leviten. Die Leviten hatten kein Erbteil im Land, wie es in Bamidbar 18:23 heißt: „Die Leviten sollen vielmehr die Arbeit an der Stiftshütte verrichten, und sie allein sollen ihre Schuld tragen: eine ewige Ordnung für alle eure Generationen. Aber inmitten der Söhne Israel sollen sie kein Erbteil besitzen;

Infolgedessen waren die Leviten auch nicht aufgefordert, zu kämpfen. Wir können dies erkennen, als HaShem die Israeliten bestrafte, weil sie Angst hatten, gegen die Riesen und verschiedenen Gruppen im Land zu kämpfen.

Bamidbar 14:29: In dieser Wüste sollen eure Leichen fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt.“

HaShem bestraft nur die Israeliten, die zwanzig Jahre und älter sind. Die Leviten gehörten nicht zu dieser Gruppe, weil sie das Land zusammen mit Jehoshua und Caleb einnahmen. In Jehoshua 24:33 heißt es dazu: „Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb. Und sie begruben ihn auf dem Hügel seines Sohnes Pinhas, der ihm auf dem Gebirge Ephraim gegeben worden war.

Eleasar, der Sohn von Aaron starb im verheißenen Land und wurde im Land begraben. Die Leviten galten nicht als Männer des Krieges; folglich wurden sie nicht bestraft für ihre Angst vor den Riesen im Land. Das Erbteil der Leviten lag in HaShem selbst und in der Abgabe des Zehnten vom Volk Israel.

Bamidbar 18:20 – 21: „Und der HERR sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben und sollst keinen Anteil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Söhne Israel. Und siehe, den Söhnen Levi habe ich den gesamten Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihre Arbeit, die sie verrichten, die Arbeit für die Stiftshütte.“

Weil das Erbteil der Leviten abgesondert war vom Erbteil des übrigen Volkes Israel, wurden die Leviten auch separat gezählt. Zusätzlich zu dieser extra Zählung wurden die Leviten dafür auch anders eingeteilt. Bamidbar 3:14-15: „Und der HERR redete zu Moshe in der Wüste Sinai und sprach: Zähle die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Sippen; alles Männliche von einem Monat an und darüber sollst du zählen!

Die Leviten wurden also bereits im Alter von einem Monat und aufwärts gezählt. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass die Leviten bereits von einem ganz frühen Alter an für ihren Dienst ausgebildet und zugerüstet wurden.

HaShem hat allein die Vollmacht, Sein Volk zu zählen. Als HaShem eine Zählung anordnete, wurden zwei unterschiedliche Erfassungen vorgenommen. HaShem teilt die Zählung von Israel in unterschiedliche Kategorien ein, weil jede dieser Gruppen eine unterschiedliche Berufung und Aufgabe hat. Die erste Zählung ist die allgemeine Zählung. Die allgemeine Zählung schließt alle Männer ein, die alt genug waren, um in den Krieg zu ziehen. Sie beinhaltete alle Männer ab dem Alter von zwanzig Jahren und aufwärts. Diese Personengruppe war dazu berufen, das Land einzunehmen. Die zweite Zählung betraf die Leviten. Die Leviten waren zum Dienst berufen. Von daher schloss die Zählung der Leviten alles Männliche im Alter von einem Monat und aufwärts ein. Unterschiedliche Personengruppen waren notwendig, weil das Erbteil jeder dieser Gruppen unterschiedlich war. Von daher hatten die Leviten und die Männer des Krieges auch ganz unterschiedliche Schicksale.

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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Mo 17 Mai 2010, 12:37

Shaleeakh


Nasso "Nimm die Summe"


Für die Woche 22. Mai 2010 / 9 Sivan 5770
Torah: Bemidbar / 4. Moshe 4:21 - 7:89
Haftarah: Shoftim / Richter 13:2-25




Überall in der Bibel finden wir einzelne Menschen, die ihr Leben dem Dienst für HaShem weihen. Wegen ihres großen Einsatzes demonstrieren diese Menschen die Kraft des Glaubens. Sie demonstrierten die Kraft und Vollmacht von HaShem (Jahwe) durch ihre Bereitwilligkeit, ihm ganz zu dienen, auch über Widerstände hinweg. Als Anhänger von Yeshua sollten wir ebenso bereit sein, uns ganz hinzugeben und Ihm nachzufolgen, wie auch immer Er uns leitet. Im Torahabschnitt Nasso können wir sehen, dass das Nasiräer- Gelübde (siehe 4. Moshe Kap. 6/ Nasiräer = Gottgeweihter) eine solche Art der Hingabe ist. Vom Nasiräer wird verlangt, dass er sich völlig von der Familie, den Freunden und von der Gemeinschaft absondert. Er oder sie soll sich ganz und ausschließlich auf den Dienst für HaShem konzentrieren. Für Einige dauerte das Gelübde eine Lebenszeit, aber für jene Menschen, die freiwillig dieses Gelübde ablegten, war die minimale Länge sieben Tage. HaShem gibt uns einige Beispiele von solchen Menschen sowohl im Tanach (Altes Testament) als auch im Brit Hadashah (Neues Testament), die sich hingegeben haben, um Ihm als Nasiräer zu dienen. Es gibt vier konkrete Beispiele in der Bibel, welche die Härte und Drangsal beschreiben, die mit diesem Einsatz verbunden ist, wenn man HaShem als Nasiräer dient. Drei dieser Menschen waren Nasiräer auf Lebenszeit. Diese drei Nasiräer wurden bereits zum Dienst für HaShem geweiht, bevor sie geboren waren. Das vierte Beispiel, welches in der Bibel beschrieben ist, beschreibt ein Nasiräer- Gelübde, welches freiwillig abgelegt wurde. Diese vier in der Bibel erwähnten Menschen mit einem Nasiräer- Gelübde waren Simson, Samuel, Johannes der Täufer und Sha-ul (Apostel Paulus). Diese vier Menschen wurden abgesondert von der Familie und von Freunden, um sich völlig auf den Dienst und die Hingabe an HaShem zu konzentrieren.

4. Moshe 6:4-5: “Solange solch ein Gelübde währt, soll er nichts essen, das man vom Weinstock macht, vom Weinkern bis zu den Hülsen. Solange die Zeit solches seines Gelübdes währt, soll kein Schermesser über sein Haupt fahren, bis das die Zeit aus sei, die er dem HERRN gelobt hat; denn er ist heilig und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frei wachsen.”

Zwei der einzigartigen Merkmale des Nasiräer- Gelübdes sind das Gebot, keine Früchte vom Weinstock zu essen bzw. Wein zu trinken, sowie das Gebot, das Haar lang wachsen zu lassen. Mit anderen Worten wurde von einem Nasiräer verlangt, seinen Lebensstil in einer Weise zu verändern, die sich absolut unterschied von der Lebensweise im Rest von Israel. Ein Nasiräer sonderte sich ab von der sozialen Norm. Wir finden gute Beispiele dieser Absonderung von der sozialen Norm in den Charakteren von Simson, Samuel und Johannes dem Täufer.

Simson war ein Nasiräer von Geburt an. Bevor er geboren war, weihte seine Mutter ihren Sohn dem Lebensstil eines Nasiräers.

