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MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am Sa 15 Jun 2013, 18:03

Yaalon: Die Arabische Friedensinitiative ist eine 'Verdrehung der Tatsachen'
 
Die so genannte „arabische Friedensinitiative“ ist eine Verdrehung der Tatsachen, sagte Verteidigungsminister Moshe Yaalon (Likud-Yisrael Beytenu) am Freitag.
 
Im Rahmen einer Rede am Washingtoner Institut für die Nahost- Politik sagte Yaalon: „Die arabische Friedensinitiative ist eine Verdrehung der Tatsachen. Premierminister Netanyahu hat klar gemacht, dass Israel bereit ist, ohne Vorbedingungen und Diktate an den Verhandlungstisch zurückzukehren, aber die arabische Initiative ist ein Diktat - zuerst müssen wir Territorium aufgeben, dann würden die Araber über eine Zusammenarbeit mit uns nachdenken“.  
 
Die arabische Friedensinitiative, initiiert im Jahre 2002 durch Saudi-Arabien, besagt, dass 22 arabische Länder ihre Beziehungen mit Israel normalisieren würden als Gegenleistung für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria.
 
Die Initiative wurde kürzlich reaktiviert, als Katars Premierminister andeutete, dass er eine Friedensvereinbarung zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde unterstützen würde, wenn man sich dabei an den Grenzen vom 4. Juni 1967 orientiert. Gleichzeitig unterstütze man aber auch die Vorschläge des amerikanischen Präsidenten Barack Obama nach einem „vergleichbaren und gegenseitig abgestimmten geringfügigen Landtausch“  zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde, um der Realität der boomenden Siedlungen in den Gebieten zu entsprechen.  
 
„Wir sind bereit, unverzüglich Gespräche über alle denkbaren Themen ohne Vorbedingungen aufzunehmen, aber eben nicht nur über Territorien“, sagte Yaalon in Washington. „Die Palästinenser haben Vorbedingungen gestellt, und deshalb wird die Möglichkeit für den Beginn der Gespräche nur hinausgezögert. Wir sind bereit, alles mit ihnen zu besprechen, aber ohne eine Änderung der Einstellung innerhalb der PA bin ich kaum optimistisch, dass wir einen Fortschritt im Friedensprozess erreichen werden. Somit müssen wir uns wohl damit abfinden, dass wir auch weiterhin versuchen, den Konflikt irgendwie zu handhaben.“
 
Der PA-Vorsitzender Mahmoud Abbas hat, anstatt mit Israel zu sprechen, auch weiterhin Vorbedingungen für Gespräche gestellt, einschließlich der Forderung, Terroristen aus israelischen Gefängnissen zu entlassen, die vor 1993 verhaftet wurden und die Bautätigkeit in Judäa und Samaria sowie in Ost- Jerusalem zu stoppen. Er forderte sogar, eine Karte des zukünftigen palästinensischen Staates zu präsentieren, bevor irgendwelche Verhandlungen stattfinden.
 
Premierminister Binyamin Netanyahu sagte in dieser Woche, dass „man endlich aufhören muss, ständig nur über die Verhandlungen zu verhandeln.“
 
„Ich will Frieden. Um Frieden zu erreichen, müssen wir den Frieden aushandeln“, sagte er. „Wir wollen, dass die jüngsten amerikanischen Bemühungen erfolgreich sind. Israel ist zur Wiederaufnahme von direkten Verhandlungen für den Frieden ohne Vorbedingungen bereit. Ich denke, dass man endlich aufhören muss, sich über Vorbedingungen zu streiten. Ich denke, dass man endlich aufhören muss, ständig nur über die  Verhandlungen zu verhandeln. Ich denke, dass wir sofort mit den  Friedensgesprächen beginnen müssen.“
 
In seiner Rede am Freitag sprach Verteidigungsminister Yaalon die Sicherheitssituation im Nahen Osten insgesamt an. Im Hinblick auf Syrien sagte er, dass er „in naher Zukunft in diesem Land keine Stabilität sehen kann“, und er merkte an, dass das Worst Case Szenario für Israel darin bestünde, dass Elemente der Al Qaida die weitere Destabilisierung in der Region, besonders in Jordanien, vorantreiben.
 
„Wir gehen nicht dazwischen, wir mischen uns nicht ein,“ betonte er. „Wir befinden uns natürlich in einer sehr heiklen Position, und so könnte jedes israelische Eingreifen auch jene Seite treffen, die wir vielleicht unterstützen wollen“.  
 
Gleichzeitig betonte er, dass es rote Linien gibt, die ein israelisches Eingreifen in Syrien auslösen würden, wie etwa der grenzüberschreitende Beschuss oder der Transfer von chemischen und strategischen Waffen.
 
Yaalon fügte hinzu: „Von unserer Position aus gesehen sollte es klar sein, dass Jordanien für uns ein Aktivposten im Nahen Osten in Bezug auf Stabilität ist. Deshalb geben wir Unterstützung, und wir glauben wirklich, dass Jordanien durch die Vereinigten Staaten und durch andere Verbündete unterstützt werden sollte, um Jordanien als einen ausgleichenden Pol in der Region zu bewahren“.  
 
Er sagte, auch wenn Israel besorgt sei wegen des Verhaltens von Russland, das hochentwickelte Waffen für die Streitkräfte von Präsident Bashar Al-Assad zur Verfügung stellt, so seien die Beziehungen zwischen den beiden Ländern dennoch nicht ernstlich beschädigt worden.
 
„Wir sind über die russischen Aktivitäten in der Region nicht glücklich, und wir haben natürlich auch unsere Gelegenheiten, bei denen wir unsere Meinung darüber kundtun“, räumte Yaalon ein. „Ich glaube aber, wenn wir uns die russische Politik insgesamt anschauen, dann erkennen wir, dass sie nicht grundsätzlich gegen uns gerichtet ist. … Die Haupterwägungen sind nicht Israel, die Haupterwägungen bestehen vielmehr darin, was sie selbst als das 'Spiel der Großmächte' bezeichnen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten“.
 
Im Hinblick auf den Iran und sein Atomprogramm sagte der Verteidigungsminister, dass der Westen zeigen müsse, dass man den „politischen Durchhaltewillen hat, um den ganzen Weg zu gehen“, wenn man die Islamische Republik zwingen will, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben.
 
Bezugnehmend auf den jüngsten Bericht durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), in dem sie mitteilte, dass der Iran Fortschritte in seinem Nuklearprogramm gemacht habe, aber die von Israel gesetzte „rote Linie“ noch nicht erreicht hat, 250 Kilogramm Uran mit 20 Prozent Anreicherung zu erzeugen, sagte Yaalon, dass dies klar darauf hindeutet, „dass der Iran möglicherweise die von Netanyahu festgelegte rote Linie verinnerlicht hat, und dass sie es deshalb bisher vermieden haben, diese Linie zu erreichen“.  
 
Später am Freitag trifft sich Yaalon, wie man erwartet, mit seinem amerikanischen Amtskollegen, dem amerikanischen Verteidigungsminister Chuck Hagel.
 
+++++++++++++++++++
Ban Ki-Moon: Die 'Siedlungen' untergraben die Hoffnungen auf Frieden
 
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte am Freitag Israels Pläne, die Bautätigkeiten in Judäa und Samaria auszuweiten und teilte mit, dass damit die Hoffnungen untergraben werden, den Nahostkonflikt durch die Einsetzung eines palästinensischen Staates zu beenden.
 
„Der Generalsekretär ist betroffen von der ständigen Ausweitung der israelischen Siedlungen im Westjordanland, was eine Übertretung internationalen Rechts darstellt“, sagte sein Sprecher bei den Vereinten Nationen, Martin Nesirky, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.
 
Ban Ki-Moon sei „besonders besorgt“ wegen der Pläne Israels, mehr als 1.000 neue Häuser in zwei Siedlungen in Judäa und Samaria zu bauen, sagte der Sprecher.
 
Er bezog sich damit auf Pläne, 538 neue Häuser in Itamar zu bauen, und 137 bereits vorhandene Wohneinheiten nach einer entsprechenden Prüfung durch die örtlichen Behörden zu legalisieren. Ebenso wurden Pläne vorgelegt, 550 Häuser in Bruchin zu bauen.
 
„Diese Entscheidungen sich nicht hilfreich und untergraben die Fortschritte hin zu einer Zweistaatenlösung“, sagte Nesirky gemäß AFP.
 
„Diese Pläne befestigen eine tiefsitzende quälende Tendenz, und das in einer Zeit andauernder Bemühungen, die Friedensverhandlungen wieder einzusetzen“, fügte er hinzu. „Der Generalsekretär fordert Israel auf, die Forderungen der internationalen Gemeinschaft zu beachten, indem man die Siedlungsaktivitäten stoppt und bei allem Handeln beim internationalen Recht und bei der Road-Map bleibt“.  
 
Am Donnerstag kritisierten ebenso die Vereinigten Staaten in scharfer Form Israels Pläne, 1.000 neue Häuser für Juden in Judäa und Samaria zu errichten, und man sagte, dass dies im Hinblick auf die derzeitigen amerikanischen  Bemühungen nach Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Israel und der PA nicht hilfreich sei.  
 
„Wir können die Legalisierung des andauernden Siedlungsbaus nicht akzeptieren“, sagte die Sprecherin des State Department Jen Psaki gegenüber Journalisten.
 
„Wir bleiben weiter voller Hoffnung, dass beide Seiten die bedeutende  Gelegenheit erkennen, die wir jetzt haben, um gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, und das ist es, worauf unser Fokus liegt“.  
 
Am Donnerstag gab Wohnungsbauminister Uri Ariel (Bayit Yehudi) außerdem bekannt, dass weitere 1.000 neue Wohneinheiten für Juden im Etzion-Siedlungsblock in Judäa gebaut werden sollen. Dem State Department waren diese Pläne aber anscheinend noch nicht bekannt.
 

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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am So 23 Jun 2013, 07:38

Lapid: Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde sollten solange miteinander sprechen, 'bis weißer Rauch aufsteigt'
 
Yair Lapid gab der Washington Post in dieser Woche ein Interview, das sich auf die Chancen des Friedens zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde konzentrierte.
 
„Das wichtigste ist, dass wir an den Verhandlungstisch zurückkehren und miteinander sprechen, bis  weißer Rauch aufsteigt“, sagte Lapid zu seiner Interviewpartnerin Lally Weymouth.
 
Frau Weymouth brachte ihre Zweifel daran zum Ausdruck, dass Premierminister Binyamin Netanyahu wirklich an der Errichtung eines eigenen PA-Staates interessiert ist und sagte, dass „ihm das niemand in der übrigen Welt abnimmt“, wenn er seine Unterstützung für die „Zwei-Staaten-Lösung“ bekundet.
 
Lapid brachte jedoch wiederholt zum Ausdruck, dass er glaube, Netanyahu sei offen für die Errichtung eines PA-Staates in Judäa und Samaria. Er betonte, dass es für Netanyahu hart sei, diesen ersten Schritt zu tun und alle Bautätigkeit für Israelis in Judäa und Samaria zu stoppen - einer der Vorbedingungen von Seiten des PA-Vorsitzendem Mahmoud Abbas für die Wiederbelebung der Gespräche – zumal die PA bereits in der Vergangenheit ähnliche israelische Versuche zur Wiederbelebung der Verhandlungen zurückgewiesen hatte, und das trotz eines längeren Baustopps.
 
„Den israelischen Premierminister zu bitten, die Existenz seiner eigenen Regierung zu gefährden, ohne zu wissen, was letztlich die Ergebnisse sein werden, ist sehr viel verlangt, um es vorsichtig auszudrücken“, erklärte er. Frau Weymouth erwiderte: „Ich wüsste nicht warum“.
 
Die zwei besprachen auch die Situation in Syrien. Lapid unterstützte nicht die jüngste Entscheidung der US-Regierung, aber er kritisierte Obama auch nicht dafür, die syrische Opposition mit Waffen zu beliefern. Gleichwohl betonte er, dass einige Kräfte in der Opposition „noch schlimmer sind, als die Regierung, gegen die sie kämpfen“.
 
