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Vater unser ...jüdisch oder christlich?

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Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Elischua am Sa 12 Dez 2009, 13:00

http://www.hebrew4christians.com/Prayers/The_Lord_s_Prayer_1/the_lord_s_prayer_1.html

Hier könnt ihr das -Vater unser-; in Hebräisch lesen und gleichzeitig auf Hebräisch hören. Gleichzeitig in deutsch (übersetzen) lesen. Bei der hebräischen Schrift ist rechts ein Lautsprecher, da anklicken, dann hören! Es sind mehre Seiten betr. Vater unser!

Nun, ihr lieben Lernenden und Suchenden haben wir weitere Erkenntnis betr. dem Gebet "Vater unser..." bekommen und ihr dies ab Beitrag "9" mehr darüber lesen könnt! Nur soviel vorab: Es heißt nicht "Vater unser - sondern "Unser Vater, unser König" und ist ein Teil aus dem Gebet "Awinu, Malkenu" und "Amida dem 18 Bittengebet", sowie aus dem Gebet "Kaddisch"!


Zuletzt von Elischua am Sa 09 Aug 2014, 16:06 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet


  Herzliches Schalom von אלישוע(Elischua)
JHWH segne euch mit Weisheit, Erkenntnis, u. Verständnis für sein Wort und Wahrheit!
Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Re: Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Teymur B am Mi 10 Feb 2010, 02:04

Yeshua sprach ein hebräisiertes-aramäisch - eine der Ursprachen des Nahen Ostens. Mit welcher Fassung des Evangeliums wir und auch befassen, Yeshua sprach die Worte, die ihm zugeschrieben werden, auf aramäisch. Dies gilt vor allem für das Gebet, das er seinen Jüngern gab, unser heutiges Vaterunser. Um es zu singen, benutzen wir die Form des Gebets, die in den aramäisch sprechenden Kirchen der Welt, einschließlich der assyrischen und syrisch-orthodoxen, benutzt wird.
Aramäisch unterscheidet sich sehr deutlich vom Griechischen, der Sprache, von der die westeuropäische Christenheit ihren Ursprung herleitet. Jedes aramäische Wort kann auf mehrere unterschiedliche Weisen interpretiert werden. Das gilt insbesondere für die Worte eines Mystikers oder eines Propheten. In der jüdischen Tradition wird diese Art mehrfacher Interpretation, bei der die Übersetzung eine spirituelle Handlung darstellt, "Midrasch" genannt.

... nach dem Klang der aramäischen Worte... in Aramaic (phonetic transcription)
Abwûn d'bwaschmâja
Unser Vater im HimmelOur father who art in heaven.
Nethkâdasch schmach
Dein Name werde geheiligt.Hallowed be thy name.
Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen - und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.Help us to draw a holy breath, in which we feel only you and may your sound ring in us and purify us.
Têtê malkuthach
Dein Reich komme.Thy kingdom come.
Lass Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung. May your counsel rule our lives and make our intentions clear for the common creation.
Nehwê tzevjânach aikâna d'bwaschmâja af b'arha
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.Thy will be done on earth, as it is in heaven.
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.May the burning wish of your heart unify heaven and earth through our harmony.
Hawvlân lachma d'sûnkanân jaomâna
Unser tägliches Brot gib uns heute.Give us this day our daily bread.
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.Grant us daily the bread and insight that we need: what is necessary for the call of growing life.
Waschboklân chaubên (wachtahên) aikâna daf chnân schvoken l'chaijabên
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.And forgive us our trespasses, as we forgive those who trespass against us.
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.Release the cords of the errors that bind us, as we let go off that which binds us to the faults of others.
Wela tachlân l'nesjuna ela patzân min bischa
Lass nicht zu das wir in gefahr kommen,dir untreu zu werden.And lead us not into temptation, but deliver us from evil.
Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.Do not let superficial things lead us astray, but instead free us from that which holds us back.
Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l'ahlâm almîn. Amên
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.For thine is the kingdom and the power and the glory, forever. Amen.
.

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Re: Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Zadok am Mi 10 Feb 2010, 10:41

Jehoschua sprach hebräisch nicht aramäisch.

Hier das Avinu in der Orginalsprache Hebräisch.

Avinu Schabaschamajm Yitkadesch schimkha
Unser Vater …....... dein Name....

Tavo Malkhutekha Ye'aseh Retsonekha
Dein Reich komme..........geschehe

Ba'arets Ka'scher na'asah vaschamajm
…...Himmel...................Erden

Ten-Lanu haijom lechem chukeinu
…...tägliches Brot..........