Shof'tim (Richter) 13:4-5: “Und nun hüte dich doch und trinke weder Wein noch starkes Getränk, und iss nichts Unreines! Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen, denn ein Nasiräer für Yahwe soll der Knabe sein von Mutterleibe an;”

Die Muttervon Simson wird von HaShem ausführlich belehrt, sich von Wein und starkem Getränk zu enthalten und das Haar des Kindes wachsen zu lassen. Von Geburt an wurde Simson als Nasiräer geweiht, um Israel aus der Unterdrückung durch die Philister zu befreien. Leider gab Simson sich nicht völlig HaShem hin. Simson nahm seine Absonderung als Nasiräer nicht völlig ernst. Infolgedessen wurden die Vergnügungen der Welt wichtiger für ihn als der Dienst für HaShem. Jedoch ist HaShem barmherzig und vergibt. Am Ende seines Lebens wurde Simson zu seiner einstigen Salbung wiederhergestellt und erfüllte seine Absonderung als ein Nasiräer. Deshalb erfüllte Simson dennoch den Auftrag, den er in seinem Leben hatte. Er schlug die Philister und lieferte sie Israel aus.

Samuel war ebenfalls ein Nasiräer von Geburt an: 1. Samuel 1:11: “Und sie tat ein Gelübde und sprach: HERR der Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und wirst deiner Magd männlichen Samen geben, so will ich ihn Yahwe geben alle Tage seines Lebens; und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen.”

Von Mutterleibe an wurde Samuel für den Dienst von HaShem abgesondert. Die Absonderung von Samuel als Nasiräer erlaubte ihm, ein Niveau der Heiligkeit zu empfangen, die mit den Priestern vergleichbar war. Deshalb wurde Samuel gestattet, im Tempel zu bleiben und mit den Priestern zu leben.

1. Samuel 1:22: “Aber Hanna ging nicht hinauf; denn sie sprach zu ihrem Manne: Bis der Knabe entwöhnt ist, dann will ich ihn bringen, dass er vor Yahwe erscheine und dort bleibe auf immer.”

Im Gegensatz zu Simson verlor Samuel nicht den Kern seiner Berufung aus den Augen. Infolge seines Dienstes wurde Samuel sogar mehr rechtschaffen als die Priester, mit denen er diente.Samuel hörte die Stimme von HaShem sogar inmitten der Verderbtheit, die gegenwärtig war. Infolge des Dienstes von Samuel beschloss HaShem, durch Seinen Diener Samuel hindurch zu sprechen, anstatt durch die Priester.

Johannes der Täufer war ebenso zum Nasiräer gesalbt von Geburt an. In Lukas 1:15 heißt es: “Denn er wird groß sein vor dem Herrn; weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geiste erfüllt werden.”

Von Johannes dem Täufer wurde verlangt, von Wein und starkem Getränk von Geburt an Abstand zu nehmen. Johannes der Täufer hatte eine ganz spezielle Berufung als Nasiräer. Tatsächlich war Johannes der Täufer berufen, im Geist und in der Kraft von Elia zu wandeln.

Lukas 1:16-17: “Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Elohim, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elias, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur Einsicht von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.”

HaShem gebrauchte den Dienst und die Hingabe von Yochanan (Johannes) dem Nasiräer, um die Herzen der Menschen für die Ankunft des Mashiach (Messias) zu öffnen.

Nicht alle Nasiräer waren Nasiräer von Geburt an. HaShem gab jedem Menschen die Möglichkeit, freiwillig die Berufung zum Nasiräer anzunehmen. Im Gegensatz zu einem Menschen, der Nasiräer von Geburt an war, schor ein freiwilliger Nasiräer sein Haupt beim Eintritt in dieses Gelübde. Ein Mensch, der ein Nasiräer- Gelübde ablegte, nachdem er geboren war, war unrein geworden infolge des Lebens in einer unreinen Welt. So war es dem Nasiräer zum Beispiel verboten, in der Gegenwart eines Toten zu sein. Deshalb war jeder Mensch, der an einem Familienbegräbnis teilnahm, unrein. Infolgedessen wurde von den freiwilligen Nasiräern verlangt, ihr Haupt zu Beginn des Gelübdes zu scheren.

4. Moshe6:9: “Und wenn jemand unversehens, plötzlich, bei ihm stirbt, und er das Haupt seiner Weihe verunreinigt, so soll er sein Haupt an dem Tage seiner Reinigung scheren; am siebten Tage soll er es scheren.”

Das Scheren des Hauptes versetzte den Menschen in die Lage, das Nasiräer- Gelübde ohne Haupthaar zu beginnen. Das symbolisierte, dass sich dieser Menschen völlig hingab zum Dienst für HaShem. Scha-ul (Apostel Paulus) ist ein Beispiel für einen Menschen, der sein Haupt schor und ein freiwilliges Nasiräer- Gelübde ablegte.

Apg. 18:18: “Nachdem aber Scha-ul noch viele Tage dageblieben war, nahm er Abschied von den Brüdern und segelte nach Syrien ab, und mit ihm Priscilla und Aquila, nachdem er zu Kenchreä das Haupt geschoren hatte, denn er hatte ein Gelübde.”

Das Gelübde, weswegen Sha-ul sich das Haupt schor, war das Nasiräer- Gelübde war. In Apg. 21 geht Sha-ul nach Jerusalem, um auf Anschuldigungen zu reagieren, weil er angeblich gegen das biblische Gebot der Beschneidung predigt. Um den Beweis zu erbringen, dass die Anschuldigungen falsch sind, empfiehlt Jakobus dem Sha-ul, das Nasiräer- Gelübde abzulegen. Jakobus bittet Sha-ul sogar, die Ausgaben für andere Brüder zu bezahlen, die das Gelübde ablegen.

Apg. 21:18-24: “Des folgenden Tages aber ging Sha-ul mit uns zu Jakobus, und alle Ältesten kamen dahin. Und als er sie begrüßt hatte, erzählte er eines nach dem anderen, was Jahwe unter den Nationen durch seinen Dienst getan hatte. Sie aber, als sie es gehört hatten, verherrlichten Gott und sprachen zu ihm: Du siehst, Bruder, wie viele Tausende der Juden es gibt, welche glauben, und alle sind Eiferer für das Gesetz. Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, dass du alle Juden, die unter den Nationen sind, Abfall von Moshe lehrest und sagest, sie sollen die Kinder nicht beschneiden, noch nach den Gebräuchen wandeln. Was ist es nun? Jedenfalls muss eine Menge zusammenkommen, denn sie werden hören, dass du gekommen bist. Tue nun dieses, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben. Diese nimm zu dir und reinige dich mit ihnen und trage die Kosten für sie, damit sie das Haupt scheren lassen; und alle werden erkennen, dass nichts an dem ist, was ihnen über dich berichtet worden, sondern dass du selbst auch in der Beachtung des Gesetzes wandelst.”

Jakobus und die Ältesten sahen das Nasiräer- Gelübde als eine Möglichkeit zu beweisen, dass Shau-ul die Menschen nicht lehrte, das Gebot der Beschneidung zu beseitigen. Sha-ul stellte unter Beweis, dass er dazu berufen war, HaShem mit ganzem Herzen zu dienen. Es war die Hoffnung der Ältesten, dass andere die Berufung von Paulus sehen und erkennen würden, dass er den Juden unter den Nationen nicht befahl, das Gebot der Beschneidung zu verletzen. Das freiwillige Ablegen des Nasiräer- Gelübdes war ein äußeres Zeichen seines Gehorsams gegenüber der Torah.