Yair Lapid sprach auch über seine Arbeitsbeziehung mit Naftali Bennett, dem Führer der Splitterpartei Bayit Yehudi (Jüdisches Haus). Wir zwei stimmen auf einigen Gebieten, einschließlich Judäa und Samaria, nicht überein, sagte er, aber es gebe auch etliche gemeinsame Ansichten in innenpolitischen Fragen. „Außerdem teilen wir eine persönliche Freundschaft“, fügte er hinzu.
 
Auf die Frage, ob er danach strebe, eines Tages Premierminister zu werden, sagte Lapid: „Ich habe keine Eile …, aber wenn man in die Politik geht, strebt man natürlich nach einer Position, die ein bisschen höher ist als diejenige, die ich jetzt innehabe“.
++++++++++++++++
 
Der neue iranische Präsident war beteiligt am Bombenanschlag auf ein  jüdisches Gemeindezentrum
 
Der ehemalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad mag dafür gestanden haben, Juden töten zu wollen, aber sein Nachfolger, der angeblich „gemäßigte“ Hassan Rohani, hat dies anscheinend wirklich getan.
 
Eine amerikanische Zeitung wies in dieser Woche darauf hin, dass eine  Anklageschrift aus dem Jahre 2006 durch die Regierung in Argentinien, Rohani als einen der Mitverschwörer bei der  Bombardierung eines jüdischen Gemeindezentrums in Buenos Aires auflistet.
 
Der Angriff, bei dem 85 Menschen getötet und Hunderte weitere verwundet wurden, wurde nach Angaben der argentinischen Behörden von der Hisbollah ausgeführt, aber von Teheran angeordnet.
 
Argentinische Ermittlungsbeamte stellten fest, dass der Angriff von Irans Höchstem staatlichen Sicherheitsrat geplant wurde und von dort auch grünes Licht bekam, angeführt durch den Höchsten Führer Ayatollah Ali Khameini.
 
Ein früherer iranischer Mitarbeiter des Geheimdienstes bezeugte in diesem Zusammenhang, dass auch Rohani Mitglied dieses Rates war, unter dem ehemaligen iranischen Präsidenten Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, der sich selbst überall im Westen als „gemäßigt“ feiern ließ.
 
Israel hat nach der Wahl in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass Rohani nach außen zwar mehr Taktgefühl und Stil zeigen mag, als Ahmadinejad, aber er hasst Israel gleichermaßen.
++++++++++++++++++++
 
Netanyahu: Lassen sie sich nicht täuschen durch den Wahlausgang im Iran
 
Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu warnte am Sonntag den Westen, sich durch die Wahl eines angeblich gemäßigten Iranischen Präsidenten täuschen zu lassen, und er betonte, dass die Islamische Republik wirklich von radikalen Islamischen Klerikern beherrscht wird.
 
Im Laufe des Wochenendes wurde der angeblich gemäßigte Iranische Kleriker Hassan Rohani mit überwältigender Mehrheit ins Amt gewählt, der im Wahlkampf durch reformorientierte Kräfte unterstützt wurde. Rohani kämpfte auf einer Plattform, die sich für mehr Freiheit im Iran einsetzt, und er hatte im Vorfeld versprochen, die offiziellen Beziehungen mit den Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen.
 
Das mögen vielleicht gute Nachrichten für die Iraner selbst sein. Im Zusammenhang mit den Auslandsbeziehungen und vor allem mit Irans Atomprogramm forderte Israel den Westen jedoch auf, sich auch weiterhin sehr vorsichtig zu verhalten.
 
„Die internationale Gemeinschaft sollte sich nicht in einem falschen Wunschdenken verlieren“, sagte Netanyahu. „Vor 15 Jahren sagten sie, der ehemalige iranische Präsidenten Mohammed Khatami ist gemäßigt, aber nichts hat sich geändert. Der Iran muss nach seinem Verhalten im Zusammenhang mit seinem Atomprogramm beurteilt werden“.
 
Tatsächlich wird der Iran vom Höchsten Führer Ayatollah Ali Khameini und seinem Rat von Klerikern beherrscht. Es sollte betont werden, dass Rohani, obgleich anscheinend pragmatischer als sein Vorgänger Mahmoud Ahmadinejad, ein langjähriger Unterstützer und Mitstreiter des Islamischen Regimes ist, und er war ein Anhänger von Ayatollah Ruhollah Khomeini, dem Führer von Irans Islamischer Revolution.
 
In einer Stellungnahme des israelischen Außenministeriums im Anschluss an die Wahl wird darauf hingewiesen, dass mehrere Gegenspieler von Rohani in der Wahl durch die Ayatollahs ausgeschlossen wurden, weil man meinte, dass der neue Präsident nicht zu weit abseits von der offiziellen Agenda des Regimes sein dürfte. Unter diesem Hintergrund ist es wahrscheinlich zu früh, um wirklich von einer „Revolution“ im Iran zu sprechen.
 
Dennoch ist die internationale Gemeinschaft wahrscheinlich in falsche Aufregung versetzt worden, und Israel befürchtet nun, dass die Wahl von Rohani den Ayatollahs noch viel mehr Zeit geben wird, um bei ihrem Atomprogram voranzukommen.  Das könnte die ganze Zeit hindurch der entscheidende Punkt gewesen sein.
 


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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am So 14 Jul 2013, 09:25


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Ägyptische Armee tötet dutzende von bewaffneten Hamas-Kämpfern

Die jüngste Offensive der ägyptischen Armee gegen Terrororganisationen, die auf der Sinai- Halbinsel agieren, ist voll im Gange, und eine der Gruppen, die in diesem Zusammenhang einen hohen Preis bezahlen, ist die Hamas.
Viele gingen davon aus, dass die Hamas infolge der jüngsten Entmachtung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi und seiner Moslembruderschaft in Mitleidenschaft gezogen wurde, weil die Moslembruderschaft die Mutterorganisation der Hamas ist.
In den vergangenen Tagen teilten ägyptische Militärs gegenüber arabischen Medien mit, dass im Verlauf der Kämpfe auf der Sinaihalbinsel ungefähr 200 Bewaffnete getötet wurden, darunter mindestens 32 Mitglieder der Hamas. Die palästinensische Gruppe missbraucht die Halbinsel, um Waffen und andere Güter in den Gazastreifen zu schmuggeln, wo sie einen Terrorkrieg gegen das südliche Israel führt.
Jedoch bleibt die Situation instabil, und die ägyptische Armee hat Israel um grünes Licht gebeten, seine Streitkräfte im Sinai zu verstärken. Im Ergebnis des Camp David-Abkommens ist Ägypten nur eine sehr kleine Streitmacht im Sinai erlaubt, um Israels südliche Grenze nicht zu gefährden.
Man geht davon aus, dass Israel positiv auf die Bitte reagiert, weil man weiß, dass die jetzige ägyptische Militärführung ein Partner im Kampf gegen den radikalen Islamismus ist.
Es gab Hinweise darauf, dass die ägyptische Armee sogar Gaza angreifen könnte. Ein Armeevertreter sagte gegenüber einer arabischen Zeitung, dass die ägyptische Armee frustriert sei über die Machenschaften der Hamaskämpfer, die Tunnel unter der Grenze bauen, um die Ägypter auf diese Weise schnell anzugreifen. Danach ziehen sie sich wieder zurück in die Sicherheit des Gazastreifens.
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Islamisten in Ägypten missbrauchten ihre Macht

Erstveröffentlichung: Miami Herald

Wieder findet sich die amerikanische Regierung in der Situation, wo sie wirklich absolut nicht weiß, wie man sich mit einem Nahen Osten voller Rätsel befassen soll. Dieses Mal ist es Ägypten, das den Amerikanern eine Lehrstunde darin gibt, wie komplex diese unruhige Region ist.
Vom Standpunkt Washingtons aus gesehen muss in den vergangenen zwei Jahren etwas Gutes in Ägypten geschehen sein. Nach Jahrzehnten der Zwangsherrschaft schien es so, als hätte die Demokratie die Oberhand gewonnen. Die vielen Ägypter, die im Januar 2011 zum Tahrir-Platz kamen, sangen zunächst noch: „Es ist genug, es reicht“. Schließlich mündeten die Parolen in die bekannten Worte von Präsidenten Lincoln: „Eine Regierung des Volkes, bestehend aus dem Volk und für das Volk“.
Aber war es wirklich so? Die Moslembruderschaft, die sich seit acht Jahrzehnten darauf vorbereitet hatte, die Regierung in Ägypten zu übernehmen, schaffte es, dem Volk die Revolution aus den Händen zu reißen, jenem Volk, das der eigentliche Auslöser der Revolution war. Sie errangen die Macht unter Verwendung von freien Wahlen, ein Instrument der Demokratie, an das sie selbst eigentlich nie geglaubt haben. Die Moslembruderschaft entwarf sehr schnell eine Verfassung, die dazu bestimmt war, Ägypten in ein Land zu verwandeln, das vollständig durch die Gesetze des Islam beherrscht wird.
Dieser Schritt war nicht nur ein Missbrauch gegenüber dem Willen vieler Ägypter, sondern er scheiterte auch auf allen anderen Gebieten. Ägypten, das bereits unter einem chronischen sozioökonomischen Mangel litt, fand sich nun in einer noch viel ernsteren Situation wieder, was in der vergangenen Woche in die derzeitigen Aufstände und Proteste mündete. Die Armee, das einzige funktionierende Organ in der ägyptischen Exekutive, meinte, dass es nun seine Aufgabe in einer Krise wie dieser sei, einzuschreiten, durch Aushebelung der demokratischen Regeln des Spiels die öffentliche Ordnung wieder herzustellen und damit den besten Interessen der Nation zu dienen.
Das ist sogar in westlichen Demokratien durchaus nicht ohne Beispiel. Es war niemand anderer als Präsident Lincoln, der es in den ersten Tagen des Bürgerkriegs als notwendig erachtete, ein Grundrecht zum Schutz der persönlichen Freiheit, den Habeas-Corpus-Erlass, außer Kraft zu setzen, also das Recht eines jeden Bürgers auf einen Gerichtsprozess. Als er seine Entscheidung vor einem verdutzten Kongress in einer speziellen Sitzung am 4. Juli 1861 verteidigte, sagte Lincoln, der ein Meister darin war, auch schwierigste Probleme in wenigen einfachen Worten zu erklären: „Wenn alle Gesetze, außer einem, außer Kraft gesetzt werden, und die Regierung Gefahr läuft, auseinanderzubrechen, sollte man dann nicht dieses eine Gesetz auch außer Kraft setzen?“
[Erklärung nach Wikipedia: In der Verfassung der USA wurde 1789 festgeschrieben, dass das Recht auf richterliche Haftprüfung nur im Falle eines Aufstandes oder einer Invasion vorübergehend ausgesetzt werden kann, wenn die öffentliche Sicherheit dies erfordert. Abraham Lincoln machte während des Sezessionskrieges davon Gebrauch, um Südstaatensoldaten auch ohne den Nachweis konkreter Gewaltakte als Kriegsgefangene festhalten zu können.]
Der Kongress hieß die Handlung des Präsidenten gut, aber einige waren nicht überzeugt davon, unter ihnen der damalige Oberrichter Roger Taney. In seiner Schrift „Ex parte Merryman opinion“ behauptete er, dass, während es die Aufgabe des Präsidenten sei, „treu und wahrhaftig“ die Gesetze zu beachten und umzusetzen, bedeute dies nicht, dass er sie selbst ausführen müsse, oder das Militär dazu gebraucht, um sich widerrechtlich richterliche Vollmachten anzueignen. Ein erboster Lincoln drohte damit, den Oberrichter zu verhaften.
General Abdel Fattah El-Sissi, Ägyptens vorrübergehender Machthaber, absolvierte im Jahre 2006 die amerikanische Militärakademie in Pennsylvania. Ich bin nicht sicher, dass, als Verteidigungsminister Chuck Hagel ihn letzte Woche anrief, die beiden wirklich diese alte amerikanische Grundsatzdebatte angesprochen haben. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass der derzeitige Schwebezustand und die dringend benötigte amerikanische Hilfe für Ägypten besprochen wurde, weil das amerikanische Gesetz es der Regierung eigentlich verbietet, jenen Ländern Hilfe zu gewähren, die einen Militärputsch durchgeführt haben. Ich glaube weiter, dass zwischen den Zeilen von Hagel der geheime Wunsch zu erkennen war, dass alles, was auch immer in Ägypten geschieht, möglichst nicht wie ein Militärputsch aussehen sollte.
Zunächst sah es so aus, als würde der Plan funktionieren. In seiner dramatischen im Fernsehen übertragenen Rede erklärte General El-Sissi, umgeben von einer eindrucksvollen Versammlung aus ägyptischen Bürgervertretern und religiösen Gemeinschaften (natürlich nicht mit der abgesetzten Moslembruderschaft), dass das Militär sich aus der Politik heraushalten werde, und in einem versteckten Umkehrschluss zur Fehde von Präsidenten Lincoln mit seinem Oberrichter, gab der ägyptische General bekannt, dass er als Präsident des Verfassungsgericht nur als ein Übergangspräsident bis zur Abhaltung von Wahlen dienen wird.
Das war eine sehr starke Rede, viel besser als die Rede, die El-Sissi 2011 gehalten hatte, nachdem einige weibliche ägyptische Protestierende demütigenden „Jungfräulichkeitstests“ unterworfen wurden, ausgeführt von der Armee und von El-Sissi gerechtfertigt. Dies nur als Gedächtnishilfe dafür, wie lang der Weg ist, den Ägypten noch gehen muss, um zu einer wirklichen Demokratie zu gelangen.
Wie, um die Dinge noch weiter zu komplizieren, verdarb Senator Patrick Leahy, der Vorsitzende des US-Justizausschusses (Demokraten) die harmonische Party, indem er erklärte, dass das amerikanische Gesetz eindeutig ist: „Die Hilfe wird eingestellt, wenn eine demokratisch gewählte Regierung durch einen Militärputsch oder per Dekret abgesetzt wird.“
Ich beneide Präsident Obama nicht, der seine besten Redekünste wird mobilisieren müssen, um seinen Verbündeten zu erklären, wie es in dieser hoch sensiblen Sache weitergeht. Ich glaube, dass er es nicht wagen wird, ihnen die einfache Wahrheit zu präsentieren, dass in bestimmten Regionen der Welt die westliche Demokratie nicht das Heilmittel für alle Probleme ist. Im Gegenteil, wenn sie dennoch durch undemokratische Kräfte angewendet wird, dann macht es das Leben der betroffenen Menschen mitunter noch schlechter.
Man erinnere sich an die Wahlen im Iran 1979, nach der das iranische Volk der bedrückenden Herrschaft der Ayatollahs unterworfen wurde, und an die Wahlen im Gazastreifen 2006, wo die Menschen nun unter der Hamas zu leiden haben.