U'selach lanu et aschmeteinu ka' ascher solechim anachnu la'ascher aschmenu lanu
Vergib uns.........................wir vergeben ….............

Ve'al-tevieinu lidei massah, ki'im hatzileinu min-hara
Und führe …....sondern erlöse …. …..Bösen

Ki lekha ha-mamelakha ve-hagevurah veha-tiferet, le'olemei olamim amein
….dein ist das Reich............................in Ewigkeit amen
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Re: Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Teymur B am Mi 10 Feb 2010, 17:55

daniel das hebräisch von heute ist nicht dasselbe.
Wie gesagt sprachen die Juden zur Zeit Yeshuas,ein Hebräisiertes Aramäisch.
Nach dem Babylonischen Exil (539 v. Chr.) verdrängte Aramäisch, die Hauptsprache im Perserreich, das Hebräische als Alltagssprache in Israel. Die ältesten bekannten aramäischen Bibelhandschriften wurden 1956 unter den Schriftrollen aus Qumran gefunden. Sie entstanden zwischen 200 und 150 v. Chr. und übersetzen Teile des hebräisch abgefassten (4Q155) und des Buchs 3.Buch MosheHijob (4Q157, 11Q10).
Kannst du bei jedem >Sprachwissenschaftler erfragen>
Yeshua sprach das Galiläisches Aramäisch
Durch die hellenistische Prägung und die Zugehörigkeit zum
Römischen Reich drangen zahlreiche griechische und lateinische Wörter
in das Jüdisch-Palästinische Aramäisch ein, insbesondere im Bereich der
Verwaltung und des Rechts sowie des Militärwesens.
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Re: Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Luluthia am Fr 12 Feb 2010, 17:19

Shalom Teymur B!

Vielen Dank für das Vater unser in hebräisiertem Aramäisch. Kannte ich bisher noch nicht.

LG, Luluthia
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Re: Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Teymur B am Fr 12 Feb 2010, 18:00

Shalom auch an dich,Schwester.
Als galiläischer Jude sprach Yeshu'ah im Alltag das westliche Aramäisch. Das bestätigen einige aramäische Yeshuazitate im NT.
Das biblische Hebräisch wurde in Palästina zur Zeit Yeshu kaum noch gesprochen. Er kann es dennoch beherrscht haben, da er den Tanach laut NT gut kannte und in den Synagogen Galiläas vorlas und auslegte. Er kann Bibeltexte auch aus aramäischen Übersetzungen Targunim) kennengelernt haben. Dass er die griechische Koine – damals Verkehssprache im Osten des Römischen Reiches – beherrschte, ist unbelegt.
Lesen und Schreiben konnten Kinder ärmerer jüdischer Familien, die
keine Schriftrollen besaßen, allenfalls in Toraschulen und Synagogen
lernen. Nach Lk 4,16 las Yeshu'ah in der Synagoge von Nazaret aus der Tora
vor, bevor er sie auslegte.
Doch Yeshu'ah häufige Frage an seine Hörer Habt ihr nicht gelesen…?
(Mk 2,25; 12,10.26; Mt 12,5; 19,4 u. a.) setzt seine Lesefähigkeit
voraus. Ob er auch schreiben konnte, ist ungewiss. Nur Joh 8,6.8 – die
Geste des Schreibens oder Zeichnens auf den Boden – könnte darauf
hinweisen.
Yeshu'ah Predigt- und Argumentationsstil ist rabbinisch (Halachisch und Midraschim). Seine ersten Jünger nannten ihn "Rabbi“
(Mk 9,5; 11,21; 14,45; Joh 1,38.49; Joh 3,2; 4,31 u. a.) oder „Rabbuni“
(„mein Meister“: Mk 10,51; Joh 20,16). Diese aramäische Anrede
entsprach dem griechischen für „Lehrer“. Sie drückte Ehrerbietung aus und gab Yeshu'ah denselben Rang wie den Pharisim, die sich als Ausleger mosaischer Gebote ebenso bezeichneten (Mt 13,52; 23,2.7f). Ein Rabbi lebte von einem gewöhnlichen Handwerk, nicht vom Lehren. Aus starken Ähnlichkeiten der Toraauslegung Yeshu mit damaligen Rabbinerrichtungen folgert Pinchas Lapide, er müsse eine Toraschule besucht haben.
Als erster Sohn einer frommen jüdischen Familie lernte Yeshua den Beruf
seines Vaters (Mk 6,3; Mt 13,55). Yosef war Bauhandwerker ( oft irreführend als Zimmermann“
übersetzt), also wohl im Haus- und Schiffbau tätig. Als Junge musste Yeshu'ha vermutlich beim Broterwerb für die Familie helfen (Lk 2,51). Dass
er das väterliche Handwerk ausübte, ist jedoch unbelegt.Denzufolgekönnen Yeshua mit Yosef im etwa acht Kilometer entfernten Sepphoris gearbeitet haben, da Nazaret einer mindestens siebenköpfigen Familie nicht genug Lebensunterhalt geboten hätte. Sepphoris wird im NT nicht erwähnt.