Die Bereitwilligkeit von Sha-ul, den freiwilligen Ruf zum Nasiräer anzunehmen, kennzeichnet ihn als einen Menschen, der geweiht wurde, um HaShem zu dienen. Leider wurde Sha-ul, noch bevor er sein Gelübde vollendete, vom Tempel gewaltsam entfernt durch Menschen, die es vorzogen, den Gerüchten zu glauben. Trotz der Verfolgung, die Sha-ul erdulden musste, war HaShem in der Lage, den Dienst von Sha-ul zu gebrauchen, um Jeschua zu verherrlichen.

Vier Menschen, die in der Bibel hervorstechen wegen des großen Dienstes als Nasiräer für HaShem. Um ihre Berufung zu erfüllen, ließen sie ihre Familien und Freunde hinter sich im Dienst für HaShem.

4. Moshe 6:7: “Wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, ihretwegen soll er sich nicht verunreinigen, wenn sie sterben; denn die Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupte.”

Das Leben eines Nasiräers muss sehr schwierig gewesen sein. Deshalb finden wir in der Bibel auch nicht sehr viele Menschen, die bereit waren, Nasiräer zu werden. Wenn wir als Gläubige jedoch ganz persönlich das Opfer eines Nasiräers verstehen, dann können wir auch besser erkennen, was es bedeutet, Jeschua die Kontrolle in jedem Bereich unseres Lebens zu geben. Als messianische Gläubige sollten wir bereit sein, nicht mit der Welt eins zu werden und HaShem in jedem Bereich unseres Lebens zu dienen.

Rabbi Yaakov benYosef
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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Mi 26 Mai 2010, 06:36

Beha'alot'cha "Wenn du aufsetzt"



Bamidbar (4. Moshe) 8:1- 12:16
16 Sivan 5770
29.05.2010

Als HaShem das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft befreite, war das Volk Israel nicht bereit, ins verheißene Land einzuziehen. Um ins verheißene Land einzugehen, musste Israel lernen, im Glauben zu wandeln. Im Glauben zu wandeln setzt aber voraus, dass sie HaShem in allen Dingen vertrauen. Um die Kinder Israel zu lehren, Ihm ganz zu vertrauen, brachte HaShem sie allmählich auf den geistlichen Stand, der für das verheißene Land notwendig war. 5. Moshe 7:22: "Und Jahwe, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir austreiben; du wirst sie nicht eilends vernichten können, damit nicht das Wild des Feldes sich wider dich mehre."

Der langsame und allmähliche Prozess erlaubte es dem Volk Israel zu lernen, wie man kleine geistliche Kämpfe überstehen kann, bevor man unweigerlich mit massiven geistlichen Kämpfen konfrontiert wird, die sie überwältigen. Für diesen Entwicklungsprozess führte HaShem das Volk Israel in die Wüste Sinai. In der Wüste Sinai lehrte HaShem das Volk zwei der wichtigsten Aspekte des Glaubens. Er lehrte Sein Volk, sich an Seine Taten zu erinnern und dankbar für das zu sein, was er ihnen geschenkt hatte.

Das Gedenken daran, dass HaShem immer treu ist, ist sehr entscheidend dafür, einen starken Glauben zu haben. Um uns daran zu erinnern, verordnete HaShem bestimmte Zeiten, zu denen man der Wunder und Taten der Vergangenheit gedenken konnte. Indem wir uns an die früheren Wunder von HaShem erinnern, werden wir gleichzeitig angeleitet, dass wir Ihm auch in der Zukunft ganz vertrauen können. Deshalb motiviert uns das Gedenken an die Vergangenheit dazu, an die Zukunft zu glauben. Diese Ermutigung des Volkes Yisrael, an die Zukunft zu glauben, ist ein Grund dafür, warum HaShem ihnen verordnete, die Pessachfeier in der Wüste Sinai zu feiern.

4. Moshe 9:1-3: “Und Jahwe redete zu Moshe in der Wüste Sinai, im zweiten Jahre nach ihrem Auszug aus dem Lande Ägypten, im ersten Monat, und sprach: Die Kinder Israel sollen das Pessach feiern zu seiner bestimmten Zeit; am vierzehnten Tage in diesem Monat, zwischen den zwei Abenden, sollt ihr es feiern zu seiner bestimmten Zeit; nach allen seinen Satzungen und nach allen seinen Vorschriften sollt ihr es feiern.”

Das Halten des Pessachfestes im zweiten Jahr ihrer Freiheit machte dem Volk deutlich, dass HaShem sie auch in der Zukunft begleiten und sie in das verheißene Land führen würde. Das Gedenken an frühere Wunder macht uns bewusst, dass HaShem ständig für uns sorgt und uns zubereitet. Der Apostel Sha-ul wusste um die Bedeutung, sich an die früheren Wunder von HaShem zu erinnern als eine Möglichkeit, den Glauben zu stärken.

1. Korinther 11:24-25: “dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.”

Dieses Gedenken ist eines der wirksamsten Werkzeuge, mit denen HaShem unseren Glauben stärken möchte. HaShem bereitete die Kinder Israel darauf vor, das verheißene Land zu erben, und er gab ihnen die Anweisung, das Pessachfest zu halten vor dem Verlassen der Wüste Sinai und der Fortsetzung ihrer Reise. HaShem bereitet uns auch auf ähnliche Weise vor. HaShem erinnert uns, dass Er unsere Vorfahren gerettet hat. Dadurch wird unser Glaube gestärkt, und wir wissen, dass HaShem uns auch in der Zukunft retten wird.

Dankbarkeit für das, was HaShem bereits geschenkt hat, ist auch für einen starken Glauben wichtig. Der Grund, dass Dankbarkeit wichtig ist liegt darin, dass Dankbarkeit uns von der Knechtschaft der Unzufriedenheit befreit, die mit unserem Wunsch einhergeht, uns an den Dingen um uns herum nicht mehr zu genügen. Mit anderen Worten, Dankbarkeit versetzt uns in die Lage, alle Dinge an HaShem abzugeben.

4. Moshe 11:4-6: “Und das Mischvolk, das in ihrer Mitte war, wurde lüstern, und auch die Kinder Israel weinten wiederum und sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, der Gurken und der Melonen und des Lauchs und der Zwiebeln und des Knoblauchs; und nun ist unsere Seele dürre; gar nichts ist da, nur auf das Manna sehen unsere Augen.”

Das Volk Israel murrte über das Manna, das HaShem geschenkt hatte. Infolgedessen waren sie sogar bereit, ihre Befreiung aus Ägypten aufzugeben. Ihr Wunsch, zur Knechtschaft Ägyptens zurückzukehren, hatte ihren Glauben untergraben. Wie konnte HaShem die Kinder Israel ins verheißene Land führen, wenn sie wieder nach Ägypten zurückkehren wollten? Unzufriedenheit schwächte den Glauben von Israel. Infolgedessen wurden die Kinder Israel handlungsunfähig und waren nicht im Stande, mit ganzer Kraft vorwärts zu gehen. Dankbarkeit hingegen motiviert den Menschen, die vorliegende Situation zu akzeptieren und HaShem trotz der Probleme auf unserem Lebensweg ganz zu dienen.

Das Wandeln im Glauben setzt voraus, dass wir unseren Glauben auf einem Fundament des Gedenkens und der Dankbarkeit bauen. Das Gedenken daran, was HaShem in der Vergangenheit getan hat, verleiht unserem Glauben zusätzliche Sicherheit und verbindet uns mit den Wundern von HaShem, die Er im Laufe der Geschichte für Sein Volk getan hat. Indem wir uns erinnern, was HaShem in der Vergangenheit getan hat, sind wir bereit, Ihm für zukünftige Aufgaben zu vertrauen. Dankbarkeit ist ebenfalls für unseren Wandel im Glauben notwendig. Wenn wir unzufrieden sind, werden wir kraftlos und sind nicht mehr fähig, HaShem zu dienen, weil wir ständig nur mit unseren Umständen hadern. In der Folge werden wir furchtsam und wollen uns abwenden von dem Dienst, zu dem HaShem uns berufen hat.