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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Eaglesword am So 14 Jul 2013, 15:31

so lange die Terroristen von allen Seiten die Fresse eingeschlagen bekommen, ohne dass Ägypten den Azastreifen gedenkt einzunehmen, ist es ganz in Ordnung.


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am Sa 20 Jul 2013, 09:22


Kerry kündigt Wiederaufnahme der Friedensgespräche an

Wenige Stunden, nachdem es zunächst schien, dass sein letzter Versuch, die Friedensgespräche wieder zu beleben, gescheitert sei, gab der amerikanische Außenminister John Kerry am Freitag offiziell die Wiederaufnahme von direkten Friedensverhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde bekannt.
„Ich bin erfreut, ihnen bekannt geben zu dürfen, dass wir eine Vereinbarung getroffen haben, die eine Grundlage schafft, um die Verhandlungen über den endgültigen Status zwischen den Palästinensern und den Israelis fortzusetzen“, äußerte Kerry gegenüber Reportern im jordanischen Amman, wie AFP berichtet.
Der amerikanische Topdiplomat fügte hinzu, dass der PLO- Chefunterhändler Saeb Erekat und die israelische Vertreterin-Justizministerin Tzipi Livni, ihn in Washington treffen würden, „um einleitende Gespräche vermutlich bereits innerhalb der nächsten Woche zu beginnen“.
In seiner kurzen Stellungnahme gegenüber der Presse lobte Kerry den Mut des PA-Vorsitzenden Mahmoud Abbas und des israelischen Premierminister Binyamin Netanyahu.
„Niemand geht davon aus, dass die langjährigen Differenzen zwischen beiden Parteien über Nacht aufgelöst oder einfach weggewischt werden können. Wir wissen, dass die anstehenden Herausforderungen einige sehr harte Verhandlungsrunden in der vor uns liegenden Zeit verlangen werden“, sagte er gemäß AFP.
„Heute bin ich jedoch voller Hoffnung. Die couragierte Arbeit von Seiten des Präsidenten Abbas und des Premierministers Netanyahu stimmen mich hoffnungsvoll. Sie beide haben beschlossen, jetzt schwierige Entscheidungen zu treffen, und beide waren in diesem Prozess sehr hilfreich“.
Die Ankündigung der Wiederaufnahme von Verhandlungen erging, nachdem Kerry im Rahmen seiner Bemühungen um Wiederaufnahme der Nahostfriedensgespräche zuvor von Jordanien nach Ramallah geflogen war, um sich mit Abbas zu treffen.
Kerry hatte vier Stunden zuvor per Telefon mit beiden Seiten gesprochen, bevor er sich dazu entschied, nach Ramallah zu fliegen, um Abbas das dritte Mal in dieser Woche zu treffen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Zu diesen verstärkten diplomatischen Aktivitäten kam es, nachdem die PA-Führung die Vorschläge von Kerry für einen Rahmenplan zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit den Israelis nach fast drei Jahren zunächst ablehnte.
Der amerikanische Präsident Barack Obama drängte Premierminister Binjamin Netanjahu am Donnerstag, die Gespräche fortzusetzen.
„Der Präsident forderte Premierminister Netanyahu dazu auf, mit Kerry zu kooperieren, um die Verhandlungen mit den Palästinensern so bald wie möglich fortzusetzen“, teilte das Weiße Haus in einer Stellungnahme mit, nachdem die beiden Führer miteinander telefoniert hatten.
Inzwischen äußerte ein PA-Vertreter am Freitag gegenüber „Associated Press“, dass der Plan von Kerry, Israel und die PA wieder zu direkten Gesprächen zu bekommen, auch beinhaltet, dass Israel hunderte von inhaftierten Terroristen freilassen müsste.
Der PA-Vertreter Ahmed Majdalani sagte, dass Kerry dem PA-Führer zugesichert habe, dass Israel in den kommenden Monaten nach und nach ungefähr 350 Terroristen befreien würde. Unter den Gefangenen würden sich demnach auch ungefähr 100 Männer befinden, die wegen Terroranschlägen noch vor den Osloer Verträgen 1993 verhaftet wurden. Israel hatte sich in der Vergangenheit immer geweigert, diese Terroristen freizulassen, weil viele von ihnen einige der tödlichsten Angriffe gegen Israelis ausführten.
Gemäß Majdalani würde Kerry die Waffenstillstandslinie vor 1967 als Ausgangspunkt für Verhandlungen begrüßen. Der Plan beinhaltet jedoch keinen generellen jüdischen Baustopp in Judäa und Samaria.
Abbas hat darauf bestanden, dass Israel die Waffenstillstandslinie von 1949 als designierte Grenze für einen zukünftigen PA-Staat anerkennt, bevor irgendwelche Gespräche beginnen, eine seiner vieler Vorbedingungen für die Wiederaufnahme der Verhandlungen. Israel lehnt dies jedoch ab, weil diese Grenzen nicht zu verteidigen sind, und sich hinter diese Grenzen zurückzuziehen käme einer Selbstzerstörung gleich.
Der Parteivorsitzende von Bayit Yehudi und gleichzeitig Wirtschaftsminister, Naftali Bennett, machte am Donnerstag deutlich, dass seine Partei nicht Partner in einer Regierung sein wird, die diplomatische Verhandlungen durchführt, basierend auf der Idee, dass Israel zu den Grenzen von 1967 zurückkehrt.
„Die Partei Bayit Yehudi, der ich vorstehe, wird auch nicht eine Sekunde lang Partner in einer Regierung sein, die bereit ist, basierend auf der Waffenstillstandslinie von 1967 zu verhandeln“, stellte er klar. „Unsere Hauptstadt Jerusalem ist nicht verhandelbar, und sie wird es auch nie sein“.

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Die Moslembruderschaft droht mit Bürgerkrieg in Ägypten

Die Moslembruderschaft hat wiederholt öffentlich erklärt, dass sie am 19. Juli mit Angriffen gegen Ägyptens Militär beginnen wird, gegen militärisches Personal, Regierungsgebäude, aber auch gegen leicht verwundbare Ziele wie Häuser, Lagerhallen und Kirchen, um ihre Macht in Ägypten wiederherzustellen und zu sichern, und letztlich dann auch Mohammed Morsi als Präsident wieder einsetzen.
Einer der Führer der Moslembruderschaft, Al Baltaghy, verkündete vor ein paar Tagen in der Al Adawiya-Moschee in Kairo, wo die versammelten Unterstützer weiterhin die Rückkehr Morsis fordern, dass an diesem Freitag, dem 10. Tag des Ramadan, der Tag sein wird, um Ägypten wieder zurückzugewinnen -- genau wie seinerzeit der Versuch, den Sinai von der jüdischen Besetzung zu befreien, exakt an demselben Ramadan-Tag im Jahre 1973. (Dieser Krieg wurde deshalb unter anderem auch Ramadan-Krieg genannt).
Von derselben Kanzel in der Moschee gebrauchte Mohammed Hassan Hamaad, der Kommunikationsdirektor der Moslembruderschaft, die Metapher „die zweite legitime Überquerung“, und er bezog sich damit auf die West-Ost-Überquerung des Sueskanals durch die ägyptische Armee zum Ramadan einige Jahrzehnte zuvor. Mit der Heranziehung dieser geschichtsträchtigen Ereignisse rechtfertigte Hamaad die aggressiven Angriffe, um die Wiedereinsetzung von Morsi in sein Amt sicherzustellen. Al Baltaghy beteuerte: „Wir werden keinerlei Verhandlung darüber akzeptieren“.

Krankhafte Lügen von Seiten der Führung der Moslembruderschaft

Ungeachtet der Tatsache, dass die Führung der Moslembruderschaft für Ägyptens Verfall im letzten Jahr die volle Verantwortung trägt, was letztlich auch zu ihrem Sturz führte, stellte Al Baltaghy fest: „Wer auch immer dieses Chaos [Sturz] initiiert hat, er wird die Folgen tragen“.

Ausländische Terroristen in Ägypten stehen bereit, der Moslembruderschaft zu helfen

Derzeit haben das ägyptische Militär und die Polizei dutzende von Terroristen in Gewahrsam genommen, die aus Libyen, Syrien und aus dem Gazastreifen kamen, darunter Mitglieder der Hamas und der Hisbollah. Sie wurden in vielen Städten überall in Ägypten, größtenteils jedoch in Kairo verhaftet. Armeeeinheiten und Polizeikräfte haben ihre Waffen beschlagnahmt - Maschinengewehre, Panzerabwehrwaffen, Handgranaten und Raketen – ebenso auch ägyptische Militäruniformen, die dazu bestimmt waren, die Armee zu infiltrieren und so den Terroristen zu ermöglichen, Verbrechen zu begehen und dann die Armee dafür verantwortlich zu machen.
Diese Tatsachen und die Substanz der von den Führern der Moslembruderschaft abgegebenen Erklärungen machen deutlich, dass deren Absichten real sind, und dass die Umsetzung unmittelbar bevorsteht.