Zuletzt von Teymur B am Fr 12 Feb 2010, 18:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Zadok am Fr 12 Feb 2010, 18:27

Teymur warum sagst du eigentlich Yeshu
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Re: Vater unser ...jüdisch oder christlich?

Beitrag von Teymur B am Fr 12 Feb 2010, 18:30

Yeshu' ist nichts anders als eben eine Verkürzung von Yeshu'ah oder Yehoshu'ah.
Zb. Yossi eine Verkürzung von Yosef =Yehosef.
Hanan von Johanan
Shlomo von Shalomo
Shimi von Shimon.
kov von Yakov
usw...
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Unser Vater - mehr als nur ein Gebet!

Beitrag von Elischua am Sa 09 Aug 2014, 15:51

Schalom ihr lieben Lernenden und Suchenden,

wie bereits im obigen Beitrag "1" ergänzend von uns mitgteilt, ist das uns bekannte "Vater unser" etwas mehr als und bis dato den meisten bekannt ist.

Das vom Christentum aufgeführte "Vater unser" ist nur ein kleiner Teil von Jüdischen Gebeten, das
Avinu malkenu (mehr dazu siehe auf Seite 10)

HaTefilah:Die Amidah bzw. das Achtzehn Gebet -SCHMONE-ESRE (mehr dazu siehe auf Seite 11)

Kaddisch - Die Heiligung - haKadisch (mehr dazu siehe auf Seite 12)


Richtigerweise wird in den nachfolgenden Versen - "unser Vater" ausgesprochen - nicht wie bekannt  in den Gemeinden "Vater unser" laufend gebetet wird! Unser Vater wird gebetet in Gemeinschaft, wenn man jedoch mit dem Vater alleine ist, kann bzw. darf man "mein" Vater sagen!

Man sagt ja auch nicht wenn man von biologischen Vater spricht - Vater mein/unser  - sondern mein/unser Vater!

Mt. 6,9-13
9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt

10 dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.
11 Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
12 Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.

Lukas 11, 2-4


In den mir vorliegenen Übersetzungen auch in Luther, wird "Unser Vater" geschrieben! Warum dies in den Gemeinden mit "Vater unser" gebetet wird, obwohl es in den Schriften richtig wiedergegeben wurde, kann ich nicht nachvollziehen.... scratch 

Wiki schrieb:
Liturgie


Das Vaterunser erhielt früh einen festen Platz in der urchristlichen Gottesdienstliturgie. Gemäß der Didache 8,2f sollten Christen es auch privat dreimal am Tag beten.
In der katholischen Kirche ist das Vaterunser Bestandteil der Heiligen Messe, des Stundengebets der Laudes und der Vesper sowie des Rosenkranzgebets.[21] Die Kapitularien Karls des Großen ordneten an, dass jeder Christ es auswendig hersagen können sollte. Wer dies nicht vermochte, sollte nicht als Pate (Taufzeuge) zugelassen werden. Zusammen mit dem Credo und den Zehn Geboten galt es als eine der Grundlagen, die jeder getaufte Christ lernen und wissen sollte. Der lutherische Katechismus knüpft an diese Tradition an.[22]
In der orthodoxen Kirche wird die Doxologie im Gottesdienst vom Priester gesprochen, im privaten Gebrauch ganz weggelassen. Diese Praxis war auch in der römisch-katholischen und der altkatholischen Kirche vor der Liturgiereform verbreitet. In der Heiligen Messe findet sich zwischen den Bitten und der Doxologie der Embolismus, den der Priester vor dem Schlussvers singt oder spricht, um die vorangegangenen Bitten zu vertiefen und zusammenzufassen:
Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.
In der außerordentlichen Form des Römischen Ritus werden die ersten Bitten des Vaterunsers vom Zelebranten gebetet und nur die letzte Bitte von allen gemeinsam gesprochen, auf die dann der Embolismus mit der bei Orationen üblichen Doxologie folgt. Quelle

Hier ist ersichtlich, daß man hier einen Teil vom Judentum übernommen hat wie wir anschließend noch in den nachfolgenden Seiten sehen werden!