Philipper 4:11 sagt es uns in dieser Weise: “Nicht dass ich dies des Mangels halber sage, denn ich habe gelernt, worin ich bin, mich zu begnügen.”

Das Gedenken an die Führung und Leitung durch HaShem in der Vergangenheit und die Dankbarkeit in unserer gegenwärtigen Lebenssituation leitet uns zur Treue Ihm gegenüber, unabhängig von unseren Lebensumständen.



Rabbi Yaakov benYosef

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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Di 01 Jun 2010, 21:18

Shelach
Bamidbar (4. Moshe) 13:1- 15:41

23 Sivan 5770 – 5. Juni 2010

Das Leben in der Generation, in der die Prophetie noch in der
Zukunft liegt, verlangt eine völlig andere Art des Glaubens, als in der
Generation, wo die Prophetie sich erfüllt hat. Abraham hatte diesen
Glauben, zu wissen, dass die Vorhersagen von HaShem (Jahwe) wirklich
eintreffen würden. Deshalb glaubte Abraham daran, dass seine Nachkommen das
verheißene Land erben würden. Als ein sichtbares Zeichen dieser Prophetie
setzte Jahwe den Bund der Beschneidung mit Abraham und seinen Nachkommen
ein.


In 1. Moshe 17:7-8 heißt es: “Und ich werde meinen Bund errichten zwischen mir und
dir und deinen Samen nach dir, nach ihren Geschlechtern, zu einem ewigen Bunde,
um dir zum Gott zu sein und deinem Samen nach dir. Und ich werde dir und deinem
Samen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben,
das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitztum, und ich werde ihr Gott sein.”


Abraham glaubte an das, was der Herr sagte. Deshalb sollte die Beschneidung
von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.


Die Erkenntnis, dass eine Prophetie einen gewissen Prozess zur
Erfüllung braucht, verlangt einen starken Glauben. So erkannten zum Beispiel zur
Zeit von Jeschua nur sehr wenige Menschen Ihn als Mashiach (Messias) an. Diejenigen, die daran glaubten, dass
Jeschua die Erfüllung einer Prophetie war, hatten deshalb diese
Gewissheit, weil sie den Glauben hatten zu sehen, was HaShem in der
Vergangenheit tat und dabei war in der Gegenwart zu tun.


Lukas 2:25-26: “Und siehe, es war in Jerusalem ein
Mensch, mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und
wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm. Und es war
ihm von dem Heiligen Geist ein göttlicher Ausspruch geworden, dass er den Tod
nicht sehen solle, ehe er den Messias gesehen habe.”


Der Glaube von Simeon überwand seine Zweifel. Er sah auch über
den physischen und sichtbaren Bereich hinaus und erkannte, dass
HaShem die Verheißung des Messias erfüllte. Im Torahabschnitt Shelach
erleben wir die Kämpfe und Probleme, wenn Menschen nicht erkennen, wie
sich Prophetie erfüllt. Die Kämpfe, mit denen Israel konfrontiert
wurde, waren eine direkte Folge ihres Mangels an Glauben. Wegen des
Mangels an Glauben kam es dazu, dass die Generation, die HaShem aus der
Sklaverei in Ägypten befreite nicht die Generation war, die ins verheißene Land
einziehen konnte. Leider müssen sie die Folgen ihrer Zweifel tragen. Sie sind
vom verheißenen Land physisch und geistlich abgeschnitten.


Die Zweifel daran, dass HaShem in der Lage war, die physischen
Hindernisse zu überwinden, hielt die Israeliten davon
ab, ins verheißene Land einzugehen.


4. Moshe 14: 22-23: “Denn alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, welche ich
in Ägypten und in der Wüste getan, und mich nun zehnmal versucht und nicht gehört haben auf meine Stimme-wenn sie das Land sehen werden, das ich ihren Vätern zugeschworen habe! Ja, alle, die mich verachtet haben, sollen es nicht sehen.”


Die Unfähigkeit der Kundschafter, nach der Rückkehr aus dem
verheißenen Land einen positiven Bericht zu überbringen, weckt überall im Lager
die Zweifel. Diese Zweifel im ganzen Lager bringen das Volk Israel
dazu, dass sie murren und sich über Moshe und HaShem beklagen. Deshalb
bringt HaShem Gericht über das Lager. Mit den Kundschaftern beginnend
sollte das Volk Israel vom verheißenen Land abgeschnitten sein.


4. Moshe 14:37: “Jene Männer, die ein böses Gerücht über das Land ausgebracht hatten, starben durch eine
Plage vor dem Herrn.”


Die Kundschafter starben sofort nach dem Zweifeln an der Fähigkeit
von HaShem, sie ins verheißene Land zu führen. Jedoch war das Gericht über die
Kundschafter nicht ausreichend, um für das ganze Lager zu sühnen.


4. Moshe 14:29: “In dieser Wüste sollen eure Leichname fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen
Zahl, von zwanzig Jahren und darüber, die ihr wider mich gemurrt habt.”


HaShem verlangte, dass die Kinder Israel vierzig Jahre durch die
Wüste zogen, bis die Kriegsleute, die aus Ägypten ausgezogen waren,
gestorben waren. Die Kinder Israel mussten alle Zweifel im Lager
ausräumen, bevor sie das Land erben konnten. Mit Josua und Kaleb
blieben nur zwei Kriegsleute, welche die Erfüllung der Verheißung erleben
konnten. Abgesehen von Josua und Kaleb wurde
der Rest der Generation, die aus Ägypten kam, vom verheißenen Land
abgeschnitten. Sie hatten nicht den Glauben von Yehoshua
(Josua) und Calev (Kaleb).
Deshalb erkannten sie nicht die Erfüllung der Verheißung. Der Preis für
ihre Zweifel war, dass sie vierzig Jahre durch die Wüste ziehen mussten.
Zweifel wie diese beeinflussen den Menschen im geistlichen Bereich und
zerstören unsere Beziehung mit HaShem.


Josua 5:4-6: “Und dies ist die Sache,
warum Josua sie beschnitt: Das ganze Volk, das aus Ägypten gezogen war, die
Männlichen, alle Kriegsleute, waren in der Wüste gestorben, auf dem Wege, als
sie aus Ägypten zogen. Denn das ganze Volk, welches auszog, war beschnitten;
aber das ganze Volk, das in der Wüste geboren war, auf dem Wege, als sie aus
Ägypten zogen, hatte man nicht beschnitten. Denn die Kinder Israel wanderten
vierzig Jahre in der Wüste, bis die ganze Nation der Kriegsleute, die aus
Ägypten gezogen, aufgerieben war, welche nicht gehört hatten auf die Stimme
Jahwes, denen Jahwe geschworen hatte, sie das Land nicht sehen zu lassen,
welches Jahwe ihren Vätern geschworen hatte, uns zu geben, ein Land, das von
Milch und Honig fließt.”


Als der Glauben des Volkes Israel ins Wanken geriet
und sie nicht ins verheißene Land eingingen, verloren sie auch das sichtbare
Zeichen des Bundes. Der Mangel an Glauben im Volk Israel hatte auch
zur Folge, dass die in der Wüste geborenen Kinder nicht beschnitten wurden.