Die Stimme der Kopten appelliert an die Weltführer


Unterstützen sie bitte den wahren Aufschrei der ägyptischen Menschen für Demokratie und Freiheit. Schweigen sie nicht und erkennen sie, dass Ägypten ein blutiger Bürgerkrieg wie in Libyen und Syrien droht. Senden sie ein starkes Signal an Ägyptens Moslembruderschaft, dass die freie Welt die religiöse Vorherrschaft und die damit verbundene Gewalt nicht dulden wird.
Der kollektive Wille von Ägyptens freiheitsliebender Bevölkerung aus allen Schichten der ägyptischen Gesellschaft ist der einzige Weg für Ägypten. Auch wenn 13 Millionen Stimmberechtigte die Scharia wählten, indem sie Morsi wählten, so stehen heute noch viel mehr in den Straßen als Befürworter der westlichen Freiheit.

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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am So 04 Aug 2013, 14:25

Harte Gespräche und viel Presserummel – Aber auch dieses Mal wohl keine Einigung

In dieser Woche begannen nach mehr als drei Jahren die Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde, nachdem sich der PA Führer Mahmoud Abbas geweigert hatte zu verhandeln. Unter dem deutlichen Druck von Seiten der Vereinigten Staaten, angeführt durch Außenminister John Kerry, wurden die beiden Parteien gedrängt, sich in Washington an den Verhandlungstisch zu setzen. Im Verlauf der vorbereitenden Gespräche teilten mehrere PA- Vertreter übereinstimmend mit, dass die eigentlichen Verhandlungen wohl nicht stattfinden werden, weil Israel nicht bereit gewesen sei, alle Forderungen zu befriedigen. Tonangebend war dabei die Forderung, dass die Verhandlungen auf der Basis der Waffenstillstandslinie vor 1967 geführt werden müssten, und dass Israel arabisch-palästinensische Gefangene, also Terroristen, freilassen müsse.

Möglicherweise kann man den gegenwärtigen Verhandlungsprozess und das, was im Vorfeld geschah, aus verschiedenen Blickwinkeln sehen. Nachfolgend einige Beobachtungen, die vielleicht Erkenntnis darüber geben können, wie es in diesem Prozess weitergeht und wie man es unter einer breiteren Perspektive zu sehen hat. Das wird uns auch einen Hinweis darauf geben, was wir letztlich von diesen Verhandlungen erwarten können.

Zwei Tage, bevor die Verhandlungen in Washington begannen, genehmigte das israelische Kabinett die Freilassung von 104 palästinensischen arabischen Terroristen. Die westlichen Medien bezeichneten sie verharmlosend als „Sicherheitsgefangene“, was es so erscheinen lässt, als seien sie nur deshalb eingesperrt, weil sie gegen die „israelische Besatzung“ sind, also mehr oder weniger politische Gefangene. Aber die Tatsachen sehen natürlich anders aus.

So sollen zum Beispiel Mahmoud Salam Saliman und Adam Ibrahim freigelassen werden, die die junge Mutter Rachel Weiss zusammen mit ihren drei Kindern im Alter von 3 Jahren, 2 Jahren und neun Monaten mit einer Brandbombe ermordeten. Oder Adnan Effendi, der zwei 13-Jährige in Jerusalem erstochen hat. Jamal Mushan erstach den 76-jährigen Juden Shlomo Yehia, und ein anderer ermordete einen Holocaustüberlebenden - um hier nur einige beispielhaft zu erwähnen. Im Rahmen der Freilassung werden diese wie Helden von der PA behandelt. Aber was geschieht in einer Gesellschaft, wo diejenigen, die Unschuldige ermorden, zu Vorbildern und Helden werden?

Die Forderung der PA nach Freilassung von Terroristen ist wirklich ein Anzeichen für den Kernpunkt dieses Konflikts. Gemäß den Osloer Verträgen ist der Verzicht auf den Terrorismus eine der ersten den palästinensischen Arabern auferlegten Verpflichtungen. Die Tatsache, dass die PA vor allen anderen Forderungen zuallererst die Freilassung von Terroristen verlangt und diese dann auch noch als Helden feiert, ist der schlagende Beweis dafür, dass sie sich an diese Verpflichtung nicht gehalten haben.

Netanyahu akzeptierte die Freilassung von kaltblütigen Mördern, um die PA wieder an den Verhandlungstisch zu bewegen. Das widerspricht absolut seinen eigenen Grundsätzen und sogar schriftlich festgeschriebenen Prinzipien – also warum hat er so entschieden? Die kurze Antwort ist: Vermutlich ist der Iran der Grund. Netanyahu sieht einen atomar bewaffneten Iran als die größte Bedrohung, der Israel gegenübersteht und die dringend abgewendet werden muss. Dafür ist er jedoch von der Unterstützung durch die USA abhängig. Kerry ist sich dieser Tatsache sehr wohl bewusst, und es spricht vieles dafür, dass die Vereinigten Staaten damit gedroht haben, ihre Unterstützung hinsichtlich des Iran zurückzuziehen oder einzuschränken, es sei denn, dass Netanyahu bereit sei, Terroristen freizulassen.

Allerdings muss man wohl auch feststellen, dass Netanyahu anno 2013 nicht derselbe Netanyahu ist, wie anno 1993. Vor zwanzig Jahren war Netanyahu ein strikter Gegner des Osloer Friedensprozesses, er war gegen jegliche Gespräche mit der PLO, und ein palästinensischer Staat war damals für ihn völlig ausgeschlossen. Heute gibt es nur noch einen sehr kleinen Unterschied zwischen Netanyahu und Yossi Beilin, seinem damals vor zwanzig Jahren härtesten Gegner. Was ist mit dem Premierminister geschehen? Liegt es an der Verurteilung in der ganzen Welt, an der zunehmenden Isolierung Israels, an den Boykotts und am Antisemitismus, die seine Einstellung so sehr verändert haben? Oder haben sich die Umstände in einem solchen Maße verändert, dass das, was damals moralisch und rechtlich richtig war, heute genau entgegengesetzt ist? Wohl kaum!

Es ist schwer zu sagen, was mit Netanyahu geschehen ist. Aber das eigenartige in dieser Angelegenheit ist, dass die internationalen Medien ihn trotz alledem weiterhin als einen rechtsgerichteten Hardliner bezeichnen. Er ist nichts dergleichen. In diesem Konflikt haben der Gebrauch der Begriffe "extrem rechts" und "gemäßigt" durch die Medien ihre volle Bedeutung verloren, und sie fungieren inzwischen lediglich als Mittel, um bestimmte Persönlichkeiten je nach der politischen Notwendigkeit entweder zu verleumden oder hochzuheben. Mahmoud Abbas hat beispielsweise seine Sichtweise bezüglich der entscheidendsten Probleme seit dem Beginn seiner Laufbahn als Terrorist in der PLO in den 60er Jahren nicht einen Millimeter verändert. Er weigert sich nach wie vor beharrlich, Israel als einen jüdischen Staat anzuerkennen. Er fordert auch weiterhin die Zerstörung Israels (getarnt als Rückkehr der Flüchtlinge). Er ehrt auch weiterhin Terroristen und weigert sich, ein Ende des Konflikts zu erklären. Zudem sagte er, dass keinem einzigen Juden erlaubt sein wird, in „Palästina“ zu bleiben. Aber Abbas, so sagt zumindest die Welt, ist ein Gemäßigter! Andererseits bleibt Netanyahu, der eine Persönlichkeitsveränderung durchlaufen hat und sich in seinen politischen Ansichten um 180 Grad gewendet hat, nach Einschätzung der Medien und der gesamten Welt ein kompromissloser rechtsgerichteter Hardliner. Es gibt nur ein Wort dafür: Manipulation.

Diese politische Wandlung von Netanyahu hat zur Folge, dass die Chancen zur Errichtung eines palästinensischen Staates größer sind als jemals zuvor (obwohl das noch nicht viel bedeuten muss). Wenn man sich die derzeitige politische Landschaft in Israel, auch im Hinblick auf die absehbare Zukunft anschaut, so ist Netanyahu der einzige, der wohl wirklich eine echte Chance haben wird, eine Friedensvereinbarung auszuhandeln. Er hat keinen Mitbewerber als Führer des Likud, aber die Partei wird sich vermutlich spalten, sollte es zu einer Friedensvereinbarung kommen, und er hat dann trotzdem immer noch die Unterstützung durch ungefähr die Hälfte der Likud-Abgeordneten in der Knesset. Er hat zudem die Unterstützung von Yesh Atid (Zukunfspartei) und auch durch mehrere Abgeordnete von Israel Beiteinu, und natürlich von Seiten aller linksgerichteten Parteien in der Opposition. Das gibt ihm eine Mehrheit in der Knesset. Da die Linke niemals die Unterstützung der Rechten erhalten wird, sollte sie eine Vereinbarung aushandeln, aber die Rechten immer auf die Linken zählen können, dürfte Netanyahu der einzige Politiker sein, der letztendlich in der Lage ist, eine Vereinbarung abzuschließen. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass der Wunsch, in die Geschichte einzugehen, seine Entscheidung beeinflussen könnte. Seine Bereitschaft, bei grundlegenden Prinzipien Kompromisse einzugehen, hat er ja bereits unter Beweis gestellt.

Aber trotz alledem sind die Chancen für eine Vereinbarung dennoch eher gering. Die PA wird auf der Grundlage ihrer radikalen politischen Agenda keine Kompromisse akzeptieren, und man wird vermutlich darauf hinarbeiten, diese Gespräche sogar zu torpedieren. Es ist möglich, dass man vielleicht eine diplomatische Sprache finden könnte, um die Probleme zu überbrücken und ein Ende des Konflikts sowie die Annahme eines jüdischen Staates zu erklären. Man mag Netanyahu vielleicht sogar überzeugen können, NATO- Soldaten anstelle der IDF die jordanische Grenze schützen zu lassen. Aber ein Problem, bei dem sich die Parteien nie einigen werden, sind die Grenzen, und ganz speziell natürlich die Frage um Jerusalem. Hier sind die Forderungen der beiden Seiten, auch im Hinblick darauf, was die Bevölkerungen bereit ist zu akzeptieren, absolut unvereinbar. Kurzum, ein „palästinensischer Staat“ taucht nicht am Horizont auf.
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Die fünf Mängel des Nahostfriedensprozesses von Außenminister Kerry

Nachfolgend eine Liste von Gründen, warum der Nahostfriedensprozess von Außenminister Kerry unfair und mangelhaft ist, und das in einer Weise, die für Israel zur Gefahr werden könnte.

1) Keine gleichwertigen Zugeständnisse von palästinensischer Seite zu Beginn des Prozesses. Israel war bereit, 104 rechtskräftig verurteilte Terroristen freizulassen, nur um die Palästinenser zu veranlassen, die Friedensgespräche zu führen. Währen die Vereinigten Staaten auch bereit, 104 Guantanamo- Gefangene freizulassen, nur um Gespräche mit irgendjemandem zu ermöglichen?

Israel wird zweifellos verantwortlich gemacht werden, wenn die Verhandlungen scheitern, und so ist es unwahrscheinlich, dass ein faires Urteil durch die internationale Gemeinschaft eine Motivation zur Freilassung der Gefangenen war. Vielleicht war es der Preis, den Israel für eine amerikanische Zusicherung bezahlen musste, iranische Atomwaffen zu verhindern und/oder Israels Bemühungen zu unterstützen, das Atomprogramm zu stoppen. Wenn dem so ist, dann stehen die Amerikaner nun wohl im Wort, (ungeachtet der wiederholten Demonstrationen von Obama, dass sein Gerede von der „roten Linie“, die nicht überschritten werden darf, im Grunde nur bedeutungsloses Gerede war)?

Was auch immer die Erklärung für Israels gutgemeinte Geste des Entgegenkommens war, es hätte für die Palästinenser viele Möglichkeiten gegeben, sich zu revanchieren: Die Entfernung der Hetze gegen Israel aus ihren Lehrbüchern und/oder den offiziellen Medien, das Anerkennen Israels als jüdischen Staat, das Versprechen, ihre antiisraelischen diplomatische Offensiven zu stoppen, usw. Aber Außenminister John Kerry zog es vor, festzustellen, dass ein gleichwertiges palästinensisches Handeln freiwillig sei: Wenn Israel nicht das erfüllt, was die Palästinenser fordern, dann müssen sie nur damit drohen, die Gespräche zu verlassen, und Kerry wird die Israelis dazu zwingen, sich entsprechend anzupassen.