Zuvor noch das uns bekannte "Vater unser" wie es die Kirche verfasst hat und anschließend das "Unser Vater" wie es z.B. bei Luther steht!



Vater Unser (ökumenische Fassung)
Ökumenische Übersetzung: Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte (1970)


Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.



Unser Vater (Martin Luther, 1545)

Unser Vater in dem Himmel!
Dein Name werde geheiliget.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schulden,
wie wir unsern Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Übel.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Im Christentum geht man davon aus, daß dieses Gebet vom J.C. stammt. Es wird aber nicht erkannt, daß unser Bruder der Jude Jeschua mehr davon wusste und auch mit Sicherheit das volle Gebet Unser Vater, unser König dem Volke Israel nahebrachte bzw. erinnerte, da dies bereits zu seiner Zeit wie weiter unten aufgeführt gebetet wurde!

Im nachfolgenden Zitat hat unser Forenmitglied ABA einige Fehldeutungen erklärt:

@ABA schrieb:Das Vaterunser basiert auf jüdischen Gebetstraditionen, die damals bereits jahrhundertelang in den Tanach-Schriften überliefert worden waren. Es ähnelt vor allem dem Kaddisch, besonders im ersten Teil in Bezug auf die Heiligung des Namens und der Verwirklichung von Gottes Herrschaft, und dem Achtzehnbittengebet Schmone Esreh, besonders im zweiten Teil in Bezug auf die Dinge des täglichen Lebens.

Zum Thema:
wäre es weiterhin hilfreich mal wie zwei meiner Lehrer zu Wort kommen zu lassen, also werde ich in bisschen zitieren:

Führe mich nicht in Versuchung !!!!!!!

Dieser Wortlaut der sechsten Bitte im Vaterunser scheint anzudeuten, dass Gott selbst den Gläubigen verführen wolle. Was natürlich sämtliche biblischen vom gütigen und helfenden Gott über den Haufen werfen würde. Keinesfalls kann Jeschua dies so gesagt oder gemeint haben.

Am besten sehen wir dies, wenn wir es ins Hebräische zurückübersetzen. Hier stoßen wir auf das Zeitwort (kommen,bringen,führen) [hawe] הבא
Wir kennen dies von der Synagogenliturgie her wo es im jüdischen Abendgebet heißt:

Lass mich nicht kommen in die Gewalt der Sünde,
noch in die Gewalt der Schuld,
noch in die Macht der Versuchung!!!

Wobei wir selbst es sind, die immer wieder in die Versuchung hineinstolpern, ja oft sogar ihr entgegeneilen, um ihr willig zum Opfer zu fallen. Auf diese nur allzu menschliche Schwäche reagiert der hebräische Urtext, den eigentlich Jeschua gemeint hat, indem er Gott um innere Widerstandskraft bittet.
Es ist also im Klartext gemeint:
Lass mich nicht wieder straucheln noch der Versuchung zum Opfer fallen;
gib mir den Mut zum NEINsagen!


Diese Ausdrucksweise wird im Jakobusbrief ganz unmissverständlich erhärtet wo es doch heißt:
Niemand sage, wenn er versucht wird:
> Ich werde von Gott versucht! <
Denn Gott kann nicht vom Bösen versucht werden und ers selbst versucht niemanden zum Bösen. Ein jeder der aber wird versucht, wenn er von seiner Begierde fortgezogen wird und versucht wird!

Als sollte man besser in Deutsch übersetzen:
… lass mich nicht der Versuchung unterliegen !!!

Weiterhin sollte man beim >Vaterunser< bemerken, dass der Schluss des Gebetes, wo es heißt:
… denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
erst wesentlich später (so ab 5.Jhdt) nur in verschiedenen Handschriften zugefügt ist!

Schalom ABA
Und nun wie oben bereits angekündigt in den nachfolgenden Seiten, das "Unser Vater, unser König" aus dem Jüdischen und wir sehr gut herauslesen und erkennen können, daß es sich hier um unsern Allmächtigen Schöpfer G´tt JaHWeH handelt, der hier in Ehrfurcht und Demut angebet und angesprochen wird und nicht um einen J.C.: Jeschua unser Jüdischer Bruder hat dies weitergegeben an das Volk!