Dieses Gericht wird nur an den Stämmen vollzogen, die das Land
erben würden. Die Männer des Stammes Levi waren nicht betroffen, weil
ihnen ein Erbe im Land nicht verheißen war, gemäß 4. Moshe18:20: "

Und Jahwe sprach zu Aaron: In ihrem Lande sollst du nichts
erben und sollst kein Teil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Teil und dein
Erbe inmitten der Kinder Israel."


Trotz dieser schlimmen Auswirkungen hatten die Kinder Israel einen
Mangel an Glauben. HaShem wohnte jedoch noch in Seinem Volk durch
den Stamm Levi. Infolgedessen waren die Leviten nicht
betroffen und man war im Stande, den Dienst in der Stiftshütte weiter
auszuführen. Dies erklärt auch, warum sehr viele Leviten
zusammen mit Josua und Kaleb ins verheißene
Land einzogen.


Josua 24:33: “Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb; und sie begruben ihn auf
dem Hügel seines Sohnes Pinehas, der ihm gegeben
worden war auf dem Gebirge Ephraim.”


Der Sohn von Aaron Eleasar starb im
verheißenen Land und wurde auch im verheißenen Land begraben. HaShem
bewahrte die Söhne von Levi trotz der Tatsache, dass das übrige Volk Israel
die Beschneidung nicht mehr praktizierte. Durch sie hielt HaShem
fest an Seinem Einsatz gegenüber dem Volk Israel, auch wenn die Generation, die
aus Ägypten kam, nicht genug Glauben hatte, um ins verheißene Land
einzuziehen.


Die Erfüllung einer Prophetie verlangt eine völlig andere
Art des Glaubens, als der Glaube an eine Prophetie, die noch nicht
erfüllt ist. Viele Menschen glauben daran, dass ein Mashiach
(Messias) kommen wird. Jedoch glauben nur sehr wenige Menschen daran, dass Jeschua
dieser Messias ist. Wenn die prophetische Vorhersage nicht eine bestimmte
Art von Glauben und Gewissheit zur Entfaltung bringt, wie wollen
wir dann zur rechten Zeit den rechten Glauben und die Gewissheit
haben. Jeschua erfüllte die Prophetie nicht in der Weise, wie die meisten
Menschen es sich vorgestellt hatten, als er auf die Erde kam.
Deshalb glauben viele Menschen nicht, dass er der Messias ist. Trotz
derjenigen, die HaShem noch nicht glauben, gibt es eine kleine Schar, die
treu bleibt. Wenn die Endzeitprophetien wirklich eintreffen, dann wird
die Generation, die in dieser Zeit lebt, die Chance haben, die
geistlichen und physischen Zeichen zu erkennen, die darauf hinweisen, dass das
prophetische Wort sich erfüllt. Damit die Gläubigen die
Erfüllung der Vorhersagen erkennen, brauchen sie einen Glauben, der
stark genug ist, um ihre eigenen Meinungen und Gedanken zu
überwinden. Mit dieser Art des Glaubens sind die Gläubigen offen
gegenüber dem Ruach HaKodesh
(Heiligen Geist), auch wenn die Vorhersagen sich vielleicht nicht genau auf die
Weise erfüllen, wie sie es sich vorgestellt haben oder wie ihnen gelehrt
wurde.


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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Di 08 Jun 2010, 05:51

Korach
"Korah"- Bamidbar
(4. Moshe) 16:1- 18:32
30 Sivan 5770 – 12. Juni 2010


Das
Verstehen der prophetischen Warnungen, die in der Bibel niedergeschrieben sind,
kann mitunter schwierig sein. Das trifft besonders auch auf
die prophetischen Warnungen im Zusammenhang mit der Endzeit zu. Die
Suche nach Schriftstellen, die uns dabei helfen, diese Warnungen zu verstehen,
ist ein entscheidender Teil dieser Erkenntnis und der Vorbereitung auf die
Zukunft. Ein Ort, wo wir eine solche Schriftstelle finden können,
die unser Verständnis über den Antichristen erhellt, findet sich im
Torahabschnitt Korach. Die Parallelen
zwischen der Rebellion von Korah, dem
Sohn Jizhars, gegen Jahwe einerseits und
der Rebellion des Antimessias (Antichristen) gegen Jahwe andererseits
sind erstaunlich. Im Torahabschnitt Korach
können wir sehen, wie der Antichrist Menschen manipulieren und
gleichzeitig vorgeben wird, der wahre Messias zu sein, wie es im 2.
Thessalonicherbrief 2:3-4 heißt:



" Lasst euch von
niemand auf irgend eine Weise verführen, denn dieser Tag kommt nicht, es sei
denn, dass zuerst der Abfall komme und geoffenbart
worden sei der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, welcher widersteht
und sich selbst erhöht über alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der
Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Jahwes setzt und sich selbst
darstellt, dass er Gott sei."



Um zu verstehen, wie Korah ähnlich
dem Antimessias sündigte, müssen wir begreifen, wie der Abfall von HaShem zu
Leugnung und Rebellion führt.



Die Generation, die vor der Rückkehr von Jeshua lebt, wird
abfallen. Dieser Abfall ist die unmittelbare Folge der Unfähigkeit
von religiösen Menschen, zwischen der Kraft und der Vollmacht des Ruach HaKodesh (Heiliger Geist)
und der Kraft und Autorität von Menschen zu unterscheiden. Mit anderen
Worten, dieser Abfall geht einher mit dem Ersetzen des Wortes von Jahwe
durch die Doktrinen von Menschen. Jeschua verstand und erkannte dieses
Problem deutlich. Deshalb warnte Er uns, als Er sagte, dass die "Liebe
in vielen erkalten wird"
(Matth.
24:12). In der Endzeit wird die Liebe in vielen Menschen
erkalten, weil sie die Lehren von HaShem (Jahwe) zurückweisen.
Infolgedessen werden die Menschen sich von der Torah abwenden und sich
damit auch von der verändernden Kraft des Heiligen Geistes abschneiden.
Letztlich wird diese Trennung münden in die nicht zu vergebene Sünde
wider den Heiligen Geist, was den totalen Abfall bedeutet. Während dieser
Zeitepoche setzen die Menschen das Werk des Ruach
HaKodesh auf die gleiche Stufe mit den Werken
anderer betrügerischer Geister. Wenn das Werk des Ruach HaKodesh mit dem Werk
anderer Geister gleichgesetzt wird, werden es die Menschen nicht anerkennen,
wenn durch die Hand Jahwes Wunder und Zeichen geschehen.



2. Moshe 7: 20-22: "Und Moshe und
Aaron taten also, wie Jahwe geboten hatte; und er erhob den Stab und schlug das
Wasser, das im Strome war, vor den Augen des Pharao und vor den Augen seiner
Knechte. Da wurde alles Wasser, das im Strome war, in Blut verwandelt; und die
Fische, die im Strome waren, starben, und der Strom wurde stinkend, und die
Ägypter konnten das Wasser aus dem Strome nicht trinken; und das Blut war im
ganzen Lande Ägypten. Und die Schriftgelehrten Ägyptens taten ebenso mit ihren
Zauberkünsten; und das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf
sie, so wie Jahwe geredet hatte."