2) Keine guten Absichten auf palästinensischer Seite. Die Palästinenser werden von Saeb Erekat und Mohammad Shtayyeh vertreten. Die Facebook Seite von Shtayyeh zeigt eine Karte von Israels international anerkannten Grenzen, zusätzlich das Westjordanland und Gaza – alles zusammen mit den arabischen Buchstaben für "Palästina". So gibt diese Person, die mit den Verhandlungen für eine „Zweistaatenlösung“ betraut ist, also ganz offen zu, dass seine Landkarte des Nahen Ostens nur einen palästinensischen Staat enthält, und keinen jüdischen mehr. Ebenso alarmierend ist eine kürzlich gehaltene Rede, bei der auch der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmoud Abbas anwesend war, und die im palästinensischen Fernsehen übertragen wurde. Darin verglich der Religiöse Stiftungsminister Mahmoud Al-Habbash die Entscheidung der PA, mit Israel zu verhandeln mit dem Vertragsschluss von Hudaibiya durch den Propheten Muhammad im Jahr 628: „In weniger als zwei Jahren nach diesen Vertrag trat der Prophet zurück und eroberte Mekka. Das ist das Beispiel. Es ist das Modell.“

3) Keine religiösen Freiheiten in einem zukünftigen palästinensischen Staat. Palästinenser bestehen (pikanterweise) darauf, dass "friedliche Koexistenz" für sie bedeutet, dass es keine jüdischen Siedler mehr in diesem Staat geben soll. Aber, mal ganz grundsätzlich gefragt, warum sollen Juden davon abgehalten werden, in einem zukünftigen palästinensischen Staat zu leben – insbesondere wenn man die Tatsache bedenkt, dass Moslems mehr als 17 % von Israels Bevölkerung ausmachen? Hat der zukünftige Palästinenserstaat vor, gegen religiöse Minderheiten ebenso feindlich vorzugehen, wie es die Mehrheit der anderen moslemischen Staaten tun? Leider gibt die jüngste Geschichte nur wenig Anlass zur Hoffnung. Khaled Abu Toameh, ein preisgekrönter, arabischer Journalist berichtete vor ungefähr einem Jahr das folgende:

„Gemäß den Angaben der griechisch- orthodoxen Kirche im Gaza Streifen sind in den letzten Wochen mindestens fünf Christen entführt und gezwungen worden, zum Islam zu konvertieren... Kirchenführer beschuldigten einen prominenten Hamas-Offiziellen, hinter der Entführung zu stehen, und die Konvertierung einer christlichen Frau, Huda Abu Daoud, sowie ihrer drei Töchter erzwungen zu haben. Der radikale Islam und eben nicht die Kontrollpunkte oder ein Sicherheitszaun, bleibt die Hauptbedrohung gegenüber wehrlosen Christen, und das nicht nur in den Palästinensergebieten, sondern ebenso im gesamten Nahen Osten.“

Während der Gazastreifen von Islamisten beherrscht wird, hat ebenso auch die PA ihre Feindschaft gegenüber Christen unter Beweis gestellt. Am 12. März 2012 berichtete die Zeitung „Algemeiner“ (eine in New York erscheinende Zeitung https://www.facebook.com/Algemeiner):

„Eine Woche, nachdem Premierminister Salam Fayyad vor einem internationalen Publikum aus evangelischen Protestanten sagte, dass seine Regierung die Rechte der christlichen Minderheiten respektieren, informierten PA-Offizielle in Bethlehem Pastor Naim Khoury darüber, dass seine Kirche keine Berechtigung mehr habe, als religiöse Einrichtung unter der Palästinensischen Autonomiebehörde zu fungieren... Es gibt hier die schlimme Ahnung unter den Christen in Bethlehem, dass die antichristliche Feindseligkeit in der Stadt deutlich schlimmer geworden ist, sagte Pastor Khoury“.

Vor ein paar Wochen zerstörten Palästinenser die Grabstätte der Patriarchen, die zweitheiligste Stätte im Judentum. Wie sicher werden wohl nichtmoslemische heilige Stätten sein, wenn es keine israelische Präsenz mehr im Westjordanland gibt? Wird eine zukünftige Friedensvereinbarung Schutz und den israelischen Zugang zu den jüdischen heiligen Stätten ganz konkret sicherstellen?

Wenn Israels Präsenz im Westjordanland geholfen hat, die moslemische Herrschaft dort im Zaum zu halten, würde Israels vollständiger Abzug dann bedeuten, dass Christen im Westjordanland davon ausgehen können, dass sich das Maß der Verfolgung dann auf das Niveau wie im Gazastreifen erhöht (einschließlich Entführungen und Zwangskonvertierungen)? Wenn die Palästinenser bereits jetzt darauf beharren, dass ihr zukünftiger Staat im Westjordanland „judenrein“ sein müsse, dann dürfte das auch für die einheimischen Christen dort (oder auch für die religiöse Freiheit insgesamt) kein gutes Zeichen sein.

4) Es gibt eigentlich kein palästinensisches Mandat, um über den Frieden zu verhandeln. Insgesamt existieren ungefähr 2,1 Millionen palästinensische Araber im Westjordanland und 1,7 Millionen im Gazastreifen. Aber der von der Hamas regierte Gazastreifen lehnt Friedensverhandlungen kategorisch ab und bestreitet Israels Existenzrecht. Der Islamische Jihad und die Hamas verprügelten kürzlich PA-Führer, die sich mit Israelis treffen wollten, um über den Frieden zu reden. Das letzte Mal, als die PA direkte Gespräche mit Israel führte, gab die Hamas bekannt, man habe Pläne, eine Terroroffensive gegen Israel zu führen in Koordination mit 12 weiteren Terrororganisationen in Gaza.

Zudem ist es noch nicht einmal klar, ob auch die Palästinenser im Westjordanland diese Gespräche mehrheitlich bevorzugen. Letzten Sonntag versammelten sie sich zu Protesten gegen die Friedensgespräche, bis die PA-Polizei den Protest mit Gewalt unterdrückte. Die Organisation „Human Rights Watch“ hat die palästinensische Regierung genötigt, den Polizeieinsatz zu untersuchen. Hinzu kommt, dass selbst Abbas eigentlich kein rechtlich abgesichertes Mandat hat, weil seine Frist im politischen Amt bereits vor langer Zeit abgelaufen ist, und er weiter regiert, ohne dass Wahlen in Sicht sind.

Im allerbesten Fall könnte die PA also nur die Hälfte zum Frieden beisteuern, obwohl sie behauptet, dass sie für alle Palästinenser spricht. Die PA kann also schmerzhafte Landzugeständnisse aus Israel am Verhandlungstisch herauspressen, während die Hamas die Terrorangriffe fortsetzen kann, um die Einstaatenlösung zu erreichen, die auf Facebook durch den PA- „Friedensunterhändler" Mohammad Shtayyeh angepriesen wird.

5) Die Überlassung des Westjordanlandes könnte für Israel zur strategischen Katastrophe werden. Jordanien könnte jederzeit von ungefähr 500.000 syrischen Flüchtlingen überschwemmt werden (die täglich anwachsen) und darunter zusammenbrechen: Es drohen große Armut, weitverbreitete Unzufriedenheit über die Korruption, Ungerechtigkeit und mangelnde Freiheit, akute Wasserknappheit und/oder Aktionen der Moslembruderschaft, um die Monarchie von König Abdullah zu stürzen. Diese Faktoren machen das Überleben des Abdullah-Regimes immer unwahrscheinlicher. Wenn sich Israel militärisch aus dem Westjordanland zurückziehen sollte, wird die Hamas dann die dortige Palästinensische Autonomiebehörde stürzen, genau wie sie es im Jahre 2005, nur zwei Jahre nach Israels Abzug, in Gaza getan hat? Und was geschieht, wenn die mit der Hamas verbündete Moslembruderschaft dann Jordanien übernimmt? Wenn jordanische Palästinenser - die größte ethnische Gruppe in Jordanien – dort einen palästinensischen Staat erschaffen, hätten die Palästinenser dann effektiv zwei Staaten? Die Bandbreite und die Massivität der Bedrohung Israels aus dieser Kombination eines Post-Abdullah-Regimes in Jordanien und eines palästinensischen Staates im Westjordanland sind beträchtlich. Wäre es vielleicht sogar möglich, dass diese israelischen Sicherheitssorgen Israel zu weitergehenden Zugeständnissen bewegt, um die palästinensischen Unterhändler ausreichend zufriedenzustellen, damit diese einen Friedensvertrag unterzeichnen?

Bei so vielen offensichtlichen Mängeln und Ungerechtigkeiten im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Friedensgesprächen fragt man sich, warum die USA ihren zuverlässigsten Verbündeten im Nahen Osten (zudem die einzige Demokratie im Nahen Osten) in solch lebensgefährliches Fahrwasser bzw. ins unvermeidliche Verderben stößt? Eine Erklärung ist die immer mehr in Mode gekommene Behauptung (befördert von arabischen Regierungen), dass die Siedlungen eine Friedensvereinbarung blockieren, die angeblich Stabilität im Nahen Osten bringen würde. Aber die unbequemen Beispiele und Tatsachen widersprechen völlig diesem Gedanken: Syrien, Libanon, Irak, Ägypten, Bahrain, Jemen (usw.). All diese Länder würden in derselben inneren Zerrissenheit und in den bürgerkriegsähnlichen Konflikten verbleiben, auch wenn es zu einem wie auch immer gearteten israelisch-palästinensischen Friedenvertrag kommen sollte.


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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am Sa 17 Aug 2013, 11:05

Netanyahu: Der Nahostkonflikt dreht sich im Grunde nicht um die 'Siedlungen'

Der israelisch-arabische Konflikt dreht sich im Grunde nicht um die „Siedlungen“, sondern es geht vielmehr um die Weigerung von arabischer Seite, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, äußerte Premierminister Benyamin Netanyahu am Freitag gegenüber dem UN-Generalsekretär Ban-Ki-Moon.

Netanyahu und Ban-Ki-Moon trafen sich in Jerusalem. Dabei forderte der Premierminister den UN-Generalsekretär auf, sich die UNRWA-Sommerlager in Gaza einmal genauer anzusehen, die dazu missbraucht werden, Israel zu delegitimieren, zur Zerstörung Israels aufzurufen und die arabischen Kinder aus der Palästinensischen Autonomiebehörde auf den Dschihad vorzubereiten.

„Ich weiß natürlich, sie wollen, dass der Friedensprozess fortgesetzt und erfolgreich beendet wird. Ich stimme mit Ihnen dahingehend überein, dass das wichtigste Anliegen darin besteht, unsere jeweiligen Völker auf den Frieden vorzubereiten, und deshalb bin ich davon überzeugt, dass Sie auch ein Interesse daran haben, sich den Missbrauch in den UNRWA- Lagern in Gaza genauer anzuschauen, die angeblich als Friedenslager agieren, aber tatsächlich säen sie eine Kultur des Hasses und des Strebens nach der Zerstörung Israel, mitten hinein in die Gedanken der palästinensischen Kinder“, sagte Netanyahu.

„Es ist sehr schwer, die nächstfolgende Generation auf den Frieden vorzubereiten, wenn ihnen gesagt wird, dass Juden die Nachkommen von Schweinen und Affen sind, und dass der jüdische Staat kein Recht hat zu bestehen, und so glaube und hoffe ich, dass Sie sicherstellen werden, dass dieser Missbrauch der Ziele der Vereinten Nationen und der finanziellen Unterstützung durch die Vereinten Nationen nicht wie bisher fortgeführt wird“, sagte er gegenüber dem UN-Generalsekretär.