Zuletzt von Elischua am Sa 09 Aug 2014, 16:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Hes. 3,10 Und er JaHWeH sprach zu mir: Menschenkind, alle meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm in dein Herz auf, und höre sie mit deinen Ohren!
Jer. 17,5 So spricht JaHWeH der HERR: Verflucht ist der Mann/Frau, der auf Menschen vertraut und Fleisch ( = eigenes Können) zu seinem Arm ( = Rettung, Hilfe) macht und dessen Herz vom JaHWeH dem HERRN weicht!

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Das Avinu malkenu

Beitrag von Elischua am Sa 09 Aug 2014, 15:54

Das Avinu malkenu


Unser Vater, unser König,     wir haben gesündigt vor Dir!
Unser Vater, unser König,     wir haben keinen König außer dir!
Unser Vater, unser König,     willfahre uns um deines Namens willen!
Unser Vater, unser König,     erneuere uns ein gutes Jahr!
Unser Vater, unser König,     halte fern von uns alle bösen Verhängnisse!
Unser Vater, unser König,     verteile die Gedanken unserer Hasser!
Unser Vater, unser König,     zerstöre den Ratschluß unserer Feinde!
Unser Vater, unser König,     halte fern von uns jeden Bedränger und Verleumder!
Unser Vater,unser König,   halte fern Pest, Schwert, Hungersnot, Gefangenschaft und Verderben von den Kindern deines Bundes!
Unser Vater, unser König,     halte jede Plage von deinem Erbe fern!
Unser Vater, unser König,     schicke vollkommene Heilung den Kranken deines Volkes!

Unser Vater, unser König,     führe uns in vollkommener Rückkehr zu dir zurück!
Unser Vater, unser König,     verzeihe und vergib alle unsere Sünden!
Unser Vater, unser König,     lösche aus und beseitige unsere Frevel vor deinen Augen!
Unser Vater, unser König,     zerreiße das Böse des über uns verhängten Urteils!
Unser Vater, unser König,     tilge in deinem großen Erbarmen alle unsere Schuldurkunden!
Unser Vater, unser König,     gedenke, daß wir Staub sind!
Unser Vater, unser König,     gedenke unser in Güte vor dir!
Unser Vater, unser König,     schreibe uns ein in Buch glücklichen Lebens!
Unser Vater, unser König,     schreibe uns ein im Buch der Verdienste!
Unser Vater, unser König,     schreibe uns ein im Buch der Erhaltung und Ernährung!
Unser Vater, unser König,     schreibe uns ein im Buch der Erlösung und Errettung!
Unser Vater, unser König,     schreibe uns ein im Buch der Verzeihung und Vergebung!
Unser Vater, unser König,     laß uns bald das Heil emporsprießen!

Unser Vater, unser König,     erhebe die Macht deines Volkes Israel!
Unser Vater, unser König,     erhebe die Mach deines Gesalbten!
Unser Vater, unser König,     erhöre unsere Stimme, schone und erbarme dich über uns!
Unser Vater, unser König,     nimm in Barmherzigkeit und Wohlgefallen unser Gebet an!
Unser Vater, unser König,     laß uns nicht leer vor dir ausgehen!

Unser Vater, unser König,     tue es um deretwillen, die für die Heilung deines Namens erschlagen wurden!
Unser Vater, unser König,     tue es um deretwillen, die für deine Einheit hingeschlachtet wurden!
Unser Vater, unser König,     tue es um deretwillen, die für die Heilung deines Namens den Tod durch Feuer und Wasser erlitten!
Unser Vater, unser König,     ahnde vor unseren Augen das vergossene Blut deiner Knechte!
Unser Vater, unser König,     tue es um deinetwillen, wenn nicht um unseretwillen!
Unser Vater, unser König,     tue es um deinetwillen und hilf uns!
Unser Vater, unser König,     tue es um deinetwillen, tue es um deines großen Erbarmens willen!
Unser Vater, unser König,     tue es um deines großen, mächtigen und fruchtbaren Namens willen, der über uns genannt wird!
Unser Vater, unser König,     aus Gnade erhöre uns, denn wir haben keine verdienstvollen Handlungen, erweise uns Milde und Huld und hilf uns!

Aus: Sidur Sefat Emet (Mit deutscher Übersetzung von Rabbiner Dr. S. Bamberg, Basel 1972)
Quelle: jgd.de


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