Der Antimessias (Antichrist) wird in betrügerischer Absicht
ähnliche Zeichen gebrauchen, wie die ägyptischen Zauberer und
Schriftgelehrten es taten. Die Absicht des Antimessias ist es, zu
beweisen, dass er mit HaShem auf einer Stufe steht. Tatsächlich wird sein Herz
so verhärtet sein, dass er sich öffentlich als Gott proklamiert.
Die Auffassung, dass alle geistlichen Doktrinen gleichwertig sind, ist sehr
gefährlich.



Die Leugnung der alleinigen Kraft und Vollmacht des Ruach HaKodesh zeigt, dass Korah abgefallen war. Tatsächlich versammelteKorah Menschen um sich, um die Salbung
herauszufordern, die HaShem auf Moshe gelegt hatte.



4. Moshe16:3: " Und sie
versammelten sich wider Moshe und wider Aaron und sprachen zu ihnen: Lasst es
genug sein! Denn die ganze Gemeinde, sie allesamt, sind heilig, und Jahwe ist
in ihrer Mitte! Und warum erhebet ihr euch über die Versammlung Jahwe?"



Korah ließ es zu, dass sein Neid
über die Salbung von Moshe sein Urteilsvermögen eintrübte. Deshalb
konnte Korah nicht das Werk und die
Kraft des Ruach HaKodesh
erkennen, die sich durch Moshe offenbarte. Und deshalb behauptete Korah, dass Moshe sich selbst über den Rest der Gemeinde
erhoben hatte. Im Wesentlichen sagte Korah, dass
jeder mit Moshe ebenbürtig wäre, was seine Kraft und seine Salbung
angeht. Mit dieser Behauptung machte Korah
sich der Gotteslästerung und der Sünde wider den Ruach HaKodesh schuldig. Korah bestritt die Kraft und Vollmacht des Ruach HaKodesh. Menschen, die die
Kraft und Vollmacht des Ruach HaKodesh auf diese Weise bestreiten, bestreiten damit
letztlich auch die Salbung, die HaShem ihnen gegeben hat. Dies vollendet dann
schließlich den Kreislauf der Sünde wider den Ruach
HaKodesh.



4. Moshe16:9: " Ist es euch zu wenig, dass der Gott Israels euch aus der
Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit ihr
den Dienst der Wohnung Yahwes verrichtet, und vor der Gemeinde stehet, um sie
zu bedienen?"



Die Gesinnung von Korah machte es ihm
leicht, sich gegen den Ruach HaKodesh
zu entscheiden. Infolgedessen entfernte Korah sich
vollständig vom Schutz durch HaShem und von seiner Salbung. Korah begab sich in eine Position, wo er nicht mehr
umkehren konnte. Der Grund dafür ist, dass Korah
die Kraft und die Vollmacht des Ruach HaKodesh bestritt. Der Abfall geschieht dann, wenn
ein Mensch nicht auf HaShem hört, weil er oder sie die Kraft und die
Vollmacht des Ruach HaKodesh
leugnet.



Der Abfall von Korah führte ihn
direkt zur öffentlichen Rebellion. Infolgedessen richtete HaShem ihn auch
öffentlich.



4. Moshe16:29-32: “Wenn diese sterben, wie
alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden,
so hat Jahwe mich nicht gesandt; wenn aber Jahwe ein Neues schafft und
der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem was ihnen
angehört, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren,
so werdet ihr erkennen, dass diese Männer Jahwe verachtet haben. Und es
geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der
Erdboden, der unter ihnen war, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang
sie und ihre Familien und alle Menschen, die Korah
angehörten, und die ganze Habe.“



Das Tier und der falsche Prophet werden auch lebendig
in den Feuersee geworfen.



Offenbarung 19:20: " Und es wurde
ergriffen das Tier und der falsche Prophet, der mit ihm war, der die Zeichen
vor ihm tat, durch welche er die verführte, welche das Malzeichen des Tieres
annahmen und die sein Bild anbeteten, lebendig wurden die zwei in den Feuersee
geworfen, der mit Schwefel brennt."



Das Tier und der falsche Prophet werden auch eine
öffentliche Rebellion anführen, wobei sie die Kraft und die Vollmacht des Ruach HaKodesh bestreiten.
Deshalb werden das Tier und der falsche Prophet ebenso öffentlich gerichtet.
Das Tier, der falsche Prophet und die Gruppe um Korah
sind die einzigen überlieferten Ereignisse von Menschen, die in die Erde
hinabfahren, ohne vorher den natürlichen, physischen Tod zu
erfahren. Der Frevel der Gotteslästerung und Sünde wider die
Kraft und Vollmacht des Ruach HaKodesh zerstört den Geist des Menschen. Infolgedessen
fällt dieser Mensch ab ohne Hoffnung auf Umkehr.



Die prophetischen Warnungen, die in der Bibel niedergeschrieben
sind, können wie gesagt schwierig zu verstehen sein. Wenn wir uns jedoch
auf den Ruach HaKodesh
verlassen, damit er uns die Parallelen zwischen früheren
Ereignissen und zukünftigen Warnungen aufzeigt, dann wird das prophetische Bild
klarer. Der Zusammenhang, der zwischen der Sünde von Korah
und der Sünde des Antimessias besteht, ist ein gutes Beispiel davon. Wir müssen
lernen, die ganze Vollmacht und Kraft an HaShem abzugeben,
durch das Studium der Torah und durch das absolute Vertrauen auf das Werk
des Ruach HaKodesh.
Wenn wir das tun, werden wir nicht in die Falle der Gleichmacherei aller
Geister tappen, was letztlich in die Gotteslästerung und in die Sünde
wider den Ruach HaKodesh
mündet.








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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Mi 16 Jun 2010, 06:35

Chukat
Bamidbar (4. Moshe) 19:1- 22:1
7 Tammuz 5770 – June 19, 2010


Das Wissen darum, Jahwe in der richtigen Art und Weise anzubeten, ist für den Wandel in Heiligkeit entscheidend. Beispielhaft zeigt uns Jahwe an seinem Volk, wie man Ihn anzubeten hat. Er verordnete uns bestimmte Rituale, die Sein Wesen widerspiegeln. Zum Beispiel musste ein Priester die für die Reinigung vorgeschriebenen Rituale durchführen. HaShem (Jahwe) verwendet bestimmte Rituale, um uns ein Verständnis der Heiligkeit zu geben. Wenn wir diese Rituale jedoch alltäglich durchführen, dann vergisst man allzu leicht, welchen Hintergrund HaShem uns damit deutlich machen will. Wenn wir vergessen haben, was diese Rituale zum Inhalt haben, dann führt es leicht dazu, dass wir unsere eigene Interpretation entwickeln. Wenn wir die enge Verbindung mit HaShem auf diesem Weg verlieren, werden wir empfänglicher gegenüber falschen Lehren. Infolgedessen ist der Weg nicht weit, dass wir uns eine eigene Lehre schaffen, gegründet auf unserem eigenen Verstand. Wenn die Menschen Lehren erschaffen, die sich auf ihren eigenen Verstand gründen, dann werden die ursprünglichen Lehren von HaShem vergessen.

Jeschua wusste darum und warnte uns vor den Folgen in Matthäus 15:4-6: Denn Jahwe hat geboten und gesagt: "Ehre den Vater und die Mutter!" und: "Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben." Ihr aber saget: Wer irgend zu dem Vater oder zu der Mutter spricht: Eine Gabe sei das, was irgend dir von mir zunutze kommen könnte; und er wird keineswegs seinen Vater oder seine Mutter ehren; und ihr habt so das Gebot Jahwes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.