„Was den israelisch-palästinensischen Friedensprozess betrifft, so müssen wir zur Wurzel des Problems durchdringen, und die Wurzel war und ist die beharrliche Weigerung, den jüdischen Staat, egal mit welchen Grenzen, anzuerkennen“, sagte Netanyahu.
„Der Konflikt dreht sich im Grunde nicht um die Siedlungen, obgleich dies ein Problem ist, das auch gelöst werden muss, aber das ist nicht der eigentliche Grund für diesen andauernden Konflikt. Der Konflikt bestand bereits bei der Errichtung von nur einer einzigen Siedlung vor einem halben Jahrhundert, und als wir alle Siedlungen in Gaza verließen, gingen die Angriffe wegen dieses grundlegenden Widerstandes gegen den jüdischen Staat trotzdem weiter. Ich denke, dass es wichtig ist zu verstehen: Wenn wir einige hundert Wohnungen in Gilo oder Ramot bauen, oder weitere jüdische Siedlungen in Jerusalem, oder in den städtischen Siedlungsblöcken, von denen jeder, einschließlich des palästinensischen Verhandlungsteams, weiß, dass sie bei einer endgültigen Friedensvereinbarung Teil Israel sein werden, wie auch Al Jazeera berichtet hat, dann denke ich, dass dies nicht die eigentlichen Probleme sind, die wir besprechen müssen.“

Netanjahu sagte weiter: „Das wahre Problem ist die Frage, wie man einen palästinensischen Staat entmilitarisieren und dazu bringen kann, den jüdischen Staat anzuerkennen und zu akzeptieren. Diese und andere Angelegenheiten werden, davon bin ich überzeugt, unsere Verhandlungen und Diskussionen prägen. Es gibt einige andere Dinge, bei denen ich es vorziehe, sie mit Ihnen persönlich zu besprechen, aber ich freue mich wirklich darauf, alle diese und weitere Probleme mit ihnen zu erörtern, und ich heiße sie, Herr Generalsekretär, nochmals herzlich in Jerusalem willkommen“.

Ban-Ki-Moon sagte zu Netanyahu: „Ich denke, dass mein Besuch zu einem entscheidend wichtigen Zeitpunkt für den Nahostfriedensprozess stattfindet. Sie haben die Wiederaufnahme der Gespräche mit viel Mut und Weisheit unterstützt. Ich bin hier, um mit Nachdruck meine Unterstützung zu bekunden, von Seiten meiner Person, der Vereinten Nationen sowie durch das Nahost- Quartett. Ich bin voller Zuversicht, weil sich Israelis und Palästinenser nun wieder zum direkten Dialog zusammenfinden, aber wenn diese Verhandlungen eine Chance zum Erfolg haben sollen, dann müssen sie auch sinnstiftend sein.“

„Ich möchte hiermit dem israelischen Volk sagen, dass dieser Prozess geführt werden sollte und geführt werden muss, um die Sicherheit zu erhöhen und auf eine stabilere Region zu hoffen“, sagte der Generalsekretär. „Die Zeit ist jetzt reif für Israel, als ein vollwertiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft respektiert zu werden. In diesem Zusammenhang würde ich eine konstruktivere Beziehung zwischen Israel und dem UN-Menschenrechtsrat sehr begrüßen. Ich glaube, dass Sie, Herr Premierminister Netanyahu, erkannt haben, dass Israel sein Potenzial, sowohl im Inland als auch im Ausland, nie voll ausschöpfen kann, solange es keinen Frieden mit den unmittelbaren Nachbarn, also mit den Palästinensern, gibt. Sie, Herr Premierminister, wissen, dass das Besetzen palästinensischen Landes nicht die langfristige und dauerhafte Lösung für Israels Herausforderungen in der Region sein kann. Ich bin hier, um alle Führer aufzufordern, den Weg zum Frieden fortzusetzen, und ich möchte in diesem Zusammenhang das gemeinsame Engagement betonen, zusammen diesen Weg zu gehen, um 2013 zu einem entscheidenden Jahr für den Israelisch- palästinensischen Frieden, sowie für den Frieden in der gesamten Region zu machen.“

Zuvor am Freitag hatte Ban-Ki-Moon Israelis und PA-Araber aufgefordert, „die tiefsitzende gegenseitige Skepsis“ zu überwinden, die, wie er sagte, die Bemühungen durchzukreuzen könnte, eine Friedensvereinbarung zu erreichen.

„Wir müssen die tiefsitzende gegenseitige Skepsis überwinden, die sich nach 20 Jahren des Stillstandes aufgebaut hat“, sagte Ban-Ki-Moon während eines Treffens in Jerusalem mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres.

„Ich fordere alle Parteien auf, jegliche Aktivitäten zu vermeiden, die dazu führen könnten, die Verhandlungen zu untergraben“, wurde er zitiert.

„Beide Seiten müssen ein für den Friedensprozess förderliches Klima unterstützen, um Fortschritte zu erzielen“, sagte er, zwei Tage, nachdem die Friedensgespräche in Jerusalem wieder begonnen haben.


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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am So 08 Sep 2013, 18:39

Syrien: Wir werden niemals aufgeben

Syrien teilte am Mittwoch mit, dass man seine Verbündeten gegen einen möglichen, von Seiten der Vereinigten Staaten angeführten, Militärschlag wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Giftgas mobilisiert habe. Bei einem solchen Militärschlag werde man niemals aufgeben, selbst wenn ein dritter Weltkrieg ausbrechen sollte.  

Im Rahmen eines Exklusivinterviews  mit der Nachrichtenagentur AFP sagte Syriens stellvertretender Außenamtschef Faisal Muqdad, dass Syrien „alle Maßnahmen“ ergriffen habe, um bei einem potenziellen Militärschlag Vergeltung zu üben, aber er weigerte sich, irgendeinen Hinweis darauf zu geben, was dies konkret bedeuten könnte.  

Er bestand auf der Behauptung, dass Russland nicht nachlässt in seiner Unterstützung für seinen langjährigen Verbündeten, obgleich es anderslautende Bemerkungen durch Präsident Vladimir Putin gegeben hatte, wonach er einen eher versöhnlichen Ton gegenüber dem Westen vorschlägt. Putin sagte am Mittwoch in einem Interview, dass sein Land möglicherweise sogar eine UN-Resolution für Militärschläge gegen Syrien unterstützen könnte, wenn eindeutig bewiesen sei, dass Damaskus Giftgas gegen sein eigenes Volk eingesetzt hat.  

„Die Vereinigten Staaten mobilisieren derzeit ihre Verbündeten für eine Aggression gegen Syrien“, sagte Muqdad gegenüber AFP und fügte hinzu, dass Damaskus sich deshalb ebenfalls rüstet, und dass seine Verbündeten „jegliche Art der Unterstützung anbieten“.

„Der Iran, Russland, Südafrika und einige arabische Länder haben diese Aggression verurteilt und sind bereit, diesem Krieg entgegenzutreten, den die Vereinigten Staaten und seine Verbündeten, einschließlich Frankreich, gegenüber Syrien erklärt haben“, sagte er mit freien Worten ohne Konzept.

„Die syrische Regierung wird ihre Position nicht ändern, selbst wenn der Dritte Weltkrieg ausbrechen sollte. Kein Syrier kann die Unabhängigkeit seines Landes aufgeben“, erklärte Muqdad.

Zu den Anmerkungen kam es, weil der amerikanische Präsident Barack Obama intensiv versucht, den Kongress davon zu überzeugen, einem Militärschlag gegen das Regime von Bashar Al-Assad im Zusammenhang mit dem vermeintlichen tödlichen Giftgaseinsatz am 21. August zu genehmigen.
Frankreich spricht sich, zusammen mit den Vereinigten Staaten, für gezielte Militärschläge aus. In diesem Zusammenhang hatte Präsident Francois Hollande gesagt:  „Dieses Verbrechen kann nicht ungestraft bleiben“.  
Das französische Parlament diskutierte das Problem am Mittwoch, und der stellvertretende syrische Außenamtschef Muqdad kritisierte Paris dafür und sagte, dass die französische Haltung gegenüber Syrien „schändlich“ sei.

„Es ist schändlich, dass der französische Präsident sagt, wenn der amerikanische Kongress zustimmt, dann werde ich in den Krieg gehen, ansonsten werde ich nicht gehen', so, als ob die französische Regierung selbst nichts zu sagen hätte in dieser Angelegenheit“,  sagte Muqdad gegenüber AFP.

Bezüglich Russlands und der Anmerkungen von Putin betonte Muqdad, dass Moskau auch weiterhin Damaskus unterstützen wird und nicht davon abweicht.

„Die russische Position ist unverändert; es ist die verantwortliche Position eines Freunds, der für den Frieden eintritt“, sagte er.

Syrische Führer haben mit heftigen Worten reagiert, seitdem der Westen begonnen hatte, anzudeuten, dass er in Syrien im Zusammenhang mit dem vermeintlichen Chemiewaffeneinsatz am 21. August angreifen könnte, bei dem, nach Angaben der Vereinigten Staaten, mehr als 1.400 Menschen getötet wurden, darunter ungefähr 400 Kinder.

Assad forderte die Vereinigten Staaten und Frankreich am Montag auf, Beweise vorzubringen, dass sein Regime Zivilisten mit Giftgas angegriffen habe, und er warnte in einem Interview, dass jeder mögliche Militärschlag gegen Syrien zu einem Krieg in der gesamten Region führen könnte.

„Der Nahe Osten ist ein Pulverfass, und heute kommt die Flamme sehr nahe, die das Pulver zur Explosion bringen könnte. Wir können nicht bloß über die syrische Reaktion sprechen, sondern auch darüber, was nach dem ersten Militärschlag geschehen könnte. Aber niemand weiß, was geschehen wird. Jeder wird die Kontrolle über die Situation verlieren, wenn das Pulverfass explodiert. Verwirrung und Extremismus werden sich ausbreiten. Es besteht die Gefahr eines Krieges in der gesamten Region“,  sagte Assad gegenüber der französischen Zeitung Le Figaro.

Unabhängig von den Drohungen zeigen verschiedene Berichte, dass die syrische Regierung ihre politischen Büros in Schulen und Universitäten verlegt hat, um eine sichere Zuflucht für den Fall eines Militärschlages durch den Westen zu haben.

In einem Bericht heißt es, dass sich Assad in einem unterirdischen Bunker an einem unbekannten Ort befindet, der als Hauptquartier im Hinblick auf den bevorstehenden amerikanischen Angriff auf syrische Ziele dient.
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Bericht: Die Syrier wollen kein amerikanisches Eingreifen

Die ganze Welt zählt quasi die Minuten bis zum 9. September, wenn, wie man erwartet, der US-Kongress wieder zusammenkommt, um über das Schicksal Syriens abzustimmen. Man wird entweder einem US-Militärschlag gegen syrische Regierungsziele wegen des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes mit dem Tod von mehr als eintausend Menschen zustimmen, oder ihn ablehnen.  

Israel Today sprach mit Jelena Gromova, einer russischen Journalisten, die in Damaskus lebt, und die eine völlig andere Sichtweise der komplizierten syrischen Geschichte präsentiert.