Das Ersetzen der Torah durch die Lehren des Menschen macht die Torah unwirksam. Wenn jeder Lehrer sein eigenes Verständnis von der Torah hat, dann werden viele verschiedene Wege verkündigt und der Leib wird gespalten.

Wir können das nachlesen in Lukas 13:14-16, als Jeschua einen Menschen damit konfrontierte, der seine eigenen Lehren entwickelt hatte. “Der Synagogenvorsteher aber, unwillig, dass Jeschua am Sabbat heilte, hob an und sprach zu der Volksmenge: Sechs Tage sind es, an denen man arbeiten soll; an diesen nun kommt und lasst euch heilen, und nicht am Tage des Sabbats. Der Herr nun antwortete ihm und sprach: Heuchler! Löst nicht ein jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn hin und tränkt ihn? Diese aber, die eine Tochter Abrahams ist, welche der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre, sollte sie nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tage des Sabbats?”

Der Synagogenvorsteher verstand Heilung als Arbeit. Deshalb wollte der Gemeindevorsteher nicht, dass Jeschua eine Heilung am Sabbat durchführte. Der TorahabschnittChukat gibt uns ein gutes Beispiel dafür, wie das Abweichen von der ursprünglichen Absicht der Torah schließlich zu dieser Art der falschen Auslegung führt.

Im Torahabschnitt Chukat richtet HaShem die Kinder Israels für ihr Reden gegen Ihn selbst und gegen Moshe. Um sein Urteil durchzuführen, sandte Jahwe feurige Schlangen ins Lager.

4. Moshe 21:6: “Da sandte Jahwe feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volks aus Israel.”

(Erklärung des Übersetzers: Feurige Schlangen: Sie wurden deshalb so genannt, weil der Biss dieser Schlange eine brennende Entzündung verursachte.)

Als das Volk Israel für ihre Übertretung Buße tat, sorgte HaShem für eine Möglichkeit, um dem Gerichtsurteil zu entkommen. HaShem befahl Moshe, eine eherne Schlange zu schaffen, die das Volk von der Strafe des Urteils bewahren würde.

Wir können das nachlesen in 4. Moshe21:8-9: “Und Jahwe sprach zu Moshe: Mache dir eine feurige Schlange und tue sie auf eine Stange; und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. Und Moshe machte eine Schlange von Erz und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemand gebissen hatte, und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.”

Jeder, der die eherne Schlange anschaute, sollte nicht sterben, sogar ein Mensch, der bereits von einer feurigen Schlange gebissen worden war. Die eherne Schlange war der Schutz für Israel vor den Folgen des Gerichtsurteils. Auch wenn die feurigen Schlangen im Lager blieben, so schützte Jahwe Sein Volk doch vor den Folgen ihres Bisses. HaShem verwendete die eherne Schlange als eine Hilfe zur Erinnerung des Volkes, dass Er sie schützen und sie vom Urteil erlösen würde.

Im Laufe der Zeit vergaß das Volk Israel die Torah. Sie begannen, Götzendienst zu praktizieren. Die eherne Schlange, die HaShem ursprünglich für eine gute Sache verwendete, wurde zu einem Gegenstand des Götzenkultes.

2. Könige 18:4:“Er tat die Höhen hinweg und zerschlug die Bildsäulen, und rottete die Aschera aus, und zertrümmerte die eherne Schlange, welche Moshe gemacht hatte; denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder Israel ihr geräuchert, und man nannte sie Nechustan.”

Die Vernachlässigung der Torah hatte Yisrael von der Wahrheit der Lehren von HaShem abgetrennt. Das Volk Israel begann, Anbetung auf die Art und Weise auszulegen, wie sie es für richtig hielten. Infolgedessen wurde die eherne Schlange, die HaShem ihnen seinerzeit befohlen hatte zu erschaffen, für sie zum Götzen, den sie anbeteten. Was HaShem ursprünglich geschaffen hatte, um Leben zu schützen, brachte jetzt den Tod. Israel hatte sich von der Torah getrennt, und sie wussten nicht mehr, wozu die eherne Schlange ursprünglich geschaffen worden war. Die Kinder Israels hatten die Bedeutung der ehernen Schlange völlig verdreht.

Die Sünde, die von den Kindern Israels begangen worden war, kann sich in jeder Generation wiederholen. Das Volk Israel fiel in den Götzenkult, weil sie die Torah nicht als eine Grundlage verwendeten, um die Heiligkeit zu verstehen. Infolgedessen übersetzten die Kinder Israels die Bedeutung der ehernen Schlange auf eine ganz andere Weise, als HaShem es ursprünglich bestimmt hatte. Die eherne Schlange wurde ein Gegenstand der Anbetung, und der Erschaffer der ehernen Schlange wurde vergessen. Was HaShem zum Guten geschaffen hatte, verwandelte sich in einen Stolperstein, der Tod brachte. Um zu vermeiden, dass wir diese Sünde wiederholen, müssen wir die Lehren von HaShem verstehen, wie sie uns in der Torah überliefert sind. Die Torah lehrt uns, HaShem zu verstehen und bewahrt uns davor, falsche Lehren selbst zu erschaffen. Deshalb schützt die Torah die Gläubigen davor, eine von Menschen geschaffene Form der Anbetung zu praktizieren.



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Re: Torahbetrachtung

Beitrag von Reinhard am Do 24 Jun 2010, 09:09

Der Moabiterkönig Balak - Bamidbar (4. Moshe) 22:2- 25:9
14 Tamuz 5770 – 26. Juni 2010



Die Schrift beschreibt HaShem's Erscheinung als Furcht einflößend. Samuel schreibt in 2. Samuel 22:8-10: Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Munde; glühende Kohlen brannten aus ihm.

Auch 2. Moshe 20:18-21 beschreibt das Hören auf HaShem als eine Furcht einflößende Erfahrung. Im Brit Hadashah (Messianische Schriften/ Neues Testament) in Offenbarung 20:11 ist beschrieben, dass Erde und Himmel vor dem Angesicht von HaShem floh. Auch Moshe wurde nicht erlaubt, das Angesicht von HaShem zu schauen. In 2. Moshe 33:20 heißt es: " Du vermagst nicht mein Angesicht zu sehen, denn nicht kann ein Mensch mich sehen und leben."

Das Angesicht von HaShem zu betrachten ist Furcht erregend und kostet den betreffenden Menschen das Leben, aber HaShem will dennoch Kontakt mit Seinem Volk haben. Deshalb schafft HaShem eine angemessene Weise, sich Ihm zu nahen. Wenn wir uns HaShem nicht auf diese ganz spezielle Weise nahen, wie er es verordnet hat, dann können die Folgen tragisch sein. Das trifft auch für die allermeisten Gerechtgesprochenen Menschen zu. Selbst Moshe wurde nicht gestattet, das Angesicht von HaShem auch nur zu betrachten. HaShem selbst bedeckte Moshe mit seiner Hand, während er an ihm vorüberging.

2. Moshe 33:22-23: "Und es wird geschehen, wenn meine Herrlichkeit vorübergeht, so werde ich dich in die Felsenkluft stellen und meine Hand über dich decken, bis ich vorübergegangen bin. Und ich werde meine Hand hinwegtun, und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden."

HaShem erlaubte Moshe nur, die Umrisse von Ihm zu sehen, weil dies keine Bedrohung des Lebens von Moshe darstellte. Um eine persönliche Beziehung mit Seinem Volk aufrechtzuerhalten, erlaubt er den Menschen nur, die Umrisse seiner Gegenwart zu sehen, was nicht lebensbedrohlich ist. Um dies zu erreichen braucht HaShem einen Abgesandten, den Messias. Tatsächlich ist dieser auserwählte Abgesandte von HaShem eine Ergänzung bzw. der verlängerte Arm von HaShem.

Johannes 1:18 beschreibt es auf diese Weise: "Niemand hat Jahwe jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht."

In der Torah und im gesamten Tenach (Alten Testament) erleben wir, wie einer dieser Abgesandten von HaShem, sich vor der Welt offenbart, es ist der Engel des HERRN. Tatsächlich wird der Abgesandte von HaShem, der Engel des HERRN oft als ein genaues Ebenbild von HaShem präsentiert.

Richter 13:17- 22: " Und Manoah sprach zu dem Engel Jahwes: Wie ist dein Name, dass wir dich ehren, wenn dein Wort eintrifft? Und der Engel Jahwes sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach meinem Namen? Er ist ja wunderbar! Da nahm Manoah das Ziegenböcklein und das Speisopfer und opferte es vor Jahwe auf dem Felsen. Er aber handelte wunderbar, und Manoah und sein Weib sahen zu; und es geschah, als die Flamme von dem Altar gen Himmel emporstieg, da fuhr der Engel des Herrn in der Flamme des Altars hinauf. Und Manoah und sein Weib sahen zu und fielen auf ihr Angesicht zur Erde. Und der Engel Yahwes erschien Manoah und seinem Weibe fortan nicht mehr. Da erkannte Manoah, dass es der Engel Jahwes war. Und Manoah sprach zu seinem Weibe: Wir werden gewisslich sterben, denn wir haben Jahwe gesehen!"

Dem Engel des Herrn wurde Ehrfurcht und Anbetung entgegengebracht. Der Engel des HERRN agierte in der Vollmacht von HaShem.An der Person von Balak können wir sehen, wie die Vollmacht der Gegenwart von HaShem in Seinem Abgesandten benutzt wird, um den Willen von HaShem auf der Erde zu erfüllen.

4. Moshe 22:31: "Da enthüllte Jahwe die Augen Bileams, und er sah den Engel des Herrn auf dem Wege stehen, mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand; und er neigte sich und warf sich nieder auf sein Angesicht."

Als der Engel erschien, wurde Bileam von dem Bedürfnis übermannt, sich vor dem Engel zu verbeugen. Bileam bezeugte die Kraft der Vollmacht von HaShem. Deshalb beugte sich Bileam und fiel auf seinem Gesicht. Bileam reagierte auf diese Weise, weil Sich der Engel des HERRN mit der Vollmacht von HaShem präsentierte.

Noch deutlicher können wir diesen Aspekt in 2. Moshe 23:21 sehen: "Hüte dich vor ihm und höre auf seine Stimme und reize ihn nicht; denn er wird eure Übertretung nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm." Der Engel des HERRN kommt im Namen von HaShem. Deshalb ist der Engel des HERRN derselben Erfurcht würdig, wie sie HaShem entgegengebracht wird.

Als Abgesandter von HaShem hat der Engel des HERRN auch die Vollmacht, verbindliche Bündnisse mit der Menschheit zu gründen. Die Kinder Israels wurden an diesen Aspekt des Abgesandten von HaShem erinnert, als der Engel des HERRN ihnen immer wieder die Tatsache vor Augen führte, wie Er sie aus Ägypten führte.

Richter 2:1-4: "Und der Engel Jahwes kam von Gilgal herauf nach Bochim; und er sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe; und ich sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich; Ihr aber, ihr sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes machen, ihre Altäre sollt ihr niederreißen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan! So habe ich auch gesagt: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben; und sie werden zu euren Seiten sein, und ihre Götter werden euch zum Fallstrick werden. Und es geschah, als der Engel Jahwes diese Worte zu allen Kindern Israel redete, da erhob das Volk seine Stimme und weinte."

Die Kinder Israels weinten, weil sie erkannten, dass das Missachten des Abgesandten von HaShem letztlich die Missachtung von HaShem selbst bedeutete. Als der Abgesandte von HaShem musste dem Engel des HERRN derselbe Gehorsam entgegengebracht werden, wie HaShem selbst. Als der Engel des HERRN Bileam befahl zu sprechen, musste Bileam folgen. Wenn Bileam dem Engel nicht gehorsam gewesen wäre, dann wäre er gerichtet worden.

Bileam gehorchte der Vollmacht des Engels, wie wir in 4. Moshe22:38 lesen: "Und Bileam sprach zu Balak: Siehe, ich bin zu dir gekommen; vermag ich nun wohl irgendetwas zu reden? Das Wort, das Jahwe mir in den Mund legt, das werde ich reden." Bileam wusste, dass die Vollmacht, die mit diesem Engel, dem Abgesandten von HaShem, einherging, ihn HaShem gleich machte.

Die Erscheinung des Engels in der Vollmacht und Kraft von HaShem machte auch den Engel des Herrn der Anbetung würdig. Dies demonstriert Bileam dann auch in 4. Moshe 22:31: "Da enthüllte Jahwe die Augen Bileams, und er sah den Engel Jahwes auf dem Wege stehen, mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand; und er neigte sich und warf sich nieder auf sein Angesicht." Als der wahre Abgesandte von HaShem erhielt der Engel des HERRN die Anbetung im Namen von HaShem.



Als sich HaShem der Menschheit offenbart, hinterlässt Seine Herrlichkeit einen Furcht erregenden Eindruck. Der Grund dafür liegt darin, dass die Herrlichkeit von HaShem eine verzehrende Erfahrung ist. Ohne die Fähigkeit, die volle Gegenwart von HaShem zu ertragen, würden wir verloren sein. Um jedoch Seine Gegenwart weniger Furcht erregend und für die Menschheit erträglicher zu machen, sendet HaShem Seinen Abgesandten, Seinen Gesalbten. Der Auftrag des Abgesandten ist es, das Wesen von HaShem und Seine Herrlichkeit vor der Welt in vollkommener Weise zu offenbaren. Um diese Mission zu erfüllen, werden diesem Abgesandten die Vollmacht und die Kraft des Namens von HaShem gegeben. Der Engel des HERRN ist ein Abgesandter, der deutlich demonstriert, wie die Vollmacht von HaShem und Seine Kraft durch Seinen Abgesandten wirkt. Infolgedessen wird der Abgesandte von HaShem ein verlängerter Arm der Fülle von HaShem auf der Erde. Deshalb wird auch von jedem Menschen erwartet, dass er sich beugt, Ihn, den Abgesandten Jeschua anbetet, Ihm opfert und Ihm gehorsam ist. Tatsächlich ist es ganz klar eine Sünde, dem Abgesandten von HaShem nicht dieselbe Ehrerbietung und denselben Gehorsam entgegenzubringen, wie HaShem. Bileam hatte dies erkannt. Deshalb war Bileam auch bereit, sich zu beugen, anzubeten und dem Engel des HERRN gehorsam zu sein. Jeschua ist der größte Abgesandte bzw. Engel von HaShem. Deshalb wird Jeschua auch in der Vollmacht des Namens von HaShem ausgesandt.



Genau wie der Engel des HERRN ist Jeschua derselben Ehre würdig, die HaShem entgegengebracht wird, wie wir z.B. in Philipp. 2:10 sehen können, wo es heißt:

"Auf dass in dem Namen Jeschuas jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen“


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