„Die Behauptungen von Seiten der USA über einen angeblichen Chemiewaffenangriff machen misstrauisch. Gleichzeitig erkennen ja sogar die Unterstützer von Syriens Präsident Bashar Al Assad (wie der Iran) dies als Tatsache an. Wem sollen die Menschen glauben? Der Angriff mit Chemiewaffen fand ohne Zweifel statt. Aber er wurde nicht von jener Partei ausgeführt, die die Vereinigten Staaten und seine Verbündeten versuchen anzuklagen. Nur einen Tag nach dem Angriff gab Russlands Außenamtssprecher, Aleksander Lukashevich bekannt, dass gemäß den Informationen, die den russischen Behörden vorliegen, früh am Morgen des 21. August eine behelfsmäßige Rakete aus den Gebieten heraus gestartet wurde, die von den Kämpfern [Rebellen] gehalten werden.“
„Jedem, der über das Thema nicht spekulieren will, dürfte klar sein, dass der Chemiewaffenangriff von den Rebellen ausgeführt wurde. Andere Behauptungen sind nichts weiter als betrügerische und auf die Diskreditierung der syrischen Behörden ausgerichtete Anschuldigungen. Jene Länder, die jetzt Syrien dafür verantwortlich machen, haben immer jene islamistischen Kämpfer aktiv unterstützt. Das macht sie zu Partnern im Verbrechen, und deshalb sollten sie mit verantwortlich gemacht werden für das Blut all jener Opfer, einschließlich der Kinder. Es hat den Anschein, als ob Russland keine Anstalten macht, sich in den Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Syrien einzumischen. Das ist bemerkenswert, auf Grund der Tatsache, dass Russland einer von Syriens Hauptverbündeten ist. Wie geht es nun weiter? Gibt Russland damit eingeschüchtert indirekt zu verstehen,  dass es nicht in der Lage ist, dem US-Militär die Stirn zu bieten? Natürlich hätte man mächtiger agieren können,  wie etwa die Sowjetunion zur Zeit der kubanischen Raketenkrise [im Jahre 1962]. Aber Russland steht Syrien in beträchtlichem Maße durch diplomatische Unterstützung bei. Die bloße Tatsache, dass bislang keine amerikanischen Bomben auf syrischem Boden eingeschlagen sind, ist in erster Linie Russland geschuldet. Russische Diplomaten mögen davon ausgehen, dass es derzeit besser ist, Washington nicht zu provozieren, damit es nicht zu einer Eskalation der Spannungen kommt, aber wenn der Krieg letztlich doch ausbrechen sollte, dann bin ich davon überzeugt, dass Russland im Stande sein wird, den notwendigen Druck auszuüben, um den Militärschlag zu stoppen.“  

Als Kennerin der Psychologie des syrischen Volkes, was meinen Sie, was könnte den Westen im Falle eines Angriffs erwarten? Ist Syrien dabei, sich in ein zweites Afghanistan zu verwandeln?

„Die Mehrheit des syrischen Volkes ist unerschrocken. Man kann viele Syrier mit dem Ausspruch hören: `Wir haben die letzten zwei Jahre unter Kriegsbedingungen gelebt, was kann uns noch erschüttern?` Außerdem hat sich die Situation inzwischen geändert gegenüber der Zeit, als es noch einige Menschen gab, die an die Rechtschaffenheit der so genannten Opposition glaubten. Die Menschen glauben heute nicht mehr an die guten Absichten der US-Regierung oder der „Opposition“, die zu Angriffen auf ihr eigenes Land von Seiten des Auslands aufruft. Die Syrier wollen nicht dasselbe Ergebnis für ihr Land wie im Irak, und sie verabscheuen diejenigen, die die westliche Aggression gegen die syrische Regierung unterstützen.“

Einige Experten behaupten, dass Russland und die Vereinigten Staaten versuchen, Syrien in kleinere Staaten (Alawiten, Christen, usw.) aufzuspalten. Wie realistisch sind diese Behauptungen?

„Die Syrier wollen keine Spaltung. Sogar die Kurden, die gemeinhin die Idee von der Abtrennung unterstützten, sprechen sich jetzt dagegen aus. Natürlich favorisieren die Westmächte eine Aufspaltung Syriens, weil sie loyal gegenüber der alten römischen Taktik bleiben: Aufteilen und siegen. Aber die Syrier sagen: Wir haben unser komplettes Leben zusammen verbracht. Wir alle sind Menschen. Es mag interessant sein zu erwähnen, dass sich Frankreich im Zuge des syrischen Kampfes gegen die französische Kolonialpolitik seinerzeit bereit erklärte, Syrien in verschiedene Staaten entsprechend der verschiedenen Konfessionen aufzuteilen, Alawiten, Drusen und ein sunnitisches Föderationsgebiet, während der Libanon den Christen gehören sollte. Und doch standen die Führer des Antikolonialkampfes dieser Idee entgegen und forderten das Volk auf, für ein vereinigtes und freies Syrien zu kämpfen. Der Vertreter Syriens in der Liga der Nationen - er war ein Christ – wies die Behauptung zurück, dass die Präsenz der Franzosen auf dem syrischen Territorium die Christen schützen würde, und er gab bekannt, dass Christen und Moslems ein Volk seien. Die Syrier wurden auf der Basis dieser Werte erzogen, und sie werden ihr Bestes tun, um eine Spaltung zu verhindern.“

Wie viele Menschen unterstützen wirklich Präsident Assad, und wer sind diese Rebellen?

„Als ich im Jahre 2011 das erste Mal nach Syrien kam, sah ich enorme Massenveranstaltungen zur Unterstützung von Assad und seiner Regierung. Man geht davon aus, dass Syrien im Jahre 2014 Präsidentenwahlen abhält. Wenn die Opposition der Unterstützung durch das Volk so sicher wäre, dann hätte sie eigene Kandidaten vorgeschlagen, und man hätte politische Methoden gebraucht, um die Macht zu erhalten, auch im Hinblick auf die Tatsache, dass die jüngsten Reformen dies zulassen. Allerdings ist es vielmehr so, dass sie Angst vor Wahlen haben. Ihr einziger Weg, die Macht an sich zu reißen, ist die Inanspruchnahme der Hilfe durch das amerikanische Militär. Die Rebellen missachten grundlegende Moralvorstellungen, und sie fordern Obama auf, einen Krieg gegen das syrische Volk zu inszenieren. Man kann sich natürlich vorstellen, was die Rebellen tun werden, wenn sie an die Macht kommen sollten. Schauen Sie auf Libyen, wo jeder mit jedem kämpft. Die Syrier müssen alles tun, was möglich ist, um das libysche Szenario zu verhindern, welches dabei ist, sich in ihrem Land zu entwickeln“.

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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Eaglesword am So 08 Sep 2013, 23:23

bestätigt in allen Punkten!


"und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, sie zu kränken, wobei du ihre Blöße neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben"
3. Mo 18:18
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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am So 20 Okt 2013, 07:48

Araber beginnen zu begreifen, dass Israel nicht der Feind ist

Eines der sehr wenigen positiven Ergebnisse der Krisen und Bürgerkriege, die den Nahen Osten überfluten, besteht darin, dass mehrere arabische Staaten beginnen zu begreifen, dass Israel nicht der wahre Feind ist.

„Zum ersten Mal in Israels Existenz gibt es ein Verständnis in der arabischen Welt, dahingehend, dass Israel nicht der Feind der Araber ist. Auf vielen Problemfeldern sind wir auf der gleichen Linie“, sagte Premierminister Benjamin Netanjahu bei der Eröffnung der Wintersitzungsperiode der Knesset in dieser Woche.

Netanjahu stellte fest, dass die Ausweitung von Pro-Demokratie-Revolutionen in Ägypten, Syrien und anderswo, viele der arabischen Staaten gegen dieselben Islamistischen Regime und Gruppierungen gedreht hat, die zumeist auch Israel bedrohen.

„Viele Nationen in der Region haben das starke Bedürfnis, den Einfluss des Iran, der Moslembruderschaft und von Al Kaida zu stoppen“, sagte der Premierminister. „Das ist eine wichtige Entwicklung, die sogar eine historische Qualität hat.“

Aus einer namentlich nicht genannten Regierungsquelle verlautete später gegenüber Israels Nachrichtenagentur Y-net, dass die Bemerkungen von Netanjahu nicht einfach nur blumige Redekunst waren, sondern vielmehr auch eine verschleierte Feststellung sind, dass Israel und mehrere arabische Staaten, von denen einige sogar keine offiziellen diplomatischen Verbindungen mit dem jüdischen Staat haben, jetzt auf verschiedenen Problemfeldern aktiv zusammenarbeiten.

Während Amerika zunehmend als ein unzuverlässiger Verbündeter angesehen wird, suchen arabische Staaten nach einer starken Ankernation, mit der sie den eigenen Kampf gegen den Islamischen Extremismus und die iranische Vormachtstellung koordinieren und abstimmen können.

Viele haben in Israel einen Verbündeten gefunden,  auch wenn ein Großteil dieser beispiellosen Zusammenarbeit im Verborgenen geschehen muss.
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Terrorismus wird als „gängiger und berechtigter Widerstand“ verkauft

Am Sonntag sendete das israelische Fernsehen Bilder eines 2 Kilometer langen Tunnels, der sich von Gaza unter dem Grenzzaun bis nach Israel erstreckt und in der Nähe des Kibbuz Ein Hashlosha endet.

Der Tunnel wurde rundherum mit massiven Wänden erbaut, hoch genug für einen Mann, um stehend hindurchzugehen.  Zudem ist er ausgestattet mit Licht und Telefonkabeln. Einen Tag später verkündeten israelische Sicherheitskräfte die Entdeckung eines weiteren Tunnels, der zusätzlich auch mit Explosivstoffen gefüllt war. Der letztgenannte Tunnel wurde bereits im letzten November gefunden, aber dies wurde erst jetzt öffentlich gemacht.  Israel glaubt, dass der Tunnel zwei möglichen Zwecken dienen sollte: Entweder um Terroristen nach Israel zu schleusen, um dort großangelegte Terrorangriffe durchzuführen, oder um israelische Soldaten zu entführen und sie als Faustpfand zu verwenden, um Terroristen freizupressen. Gemäß den Angaben des Hamas- Offiziellen Mousa Abu Marzouk wurde der Tunnel, der durch Israel entdeckt wurde, „mit viel Blut und Geld, sowie mit großen Anstrengungen gebaut. Aber all dies ist nichts gegen die Aussicht, palästinensische Gefangene aus israelischen Gefängnissen zu befreien“. Ein anderer Hamas- Sprecher, Abu Ubeida, sagte, die Hamas sei entschlossen, Tausende von Tunneln zu graben.
Die Entdeckung der Terror-Tunnel folgt mehreren Terrorangriffen oder versuchten Angriffen auf Israelis in den letzten beiden Monaten. In der letzten Septemberhälfte wurden die zwei israelische Soldaten Gal Kobi und Nadal Amr von palästinensischen Arabern getötet. Nadal wurde von einem arabischen Mitarbeiter getötet, der die Leiche gegen seinen Bruder austauschen wollte, der in einem israelischen Gefängnis einsitzt. Vor zwei Wochen wurde ein neunjähriges  Mädchen von einem Terroristen angeschossen, aber nicht getötet. Er war in die jüdische Siedlung Psagot eingedrungen. Kurz vor Beginn der jüdischen Feste Anfang September wurde der Versuch vereitelt, eines von Jerusalems belebtesten Einkaufszentren unter Mithilfe von dort beschäftigten arabischen Sicherheitskräften in die Luft zu jagen.  
All dies geschah zusätzlich zu einem Monatsdurchschnitt von mehr als hundert gewaltsamen Übergriffen auf jüdische Siedler in Judäa und Samaria (Westjordanland), hauptsächlich Steinwürfe, Messerangriffe und der Einsatz von Molotowcocktails, sowie sporadisches Raketenfeuer in Richtung der jüdischen Siedlungen aus dem Gazastreifen.  

Anmerkung:
Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) befinden sich derzeit in Verhandlungen mit dem Ziel eines Friedensabkommens. Zeitgleich mit dem Start der Verhandlungen nahm jedoch auch die Zahl der Terrorangriffe zu. Diese Angriffe sind keine zufälligen Aktionen von wenigen isolierten Kämpfern – sondern sie sind vielmehr Teil dessen, was die PA als „gängigen und berechtigten Widerstand“ bezeichnet. Dieser Widerstand wird ganz bewusst eingesetzt, um sicherzustellen, dass „das palästinensische Problem“ wirklich auf der Agenda der westlichen Medien bleibt. Die Tatsache, dass eine solche Taktik wirklich aufgeht, macht mehrere Dinge deutlich.

Zuallererst, die PA versteht diese Verhandlungen als Bevormundung. Die PA hat kein wirkliches Interesse an einem Prozess des Gebens und Nehmens bzw. des Schließens von Kompromissen – sie hat vielmehr ein Interesse daran, den Verhandlungsprozesses zu manipulieren, indem sie internationalen Druck auf Israel ausbaut, mit dem Ziel, dass Israel nach Möglichkeit alle Forderungen der PA akzeptieren muss. Zweitens beweist das Konzept vom "gängigen und berechtigten Widerstand“, der das Vergießen jüdischen Blutes bedeutet, einschließlich der Ehrung jener, die diese Taten ausführen, dass die PA nicht die Absicht hat, wirklichen Frieden zu erreichen. Wahrer Frieden schließt den Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen ein. Was die PA aufbaut ist jedoch eine auf Gewalt gegründete Beziehung, getarnt als "gängiger und berechtigter Widerstand“. Diese Taktik wurde auf der Fatah- Konferenz in Bethlehem im August 2009 vollumfänglich beschlossen, und die Ergebnisse sind jetzt für alle sichtbar. Kein Wunder, wenn Premierminister Netanjahu davon spricht, dass es sehr schwer sein wird,  in der PA einen Friedenspartner zu finden. Die westlichen Medien, sowie eine Mehrheit der westlichen Politiker offenbaren ihre Gleichgültigkeit gegenüber der israelischen Seite der Geschichte, indem die diesen angeblich "berechtigten Widerstand" als spontan und friedlich darstellen, so, wie es ihnen von der PA vermittelt wird. Damit sind sie natürlich auch außer Stande, irgendetwas zur Lösung des Konflikts beizutragen, weil sie nicht in der Lage sind, den israelischen Antiterrormaßnahmen irgendein Maß an Verständnis oder Sympathie entgegenzubringen.  

So hat sich Israel beispielsweise seit langem geweigert, größere Mengen von Betonlieferungen in den Gazastreifen zu genehmigen,  weil man wusste, dass das Material dazu verwendet würde, um die Infrastruktur für den Terrorismus aufzubauen. Vor kurzem hob Israel diese Blockade auf, und es stellt sich heraus, dass der Tunnel, der gerade entdeckt wurde, mit israelischem Beton gebaut wurde. Aber anstatt der Hamas entgegenzutreten und sicherzustellen, dass der Beton wirklich nur für die beschädigten Häuser und die Infrastruktur verwendet wird, lenkt die internationale Gemeinschaft die Aufmerksamkeit allein auf Israel und setzt es unter Druck, die Waren zu liefern. Wie soll eine solche Art der Annäherung wohl zu Frieden führen, bei der Israel im Prinzip gebeten wird, seine Mörder mit Waffen zu versorgen?


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Re: MJMI Weekly Prayer Letter - Auszug

Beitrag von Reinhard am Sa 26 Okt 2013, 14:35

Polizei setzt Tränengas ein, um ägyptische Demonstranten auseinanderzutreiben

Tausende von Menschen nahmen in Ägypten am Freitag an Demonstrationen für oder gegen die Regierung teil, berichtet Al Arabiya mit.

An den Protesten, die nach dem Freitagsgebet stattfanden, nahmen Tausende von Menschen in den Straßen von Kairo, Giza, Alexandria und anderen Städten teil, berichtete die Nachrichtenagentur.

Die Gegner des Staatsstreiches, die die Wiedereinsetzung von Präsident Mohammed Morsi fordern, schrien Slogans gegen den ersten Armeegeneral Abdel Fattah Al-Sisi, der Morsi am 3. Juli nach Massenprotesten abgesetzt hatte.

Unterstützer von Sisi versammelten sich in Alexandria und zeigten ihre Unterstützung für den General, indem sie Poster von ihm hochhielten und Volkslieder sangen, berichtete Al Arabiya.

In Suez setzte die Polizei Tränengas an, um ungefähr 4.000 pro-Morsi Demonstranten auseinanderzutreiben, berichtete ein ortsansässiger Zeuge gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

In Kairos Stadtteil Giza warfen Einwohner Steine in Richtung einer Gruppe von Demonstranten der Moslembruderschaft, die gegen die Armee skandierten, wobei sieben Menschen verletzt wurden.

Lokale Medien berichteten, dass es anfänglich keine Polizeipräsenz im Giza Bezirk nach den Zusammenstößen gab, die zwischen pro- und anti-Morsi Protestierenden ausbrachen.

In Alexandria blockierten ungefähr 1.000 Demonstranten, die Morsi und seine Moslembruderschaft unterstützen, die Hauptstraße entlang der Mittelmeer- Strandpromenade, berichtete ein Zeuge gegenüber Reuters.

Sicherheitskräfte stellten Orte im Zentrum von Kairo vor der geplanten pro-Moslembruderschaft-Demonstration unter Beobachtung.  Wichtige Plätze sind geschlossen worden,  einschließlich dem Tahrir-Platz sowie Rabaa al-Adaweya und al-Nahda.

Ägypten hat seit der Absetzung von Morsi Proteste und Zusammenstöße erlebt, bei denen Hunderte von Menschen den Tod fanden.  

Die schlimmsten Gewaltausbrüche gab es im August, als die Polizei gewaltsam zwei von Morsi- Anhängern aufgebaute Protest-Lager entfernte.

Seit dem August haben Ägyptens Behörden Dutzende von hochrangigen Führern der Moslembruderschaft von Morsi verhaftet, einschließlich des Höchsten Führers der Bewegung.

Am 6. Oktober gerieten Sicherheitskräfte mit Pro-Morsi-Anhängern in Kairo, weil diese versuchten, den Tahrir- Platz in der Hauptstadt zu erreichen, wo Unterstützer des Militärs den 40. Jahrestag des Yom Kippur Krieges mit Israel feierten, der in Ägypten unter dem Namen Oktober-Krieg bekannt ist.  

Morsi, der seit seiner Amtsenthebung an einem unbekannten Ort festgehalten wird, ist die Tötung von Demonstranten  vor seinem Palast im Dezember 2012 zur Last gelegt worden. Sein Gerichtsverfahren soll laut Plan am 4. November beginnen, und die Antiumsturz-Bewegung  hat bereits zu Massenprotesten während des Verfahrens aufgerufen.
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Der Wahlboykott verhindert, dass Araber Einfluss in Jerusalem nehmen können

Am Dienstag gab es Kommunalwahlen in Israel. Die Stimmberechtigten wurden gebeten, zwei Stimmzettel einzuwerfen, einen für die Partei, die sie unterstützen wollen, und einen für den Bürgermeister. In den drei größten Städten Israels, in Jerusalem, Tel Aviv und Haifa, gewann der amtierende Bürgermeister die Wahl und bleibt in seinem Amt. Es gibt keine Beschränkung, wie oft eine Person als Bürgermeister wiedergewählt werden kann.

In Jerusalem setzte sich Nir Barkat gegen seinen Herausforderer Moshe Lion bei diesen prestigeträchtigen Wahlen durch, obwohl der letztgenannte die Unterstützung von gleich zwei Parteien hatte, die normalerweise gegeneinander arbeiten, nämlich die säkulare Partei Israel Beiteinu und die ultraorthodoxe Shas Partei. Gemäß den Kommentatoren führten politische Interessen im Auftrag der Parteiführer zu dieser unheiligen Verbindung, die aber letztlich dennoch scheiterte.

Barkat hatte im Wahlkampf versprochen, Jerusalem wiederzubeleben, mehr Arbeitsplätze zu schaffen und mehr Wohnungen für junge Menschen zu bauen. Außerdem will er versuchen, der Tendenz entgegenzuwirken, dass, gemäß entsprechender Untersuchungen, immer mehr junge Menschen in die Region um Tel Aviv abwandern, wo es leichter ist, einen Job zu finden. Hinter diesem Vorhaben steht auch der Versuch zu verhindern, das die ultraorthodoxe Bevölkerung mit ihrer hohen Geburtenrate und ihrer starker Motivation für ein Leben in Jerusalem, die Stadt letztlich übernehmen.

Die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen schwankt erheblich von Stadt zu Stadt, aber sie ist im Allgemeinen sehr niedrig. In Jerusalem lag sie bei 35 %, und der Grund dafür ist hauptsächlich darin zu sehen,  dass die arabische Bevölkerung, ungefähr ein Drittel der Wahlberechtigten in Jerusalem, ihre Tradition fortsetzten und die Wahlen aus politischen Gründen boykottierten. Eine Stimme abzugeben würde bedeuten,  „die Rechtmäßigkeit der Besatzung anzuerkennen“,  sagte Frau Hanan Ashrawi als prominentes Mitglied des PLO- Exekutivausschusses.

Anmerkung:
Seit der Wiedervereinigung Jerusalems  im Jahre 1967 ist ein Hauptgrund, warum die Araber im Ostteil Jerusalems die Wahlen boykottieren, der erhebliche Druck von Seiten der PLO und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Hanan Ashrawi sagt, dass Israel „eine Realität schaffen will, bei der die Palästinenser an der Besatzung ihres eigenen Landes teilnehmen“.  Ihre Behauptung, im Übrigen mit einer falschen Bezeichnung, indem sie israelische Araber  „Palästinenser“ nennt, offenbart die ganze Hoffnungs- und Ratlosigkeit der PA im Hinblick auf ihre Beziehung mit den Arabern Jerusalems.

Zahlreiche Untersuchungen im Laufe der letzten Jahre haben ergeben,  dass eine große Zahl von Jerusalems Arabern den Wunsch hat, ein Teil Israels zu bleiben. Keiner kann genau sagen, wie viele der Menschen wirklich so denken, weil etliche Menschen natürlich Angst haben, ihre Unterstützung für Israel offen zu bekunden. Trotz verschiedener Schwierigkeiten erkennen sie die Vorteile des Lebens in einer offenen Demokratie und in einem Sozialstaat mit einer funktionierenden Gesundheitsfürsorge sowie Ausbildung und Renten, die durch den Staat organisiert sind. Sie sehen andererseits natürlich auch die harten Menschenrechtsübertretungen, die Korruption, die Armut und den Mangel an Entfaltungsmöglichkeiten innerhalb der PA, und sie wollen deshalb nicht Teil des Systems der PA werden.

Allerdings kann jeder, der Jerusalem besucht, die dramatische Veränderung bemerken, sobald man in  arabische Wohngebiete kommt; Müll und Schmutz sind allgegenwärtig. Es ist wahr, dass der Grund dafür teilweise auch in einer Kultur zu suchen ist, die eine gesellschaftliche Verantwortung nicht fördert und eine solche Umgebung akzeptiert. Aber es ist zugleich auch ein sehr sichtbares Symptom für ein Problem, das sehr viel tiefer liegt. Aus mehreren Gründen, einschließlich des niedrigen Einkommens der Bewohner, Umgehung bzw. Verweigerung der Zahlung von kommunalen Steuern und fehlender Zusammenarbeit mit den Behörden erhalten diese Stadtviertel somit auch weniger kommunale Dienstleistungen. Das betrifft auch die Standards von Schulen, Gesundheitszentren und anderen kommunalen Einrichtungen.

Unglücklicherweise sabotieren die Araber durch ihren Wahlboykott tatsächlich die Mechanismen der Demokratie. In jeder Demokratie kämpft ein Volksvertreter natürlich um die Zustimmung der Menschen, die er vertritt, und er kämpft für die Interessen der Menschen, die ihn – zumindest teilweise – gewählt haben, um dann auch die folgende Wahl wieder zu gewinnen. Aber wer soll für die Interessen der Araber kämpfen, wenn keiner sie vertritt?

In den westlichen Medien wird das häufig als Diskriminierung gegenüber Jerusalems Arabern dargestellt und als Beleg dafür herangezogen, dass Israel keine wahre Demokratie ist. Aber die Wahrheit ist doch:  Wenn sich die Menschen weigern, mit zu entscheiden und zu gestalten, also das, was eine Demokratie ausmacht, dann kann Demokratie nicht funktionieren. Das Ergebnis ist, dass das vereinigte Jerusalem heute hinsichtlich seiner kommunalen Dienstleistungen geteilt ist. Nir Barkat hat versprochen, auch in die Ostteile Jerusalems zu investieren. Es ist zu hoffen, dass er erfolgreich dabei ist, und nicht zuletzt, dass er Partner findet, die mit ihm in diesen Stadtteilen zusammenarbeiten. Es ist Zeit, dass Jerusalem als ewige Hauptstadt Israels auch auf diesem Gebiet vereinigt wird,  damit sie zu „einem Lob auf der Erde“ werden kann.


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